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IT 1990
Originaltitel:Demonia
Alternativtitel:Evil Dead Does Undone
Länge:84:55 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ungeprüft
Regie:Lucio Fulci
Buch:Piero Regnoli, Lucio Fulci
Kamera:Luigi Ciccarese
Musik:Giovanni Cristiani
SFX:Mario Ciccarella, Elio Terribili
Darsteller:Brett Halsey, Meg Register, Lino Salemme, Christina Englehardt, Pascal Druant, Grady Thomas Clarkson, Ettore Comi, Carla Cassola, Michael Aronin, Al Cliver, Isabella Corradini, Paola Cozzo
Vertrieb:X-Rated
Norm:PAL
Regionalcode:0
DVD-Start:16.02.2004 (Kauf)



Inhalt
Im Jahre 1486 werden drei Nonnen in den Kellergewölben eines Klosters gekreuzigt. Mehr als fünf Jahrhunderte später wird Liza während einer Seance Zeugin dieser grausamen Ereignisse. Kurze Zeit später reist sie mir einer archäologischen Expedition nach Sizilien, wo sie die Leichen der Nonnen in der alten Klosterruine entdeckt. Die so in ihrer Ruhe gestörten Geister rächen sich fortan an jedem, der sich im Kloster herumtreibt. Doch Liza deckt nach und nach die Geschichte der drei Hingerichteten auf.

Bild
Format1,66:1 (anamorph)
NormPAL
 "Demonia" gehört zu den Filmen, zu denen scheinbar kein vernünftiges Filmmaster existiert. Egal, ob im In- oder Ausland, keine Veröffentlichung des Titels kann auch nur im Geringsten überzeugen. Die DVD aus dem Hause X-Rated schneidet in der Bildqualität noch am Besten ab. Hauptproblem sind die starken Nachzieheffekte, welche dafür sorgen, dass in Bewegungen die ohnehin schon mäßige Schärfe kaum noch Details zulässt und das Bild verschwommen darstellt. Weitere Detailverluste entstehen durch einen überzogenen Kontrast, der in dunklen Bereichen Informationen verschluckt und in hellen Szenen deutlich überstrahlt. Am besten gibt sich die Farbgebung, weil Tönungen noch als natürlich zu bezeichnen sind. Die teilweise auftretenden Doppelkonturen sind Anzeichnen für eine Nachschärfung des Bildes, stören aber nicht so gewaltig wie die zahlreichen Defekte der Vorlage und die starken kompressionsbedingten Unruhen. Manchmal tauchen schon ganze Muster auf, als ob durch ein Fliegengitter gefilmt wurde. Zufrieden sein kann man mit dem gebotenen Bild bei weitem nicht, da hilft es auch nicht, dass der Film hier erstmalig in anamorpher Abtastung vorliegt.
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Ton
FormateDolby Digital 2.0
SpracheDeutsch
Untertitel-
 Auch der Stereoton kann nur bedingt überzeugen. Dies ist zum einen den Synchronsprechern anzulasten, die eine mäßige und teils unpassende Arbeit abliefern, zum anderen aber auch der Abmischung selbst, die etwas dumpf klingt und die Dialoge zu deutlich in den Vordergrund stellt. Dadurch entsteht keine Homogenität, weil sich Musik und Effekte im Hintergrund verlieren. Zudem fallen im Bereich des Scores Lautstärkeschwankungen und leichte Verzerrungen auf. Aber die Verständlichkeit der Dialoge ist stets gegeben und wird auch im Verlauf des Films nicht beeinträchtigt.
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Extras
Extras
  • Hinter den Kulissen (2:04 Min.)
  • Original TV Vor- und Abspann (4:04 Min.)
  • Interview mit dem Regisseur Lucio Fulci (2:19 Min.)
  • Buch: Über dem Jenseits - Die Filme des Lucio Fulci (160 Seiten)
VerpackungHartbox
 Die Extras sind sehr kurz ausgefallen und beginnen mit einem kurzen Blick hinter den Kulissen. In diesen etwas mehr als 2 Minuten wird der Effekt des zerteilten Körpers vorbereitet. Wie das Ergebnis aussehen wird, wird hingegen offen gelassen. Des Weiteren gibt es noch ein ebenso kurzes Interview mit Fulci, welches aber schwer zu verstehen ist, da sich der gute Mann einen ziemlich in den Bart nuschelt. Inhaltlich geht es um Fulcis Zombie-Arbeiten und seine TV-Produktionen. Der ebenfalls vorhandene alternative TV-Vor- und Abspann ist allerdings identisch zur Filmversion und wirkt deplatziert. Als PDF-Datei gibt es außerdem das Buch "Über dem Jenseits - Die Filme des Lucio Fulci" von Andreas Bethmann auf der Scheibe, welches für Interessierte eine gelungene Lektüre darstellt. Neben Informationen zur Person Fulci wird dessen gesamtes Filmschaffen präsentiert und kritisch bewertet. Damit endet schließlich auch das Kapitel Bonusmaterial.
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Fazit
Lucio Fulcis Spätwerk "Demonia" von 1990 (bitte nicht mit Fulcis in Deutschland betitelten Film Interner Link"Dämonia" bzw. Interner Link"Aenigma" verwechseln) wandelt wieder auf altbekannten Pfaden, die man vom Maestro des Blutes aus früheren Zeiten gewohnt ist. Ganz in Tradition von Klassikern wie Interner Link"Die Geisterstadt der Zombies" und Interner Link"Ein Zombie hing am Glockenseil" verbindet der Regisseur eine mysteriöse und ebenso verworrene Geschichte mit teils derben Effekten.
Im Vergleich zu seinen anderen Werken, die Ende der 1980er und Anfang der 1990er entstanden, zieht er in Sachen Härte wieder deutlich an. Aber nicht nur im Bereich der gewalttätigen Effekte kehrt Fulci zurück, auch visuell orientiert er sich an vergangenen Tagen, was nun aber nicht mehr ganz so gut rüberkommt. Dies mag ein wenig der Geschichte zu schulden sein, denn anders als bei Interner Link"Geisterstadt" und Interner Link"Glockenseil" fehlt es "Demonia" an Atmosphäre sowie der mystischen Grundstimmung des Unvorhersehbaren. "Demonia" erzählt eine sehr einfache Geschichte, deren Handlungsverlauf nur selten auf den Punkt gebracht wird und sich dementsprechend oft verläuft. Kein Wunder also, dass nur selten Spannung aufgebaut wird. Um dem entgegen zu wirken wurden visuelle Stilmittel eingesetzt, die die Geschichte vorantreiben. Diese sind mit einigen deftigen Effekten gesegnet, die wie in früheren Zeiten keine Kompromisse eingehen: Ein Körper wird zerteilt, ein Neugeborenes wird bei lebendigem Leib verbrannt oder eine Zunge (die allerdings nicht sehr realistisch aussieht) auf ein Brett genagelt. Derartige Szenen gibt es vor allem in der zweiten Hälfte des Films reichlich.
Leider wird bei den Auftritten der dämonischen Nonnen einiges an Potenzial verschenkt, denn diese Szenen wirken relativ kraftlos. Teilweise kommt das Gefühl eines billigen Spukfilm auf. Obwohl Fulcis Filme immer viele Möglichkeiten der eigenen Interpretation offen ließen, krankt "Demonia" an Nebenhandlungen, die lediglich dazu gedacht sind, einen weiteren Effekt in den Film zu bekommen. Desweiteren sind die Aktionen der Protagonisten im Film stellenweise absolut hanebüchen und mit einem einigermaßen normal funktionierenden Verstand nicht mal im Ansatz nachvollziehbar. Kein Mensch würde sich so verhalten. Aber wer Fulcis Filme kennt und mag, weiß bereits mit dieser Problematik umzugehen. Fulci selbst ließ es sich nicht nehmen auch in "Demonia" in einer kleinen Rolle als Polizeiinspektor aufzutreten. Wer demnach bei "Demonia" nicht viel erwartet wird positiv überrascht, denn der Geist der Klassiker wird wie auch der der Nonnen im Film wiederbelebt.



Bilder der DVD




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Demonia
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