Wicked-Vision-Index

Login 18er Bereich

Registrieren

Startseite und Neuigkeiten Reviews
• Filmberichte
• DVD/HD-Reviews
• Bildvergleiche
• Literatur
• Hörspiele Weitere, medienbezogene Informationen
• Hidden Features
• Schnittvergleiche
• Videocover
FR 2008
Originaltitel:Paris by Night of the Living Dead
Länge:12:03 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:Keine Jugendfreigabe
Regie:Grégory Morin
Buch:David Neiss
Kamera:François Reumont
Musik:Erwann Kermorvant
Darsteller:David Saracino, Karina Testa, Dominique Bettenfeld, Christophe Lemaire
Vertrieb:Anolis/Ascot Elite
Norm:PAL
Regionalcode:2
DVD-Start:12.07.2010 (Kauf)



Inhalt
Paris ist von Zombies überrannt. Adrienne und Richard gehören zu den wenigen Überlebenden. Trotz alledem wollen sie heiraten. Als Richard kurz nach der Hochzeit bei einem blutigen Kampf gebissen wird, muss sich Adrienne fragen, ob die Phrase "... bis dass der Tod euch scheidet" in solchen Zeiten überhaupt noch gilt.

Bild
Format2,35:1 (anamorph)
NormPAL
 Dass es sich hierbei um einen Independent-Film handelt, merkt man "Paris by Night of the Living Dead" zwar deutlich an, jedoch ist das anamorphe Bild durchaus überzeugend. Es wirkt insgesamt etwas weich, was vor allem bei großen Betrachtungsflächen auffällt. Hinzu kommt die blasse und durchweg monotone Farbgebung, was als Stilmittel der Filmoptik zugute kommt. Der Kontrast hingegen ist durchweg gelungen und in Nahaufnahmen überzeugt das Bild sogar mit einer guten Schärfe und zeigt einiges an Details. Lediglich die Kompression fällt immer wieder stark ab und zeigt deutliche Blockbildung, was in der Form nicht hätte sein müssen.
 +++/--

Ton
FormateDolby Digital 5.1
SpracheDeutsch, Französisch
UntertitelDeutsch
 Für einen Kurzfilm ist die 5.1-Abmischung durchaus gelungen. Wahlweise in deutsch oder französisch darf man sich über eine hervorragende Dialogwiedergabe freuen, wobei beide Sprachfassungen den Frontbereich etwas dominieren und die Rears nur sehr dezent für die Musik einsetzten. Im Bereich Effekte überraschen immer wieder die kleinen, direktionalen Effektschübe, was den Actionszenen mehr Kraft und Volumen verleiht. Insgesamt fehlt es aber noch an Druck, und mehr Räumlichkeit hätte sicherlich nicht geschadet. Optional gibt es deutsche Untertitel.
 ++++--

Extras
Extras
  • Audiokommentar von Gregory Morin & Eric Fantone
  • Zombie Audiokommentar
  • Don't mess with French Zombies (14:56 Min.)
  • Zombing Of (63:14 Min.)
  • Bildergalerie (3:24 Min.)
VerpackungKeepCase inkl. FSK-Wendecover
 Das Bonusmaterial fällt extrem üppig aus und stellt den Höhepunkt der DVD dar. Die zwei deutsch untertitelten Audiokommentare geben uns einen hervorragenden Einblick in die Entstehung des Kurzfilms. Der erste Kommentar ist ein "Zombie-Audiokommentar" mit dem Regisseur und dem Produzenten. Es erwartet den Zuhörer 12 Minuten Rumgestöhne und absoluter Blödsinn, bei dem ab und zu Namen bzw. Wörter wie "Hirnlos", "Kettensäge böse" (hier übersetzt mit "Menschen böse") etc. fallen. Erinnert irgendwie an Beavis and Butt-Head und sorgt für reichlich Spaß, vor allem wenn beide selbst anfangen zu lachen. Beim normalen Kommentar, den beide ebenfalls einsprechen, reden sie u.a. über die Umsetzung der Effekte, über die Schwierigkeiten Drehgenehmigungen in Paris zu bekommen und dass viele der Stunts aufgrund des schlechten Wetters abgeändert werden musste.
Das 63minütige Making of gehört zu den besten der letzten Jahre. Die Kamera ist an jedem Drehort dabei und dokumentiert die Vorbereitungen zum Dreh wie z.B. Make-Up-Effekte, Effektproben, Stunts etc. Mit "Don't mess with French Zombies" enthält die DVD zudem noch ein 12minütige Featurette, bei dem das Filmteam zu Wort kommt und uns mehr über die Hintergründe zur Entstehung des Film erzählt. Hinzu kommen Ausschnitten aus dem Film, sowie sehr interssante Clips von weiteren Kurzfilmen der Macher. Zum Schluss darf man sich noch über eine kleine Bildergalerie freuen. Die DVD erscheint mit einem FSK-Wendecover.
 +++++/

Fazit
Das Konzept dieses Kurzfilms ist beliebig erweiterbar: Man nehme markante Eckpunkte einer Metropole und lasse darin Zombies wüten und schon erklärt sich der Titel, der gar Zeilen eines Wegbereiters des Genres impliziert. Gerade einmal runde acht Minuten rotieren die Untoten in der französischen Hauptstadt - Zeit genug für Regieneuling Gregory Morin, seine inszenatorische Souveränität unter Beweis zu stellen.
Soeben gibt sich das junge Paar Adrienne (Karina Testa) und Richard (David Saracino) das Jawort in der Kathedrale Notre Dame, als ihr Pfarrer von einer Gruppe Zombies getötet wird. Sofort greifen die jungen Leute zu ihren Waffen und kämpfen sich durch eine Meute blutrünstiger Kreaturen. Doch ob ihr soeben geschlossener Treuepakt auch drohenden Lebensgefahren trotzen kann?
Die annähernd monochrome, kontrastarme Farbgebung mit Blaufilter deutet innerhalb der ersten Momente in der Abgeschiedenheit der Kathedrale an, dass die Action nicht lange auf sich warten lassen dürfte. Raus aus den Hochzeitsfummeln und blitzartig zu den Schusswaffen gegriffen, welche Adrienne und Richard jederzeit griffbereit am Körper tragen. Über etwaige Hintergründe erfährt man nichts, man ahnt nur, dass die Stadt bereits von Zombies beherrscht wird, in der nur wenige Überlebende einen schier aussichtslosen Kampf gegen die Bestien antreten. Und auf diesen konzentriert sich der Stoff in den folgenden Minuten.
Da werden allerhand Waffen aus welchem Ärmel auch immer geschüttelt und man wehrt sich mit Schwert, Kettensäge, Panzerfaust und Raketenwerfer. Splatterfreunden wird dabei eine geballte Ladung geboten, die von zahlreichen Einschüssen über Körperteilungen bis zu explodierenden Köpfen reicht. Handwerklich sind die Effekte größtenteils passabel, die Zombiemasken geraten immerhin durchschnittlich, lediglich einige Explosionen unter Zuhilfenahme mittelprächtiger CGI wirken ein wenig schlicht in Szene gesetzt.
Demgegenüber punktet die stylische Optik mit einigen schrägen Perspektiven, sorgfältigen Schnitten und rasanten Fahrten. Zudem werden die markanten Stationen der Metropole, die vom Arc de Triomphe über den Eifelturm bis zu den Katakomben reichen, clever eingebunden, wobei einige Bauwerke mindestens arg ins Wanken geraten. Handlungstechnisch geschieht bei diesen Auseinandersetzungen zwar wenig, allerdings behält man sich eine, wenn auch im Endeffekt vorhersehbare Pointe vor, die inhaltlich am Ausgangspunkt der Geschichte anknüpft. Eine gewisse Coolness ist diesem Kurzfilm durchaus zu attestieren, obgleich er mit seinen Schauwerten nur wenige erinnerungswürdige Momente liefert. Jedoch kommen ihm einige Schmunzeleinlagen und zynische Andeutungen zugute, eine cool-erotische Karina Testa, als auch die in sich runde Aufmachung des kurzweiligen Actioners. Und wem der Hauptfilm bei zwei, dreimaliger Sichtung nicht langt, kann sich mit dem üppigem Bonusmaterial wie "Zombing-of" einen unterhaltsamen Untoten-Abend bereiten.



Bilder der DVD




Druckbare Version
NewsAlle Infos zum 23. Fantasy Filmfest
IMDb.com OFDb.de



Alle Bilder und Texte sind Eigentum des jeweiligen Rechteinhabers

Copyright by Wicked-Vision 2000-2013/Designed by Daniel Pereé 2000-2013.