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| Sichtlich gealtert, aber nicht minder kampfbereit, wandert der blinde Masseur und meisterhafte Schwertkämpfer Ichi durch die von verfeindeten Yakuza-Clans regierten Dörfer des Japan der Edo-Ära. Einer der Clans setzt ein Kopfgeld auf den blinden Zatoichi aus, erzürnt damit den Feind und entfesselt eine Spirale der Gewalt. |
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| Format | 1,85:1 (anamorph) |
| Norm | PAL |
| Die Bildqualität ist nichts ungewöhnliches für einen japanischen Streifen dieser Zeit, denn Farbstil und Qualität wird man mit einigen Produktionen dieser Zeit in Verbindung bringen. Eine richtig gute Entschuldigung für die Schwächen ist es wiederum auch nicht. Denn während die Sauberkeit des Bildes überrascht, denn man bekommt kaum mal Kratzer zu Gesicht, enttäuscht die Schärfe. Es sind keine Bewegungsverwischungen oder undeutliche Hintergründe, sondern schlichtweg ein ganzheitlich etwas zu weiches Bild, das diesen Eindruck hinterlässt. Zumindest hat die stetig mittelmäßige Qualität den Vorteil, dass man sich schnell an die Optik gewöhnt. Der nicht ganz optimale Kontrast - die wenigen, dunklen Szenen sind etwas zu mau gezeichnet - und die bräunliche Optik sind verschmerzbar, weil inhaltlich einzuorden, auch wenn bei Ersterem mit Sicherheit das Alter in diesem Fall eine übergeordnete Rolle spielt. | |
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| Formate | Dolby Digital 2.0 |
| Sprache | Japanisch |
| Untertitel | Deutsch, Englisch |
| Weil es bislang keine deutsche Synchro für den Film gab, erschien diese DVD mit dem japanischen Originalton und deutschen Untertiteln. Nichts davon haut wirklich vom Hocker: der Ton, weil er sichtlich gedrängt und gedämpft aus den Stereoboxen ertönt, die lediglich ein monaurales Signal wiedergeben, und dabei nicht selten den Eindruck macht, dass die Vorlage schon mehr gealtert ist, als es ihr zusteht. Selbst wenn ich kein Japanisch verstehe, hab ich doch das Gefühl, dass einige Dialoge wie durch ein Kissen genuschelt klingen. Die deutschsprachigen Untertitel enthalten einige Fehler und haben Mühe, das Geschehen ansprechend zu übersetzen. Man hat das Gefühl, eine mittelmäßige Drittübersetzung würde in diesen ablaufen, was dem ohnehin etwas undurchsichtigen Filmstoff nicht gut steht. Zumindest sind noch englische Untertitel vorhanden. | |
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| Extras |
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| Verpackung | Kleine Hartbox |
Im Bonusmaterial wird doch so einiges geboten. Neben dem Teaser, dem Trailer und dem Videotrailer, der darüber glücklich macht, dass der Hauptfilm doch eine so stattliche Qualität erreicht hat, lädt eine Bildergalerie zum Reinschauen ein. Die halbstündige Dokumentation zeigt Vorbereitungen und Szenendrehs, meist unter der Leitung von Regisseur und Hauptdarsteller Shintarô Katsu. Mir fehlt nur etwas der Zugang zum Material, weil das Video weder kommentiert, noch untertitelt wurde. Zuletzt darf man sich noch über einen herrlichen Trailer zum fetzigen "Der Silberspeer der Shaolin" freuen, der ebenfalls von CMV erhältlich ist. | |
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| Man muss es sich auf der Zunge zergehen lassen: Seit 1962 stand Shintarô Katsu als Zatoichi, der blinde Samurai und Masseur, in insgesamt 26 Filmen und 2 TV-Serien vor der Kamera. 1989, nach knapp 15 Jahren Auszeit, wagte er noch einmal den Schritt, mit seiner in Japan zu hoher Bekanntheit gelangten Rolle einen Film zu füllen - und war diesmal gleich noch als Regisseur und Drehbuchautor unterwegs. Dass sein Film den Widrigkeiten des 80er Jahr-Action-Kinos trotz, davon zeugt nicht nur der stimmige Synthie-Score, sondern auch die kunstvolle Bebilderung. Zatoichi ist mittlerweile ein alter Mann geworden, aber geblieben ist der schlaue Fuchs in ihm. Der Figur scheint es in der Verkleidung als etwas tattriger Opa umso leichter zu fallen, Menschen mit seiner liebenswürdigen Art übers Ohr zu hauen und dabei trotzdem souverän zu wirken. Und wenn es darum geht, das Schwert zu ziehen, gehört Zatoichi noch längst nicht zum alten Eisen. Im wirren "The Blind Swordsman", der einen etwas zerrissenen Eindruck macht, gerät er irgendwie zwischen die Fronten zweier verfeinderte Clans und muss in entsprechenden Momenten seine zahlenmäßig überlegenen Feinde zur Strecke bringen, was u.a. in einem grandiosen Finalkampf bebildert wird. Diese Szenen belohnen den Zuschauer mit jeder Menge Blutfontänen, manchmal sogar einer abgeschnittenen Nase und natürlich sauberen Choreografien. Aber es geht nunmehr gar nicht so sehr um Kämpfe, sondern um das, was Zatoichi am Wegesrand seiner Reise erlebt. Dort trifft er Freunde, Feinde und auch ambivalente Figuren, die zum interessantesten Teil des Filmes gehören. Katsu schickt seinen beliebten, weil ursympathischen Charakter auf eine Reise, auf der das eigene Alter immer wieder mit Szenen von blühenden Leben kontrastiert wird. Aber Zatoichi ist kein aussterbender Held und der Film kein Drama, weil Schwermütigkeit stets mit einem Schuss gelungener Komik bekämpft wird. Auch möchte Katsu kein Mitleid über seine großartig gespielte Blindheit heraufbeschwören, sondern lässt die Behinderung gezielt als Understatement seiner Fähigkeit einsetzen, um Gegner zu überraschen und Feinde zu verwirren. Katsu schließt die großartige Saga um den gewieften Samurai zwar ruhiger als erwartet, dafür nicht minder spannend ab. Dass Zatoichi in den Ruhestand geht, nimmt man der immer noch sehr lebhaften Figur allerdings nicht ab. 2003, also noch einmal 15 Jahre später, holte Takeshi Kitano den Mythos noch einmal würdehaft mit seinem "Zatoichi - Der blinde Samurai" hervor. |
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![]() | Druckbare Version |
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![]() | CMV-Neuheiten im Mai / Juni '08 |
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