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USA 1962
Originaltitel:Magic Sword, The
Alternativtitel:Ascalon, das Zauberschwert
aka. St. George and the Dragon
aka. St. George and the Seven Curses
aka. Zauberschwert, Das
Länge:77:03 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 16 Jahre
Regie:Bert I. Gordon
Buch:Bernard C. Schoenfeld, Bert I. Gordon
Kamera:Paul Vogel
Musik:Richard Markowitz
SFX:Milt Rice
Darsteller:Basil Rathbone, Estelle Winwood, Gary Lockwood, Anne Helm, Liam Sullivan, Leroy Johnson, Merritt Stone, Jacques Gallo, David Cross, John Mauldin, Taldo Kenyon, Angus Duncan
Vertrieb:Voulez Vous Film / Intergroove
Norm:PAL
Regionalcode:0
DVD-Start:24.09.2010 (Kauf)



Inhalt
Der böse Zauberer Lodac (Basil Rathbone) entführt die schöne Prinzessin Helene, woraufhin sich der junge Ritter George (Gary Lockwood), von seiner mit magischen Kräften ausgestatteten Stiefmutter (Estelle Winwood) mit verzauberter Rüstung, Schwert und sechs weiteren ritterlichen Helfern versehen, sofort aufmacht, die Schöne zu befreien.
Doch sieben Flüche säumen den Weg zu der Prinzessin, die erst mal bezwungen sein wollen, wie Sümpfe, einen riesigen Oger etc. Und den nervenden Sir Branton, der in die Prinzessin ebenfalls verliebt ist, hat er auch noch auf den Fersen ...

Bild
Format1,85:1 (anamorph)
NormPAL
 Beinah 50 Jahre hat diese kleine Produktion bereits hinter sich, da überrascht das anamorphe Bild doch schon etwas, denn trotz altersbedingter Schwächen wird ein immer noch im guten Mittelfeld anzusiedelnder Transfer geboten. Bildrauschen hält sich angenehm zurück und wird kaum bemerkt werden. Auch die Farben sehen kräftig aus, weisen in einigen Szenen aber leichte Verfälschungen auf, was als Stilmittel bewertet werden kann, da viel mit Farben und Filtern gearbeitet wurde, um die Kulisse der jeweiligen Situation anzupassen. Der Kontrast ist für einen derart alten Film noch in Ordnung. Das gilt leider nicht für die Schärfe, denn das Bild sieht zu weich aus und kann im Detail nicht überzeugen. Zumindest grenzen sich die Konturen sauber ab. Analoge Defekte bzw. Schmutzpartikel sind nur sehr selten anzutreffen und auch die Kompression leistet eine gute Arbeit. Somit wird der gute Zustand des Transfers lediglich durch die Schärfe wirklich beeinträchtigt, was ein wenig schade ist.
 +++/--

Ton
FormateDolby Digital 2.0 (Mono)
SpracheDeutsch, Englisch
Untertitel-
 Der deutsche als auch der englische Monoton wurden auf die beiden Frontlautsprecher gelegt und können beide durch eine gute Dialogverständlichkeit überzeugen. Einziger nennenswerter Unterschied ist die etwas kräftigere und lautere Abmischung der deutschen Fassung. Ansonsten fallen lediglich etwas Rauschen und teilweise auch dezente Verzerrungen in beiden Fassungen auf. Auf begleitende deutsche Untertitel muss allerdings verzichtet werden.
 ++----

Extras
Extras
  • Originaltrailer (2:34 Min.)
VerpackungKeepCase mit FSK-Wendecover
 Als Bonus gibt es lediglich den amerikanischen Originaltrailer.
 /-----

Fazit
Holla, das Zauberschwert.
Bert I. Gordon, der für gewöhnlich nur durch enorme Inkompetenz aufgefallen ist, inszeniert hier rund um das Schneidwerkzeug Ascalon ein knackebuntes und enorm witzreiches Fantasyfilmchen, das mehr Ideen unterbringt, als es die Tricktechniker überhaupt leisten könnten. So ziemlich jede Fantasy-, Märchen- und Rittersage wird hier verwurstet in der ungemein klischeereichen und deswegen so vergnüglichen Melange über einen Ritter, der mit magischer Hilfe gegen einen Zauberer auszieht, der die hübsche Prinzessin an einen Drachen verfüttern will.

Diese rund 77 Minuten sind so zum Quietschen, dass man den Film nach 14.00 Uhr gar nicht mehr genießen kann. Das ist Kinderstunde "at its best" (auch wenn die FSK etwas anderes behauptet). Legendenheld St. Georg ist hier der Findelkindsohn der Hexe Sybil, die mit einem Schimpansen und zwei in der Mitte zusammengewachsenen Helfern in einer Kaverne residiert. Bis er sich verliebt und der alte Rivale Lodak das Mädel klaut und den Weg mit sieben Flüchen versperrt.

Gordon kämpft sichtlich mit einem nicht vorhandenen Budget und leistet Ungeheueres. In grellsten Primärfarben wirkt der Film bunt wie ein LSD-Trip. In ihrer roten Höhle plottet sich Estelle Winwood als Sybil durch ihre eigene Vergesslichkeit, während der spätere Interner Link2001-Raumfahrer Gary Lockwood gegen die Bösen reitet. Basil Rathbone zieht als Lodak wie wild vom Leder, weil er dringend die Kohle brauchte.

Da sollte man natürlich bei all dem frei- und unfreiwilligen Humor noch ein paar Worte über die Tricks verlieren. In prachtvollen Studiosets wird da ein halbmutierter Riese einkopiert und ein brodelnder Sumpf entwickelt ungeheure Säurequalitäten, von normal auf Skelett in zwei Sekunden, nachdem vorher 90 Sekunden problemlos gebadet wurde. Ein Fluch wird gar nicht gezeigt, sondern nur von weitem vor gewarnt. Eine Hexe mit Vulkanakne knabbert an Hälsen herum, Rathbone geht auf die Kamera zu und fliegt als Vogel von ihr weg (was Verwandlungstricks unnötig macht) und der finale zweiköpfige Drache ist gar nicht so schlecht animiert, auch wenn er außer Kopf und Schwanz wenig bewegt.
Angesoffen garantiert der Brüller, ansonsten ist das alles so flott und charmant, dass man ihm gar nicht böse sein kann. Und der Spaß, den alle Beteiligten hatten, trieft aus jeder Szene. Vielleicht der beste C-Film, den ich kenne.



Bilder der DVD




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