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IT 1978
Originaltitel:Quel maledetto treno blindato
Alternativtitel:Haufen verwegener Hunde, Ein
aka. Bastardi senza gloria
aka. Counterfeit Commandos
aka. Deadly Mission
aka. Dirty Bastard, The
aka. G.I. Bro
aka. Hell's Heroes
aka. Inglorious B*****ds
aka. Inglorious Bastards - Das Original
aka. Inglorious Bastards, The
Länge:95:26 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 18 Jahre
Regie:Enzo G. Castellari
Buch:Sandro Continenza, Sergio Grieco, Romano Migliorini, Laura Toscano, Franco Marotta, Alberto Piferi
Kamera:Giovanni Bergamini
Musik:Francesco De Masi
SFX:Gino De Rossi
Darsteller:Bo Svenson, Peter Hooten, Fred Williamson, Michael Pergolani, Jackie Basehart, Michel Constantin, Debra Berger, Raimund Harmstorf, Ian Bannen, Flavio Andreini, Peter Boom, Vito Fornari, Manfred Freyberger, Joshua Sinclair, Mike Morris, Donald O'Brien, Enzo G. Castellari, Ulla Johannsen
Vertrieb:Koch Media
Norm:PAL
Regionalcode:2
DVD-Start:21.08.2009 (Kauf)



Inhalt
Frankreich, Zweiter Weltkrieg: Ein Trupp aus Deserteuren, Dieben und Befehlsverweigerern flieht vor der Militärpolizei und dem sicheren Standgericht Richtung kriegsneutrale Schweiz. Unterwegs geraten die Fahnenflüchtigen in die Fänge französischer Widerstandskämpfer. Auf deren Befehl soll das Quintett nun den Sprengkopf der deutschen V2-Raket entwenden und damit den Kriegsverlauf entscheidend beeinflussen. Ein Himmelfahrtskommando!

Bild
Format1,85:1 (anamorph)
NormPAL
 Gegenüber der Erstauflage dieses Titels hat sich technisch nichts geändert. Muss es auch nicht - zumindest nicht beim Bild, welches einen sehr guten Eindruck hinterlässt. Das Geschehen wird farbfroh und trotzdem realistisch abgebildet. Es sind keinerlei Verschmutzungen, Zittereffekte oder Bewegungsunschärfen sichtbar, was dem nun bereits über 30 Jahre alten Titel sehr gut steht. Auch die Schärfe sorgt mit ihrem ganzheitlich sauberen, detaillierten Bildaufbau für Freude. Eigentlich ist es nur der Detailreichtum, der eine höhere Wertung verhindert, denn dort erkennt man das Alter etwas deutlicher. Die Qualität ist deswegen trotzdem sehr gut - wie es sich für einen Klassiker gehört.
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Ton
FormateDolby Digital 2.0
SpracheDeutsch, Italienisch, Englisch
UntertitelDeutsch, Deutsch für nicht synchronisierte Szenen
 Der Ton kann da nicht mithalten, der Zahn der Zeit hat hier stärker dran genagt. Die Akustik ist flach, die Dialogen rascheln und zischen ein wenig und auch bei der Musik ist nicht viel herauszuholen. Der italienische Ton, der sich in nicht deutsch synchronisierten Szenen mitsamt deutscher Untertitel zuschaltet, klingt bereits etwas runder. Richtig klar und sauber wird es erst mit der englischen Version. Sie ist außerdem am authentischsten, was die verschiedenen, gesprochenen Sprachen im Film angeht. Jedes Volk spricht dort in ihrer Muttersprache, was in der deutschen Synchro etwas verloren geht. Allerdings ist das Deutsch einiger Darsteller im O-Ton eher schlecht.
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Extras
Extras
  • The Making Of "Inglorious Bastards" (46:33 Min.)
  • Tarantino & Castellari (36:51 Min.)
  • Ital. Trailer (3:44 Min.)
  • Bildergalerie (5 Bilder)
  • DVD-Credits (3 Seiten)
VerpackungKeepCase
 Bei den Extras wurde gegenüber der Erstauflage ein gut halbstündiges Interview zwischen den Regisseuren Enzo G. Castellari und Quentin Tarantino hinzugefügt. In dem tauschen die beiden natürlich jede Menge Freundlichkeiten aus, es geht aber ganz interessant zur Sache. Nervig ist lediglich das Zappelkind Tarantino, vor dem jeder Epileptiker gewarnt sei. Noch besser ist die dreiviertelstündige Dokumentation mit Filmmitwirkenden, die in aller Ruhe über sich, ihre Arbeit und den Regisseur sprechen, der leider nicht vor die Kamera beordert werden konnte. Die italienischsprachige Dokumentation ist deutsch untertitelt worden und dürfte jeden Fan des Films komplett zufrieden stellen. Dazu kommt noch der italienische, etwas zu lang geratene Filmtrailer und eine kurze Bildergalerie. Das Booklet der Erstauflage von Christian Kessler fehlt allerdings.
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Fazit
Dank Robert Aldrichs Initialzündung "Das dreckige Dutzend" durften die Italiener sich in den 70ern in einem "neuen" Genre austoben. Regisseur Enzo G. Castellari, der wie immer etwas bessere Werke als seine Kollegen abzuliefern im Stande war, hinterließ mit "Ein Haufen verwegener Hunde" seine Fußspuren, die jedem Italo-Fan noch heute die Freudentränen in die Augen treiben werden.
Castellari versammelt in seiner Randkriegsgeschichte tatsächlich einen Haufen cooler Typen (u.a. Fred Williamson, Bo Svenson, Raimund Harmstorf), die auf ihrer Flucht in die Schweiz jede Menge abenteuerliche Dinge erleben. Klaro, dass es den Nazis dabei mit Schmackes an den Kragen geht. Schießereien auf Kriegschauplätzen gibt es in regelmäßiger Häufigkeit, bei denen die Stahlhelme ganz nach Genrekonvention ihren gekünstelten (Anti-)Heldentod sterben. Viel interessanter sind trotz der schön ausstaffierten, mit viel Originaltechnik versehenen Schlachtfelder aber die Dinge, die daneben passieren: Es werden kleinere Rivalitäten ausgetragen, man gerät in bester Exploitation-Manier an ein Corps weiblicher Offiziere, die nackt planschend im Bach herumtollen, und der gefuchste Nebencharakter Nick bestiehlt die Toten, woraus er ein stattliches Arsenal an nützlichen Dingen aufbauen kann. Dazu gehören noch eine Menge knackiger Dialoge und natürlich jene Mission, die den italienischen Originaltitel formte und den Zuschauer vollends zufrieden stellen wird. Aber nicht erst während der letzten 20 Minuten wird man erkennen, wie toll "Ein Haufen verwegener Hunde" ist, bereits zuvor ist die knackige Mischung aus Action, Spaß und liebgewonnenen Klischees ein Publikumsmagnet. Castellari eifert in Sachen Professionalität und Ausstattung den amerikanischen Vorbildern nach, lässt seine harten Burschen aber noch etwas mehr rau und ungeschliffen aussehen - fast so, als ob der Krieg für MG-schwingende, ganze Kerle ein richtiger Spaß gewesen sein muss.
Erstaunlich, wenn auch nicht direkt zu diesem Film gehörend, ist es, dass Tarantino sein ähnlich betiteltes Interner LinkRemake trotz komplett neuer Hintergrundgeschichte in eine ähnlich unterhaltsame Ecke stellen konnte, also das Original nicht nur kopierte, sondern es artgerecht aufwertete.

Die deutsche DVD aus dem Hause Koch Media wird den Fan absolut zufrieden stellen. Nachdem der Film bereits 2007 in sehr guter Qualität unter seinem deutschen Titel vertrieben wurde, kam 2009 eine um ein Interview erweiterte Fassung auf den Markt, die nun den englischen Originaltitel "Inglorious Bastards" trägt. Das riecht zwar danach, als ob der dt. Vertrieb mit dem Medienrummel um Tarantinos Interner LinkNeuinterpretation noch einmal bare Münze machen wollte, stört aber nicht: Beide Filme sind toll und vielleicht kann das Original nun noch ein paar Fans mehr gewinnen.



Bilder der DVD




Druckbare Version
Haufen verwegener Hunde, Ein
Inglorious Bastards - Das Original
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