Wicked-Vision-Index

Login 18er Bereich

Registrieren

Startseite und Neuigkeiten Reviews
• Filmberichte
• DVD/HD-Reviews
• Bildvergleiche
• Literatur
• Hörspiele Weitere, medienbezogene Informationen
• Hidden Features
• Schnittvergleiche
• Videocover
USA 1988
Originaltitel:Black Eagle
Alternativtitel:Red Eagle
aka. Red Hunter - Kampf der Giganten
Länge:89:19 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 16 Jahre
Regie:Eric Karson
Buch:Shimon Arama, Michael Gonzales, A.E. Peters
Kamera:George Koblasa
Musik:Terry Plumeri
SFX:Eddie Surkin
Darsteller:Jean-Claude Van Damme, Shô Kosugi, Doran Clark, Bruce French, Vladimir Skomarovsky, William Bassett, Kane Kosugi, Shane Kosugi, Dorota Puzio, Jan Triska, Gene Davis, Alfred Mallia
Vertrieb:HDMV
Norm:PAL
Regionalcode:0
DVD-Start:23.11.2010 (Kauf)



Inhalt
Ein F-111 Jet der US Air Force stürzt ins Meer. Die Absturzstelle wird zum heißen Brennpunkt des kalten Krieges. Es geht um Sekunden. Welche der beiden Supermächte gelangt zuerst in den Besitz des modernsten Laser-Lenksystems "Rapid Angel". Es beginnt der unerbittliche Countdown des Todes zwischen den Top-Agenten beider Seiten.

Bild
Format1,33:1 (Vollbild)
NormPAL
 Einzig nennenswerter Kritikpunkt des Vollbildes sind die doch häufig auftretenden analogen Defekte. Man wird zwar nicht gestört, doch ist der Film noch nicht so alt, als dass man diese als gegeben hinnehmen muss. Auch das Color Timing ist nicht optimal ausgefallen, was sich gerade bei Hauttönen durch einen stark dunkelroten, etwas bräunlichen Stich bemerkbar macht. Doch findet sich diese Problematik in vielen B-Actionfilmen der 1980er wieder. Grundsätzlich gefällt der Transfer aber, bietet er doch eine durchaus gelungene Schärfe und verfügt über eine ordentliche Detailwiedergabe. Die Farbgebung fällt weitestgehend natürlich aus, einmal abgesehen von der eingangs angesprochenen Problematik. Rauschen ist vorhanden, fällt kallerdings kaum ins Gewicht. Die Kontrastbalance ist zudem relativ ausgewogen, wobei in dunklen Bereichen einige Details im Verborgenen bleiben und der Schwarzwert ins Gräuliche abfällt. Letztendlich bleibt auch die Kompression unauffällig.
 +++/--

Ton
FormateDolby Digital 5.1 (Dt.), Dolby Digital 2.0 (Dt., Engl.)
SpracheDeutsch, Englisch
Untertitel-
 Wie von einem 1980er Jahre B-Movie nicht anders zu erwarten, entpuppt sich der deutsche 5.1-Track lediglich als ein laues Lüftchen, bei dem gelegentlich etwas Musik auf den hinteren Lautsprechern zu vernehmen ist. Ansonsten spielt sich das gesamte Geschehen im vorderen Bereich ab und bietet eine sehr gute Dialogverständlichkeit sowie ein homogenes und natürliches Klangbild. Der nennenswerte Unterschied zum ebenfalls vorhandenen Pendant in Stereo ist die deutlich lautere und kräftigere Abmischung. Bei Stereo muss schon etwas an der Lautstärke nachgeregelt werden. Ist dies geschehen, überzeugt auch diese Tonvariante. Die englische Originalfassung liegt ebenfalls in Stereo vor und entspricht qualitativ in etwa der deutschen Variante, wenn auch die Stimmen etwas natürlicher klingen.
 +++/--

Extras
Extras
  • Van Damme Special (14:34 Min.)
  • Sho Kosugi: Master Class (55:32 Min.)
  • Originaltrailer (2:13 Min.)
  • Deutscher Trailer (2:05 Min.)
  • Bildergalerie (2:12 Min.)
  • Trailershow:
    • Double Dragon (1:55 Min.)
    • C2 Killerinsect (3:10 Min.)
    • Brainscan (1:51 Min.)
    • American Karate Tiger (2:01 Min.)
    • Sabotage (2:08 Min.)
    • Heroic Trio 1 + 2 (4:42 Min.)
VerpackungKeepCase mit FSK-Wendecover
 Das Bonusmaterial steht ganz im Zeichen der beiden Action-Ikonen Van Damme und Kosugi. Zuerst gibt es neben dem deutschen Trailer zum Film noch den Originaltrailer. Dann eine Bildergalerie mit seltenen Aushangfotos und Pressematerial. So weit das Standardprogramm, weiter geht es mit zwei Auswahlpunkten, die jeweils auf einen der beiden Darsteller zugeschnitten sind. Im Van Damme Special wird ein kurzes Interview und schließlich ein Einblick in eine deutsche Sportveranstaltung geboten, bei der Van Damme zu Gast war und von den Lesern der Zeitschrift BRAVO mit dem goldenen Otto geehrt wird. Zwar ist dies nicht sonderlich interessant, aber die kurzen Martial Arts-Übungen sind nett anzusehen. Besser schneidet Shô Kosugi mit einem rund 50minütigen Trainingsfilm "Master Class" ab. Wer sich für Selbstverteidigung interessiert, wird sicherlich gut unterhalten, weil die Übungen ordentlich erklärt und die Techniken mittels Zeitraffer näher beleuchtet werden. Leider gibt es keine begleitenden Untertitel.
 ++----

Fazit
Eric Karson lädt mit "Red Hunter" zum Treffen der Generationen. Der sich auf dem Abstieg seines Ruhmes befindliche Shô Kosugi trifft auf den zur damaligen Zeit auflodernden Stern am Actionhimmel Jean Claude Van Damme. Problem ist nur, dass statt eines knallharten Actionfilms lediglich ein Spionagethriller ohne groß angelegte Martial Arts-Szenen geliefert wird, was bei diesen beiden Darstellern sehr schade ist. Stattdessen wird die damals heiße Thematik "Kalter Krieg" in einer weiteren Variation präsentiert: Kosugi auf der Seite der Amerikaner und Van Damme auf der der Russen. Das Aufeinandertreffen von Ost und West darf also beginnen. Leider ist Van Damme nur in einer WendecoverNebenrolle zu sehen, da "Red Hunter" noch vor dessen großem Durchbruch "Bloodsport" entstand, aber erst danach veröffentlicht wurde. In Deutschland wurde der Film als "Red Eagle" vom Videolabel VPS unter die Leute gebracht. Die Spionagestory wirkt mittlerweile überholt, was aber nicht das Problem darstellt. Vielmehr ist der Film an vielen Stellen widersprüchlich und wenig durchdacht, weil sehr viele inhaltliche Baustellen offen bleiben.

Regisseur Eric Karson (Interner Link"Angel Town") nutzt zumindest alle Versatzstücke aus, die ein Agentenfilm bieten sollte. Oftmals macht ihm aber das geringe Budget einen Strich durch die Rechnung, denn außer zwei ordentlich choreografieren Kampfszenen zwischen Kosugi und Van Damme gibt es kaum groß angelegte Actionsequenzen. Vom deutlichen Fehlen der Logik des Drehbuches einmal abgesehen sorgt auch der vorhersehbare Handlungsverlauf für eine spannungslose Filmlaufzeit. So kann man sich an einer Hand abzählen, dass die Tanis Söhne von den Russen entführt werden und in einer mehr oder minder groß angelegten Rettungsaktion wieder befreit werden müssen. Auch bleibt die geheime Waffentechnologie der US-Regierung bloß in den Mündern der Protagonisten bzw. den Seiten des Drehbuches, zu sehen bekommt man diese nämlich nicht. Selbst der Showdown fällt relativ mager aus. Besonders vom Endkampf zwischen Van Damme und Kosugi hatte man sich doch mehr erhofft. Van Damme bekommt in seiner Nebenrolle als ständig grimmig dreinblickender Handlanger des Oberschurken zu wenig Spielzeit. Und die eingestreute und völlig überflüssige Romanze zwischen ihm und seiner russischen Kollegin wirkt auch nur befremdlich. Kosugi hinterlässt einen guten Eindruck, wenn auch er weit hinter seinen Möglichkeiten bleibt. Im Übrigen sind seine beiden Filmkinder auch im wirklichen Leben seine Söhne.
"Red Hunter" bietet zwar immer noch solide Unterhaltung, doch merkt man dem Film deutlich das fehlende Budget an. Explosionen finden wortwörtlich auf Sparflamme statt und blutige Einschüsse vermisst man fast gänzlich. Einzig Malta als Handlungsort bietet eine abwechslungsreiche Kulisse. Für Komplettisten von Shô Kosugi oder Jean Claude Van Damme ist diese Erstveröffentlichung von "Red Hunter" auf DVD sicherlich eine Bereicherung. Wer ansonsten im Vorfeld keine hohen Erwartungen an Eric Karsons Werk stellt, wird zumindest die Laufzeit gut rum bekommen.



Bilder der DVD




Druckbare Version
  
Black Eagle - Director's Cut (Platinum Cult Edition # 02)
Red Eagle
IMDb.com OFDb.de



Alle Bilder und Texte sind Eigentum des jeweiligen Rechteinhabers

Copyright by Wicked-Vision 2000-2013/Designed by Daniel Pereé 2000-2013.