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USA 2010
Originaltitel:Mirrors 2
Länge:86:29 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 16 Jahre
Regie:Víctor García
Buch:Matt Venne
Kamera:Lorenzo Senatore
Musik:Frederik Wiedmann
SFX:K.N.B. EFX Group
Darsteller:Nick Stahl, William Katt, Lawrence Turner, Stephanie Honore, Christy Carlson Romano, Jon Michael Davis, Lance E. Nichols, Jennifer Sipes, Wayne Pére, Monica Acosta, Christine Standfill
Vertrieb:20th Century Fox
Norm:PAL
Regionalcode:2
DVD-Start:10.12.2010 (Kauf)



Inhalt
Als eine junge Frau auf bestialische Weise vor einem Spiegel ermordet wird, ist das Grauen nicht mehr aufzuhalten, denn der Spiegel ist das Tor in die verfluchte Welt der Untoten. Er hat das Spiegelbild ihrer Todesqualen gesehen und so wird die junge Frau selbst zur blutrünstigen Bestie, die nur eines will: Rache! Gnadenlos macht sie Jagd auf alle, die sie für ihren grausigen Tod verantwortlich hält. Es gibt keine Flucht ... es gibt kein Versteck ... und jeder Blick in den Spiegel könnte der Letzte sein!

Bild
Format1,78:1 (anamorph)
NormPAL
 Das anamorph abgetastete Bild zeigt sich durchweg sauber und ruhig. Die Kompression arbeitet unauffällig im Hintergrund und Rauschen ist ebenfalls kaum wahrzunehmen. Die Farbgebung wurde der jeweiligen Location im Film angepasst und wirkt mal sehr kühl und farbreduziert, dann wieder sehr warm und erdig (z.B. in der Restaurantszene). Insgesamt bleibt das Bild sehr natürlich und überzeugt mit einem guten Kontrast und einem soliden Schwarzwert, der jedoch je nach Szene etwas variiert und stellenweise für einen leichten Detailverlust in dunklen Bildbereichen sorgt. Die Schärfe selbst bleibt auf einem gutem Niveau, zeigt einen ordentlichen Detailgrad mit nur selten zu weich aussehenden Einstellungen. Für eine Direct-to-DVD-Produktion ist das gelungen.
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Ton
FormateDolby Digital 5.1 (dt., engl., ital.), Dolby Digital 2.0 (ung.)
SpracheDeutsch, Englisch, Italienisch, Ungarisch
UntertitelDeutsch, Englisch, Italienisch, Portugiesisch, Rumänisch, Türkisch, Ungarisch
 Der deutsche 5.1-Mix überzeugt in allen Belangen, denn es wird ein kräftiger und weiträumiger Score mit einem wuchtigen Tiefenbass geboten. Für eine Produktion wie "Mirrors 2" ist diese teilweise äußerst brachiale Abmischung fast schon ungewöhnlich. Sämtliche Kanäle werden sehr gut ins Geschehen integriert und in den Schocksequenzen gibt es reichlich Dynamiksprünge und eine Vielzahl direktionaler Effekte, so dass es eine Freude ist. Die Abmischung klingt sehr harmonisch und die Dialoge passen sich sauber und klar dem restlichen Soundmix an, ohne dabei von den teilweise gut platzierten Umgebungsgeräuschen dominiert zu werden. Große Unterschiede zum englischsprachigen Pendant gibt es diesmal nicht.
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Extras
Extras
  • Blu-ray-Trailer bei Disc-Start (1:47 Min.)
  • Die andere Seite: Making-of "Mirrors 2" (9:18 Min.)
  • Spiegelbild der Realität: Die Spezialeffekte (12:04 Min.)
  • Entfallene Szenen (2:21 Min.)
VerpackungKeepCase
 Neben wenigen Minuten an entfernten Szenen und einem neunminütigen, sehr werbelastigen "Making of", ist die 12 Minuten lange Dokumentation über die Special Effects sehr sehenswert ausgefallen, denn sie gewährt einen schönen Einblick in die Entstehung der teilweise sehr blutigen Effekte bzw. der visuellen Umsetzung der Spiegelszenen. Das Bonusmaterial wurde komplett deutsch untertitelt.
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Fazit
Im Gegensatz zu Ajas Big-Budget-Interner Link"Remake" ist "Mirrors 2" eine kleine Produktion, die sich aber viel näher am japanischen Interner LinkOriginal orientiert und mehr auf dunkle Gänge und Suspense wert legt als sein Vorgänger. Natürlich ungeachtet dessen, ob es funktioniert oder nicht. Interner Link"Return to House on Haunted Hill"-Regisseur Victor Garcia setzt seltener auf bombastische Effekte und versucht die Geschichte wieder näher zurück an seinen Ursprung zu bringen, was jedoch nur im Ansatz funktioniert. Denn wenn man ganz ehrlich ist, ist "Mirrors 2" nicht mehr als eine aufgeblasene Episode einer x-beliebigen Mysteryserie. Die Hintergrundgeschichte wirkt abgenutzt und enttäuschend, reicht aber auch, um die knapp 86minütige Geisterverfilmung ein wenig voran zu bringen. Nick Stahl (Interner Link"Terminator 3") spielt hier die Hauptrolle als traumatisierten Sohn des Kaufhauschefs, der durch einen Autounfall seine Freundin verloren hat und sich seitdem die Schuld für ihren tragischen Tod gibt. Um wieder auf die Beine zu kommen, darf er als Nachtwächter in dem Kaufhaus seines Vaters arbeiten, nachdem sein Vorgänger in der Anfangssequenz von seinem eigenen Spiegelbild verstümmelt wird.
Das hier irgendwas nicht stimmt, merkt der Zuschauer also schnell. Die Hintergründe sind erstmal nicht wirklich ersichtlich, obwohl man sehr schnell ahnt, dass die verschwundene Angestellte etwas mit den mysteriösen Vorfällen zu tun hat. Stahls Charakter und sein Trauma bleibt trotz kleiner Rückblenden, Therapiesitzungen etc. sehr zweidimensional bzw. erfüllt eigentlich nur den Zweck, den Zuschauer auf den nächsten Spiegeleffekt und die nächste Mordsequenz vorzubereiten. Ebenso gestaltet es sich mit Emmanuelle Vaugier (Interner Link"Saw 2"), die die Schwester der verschwundenen und als Geist mordenden Stephanie Honore (Interner Link"Final Destination 4") spielt und zusammen mit Stahl versucht, das Rätsel zu lösen. Das passiert dann herrlich unoriginell. Selbst der Showdown reißt es als solcher nicht heraus, denn irgendwie bietet die Auflösung nichts, was der Zuschauer nicht schon vermutet hätte.
Lediglich die Effekte haben es trotz einer Freigabe von 16 Jahren in sich. Hier ist die deutsche Fassung identisch mit der US-Unrated-Version, sprich: noch blutiger als sein Vorgänger. Ein Protagonist muss Glassplitter kauen und schlucken während sein Spiegelbild genüsslich nachlegt. Beim nächsten werden gleich die Achillesversen durchgeschnitten und der Bauch aufgeschlitzt, damit das frisch zubereitete "Steak" mehr Freiraum hat. Christy Carlson Romano bekommt noch eine Nacktszene ins Drehbuch geschrieben, denn unter der Dusche stirbt es sich bekanntlich am Besten. Der Zuschauer darf sich also erst an ihrem Körper satt sehen, bevor sie unter der Dusche enthauptet wird. Das alles ist sehr explizit und gut umgesetzt, rettet den Film aber nicht davor, inhaltlich nicht mehr als eine 08/15-Fortsetzung zu sein. Es fehlt an Ideen, Innovationen und Substanz. Für einen kurzweiligen Geisterfilm scheint es dennoch zu reichen, denn er ist leicht zu konsumieren und ebenso leicht wieder zu vergessen.

Die DVD ist technisch einwandfrei produziert und erscheint in der unzensierten Unrated-Version auf DVD. Eine Blu-ray wird es erst einmal nicht geben. Die DVD erscheint ohne FSK-Wendecover.



Bilder der DVD




Druckbare Version
Into the Mirror (2 Disc Special Edition)
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