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UK 1961
Originaltitel:Day the Earth Caught Fire, The
Alternativtitel:Day the Sky Caught Fire, The
Länge:94:38 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 6 Jahre
Regie:Val Guest
Buch:Wolf Mankowitz, Val Guest
Kamera:Harry Waxman
Musik:Stanley Black
SFX:Les Bowie
Darsteller:Janet Munro, Leo McKern, Edward Judd, Michale Goodliffe, Bernard Braden, Reginald Beckwith, Gene Anderson, Renee Asherson, Arthur Christiansen, Austin Trevor, Edward Underdown, Ian Ellis
Vertrieb:Ostalgica
Norm:PAL
Regionalcode:0
DVD-Start:31.12.2010 (Kauf)



Inhalt
Seltsame Naturkatastrophen brechen plötzlich über die Erde herein: Schneestürme toben durch New York, Wüsten werden überschwemmt und Hitzewellen rollen über Europa. Panik bricht aus. Die Reporter Maguire und Stenning finden heraus, dass Russen und Amerikaner zeitgleich auf den beiden Polen Atomexplosionen ausgelöst haben. Dabei wurde die Erde aus ihrer Umlaufbahn geworfen und steuert auf die Sonne zu. Gebannt - aber machtlos - verfolgen Maguire, Stenning und seine Geliebte die Anstrengungen der Supermächte, die Erde zu retten ...

Bild
Format2,35:1 (anamorph)
NormPAL
 "Der Tag, an dem die Erde Feuer fing" gehört in die Rubrik der alten Schätze, denen nur ein geringes Budget zur Verfügung stand. Trotzdem erfreut das in Schwarzweiß gehaltene Bild mit der anamorphen Kodierung im chicen Cinemascope, denn der Schärfe gelingt besonders in Nahaufnahmen ein guter Detailgrad. In Totalen nimmt die Schärfe zwar etwas ab, doch auch dort wirkt das Bild nicht weich oder unscharf. Kritik muss sich die Kantenschärfe wegen dem manchmal auftretenden Treppcheneffekt gefallen lassen. Der Kontrast überstrahlt in hellen Bereichen etwas, wirkt ansonsten ausgewogen. Dies gilt auch für die am Anfang und am Ende genutzte Sepiaeinfärbung. Die Kompression arbeitet unauffällig und auch analoge Defekte sind kaum vorhanden. Dafür sind einige digitale Defekte auszumachen, was aufgrund der Seltenheit aber nebensächlich erscheint.
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Ton
FormateDolby Digital 2.0 (Mono)
SpracheDeutsch, Englisch
Untertitel-
 Trotz des Alters können beide Tonspuren überzeugen. Wobei die deutsche Fassung den deutlich besseren Eindruck hinterlässt, weil die Originalfassung Im Vergleich leiser abgemischt wurde. Deswegen dort einfach den Regler etwas hochdrehen und man bekommt ebenso wie im Deutschen gut zu verstehende Dialoge geboten. Rauschen tritt lediglich im Original dezent auf, wohingegen die deutsche Sprachfassung rauschfrei bleibt. Dies gilt auch für alterbedingte Störungen wie z.B. Knackser. Daher ist der deutsche Mix der Originalfassung vorzuziehen. Auf begleitende deutsche Untertitel wurde leider verzichtet.
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Extras
Extras
  • Originaltrailer (2:54 Min.)
  • US-Spot 1 (0:57 Min.)
  • US-Spot 2 (0:19 Min.)
  • US-Spot 3 (0:10 Min.)
  • US-Spot 4 (0:18 Min.)
  • Deutscher Vorspann (1:45 Min.)
  • Bildergalerie (3:33 Min.)
  • Trailershow:
    • Colossus (1:23 Min.)
    • Ikarie (1:48 Min.)
    • Der gestiefelte Kater (1:44 Min.)
    • Die Erfindung des Verderbens (2:11 Min.)
  • Booklet
VerpackungKeepCase mit FSK-Wendecover
 Die Extras sind nicht weltbewegend. Trotzdem freut man sich bei solchen Klassikern über Originaltrailer, diverse US-Spots, deutschen Vorspann sowie eine Bildergalerie mit seltenen Artworks und Aushangfotos. Das 8-seitige Booklet zieht die meiste Aufmerksamkeit auf sich, denn neben Informationen zum Regisseur gibt es Hintergrundinformationen zum Film und damalige Pressestimmen. Etwas merkwürdig erscheint allerdings das Wendecover, welchem sowohl FSK-Kennzeichnung als auch Inhaltsangabe fehlt. Man bekommt nur das unbeschriftete Artwork zu sehen.
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Fazit
"Ist es das Ende - oder ein neuer Anfang" (Filmzitat)

Fans der britischen Hammer Studios sollte der Name Val Guest (1911-2006) ein Begriff sein. Erfreuen sich doch besonders seine Interner Link"Quatermass"-Verfilmungen großer Beliebtheit und sind zu Recht als Klassiker des Science Fiction-Genres bekannt. Nach den Erfolgen bei Hammer kehrte er der britischen Produktionsschmiede den Rücken zu und inszenierte für die kleine Firma Pax Films einen weiteren Höhepunkt seiner Filmografie. Nach einer eigenen Idee und mit Hilfe des ebenfalls Hammer-Erprobten Wolf Mankowitz schrieb er das Drehbuch zu "Der Tag, an dem die Erde Feuer fing", der basierend auf diversen Leserbriefen in der damaligen Ausgabe der Times entstand. Hintergrund waren die zahlreichen Bedenken gegenüber Atombombenversuchen und die möglichen Folgeschäden durch Beeinflussung des Wetters.

Guests Werk beginnt mit zwei gleichzeitig stattfindenden Atomversuchen. Die Amerikaner als auch die Russen zünden an beiden Polen Atombomben, was dazu führt, dass das Wetter nahezu verrückt spielt und unzählige Naturkatastrophen hervorruft. Besonders Europa und England haben mit einer enormen Hitzewelle zu kämpfen, und die Temperaturen steigen immer weiter. Der Journalist Peter Stenning und seine Kollegen versuchen der Sache auf den Grund zu gehen und finden schließlich heraus, dass die Erde durch die Atomexplosionen aus ihrer Umlaufbahn geworfen wurde. Die Supermächte leugnen die schreckliche Wahrheit, arbeiten insgeheim im Verborgenen aber daran, die Erde zu retten ...

Auch wenn der Kalte Krieg schon lange vorbei ist, ist die ökologische Botschaft des Films immer noch bedeutend, wie man an der stetigen Veränderungen unserer Umwelt sieht. Das dürfte neben der ohnehin sehr packende Geschichte der Grund sein, warum "Der Tag, an dem die Erde Feuer fing" noch immer so prächtig unterhält. Ohne Übertreibung und mit enormer Realitätsnähe lässt der Film ein beklemmendes Gefühl beim Zuschauer entstehen. Die Effekte sind zwar sehr einfach gehalten, aber man spürt förmlich die steigende Hitze am eigenen Körper. Während der Anfangssequenz und auch am Ende des Films nutzt Guest einen Trick, um die Hitze auch bildlich darzustellen, indem er das Bild mit Sepiatönen einfärbt. Dass Guest seinem Film ein offenes Ende verpasste, ist ein weiterer kluger Schachzug, denn so muss sich jeder Zuschauer selbst das Schicksal der Menschheit ausmalen.

Man bekommt eine technisch gute Umsetzung geboten, der man das Produktionsalter allerdings etwas am Bild ansieht. Das stört nicht, schließlich ist das Gesamtpaket der Ostalgica-Veröffentlichung gelungen und lässt diesen Science Fiction-Klassiker endlich auf digitalem Medium erstrahlen.



Bilder der DVD




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