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USA, CAN 2009
Originaltitel:Grace
Länge:81:02 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 18 Jahre
Regie:Paul Solet
Buch:Paul Solet
Kamera:Zoran Popovic
Musik:Austin Wintory
SFX:Wade Maurer
Darsteller:Jordan Ladd, Gabrielle Rose, Samantha Ferris, Malcolm Stewart, Stephen Park, Serge Houde, Evan Lanier, Shelly Gant, Jamie Stephenson, Jeff Stone, Troy Skog, Kate Herriot
Vertrieb:dtp Entertainment AG
Norm:PAL
Regionalcode:0
DVD-Start:05.08.2010 (Verleih) / 28.10.2010 (Kauf)



Inhalt
Die im achten Monat schwangere Madeline pflegt einen naturbezogenen Lebensstil und weigert sich, ihr Kind in einem Krankenhaus zu gebären. Sie hält dem Druck ihrer Schwiegermutter stand und wird von ihrem Mann Michael unterstützt. Eines Nachts haben die werdenden Eltern einen Autounfall, bei dem Michael zu Tode kommt. Madeline ist weitestgehend unverletzt, aber das Ungeborene scheint in Mitleidenschaft gezogen zu sein und die Untersuchungen im Krankenhaus ergeben, dass das Baby nur noch tot geboren werden kann. Die Geburt wird eingeleitet und Madeline bringt tatsächlich ein totes Mädchen zur Welt. Der Mutter fällt es schwer dieses Schicksal zu akzeptieren und nach einer Weile der Zweisamkeit mit ihrem Kind erwacht das Baby Grace auf wundersame Weise zum Leben! Bereits kurze Zeit nach der Entlassung aus dem Krankenhaus muss Madeline feststellen, dass Grace außergewöhnlich hungrig ist und sie nicht nur nach Milch verlangt. Generell muss die Mutter einsehen, dass die kleine Grace kein normales Baby ist. Wie weit geht unsterbliche Mutterliebe und welche Opfer ist sie bereit zu bringen?

Bild
Format2,35:1 (anamorph)
NormPAL
 Dem anamorphen Bild merkt man sehr deutlich an, dass "Grace" eine Produktion mit geringem Budget ist. Die Schärfe ist gerade mal Mittelmaß und demnach ebenfalls die Detailzeichnung. Als Stilmittel wurde das Bild künstlich aufgehellt, womit auch die Farbgebung deutlich in die Knie gezwungen wird. Zwar wird immer noch eine realistische Tönung geschaffen, grundsätzlich wirken die Farben aber eher zurückhaltend ohne eine gewisse Dynamik. Zumindest schafft es der Kontrast über weite Strecken eine Balance zu halten, wodurch die visuellen Veränderungen keine negative Wirkung entfalten. Der Schwarzwert fällt zudem wechselhaft aus, mal wird ein sattes Schwarz geboten, verfällt dann aber wieder in ein Grau. Dies dürfte auch ein Nebenprodukt des angewandten Stilmittels sein. Besonders bei den gräulichen Tendenzen treten vermehrt starkes Bildrauschen und eine unruhige Kompression auf, was sich nicht unbedingt positiv auf den Gesamteindruck niederschlägt. In Anbetracht der Machart ist der Transfer aber völlig akzeptabel.
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Ton
FormateDolby Digital 5.1
SpracheDeutsch, Englisch
UntertitelDeutsch
 Der deutsche Dolby Digital 5.1-Ton bietet eine ordentliche Synchronisation und ebenso wie das englischsprachige Original eine gute Sprachverständlichkeit. Raumklang wird nur sehr selten erreicht und wenn, dann beschränkt sich dies auf die Musik, die sich in einigen Szenen dezent auf die Effektlautsprecher verteilt. Manchmal, wenn z.B. die Fliegen durch das Zimmer surren oder auch während der Geburt, werden die Rears allerdings passend in die Handlung einbezogen. Dennoch findet das Geschehen hautsächlich auf der Front statt, was bei diesem dialoglastigen und ruhig ausgelegten Film auch nicht weiter verwundert. Die Originalfassung ist der deutschen ähnlich, lediglich die Dynamik lässt die Abmischung kräftiger erscheinen, während die Synchronfassung flacher klingt. Es sind deutsche Untertitel zuschaltbar.
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Extras
Extras
  • Audiokommentar mit Autor/Regisseur Paul Lolet, Produzent Adam Green und Kameramann Zoran Popovic
  • Originaltrailer (2:28 Min.)
  • Grace: Original Short Film (5:59 Min.)
  • Grace at Sundance (13:12 Min.)
  • Grace: Conception (6:46 Min.)
  • Grace: Delivered (37:04 Min.)
  • Grace: Family (11:59 Min.)
  • Her Mother's Eyes: The Look of Grace (7:05 Min.)
  • Lullaby: Scoring Grace (8:57 Min.)
  • Trailershow:
    • The Seamstress (1:43 Min.)
    • The Shadows Within (2:38 Min.)
    • Animals (1:59 Min.)
    • Conjurer (1:44 Min.)
    • Stiletto (1:12 Min.)
    • Icarus (2:01 Min.)
VerpackungKeepCase mit FSK-Wendecover
 Die Extras der DVD können sich sehen lassen und vermitteln viele wissenswerte Informationen über die Entstehung von "Grace". Begonnen wird mit einem Audiokommentar mit Regisseur und Autor Paul Solet, Produzent Adam Green sowie dem Kameramann Zoran Popovic, der sehr ausführlich auf den Entwicklungsprozess des Films eingeht. Unter anderem werden Szenen des Films mit denen des ursprünglichen Kurzfilms verglichen, was sehr interessante Änderungen aufzeigt. Leider sind gute Englischkenntnisse von Nöten, denn deutsche Untertitel gibt es während des gesamten Bonusmaterials nicht. Der Kurzfilm mit Seth Green (Interner Link"Beverly Hills 90210") kann man sich in voller Länge anschauen und damit die Kommentare vielleicht etwas besser nachvollziehen. Film und Kurzfilm ähneln sich zwar, weil sie dieselbe Geschichte erzählen, sind jedoch inszenatorisch sehr unterschiedlich angelegt. Neben dem Originaltrailer gibt es noch mehrere kleine Featurettes, die zusammengenommen ein umfangreiches Making of ergeben. Unterteilt in verschiedenen Abschnitten wird neben generellen Informationen zum Film separat auf Filmmusik, Drehbuch, Darsteller und Promotion eingegangen. "Grace at Sundance" sticht dabei hervor, denn es ist interessant zu sehen, wie das Produktionsteam in Eigeninitiative für ein volles Haus bei der Premiere sorgen konnte.
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Fazit
Die lieben Kleinen dürfen unsere Nerven mal wieder aufs Äußerste strapazieren - natürlich im Film. Genauer gesagt handelt es sich bei der titelgebenden Grace um ein Neugeborenes, das einen sehr eigenwilligen Hunger besitzt. Paul Solets Werk lässt sich allerdings nur schwer mit anderen Horrorfilmen über mordgierige Babys vergleichen: Während Interner Link"It's Alive" eher trashig ausfällt, sind die Säuglinge in Interner Link"Braindead" und Interner Link"Necro Files" doch ganz anders gestaltet. Möglicherweise gelingt es Solet sogar erstmalig, richtigen "Babyhorror" zu verfilmen, falls man den italienischen Interner Link "Die Wiege des Teufels" einmal außer Betracht lässt.

"Grace" beginnt sehr ruhig, jedoch mit bedrückender Atmosphäre. Die Personen werden sehr distanziert eingeführt, weil diesen überhaupt keine Lebensfreude verliehen wird, und man merkt schnell, dass etwas in der Luft liegt. Der Zuschauer wird sich gar nicht erst mit einer der Figuren identifizieren wollen. Einzige Ausnahme bildet Jordan Ladd, die mit ihrer glaubhaft gespielten, verzweifelten Mutter die Bindung zwischen Film und Zuschauer aufbaut; man fiebert richtig mit ihr mit. Das schaurige Umfeld und natürlich das Baby sorgen für spannende Momente, so dass man mich bis zum lohnenswerten, weil an die Nerven gehenden Finale komplett vor den Bildschirm gebannt sein wird. Leider sieht Grace in einigen Szenen zu künstlich aus, was die Realität wieder zur Fiktion werden lässt. Diese Szenen halten sich allerdings in Grenzen und meist wurde mit einem echten Baby gedreht. "Grace" nimmt sich sehr ernst, verzichtet also auf jede Art von Humor, und möchte damit realistisch bleiben. Auch effekttechnisch hat "Grace" nicht allzu viel zu bieten. Erst in der zweiten Hälfte gibt es ein paar blutige Details zu sehen, die allerdings lediglich die Verzweiflung der jungen Mutter unterstreichen sollen, welche nach der komplikationsreichen Geburt feststellen muss, dass ihr Baby anders ist als andere Neugeborene.
Man darf Paul Solet zu einem sehr spannenden, gekonnt zwischen Horror und Drama wechselnden Film beglückwünschen, der eine bedrückende und verstörende Wirkung besitzt.



Bilder der DVD




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Grace
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