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CH, AT 2011
Originaltitel:One Way Trip 3D
Alternativtitel:One Way Trip 3D
Länge:85:54 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 18 Jahre
Regie:Markus Welter
Buch:Matthias Bauer, Bastian Zach
Kamera:Filip Zumbrunn
Musik:Cecile Welter
SFX:Holger Hummel
Darsteller:Sabrina Reiter, Melanie Winiger, Herbert Leiser, Martin Loos, Aaron Hitz, Matthias Britschgi, Simon Kaeser, Isabelle Barth, Harry Lampl, Tanja Raunig
Vertrieb:Ascot Elite
Norm:PAL
Regionalcode:2
DVD-Start:13.03.2012 (Kauf)



Inhalt
Acht junge Leute fahren mit Proviant und Zelten in den Jura. Es ist Herbst und Hochsaison für den Spitzkegeligen Kahlkopf - der eigentliche Grund des Ausflugs. Dieser kleine und unscheinbare Pilz hat es in sich: Kurz nach Einnahme verschiebt sich die Realität und für einige Stunden hat man einen wunderbaren Trip. Nach einigen Schwierigkeiten hat die Gruppe tief im Wald den richtigen Ort gefunden, die Zelte aufgebaut, die Pilze gesammelt und es kann losgehen. Alles läuft bestens, bis einer der Jungs mit zerschlagenem und blutüberströmtem Gesicht vom Bierholen zurückkommt und im Schein des Lagerfeuers zusammenbricht. Als sie merken, dass die Handys nicht funktionieren und die Reifen ihres Autos zerstochen wurden, bricht Panik aus. Sie suchen Schutz in einem nahegelegenen Bauernhof. Doch jetzt sitzen sie erst recht in der Falle ... gejagt von ihren unheimlichen Verfolgern.

Bild
Format1,85:1 (anamorph)
NormPAL
 Der anamorphe Transfer bietet eine ordentliche Bildqualität mit einer soliden bis guten Schärfe. Der Detailbereich könnte allerdings etwas besser ausfallen, denn in Totalen wirkt das Bild etwas zu weich. Die Kanten werden meist gut gezeichnet, neigen allerdings zu leichten Doppelkonturen, was auf eine Nachschärfung des Bildmaterials schließen lässt. Stilbedingt wurde der Kontrast sehr steil gewählt und die übersättigte Farbgebung erzeugt ein monotones, aber durchaus kräftiges Farbbild. Da "One Way Trip" in der zweiten Hälfte fast auschließlich im Dunkeln spielt ist, die Darstellung der Nachtaufnahmen sehr wichtig. Die Balance zwischen hellen und dunklen Bildbereichen stimmt und nur selten werden Details verschluckt. Allerdings ist der Schwarzwert nicht sonderlich hoch ausgefallen, was optisch aber sehr gut zur Bildpräsentation passt. Die Kompression arbeitet weitgehen ruhig im Hintergrund und es gibt weder Störungen noch Bildrauschen. Insgesamt ein ordentlicher DVD-Transfer einer Independentproduktion.
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Ton
FormateDTS 5.1, Dolby Digital 5.1
SpracheDeutsch
Untertitel-
 Die deutsche Tonspur liegt in Dolby Digital 5.1 und DTS 5.1 vor, welche sich aber nur marginal voneinander unterscheiden. Dialoge sind gut zu verstehen, wobei der Dialekt der Protagonisten zu Beginn etwas befremdlich klingt. Abgesehen davon wurde sehr viel Wert auf direktionale Effekte und ein hohes Maß an Räumlichkeit gelegt. Nicht nur die Musik erstreckt sich mit viel Kraft und Dynamik über sämtliche Kanäle, sondern auch kleine Nebengeräusche und gut platzierte Effekte unterstreichen die stimmige Atmosphäre und heben "One Way Trip" deutlich von anderen B-Movies bzw. Independent-Filmen ab. Der Subwoofer sorgt zudem für wuchtige und tiefe Töne in Schocksequenzen und einzelne Effektschübe wurden gut ortbar platziert. Allerdings klingt der Score manchmal etwas zu laut und übertönt Dialoge und Nebengeräusche etwas. Deutsche Untertitel sind nicht vorhanden.
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Extras
Extras
  • Trailer bei Disc-Start:
    • 11-11-11 (1:49 Min.)
    • A Lonely Place to Die (1:49 Min.)
    • Triangle (1:45 Min.)
  • Making of (47:28 Min.)
  • Biografien (7 Texttafeln)
  • Bildergalerie (1:18 Min.)
  • Trailer (1:21 Min.)
  • Teaser (0:41 Min.)
  • Trailershow:
    • Set up (2:11 Min.)
    • Der Sezierer (2:09 Min.)
    • Timber Falls (2:09 Min.)
    • Wild Hunt (2:00 Min.)
    • Molly Hartley - Pakt mit dem Bösen (2:21 Min)
VerpackungKeepCase mit FSK-Wendecover und 3D-Hologrammschuber
 Neben einer handvoll Trailer zu weiteren Filmen aus dem Hause Ascot Elite beinhaltet die DVD noch Trailer und Teaser zum Hauptfilm, sowie Biografien in Textform und eine kleine Bildergalerie. Interessant wird es aber erst beim 48minütigen Making of. In diesem gehen die Macher sehr ausführlich auf die Entstehung von "One Way Trip" ein, handeln diverse Aspekte der Produktion ab und geben einen kleinen Einblick in die Umsetzung der 3D- bzw. der visuellen Effekte. Sehr gut gelungen. Die Disc wird mit einem FSK-Wendecover ausgeliefert. Die Erstauflage enthält zudem noch einen Schuber mit Hologramcover, bei dem das FSK-Logo ebenfalls entfernbar ist.
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Fazit
Kaum kommt mal ein Horrorstreifen aus der Schweiz, und dazu auch noch in 3D, wird sofort der Vergleich zu amerikanischen Slashern ins Spiel gebracht, welcher völlig hinkt, weil diese sich mittlerweile eher untereinander kopieren als mit Innovationen zu punkten. "One Way Trip" entstand unter Verwendung von vergleichsweise wenig Budget und zeigt überwiegend junge Mimen, die etwas krampfhaft versuchen, Hochdeutsch zu sprechen, wodurch einige Dialoge doch etwas merkwürdig anmuten. Am Ende sind es acht junge Leute um Valerie (Sabrina Reiter), die einen Ausflug ins Jura-Gebirge im Nordwesten der Schweiz unternehmen, um im Wald halluzinogene Pilze zu naschen. Doch als einer kurz darauf mit blutigem Gesicht bewusstlos aufgefunden wird und ein Unwetter aufzieht, schlägt es die Gruppe zu einem einsam gelegenen Jägerhof, wo das eigentliche Grauen auf sie wartet ...

Tatsächlich bringen die Dialoge von Anfang an einen Schmunzelfaktor ins Spiel, da die Darsteller eher Schweitzerdeutsch sprechen und sich tierisch abmühen, ihre Mundart abzulegen. Hat man sich daran gewöhnt, funktioniert das Setting der Naturkulisse recht gut und auch die dunklen Vorzeichen mit einem Jäger in stummer Begleitung, der obligatorischen Autopanne und dem plötzlich einsetzenden Unwetter schüren die unheilvolle Stimmung.
Leider sind die Figurenzeichnungen etwas oberflächlich ausgefallen, zumal einige Typen nicht sonderlich gut voneinander zu unterscheiden sind, vor allem in der überwiegend dunklen Umgebung. Lediglich ein paar Eifersuchtsattacken und kleine Machtspielchen kennzeichnen das Vorspiel, bevor es auf dem scheinbar verlassenen Bauernhof zur Sache geht.
In diesem Kontext punkten vor allem die variable Kamera, der sorgfältige Schnitt und der durchweg sensibel eingebettete Score, welcher die beklemmende Grundstimmung merklich erhöht. 3D-technisch gibt es demgegenüber nicht allzu viele nennenswerte Einsätze - ein knapp über die Kamera fliegender Begrenzungspfeiler und ein heraus gestochener Augapfel bleiben allerdings in Erinnerung. Das kreative Morden hält sich indes in Grenzen, obgleich sich sämtliche Effekte sehen lassen können. Es wird mit der Zange, der Machete und dem Messer zugeschlagen, zwei Finger werden abgetrennt, einer fängt Feuer und am Ende kommt es zu zwei parallel stattfindenden Zweikämpfen, die den Showdown insgesamt recht kurzweilig erscheinen lassen, zumal der anschließende Twist zwar durch einen Genrebeitrag aus Interner LinkIrland schon einmal da gewesen ist, sich hier aber recht stimmig ins Gesamtbild fügt.

Das nicht gerade üppige Budget sieht man der Produktion weder handwerklich noch darstellerisch an, denn die Mimen kommen größtenteils glaubhaft rüber und bringen zum Teil einen recht eigenen Charme mit, mal abgesehen von den sprachlichen Barrieren. Die Schauplätze sind gut gewählt, für eine düstere Atmosphäre wird vor allem im Mittelteil gesorgt, während im letzten Drittel Spannung und einige kleine Splattereinlagen dominieren. Das ergibt insgesamt eine sehenswerte Mischung für Freunde des Slashers, mit den üblichen Abstrichen wie unterentwickelte Figurenzeichnungen, einem etwas zu langen Vorspiel und manch irrationalen Verhaltensweisen, jedoch einigen recht spannenden Momenten und einer durchweg effektiven Grundstimmung. Die deutsche DVD erscheint erfreulicherweise völlig ungekürzt und überzeugt mit einer guten Bild- und Tonqualität. Wer "One Way Trip" allerdings in 3D sehen will, muss sich die Blu-ray-Version kaufen.



Bilder der DVD




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