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UK 2009
Originaltitel:Paradox
Länge:261:57 Minuten (gekürzt)
Freigabe:ab 16 Jahre
Regie:Simon Cellan Jones, Omar Madha
Buch:Lizzie Mickery, Mark Greig
Kamera:Ivan Strasburg
Musik:Adrian Johnston
SFX:Scott McIntyre
Darsteller:Tamzin Outhwaite, Emun Elliott, Mark Bonnar, Chiké Okonkwo, Lorcan Cranitch, Abigail Davies, Jonathan Slinger, Pooky Quesnel, Adam Foster, Andi Osho, Fiona Dolman, Kevin Doyle
Vertrieb:Polyband
Norm:PAL
Regionalcode:2
DVD-Start:01.10.2010 (Kauf)



Inhalt
Nach einer Reihe von spektakulären Sonneneruptionen übermittelt ein Forschungssatellit mysteriöse und verstörende Bilder aus dem Weltall. Sie zeigen eine Explosion. Eine Katastrophe, die in genau 18 Stunden stattfinden wird… Die Bilder sind nur fragmentarisch. Trotzdem sind die Anzeichen einer großen Katastrophe zu erkennen: eine eingestürzte Eisenbahnbrücke und ein totes Mädchen. Astrophysiker Dr. Christian King (Emun Elliott) wendet sich an Detective Inspector Rebecca Flint (Tamzin Outhwaite), die mit ihrem Team (Mark Bonnar und Chiké Okonkwo) die Ermittlungen aufnimmt. Als nach und nach die Ereignisse auf den Bildern eintreten, wird klar, dass die Aufnahmen eine Kette von Ereignissen zeigen, die niemand vorhersehen oder gar planen kann. Und die Uhr tickt weiter ...

DVD 1:

1. Erkenntnis
Der weltbekannte Astrophysiker Dr. Christian King beobachtet gerade eine Reihe von spektakulären Sonnen-Eruptionen, die auf der Erde weit über die Arktis hinaus als Polarlichter sichtbar werden. Plötzlich empfängt er von einem Forschungssatelliten acht Bilder aus dem Weltall, die eine große Katastrophe zeigen. Die Bilder scheinen aus unterschiedlichen Quellen zu stammen; einige sehen aus wie von einer Überwachungskamera, andere wie Fotographien. Beunruhigend ist jedoch, dass sie scheinbar Fragmente desselben Ereignisses zeigen, eine gewaltige Explosion, bei der viele Menschen getötet werden. Dr. King behauptet, dass diese Katastrophe erst noch stattfinden wird - und zwar in genau 18 Stunden, denn auf den Bildern sind Datum und Uhrzeit vermerkt. Handelt es sich um die ausgeklügelte Warnung vor einem Terroranschlag, oder könnte es sich um etwas völlig anderes handeln? Detective Inspector Rebecca Flint und ihr Team werden auf den Fall angesetzt und wissen nicht, was sie von der Sache halten sollen, doch um eine mögliche Katastrophe zu verhindern müssen sie alle ihre Vorbehalte beiseitelegen, um sich einem Wettrennen gegen die Zeit zu stellen. Dabei ist sich Rebecca jedoch immer noch nicht sicher, ob nicht doch Dr. King selbst hinter der ganzen Sache steckt. Mit Hilfe ihrer Leute gelingt es Rebecca, die Fotos zuzuordnen und die Verbindung zueinander herzustellen. Anscheinend steht tatsächlich eine verheerende Explosion bevor, in die auch ein Passagierzug involviert ist. Niemand kann eine solche Kette von Ereignissen vorhersehen oder gar planen. Rebecca und ihr Team stehen fassungslos vor den Fakten, die sie herausgefunden haben. Je näher die Katastrophe rückt und je mehr ihnen die Zeit durch die Finger rinnt, beginnt Rebecca Flint sich mit dem Gedanken anzufreunden, dass die Bilder keine verschlüsselte Warnung und keine terroristische Bedrohung sind, sondern ein unverfälschter Blick in die Zukunft ...

2. Wahrheit
Die Ereignisse des Vortages beschäftigen Rebeccas immer noch sehr. Insbesondere quält sie die Frage, ob sie tatsächlich die Möglichkeit gehabt hätte, den Lauf des Schicksals, die vorgezeichnete Zukunft zu verändern. Bei der Explosion des Zuges sind 73 Menschen gestorben und Rebecca will nicht dieselben Fehler nochmal machen. Um die verfahrene Angelegenheit noch schlimmer zu machen erhält Dr. King erneut acht Bilder, die wieder Fragmente von Ereignissen zeigen, die in genau 18 Stunden eintreten werden. Erschreckenderweise zeigt eine der Aufnahmen einen toten Ben. Amelia und Simon beschließen, dieses Bild vor Ben und Rebecca geheim zu halten, sehr zum Ärger von Dr. King. Auch die anderen Bilder scheinen auf den ersten Blick überhaupt keinen Sinn zu machen und keine verwertbaren Spuren zu enthalten - und das Team fragt sich schon, ob sie sich überhaupt mit der Zukunft anlegen sollen. Auf der anderen Seite sind die Aufnahmen klare Vorboten eines Unglücks. Sie zeigen unter anderem einen ertrunkenen Jungen. Rebecca begibt sich auf Spurensuche, wobei es zu einem heftigen Streit mit Ben kommt, der damit endet, dass sie ihn aus dem Team wirft. Während der Ermittlungen stellt sich nach und nach heraus, dass offenbar Danny Simpson den Nachbarsjungen Jack entführt und an einem geheimen Ort eingesperrt hat. Tragischerweise verunglückt Danny bei einem Verkehrsunfall tödlich, so dass unsere Ermittler ihn nicht befragen können, wo dieser geheime Ort ist. Dr. King beschließt inzwischen, Rebecca die Wahrheit zu sagen, und zeigt ihr das achte Bild mit dem toten Ben. Sie weiß nicht, wo Ben sterben soll, ihr bleiben nur noch 30 Minuten. Als letzte Möglichkeit überprüft sie eine Garage, die dem verstorbenen Vater von Danny gehörte. Wird es ihr rechtzeitig gelingen, das Leben von Jack und Ben zu retten?

3. Ewigkeit
Dr. King erhält erneut sieben Bilder aus dem All. Alle Aufnahmen deuten auf ein Verbrechen hin, höchstwahrscheinlich die Vergewaltigung einer jungen Frau. Die Spur führt zu einem verurteilten Straftäter: Stuart Taylor. Jedoch ist auch der Disco-Mitarbeiter Gerry Mortimer verdächtig. Nach einer verzweifelten Suche nach dem Opfer gelingt es Rebecca, den Täter in letzter Sekunde zu stoppen. Da diesem aber nun kein Verbrechen nachgewiesen werden kann, wird er wieder auf freien Fuß gesetzt. Frustriert stellt Rebecca Dr. King zur Rede, woher die Bilder nun eigentlich stammen. Dr. King gesteht ihr, dass eine der Aufnahmen definitiv von dem Satelliten "Prometheus zwei" aus geschossen wurde, auf den eigentlich nur er selbst Zugriff hat. Er schwört jedoch, dass er keine Ahnung hat, wer sich noch daran zu schaffen macht. Rebecca sieht ihre neue Rolle mit gemischten Gefühlen. Zum ersten Mal beginnt sie sich zu fragen, wie viel Verantwortung mit der Fähigkeit, in die Zukunft sehen zu können, einhergeht - und ob das Team nicht vielleicht sogar das Unglück mit herbeiführt, das es eigentlich bekämpfen soll...

DVD 2:

4. Entscheidung
Dr. King erhält erneut Bilder, jedoch sind es diesmal sogar 12. Das Team macht sich an die Arbeit und kommt auf die Spur eines bekannten Gauners, Tony Gooding, der kürzlich in einen Raubüberfall verwickelt war und anscheinend nun das Geld über den Reisebürobesitzer Martin waschen will. Jedoch führen die Fotos auch zu einem jungen Familienvater namens Jazz, der Fassaden-Arbeiten verrichtet und so gar keinen Bezug zu diesen Verbrechern hat. Rebecca und ihr Team tappen völlig im Dunkeln und finden keinen Zusammenhang. Als dann noch die 14-jährige Dionne ins Spiel kommt ist die Verwirrung perfekt. Das Einzige, das klar aus den Fotos hervorgeht ist, dass es ein Feuer geben wird, ein Karabinerhaken brechen wird und zwei Menschen sterben werden. Eines der Bilder, die beim letzten Mal übermittelt wurden, war wohl eher zufällig mit in der Auswahl und bezog sich nicht auf ein kommendes Ereignis. Woher sollen sie wissen, welche vor einem Unglücksfall warnen, und welchen Bildern sie überhaupt vertrauen können?

5. Bestimmung
Rebeccas Moral ist auf dem Tiefstand angekommen. Die Bürde, in die Zukunft sehen zu können, ist einfach zu viel für sie. Über das Los eines Menschen zu entscheiden, die Kontrolle über das Schicksal zu haben, Gott zu spielen - eine zu große Verantwortung für einen ganz normalen Menschen. Die Ereignisse der letzten Tage haben sie so sehr mitgenommen, dass sie aussteigen will. Doch ihre Vorgesetzten machen ihr unmissverständlich klar, dass sie keine andere Option hat, als weiterhin ihre Pflicht zu erfüllen.

(Quelle: RTL 2)

Bild
Format1,78:1 (anamorph)
NormPAL
 Die in 16:9 präsentierte Vorlage überzeugt mit Bild, das mit anderen Serien kaum zu vergleichen ist. Vor allem in Nahaufnahmen ist die Schärfe sehr gut gelungen. Selbst feinere Hautstrukturen in Gesichtern werden sauber herausgearbeitet und es wird eine angenehme Plastizität geschaffen. Lediglich innerhalb der Gesamtaufnahme lässt dies nach. Dennoch ist die Detailzeichnung immer noch zufrieden stellend. Bildrauschen hält sich dezent im Hintergrund. Bei Kontrastwiedergabe als auch Farbgebung wurde mit Stilmitteln gearbeitet, was nicht immer eine natürlich Wiedergabe ermöglicht. Dennoch weisen dunkle Bildinhalte eine gute Durchzeichnung und helle Szenen keine Überstrahlungen auf. Farbtöne besitzen meist noch einen sehr natürlichen Eindruck. Die Kompression arbeitet ebenfalls vorbildlich und erlaubt sich keine größeren Schnitzer. Sicherlich gibt es immer noch Möglichkeiten, den Referenzstatus zu erreichen, für eine TV-Mini-Serie wird allerdings ein tolles Sehvergnügen geboten.
 +++++-

Ton
FormateDolby Digital 5.1 (Dt.), Dolby Digital 2.0 (En.)
SpracheDeutsch, Englisch
Untertitel-
 Überraschenderweise gibt es diesmal eine 5.1-Spur der deutschen Synchronfassung, während der englische Originalton nur in Stereo vorliegt. Meist ist dies bei TV-Serien genau andersrum, denn nur der O-Ton bekommt den besseren Klang. Grundsätzlich sind sich beide Tonspuren ähnlich, wobei die deutsche Fassung etwas kräftiger klingt und aufgrund des Tonformats auch die hinteren Effektboxen gekonnt zu nutzen weiß. Es ist zwar nicht durchgehend Direktionalität vorhanden, doch gibt es immer wieder Szenen, die mit gut platzierten Effekten zu gefallen wissen. Beim O-Ton ist dies nicht der Fall, der durch sein Stereoformat lediglich den Frontbereich abdeckt. Ansonsten bieten beide Tonspuren eine perfekte Dialogwiedergabe, ein kräftiges Klangbild und im Deutschen eine angenehme Räumlichkeit. Fehler sind in keiner der Tonspuren auszumachen.
 ++++--

Extras
Extras
  • Making of (13:41 Min.)
VerpackungKeepCase im Schuber
 Extras sind mit einem kurzen Making of sehr spärlich gesät. Zwar sind der Blick hinter die Kulissen als auch die Interviewsegmente nicht uninteressant, jedoch teilweise oberflächlich gehalten. Dies ist insofern schade, da kaum auf das Mysterium hinter "Paradox" eingegangen wird und man gerade wegen des offenen Endes gehofft hatte, ein paar Antworten zu finden. Zumindest gibt es begleitende deutsche Untertitel.
 +-----

Fazit
Mit Zeitreisen in Vergangenheit und Zukunft kennt sich die BBC durch Serien wie Interner Link"Primeval" sehr gut aus. Es blieb aber noch die Möglichkeit, dass sich die Zukunft in die Gegenwart wendet, was nun in der TV-Mini-Serie "Paradox" geschehen ist. Sehr deutlich nimmt der aus Großbritannien stammende Fünfteiler Bezug auf aktuelle amerikanische Vertreter im Bereich Mystery und Science Fiction, z.B. auf Interner Link"Fringe" und "FlashForward". Aber auch die klassischen Krimiserien finden sich in "Paradox" wieder.

Wie schon bei Interner Link"Primeval" geht es auch in der neuesten BBC-Produktion um eine zentrale Organisation, die von der restlichen Welt abgeschottet im Verborgenen arbeitet. Wie aus dem Nichts werden Bilder von einem sich in der Erdumlaufbahn befindlichen Satelliten an die Zentrale geschickt, auf denen Ereignisse zu sehen sind, die erst noch eintreffen werden. Der Empfänger dieser fotografischen Vorraussagen ist der Astrophysiker Dr. Christian King. Zusammen mit den Polizeibeamtin Rebecca Flint und ihrem Team gilt es von nun an, diese fragmentarische Bilder zeitlich einzuordnen und den Ort sowie die Personen ausfindig zu machen, die von dem zukünftigen Ereignis betroffen sind.
Dank des rauen Seriencharmes und der interessanten, aber etwas sperrigen Charakteren bleibt es durchweg spannend. Und trotzdem zeigt sich bereits an dieser Stelle der Makel der Serie, die deswegen keinesfalls schlecht ist: Sätmliche Folgen zusammen betrachtet bieten keine nennenswerten Unterschiede und sind mitunter überraschungsarm erzählt, denn das Schema ist stets das gleiche: Die Fotos erscheinen in der Zentrale des Prometheus-Instituts, die Crew trifft sich zur ersten Besprechung und das Rennen gegen die Zeit beginnt, um mögliches Unheil abzuwenden. Abgesehen von einigen persönlichen Problemen, die einige Protagonisten zwischendurch beschäftigt, passiert außer dem zu lösenden Fall reichlich wenig. Auch agieren einige Charaktere in gewissen Situationen unglaubwürdig bzw. lassen keine klaren Schlüsse über deren Motivation zu. Man findet als Zuschauer nur schwer zu Identitätsfiguren, was u.a. an der etwas aggressiven Grundstimmung des Stoffes liegt, denn immer wieder kommen Zweifel an den Fotografien aus der Zukunft auf. Leider wird man diese Aggression auch als Zuschauer direkt verspüren, wenn die letzte Episode mit einem richtig fiesen Cliffhanger endet. Hoffentlich lässt sich Drehbuchautorin und Produzentin Lizzie Mickery zu einer weiteren Staffel hinreißen, die das Mysterium etwas entmystifiziert und der Story ein wenig mehr Feinschliff verpasst. Ansonsten macht es "Paradox" eigentlich richtig, denn die technische Seite mit einer tollen, teils verwackelten Kameraarbeit, guten Effekten und einem gelungenen Soundtrack stimmt schon mal. Die Darsteller machen ebenfalls einen guten Job und wenn deren Charaktere dann noch ein wenig glaubhafter entwickelt werden, dürfte "Paradox" jegliche Kritiker zufriedenstellen.

Die DVD aus dem Hause Polyband ist technisch auf sehr hohem Niveau, bietet aber nur ein mageres Making of. Schade ist zudem, dass sowohl Schuber als auch KeepCase-Cover mit dem hässlichen Freigabelogo der FSK ausstaffiert wurden. Ein Wendecover gibt es nämlich nicht. Anzumerken sei noch, dass es sich bei den auf den DVDs enthaltenen Folgen um die internationale Schnittfassung handelt, die einige Minuten kürzer als die TV-Ausstrahlung in England ist.



Bilder der DVD




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