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KR 2003
Originaltitel:Geoul sokeuro
Länge:113:08 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 16 Jahre
Regie:Kim Seong-ho
Buch:Seong-ho Kim
Kamera:Han-cheol Jeong
Musik:Il Won
Darsteller:Yu Ji-tae, Kim Myeong-min, Kim Hye-na, Gi Ju-bong, Kim Myeong-Su, Lee Young-jin, Jeong Eun-Pyo
Vertrieb:e-m-s
Norm:PAL
Regionalcode:2



Inhalt
Der ehemalige Polizist Woo Young-Min musste wegen einer fatalen Fehlentscheidung den Dienst quittieren. Jetzt arbeitet er in einem Kaufhaus als Sicherheitsbeauftragter. Das Geschäft soll in den nächsten Tagen wieder eröffnet werden, nachdem vor einem Jahr bei einem Brand eine Mitarbeiterin ums Leben gekommen ist. Doch kurz vor der Eröffnung häufen sich seltsame Selbstmorde unter den Angestellten... und immer findet man die Leichen in der nähe eines Spiegels.

Bild
Format1.78:1 (anamorph)
NormPAL
 In diesem asiatischen Horrorfilmchen wird natürlich wieder viel Wert auf eine düstere Optik gelegt, was zufolge hat, dass die überwiegend natürlichen Farben immer wieder einem kalten Blaustich weichen. Der Kontrast wirkt stellenweise sehr hart und wartet mit einem guten Schwarzwert auf. Lediglich wirken dunkle Szenen zu unnatürlich und oftmals werden Details etwas verschluckt. Helle Szenarien neigen dann wiederum zu Überstrahlungen. Auch die Schärfe ist nicht optimal und gerade in Totalen wirkt das Bild sehr weich und etwas zu unscharf. Ruhige Nahaufnahmen offenbaren hingegen eine noch gute Detailschärfe, aber es lässt sich auch permanentes Rauschen feststellen und auch die Kantenschärfe gibt sich recht mangelhaft und zeigt deutliche Doppelkonturen. Hinzu kommen noch eine deutliche Bewegungsunschärfe und Nachzieheffekte, welche den Sehgenuss weiter mindern. Dafür bleibt das Bild von Defekten und Verschmutzungen verschont und auch die Kompressionen arbeiten recht unauffällig im Hintergrund. Dennoch ist das Gesamtergebnis recht nüchtern ausgefallen.
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Ton
FormateDolby Digital 5.1, Dolby Digital 2.0
SpracheDeutsch, Kantonesisch
UntertitelDeutsch (optional)
 Beide Sprachversionen liegen jeweils in Dolby Surround und in Dolby Digital 5.1 vor und unterscheiden sich kaum voneinander. Lediglich der Bass kommt in der deutschen mehr zur Geltung und lässt das Geschehen wuchtiger und kraftvoller erscheinen. Unser Tipp ist z.B. die 49. Filmminute, als die Spiegel zerspringen. Hier bekommen wir nicht nur einen kräftigen Bass, sondern auch eine guten Surroundklang geboten. Da "Into the Mirror" mehr auf eine ruhige Gruselatmosphäre setzt als auch brachiales Soundgewitter, dominiert hier natürlich die Front und diese bietet eine gute Sprachverständlichkeit. Aber immer wieder gibt es Szenen, die einen tollen Raumklang zu bieten haben und die Effektlautsprecher beanspruchen und auch der Score sorgt für eine gute Räumlichkeit und lässt die Rears nicht ganz so vereinsamen, wie man es erwarten könnte. Dennoch fehlt es hier deutlich an Dynamik und einem ausgewogenen Dolby Digital-Track. Viel zu frontlastig scheint die Abmischung und die Möglichkeit, mehr direktionale Effekte oder Umgebungsgeräusche auf die Rears zu legen, wurde nicht konsequent genutzt. So bleibt also ein guter aber viel zu Front- und Centerlastiger Track mit leichten Lautstärkeschwankungen in einigen Szenen.
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Extras
Extras
Disc 1:
  • Originaltrailer (1:45 Min.)
  • Trailershow:
    • Oldboy
    • Monster
    • Ginger Snaps 2
    • Inugami
    • Pakt der Hexen
    • Isola
Disc 2:
  • Making of (47:46 Min.)
  • Deleted Scenes (8:45 Min.)
  • Behind the Mirror (14:00 Min.)
  • Into the Storyboard (110:37 Min.)
  • Musikvideo (3:02 Min.)
  • Trailer
  • TV-Spot
  • Artwork-Galerie (12 Bilder)
 Besser als Bild und Ton ist das Zusatzmaterial ausgefallen, welches e-m-s auf eine zweite DVD gepackt hat. Neben den obligatorischen Trailern auf der ersten DVD gibt es hier nochmal den Originaltrailer und zwei TV-Spots zu bewundern. Dies ist aber bei weitem noch nicht alles. Neben einem knapp 50-minütigen "Making of", welches viele Einblicke hinter die Kulissen gewehrt, sowie gespickt ist mit Filmauschnitten und Statements des Filmstabs, gibt es noch geschnittene Szenen, ein Musikvideo, eine Bildergalerie, sowie das 15-minütige Featurette "Behind the Mirror". Letzteres wagt einen weiteren Blick hinter die Kulissen von "Into the Mirror". Zum Schluss sei noch das Featurette "Into the Storyboad" erwähnt, welches über die gesamte Laufzeit des Filmes das Storyboard zeigt und in einem kleinen Fenster den fertigen Film. Alle Extras wurden Deutsch untertitelt und können sich wirklich sehen lassen. Ein Audiokommentar wäre noch wünschenswert gewesen, aber auch ohne diesen kann man mit den Extras vollkommen zufrieden sein.
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Fazit
Im Osten nichts Neues - jedenfalls nichts Wesentliches. Es ist nur allzu bekannt, was Regisseur Kim Seong-ho hier mal wieder an Motiven bemüht, um dem koreanischen Publikum das Gruseln zu lehren. Ein tragischer, nie aufgeklärter Tod; der unruhige, tödlich reagierende Geist; das verfluchte Gebäude und die so sehr mit ihrem eigenen Schicksal hadernde Hauptfigur. Der Titel "Into the Mirror" fasst den Film eigentlich auch schon recht gut zusammen. Denn in den Spiegeln eines im Vorjahr abgebrannten und jetzt vor der Wiedereröffnung stehenden Kaufhauses lauert etwas Todbringendes, das sich dann gleich in der Opening-Sequenz sein erstes Opfer sucht. Die düsteren Bildkompositionen dieses eigentlich nur des Nachts zu Hochform auffahrenden Mysterythrillers tragen ihren Teil zu der beklemmenden Stimmung bei. Irgendwann ist der Zuschauer soweit, dass er bei jedem Blick der Figuren in den nächstbesten Spiegel gleich die nächste Gräueltat einplant. Das weiß Kim Seong-ho und spielt im Verlauf auch genüsslich mit dieser Gruselbereitschaft. Haupt- und gleichzeitig Identifikationsfigur ist der junge Sicherheitschef Young-min. Der bis vor wenigen Jahren noch als talentierter Cop und erstklassiger Schütze geltende Mann verschuldete den Tod einer Geisel, weil er zu selbstsicher in einen Spiegel (!!!) schoss. Seitdem schleppt er ein Trauma mit sich herum, hat nie wieder eine Waffe in die Hand genommen und verdient sich sein Geld auch nur, weil sein Onkel zufällig Chef des Ladens ist. Als die ersten Mordopfer aufgefunden werden und seine ehemaligen Kollegen zu ermitteln beginnen, gerät der in Selbstmitleid versinkende Young-min schnell ins Visier der Fahnder, da die einen Insider und Linkshänder, wie Young-min einer ist, für den Täter halten. In Wirklichkeit ist der Hund ganz woanders begraben. Die Schiene, die Seong-ho hier fährt, ist mit Sicherheit keine neue, aber dafür ist sie sehr effektiv. Die Verselbstständigung der Spiegelbilder ist raffiniert und technisch einwandfrei inszeniert und lässt dem Publikum ein ums andere Mal einen kalten Schauer den Rücken hinunterlaufen. Die oben schon erwähnte düstere Optik trägt ihren Teil zu den nächtlichen Morden natürlich bei. Die Krimikomponente funktioniert indes weit weniger, weil der Zuschauer nun mal zum Schluss vor den Kopf gestoßen werden muss und die Cops natürlich schlecht Richtung Übernatürliches ermitteln können. Dafür gelingt "Into the Mirror" dabei aber eine, abgesehen vom dämlichen Assistenten, gelungene Charakterisierung seiner Hauptdarsteller. Die Schocks werden sparsam eingesetzt. Berstende Spiegel verfehlen, auch aufgrund der in dieser Hinsicht effektiven Musikbegleitung, ihr Ziel jedoch nie. Das eigentlich weniger überraschende Finale konzentriert sich dann aber auf einen ganz bodenständigen, natürlichen Kampf auf Leben und Tod - ohne dabei auf eine familiengerechte Inszenierung zu achten. Seong-hos inszenatorische Spielereien mit Spiegel und Licht kommen auch hier wieder zum Einsatz. Überhaupt grenzt sich seine Inszenierung vom Standardprodukt durch endlich mal innovative Ideen, wie das Herauszoomen aus der Heckscheibe eines Autos mit darin spiegelnden Tiefgaragenbeleuchtungen, ab. "Into the Mirror" ist ein gut gespieltes, top inszeniertes, narrativ etwas zähes Gruselkrimikonstrukt aus Südkorea, dass sich dann doch überraschenderweise über dem Durchschnitt ansiedelt. Ich für meinen Teil hätte mir ein etwas höheres Tempo und straffere Dialoge gewünscht, aber meinen Wünschen werden die Jungs dort drüben wohl nie nachkommen.

Dieses Doppel DVD-Set bietet ein recht umfangreiches Zusatzmaterial, jedoch können Bild und Ton nur bedingt überzeugen. Wegen einem guten Preisleistungsverhältnis ist die deutsche DVD aber dennoch sehr empfehlenswert.



Bilder der DVD




Druckbare Version
Mirrors 2 - Der Terror geht weiter
Into The Mirror
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