Login 18er Bereich
![]() | |
|
![]() | |
| Format | 1,33:1 (Vollbild, s/w) |
| Norm | PAL |
| Das Bild der Beiträge, die allesamt im Schwarzweiß-Vollbildformat vorliegen, unterscheidet sich zwar etwas, ist aber in allen Fällen sehr gelungen. Kratzer wird man kaum zu sehen bekommen und das Rauschen wird eigentlich nur in Schwenks ersichtlich, wenn es die sonst gute Schärfe etwas schwächt. Da die Serie vergleichsweise statische Kameraeinstellungen nutzt, fällt letzteres kaum ins Gewicht. Dafür überwiegen die angenehm filigran gezeichneten Szenen, die in einigen Folgen für ein wundervolles DVD-Erlebnis sorgen, zumal der Kontrast dem Alter des Materials sehr wohlwollend gegenübersteht und weder zu kräftig, noch zu lasch arbeitet. Andererseits geraten einige Hintergründe manchmal aus dem Fokus. Trotz der Rauschfilterung sieht man der Kompression keine Behäbigkeit an. | |
![]() ![]() ![]() ![]() ![]() | |
![]() | |
| Formate | Dolby Digital 2.0 Mono |
| Sprache | Englisch, Deutsch (teilweise |
| Untertitel | Deutsch |
| Die Folgen sind je nach Existenz einer deutschen Synchronisation nur mit englischem Monoton oder zusätzlich mit einer deutschen Tonspur ausgestattet. Natürlich werden für alle Folgen deutsche Untertitel angeboten. Die Klangqualität ist vergleichsweise gut, denn der Hauptteil der Tonspur, die Dialog, fallen sehr klar und damit gut verständlich aus. Unterschiede hört man während der Einführung heraus, denn die klingt mal klar, mal dumpf, mal überspitzt, mal verrauscht, mal sauber - also beinah bei jeder Folge etwas anders. Ansonsten gibt es keine groben Fehler wie Rauschen oder Knackser zu berichten. | |
![]() ![]() ![]() ![]() ![]() | |
![]() | |
| Extras |
|
| Verpackung | DigiPack im Schuber |
| Wer etwas mehr über die Episoden der DVD-Box erfahren möchte, kann das mittels Linernotes im Booklet erfahren. Dort wird in kurzen Sätzen auf die Hintergründe und die Darsteller eingegangen, z.B. in welchen weiteren Hitchcock-Filmen man wieder auf sie treffen wird. Außerdem enthält DVD 4 eine viertelstündige Dokumentation zur Serie. Es wird ein Blick hinter die Kulissen geworfen, denn natürlich ist "Alfred Hitchcock präsentiert" keine Einmann-Show, sondern wurde von einer Vielzahl von kreativen Köpfen entwickelt. In der Dokumentation wird beispielsweise über die Musikwahl, den Produzenten, die Vorauswahl der Drehbücher und jenen Mann gesprochen, der für Hitchcock die Intros schrieb. Neben einer Vielzahl an Mitstreitern kommt Hitchcocks Tocher zu Wort, die in der Serie selbst einige Haupt- und Nebenrollen bestritt. "Zwischenfall an der Straße" ist ein Beitrag der US-TV-Serie "Startime", die von 1959-1960 mit ingesamt 33 Folgen produziert und ausgestrahlt wurde. Das Konzept ist zwar nicht wie "Alfred Hitchcock präsentiert" auf Suspense-Filme reduziert, verfolgt ansonsten aber ein ähnliches Konzept, nämlich Stars bzw. Darsteller, die es mal werden sollten, vom Kino ins TV zu holen. Hitchcock inszenierte ebenfalls einen Beitrag für die Serie, die u.a. als eine der ersten Farbsendungen berühmt wurde. "Zwischenfall an der Straße" handelt von einem Schülerlotsen, einem älteren Herren, der durch eine anonyme Anschuldigung seinen Job und seine Ehre verliert. Sein Schwiegersohn in spe, ein sehr junger George Peppard ("Das A-Team") lässt die Sache nicht auf sich beruhen, sondern geht dem Rufmord nach, um ihn zu widerlegen. Dabei stößt er wegen der Schwere der Vorwürfe auf jede Menge Widerstand. Die 48 Minuten sind gut gespielt und sehr kurzweilig, auch wenn der Zuschauer bereits zu Beginn den "Täter" geliefert bekommt. Der Film zeigt zwar eine nicht ganz einwandfreie Kompression (zu niedrig angesetzt) und ein bisschen Farbflackern, ist ansonsten aber sehr gut gestaltet. Das Vollbildformat enthält kaum Verschmutzungen oder Schärfeschwächen und der englischen Originalton, zu dem es deutsche Untertitel gibt, bietet ein saubere Akustik. ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() "Die Bombe im Keller" als zweiter Bonusfilm stellt den Auftakt der 1957 produzierten TV-Serie "Suspicion" (nicht zu verwechseln mit dem Hitchcock-Thriller "Suspicion" von 1941) dar, die Krimistoffe zur Hälfte abgefilmt und zur anderen Hälfte live inszeniert zeigte. In dieser von Hitchcock persönlich inszenierten Folge versucht ein Uhrmacher seine treuelose Frau mittels einer selbst gebauten Bombe zu ermorden. Nur muss er die richtige Zeit für den Zündmechanismus herausfinden - was gründlich schief läuft. Die sehr spannende Episode zeigt folglich den Attentäter beim Versuch, seine eigene, tödliche Kreation zu entschärfen. Der englische Monoton (wieder mit deutschen Unteriteln) klingt zwar nun schon etwas älter, ist aber immer noch statthaft. Die Bildqualität ist in etwa auf dem Niveau der "Alfred Hitchcock präsentiert"-Folgen auf dieser DVD. ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() Den Abschluss der Bonussektion bilden fünf deutschsprachige, etwas veränderte Einleitungen von Hitchcock zur Serie. Auffallend ist, dass er über die Jahre hinweg von verschiedenen Synchronsprechern eingedeutscht wurde. | |
![]() ![]() ![]() ![]() ![]() | |
![]() | |
| Sobald Alfred Hitchcock mit seiner stets amüsanten Anmoderation seiner Sendung das Bild betritt, weiß man als Zuschauer, dass der kleine, rundliche Mann der oberste Richter der folgende Geschichte ist. Denn kein Betrüger, kein Mörder, kein Heuchler oder gar Ehebrecher geht Hitchcock in den folgenden 25 Minuten TV-Krimi durch die Lappen - auch wenn der charismatische Brite mit dem trockenen Humor nichts dazu tut, außer das Geschehen mit gewitzten Kommentaren zu umrahmen. Möglicherweise ist die charmante, britisch-höfliche Art des Krimi- und Thriller-Meister, die jeden Verbrecher scheitern lässt, bevor noch die Titeleinblendung stattgefunden hat. Die in der zweiten DVD-Box präsentierten 25 Kurzkrimis, die aus fast 7 Staffeln und 300 Episoden ausgewählt wurden, sind wieder außerordentlich spannend und sehenswert. Höhepunkte der stets mit wenigen Darstellern umgesetzten Geschichten sind natürlich jene, in denen der Blick auf einen einzigen Prota- bzw. Antagonisten gelegt wird. Mein Favorit ist "Scheintot", bei dem ein Autounfall einen Mann lähmt, der fortan für tot gehalten wird. Der Zuschauer darf bei seinen Versuchen mitfiebern, sich als lebend bemerkbar zu machen - stets das ungesund schattierte Gesicht des Mannes mit dem starren Blick vor Augen, als ob man eine Leiche betrachtet. In eine ähnlich nervenaufreibende Richtung zielt "Die Schlange im Bett", bei der einem sehr gehässiger Zeitgenosse zum Schluss natürlich die gerechte Strafe zuteil wird. Allein der Gedanke, dass sich dieses rasselnde Reptil des Nachts in die Bettlaken schleichen könnte, wird vielen Fernsehzuschauern damals und möglicherweise noch heute Schauer über den Rücken jagen. Es macht Spaß, die Vielzahl an Stars in frühen bzw. ungewöhnlichen Rollen zu sehen. Während Vincent Price als überlegener Detektiv in eine Falle tappt, darf man Robert Redford als abgebrühten Polizistenmörder und William Shatner als Muttersöhnchen erleben. Daneben wird man eine große Reihe weiterer, wenn mittlerweile auch nicht mehr allzu bekannter Stars zu sehen bekommen. Beispielsweise verkörpert Keenan Wynn ("Dr. Seltsam, oder wie ich lernte, die Bombe zu lieben") in einer Episode einen spielsüchtigen Reisenden, dem sein Laster und auch etwas Unglück zum Verhängnis wird, weil er die Lage nicht klar überblicken kann. Claude Rains ("Casablanca") wird dagegen von einem Glückspieler und damit vom Schicksal herausgefordert, in der Hoffnung, er könnte mit dem Preisgeld sein kaputtes Kirchendach reparieren lassen. In einer zweiten Rolle spielt er einen etwas verwirrten Puppenspieler, der ein tiefes Geheimnis durch den Mund seiner Puppe preisgibt - eine der bemerkenswertesten Rollen dieser Serie. Ausrutscher gibt es keine, denn die Vorauswahl der verfilmten Geschichten wurde mit viel Sorgfalt durchgeführt. Trotz dem es um Mord und allerlei andere unschöne Dinge geht, liefern Hitchcock und sein Team ein beinah familienkompatibles Programm ab, das in insgesamt 7 Staffeln zu einem weltweiten Erfolg wurde. Aus diesen wurden 25 Folgen ausgewählt, von denen einige nie deutsch synchronisiert wurden. Den Zuschauer wird es dank der Qualität jeder einzelnen Folge aber vermutlich nicht stören. Und ich würde mich sogar freuen, wenn eine dritte Box mit Episoden auf "Alfred Hitchcock präsentiert" erscheinen könnte. |
![]() ![]() ![]() ![]() | |
|
![]() | |
![]() | Druckbare Version |
![]() | ![]() |
![]() | (Alfred Hitchcock präsentiert (TV-Serie)) (Startime (TV-Serie)) (Suspicion (TV-Serie)) |