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HK 1986
Originaltitel:Ninja the Protector
Alternativtitel:Motor Devils
Länge:85:19 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ungeprüft
Regie:Godfrey Ho
Buch:Godfrey Ho
Kamera:Raymond Chang
Musik:Stephen Tsang
SFX:Martin Lee
Darsteller:Richard Harrison, David Bowles, Clifford Allen, Vera Chang, Yvette Chang, Jackie Chan, Warren Chan, Andy Chorowsky, Joyce Chow, Phillip Ko, Morna Lee, Peter Leung
Vertrieb:Eightyfour Entertainment
Norm:PAL
Regionalcode:0
DVD-Start:12.07.2010 (Kauf)



Inhalt
Eine Flut gefälschter Dollarnoten überschwemmt das Land. Inflation und Chaos drohen. Eine schnell gebildete Spezialtruppe arbeitet mit der internationalen Polizei zusammen, um diese Organisation auszuheben. Anführer der Truppe ist Jason Hart, ein Ninja. Jason wurde in einer alten Elite-Schule ausgebildet und ist eine erbarmungslose Kampfmaschine. Als Basis der Fälscherbande wird die Kronkolonie Hongkong ausgemacht. Der Polizist Warren Lee wird als Undercover-Agent bei den Gangstern eingeschleust, und entdeckt. Nach vielen blutigen Kämpfen gelingt der Truppe endlich der entscheidende Schlag. Jason Hart steht dem Anführer der Fälscher gegenüber: Ein Ninja, wie er. Nur ein Ninja kann einen Ninja besiegen!

Bild
Format1,66:1 (Letterbox)
NormPAL
 Wie auch bei Interner Link"Der Adler mit der Silberkralle" befindet sich hinten auf dem Cover eine klein gedruckte Warnung bezüglich der Bildqualität. Fängt der Film erstmal an, fragt man sich allerdings, wovor eigentlich gewarnt wurde, weil man bereits deutlich Schlechteres zu sehen bekam. Das Bild von "Ninja - The Story" besitzt eine ganz passable Qualität, eben so, wie man sich asiatischen Low Budget Trash vorstellt. Die Schärfe fällt allgemein etwas weich aus und lässt nur selten eine ordentliche Durchzeichnung zu. Die Farbgebung wirkt ein wenig ausgewaschen und auffällig ist das nicht immer perfekte Color Timing, was aber ein Problem vieler Actionfilme der 1980 Jahre darstellt. Eher grau gibt sich der Schwarzwert, der teilweise Schwächen in dunklen Bildbereichen offenbart und Details unkenntlich werden lässt. Besser gestalten sich Szenen bei Tageslicht, bei denen allerdings auch Überstrahlungen vorhanden sind. Rauschen tritt in einem vertretbaren Rahmen auf und auch die Kompression sorgt nur für Unruhen mit dezenten Artefaktbildungen. Einzig die immer wieder auftauchenden, altersbdingten, analogen Defekte und Schmutzpartikel wirken etwas störend. Doch letztlich hat man aufgrund der Warnung einen deutlich schlechteren Transfer erwartet und so darf man sich über ein ganz passables Bild mit einigen Altersschwächen freuen.
 ++/---

Ton
FormateDolby Digital 2.0 (Mono)
SpracheDeutsch, Englisch
UntertitelDeutsch für ehemals gekürzte Szenen
 Der auf die beiden vorderen Lautsprecher aufgeteilte, deutsche Monoton ist nicht perfekt, altersbedingt aber völlig akzeptabel. Ein wenig Rauschen ist ebenso vorhanden wie Knackser, sind allerdings nicht stark genug, um zu stören. Während die Musikstücke leicht verzerrt klingen, sind Dialoge meist ein wenig zu dumpf, jedoch immer noch gut verständlich. Der ebenfalls vorhandene englische Monoton ist zwar klarer, dafür aber in den Stimmwiedergaben verzerrt und etwas blechern. Dynamik fehlt jeder der beiden Tonspuren, wodurch das Geschehen besonders in den Actionszenen flach klingt. Deutsche Untertitel sind nur für die ehemals gekürzten Dialogszenen vorhanden, die ansonsten in englischer Sprache vorhanden sind.
 +/----

Extras
Extras
  • Trailer (3:14 Min.)
  • Bildergalerie (1:31 Min.)
  • Deutscher VHS-Vorspann (2:04 Min.)
  • US-Vorspann mit Vorwort von Sho Kosugi (3:43 Min.)
VerpackungHartbox
 Höhepunkt des Bonusbereiches dürfte die kurze Einleitung von Ninja-Altmeister Sho Kosugi sein, der auf der amerikanischen Videokassette vor dem Vorspann vorzufinden war und gleich mit übernommen wurde. Ansonsten ist noch der deutsche VHS-Vorspann, ein englischsprachiger Trailer sowie eine Bildergalerie mit Artworks vorhanden. Es darf bezweifelt werden, dass zu diesem Film jemals wesentlich mehr Zusatzmaterial auftauchen wird.
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Fazit
Nachdem mit billigen Eastern im klassischen Gewand kein Geld mehr zu machen war, entschloss Joseph Lai sich dem aufkommendem Subgenre des Ninja-Films zu widmen, um natürlich wieder mit geringem Aufwand ordentlich Kasse zu machen. Anders als bei seinen zuvor produzierten Filmen, nutzte er nun eine damalige Marktlücke gekonnt aus: Indem er fertige bzw. nie vollendete Filme aus benachbarten asiatischen Ländern aufkaufte und eigenen Szenen nachdrehen ließ, schuf er mit geringem finanziellem Aufwand zahlreiche Vertreter der Marke "Ninja made in Hongkong". Meistens wurden die nachgedrehten Szenen mit westlichen Darstellern bestückt, um die Filme auch gut nach Amerika und Europa zu verkaufen. Diese Idee ging auf und so schwappten auch in Deutschlands Videotheken zu Beginn des Videozeitalters etliche dieser Produktionen in die Regale, meist sogar mit beachtlichem Erfolg, auch wenn ein Großteil dieser Filme alles andere als gute Unterhaltung bot. Mittlerweile wird man vieles davon als Trash abtun.

Eins dieser Werke konnte Eightyfour Entertainment lizenzieren. Es handelt sich um "Ninja - The Story", der von Godfrey Ho inszeniert wurde. Gorefreaks dürfte Ho vor allem durch sein brutales Exploitationwerk Interner Link"Laboratory of the Devil", dem zweiten Teil der Interner Link"Men Behind the Sun"-Quadrologie ein Begriff sein. Ein ultrabrutales Filmchen darf man bei "Ninja - The Story" hingegen nicht erwarten, dafür aber eine Menge an unfreiwilliger Komik, die dem Film aber nicht schadet, sondern dafür sorgt, dass enorm viel Spaß geboten wird, was ähnlich geartete Werke weit hinter sich lässt.
Für die von ihm neu inszenierten Szenen holte er aus Amerika den ninjaerprobten Richard Harrison als den guten Ninja. Harrison gibt allerdings nur eine mittelprächtige Figur ab, denn er wirkt etwas lächerlich, wenn er in die Hände klatscht und zum im Tarnanzug mit schwarz geschminkten Mascara-Augen zum Ninja wird. Die Kampfsequenzen sind nicht weltbewegend und kurz gehalten, sorgen aber zumindest für gute Stimmung. Um die Verbindung zum fremden Filmmaterial zu bekommen, nutzte Godfrey Ho den Trick Fotos von den eigentlichen Darstellern in die Szenen mit Harrison und seinen debilen Partnern zu verwenden. Geübte Zuschauer werden sich von dieser Gaukelei allerdings nicht täuschen lassen, denn man merkt sehr deutlich, dass man es mit einem Flickwerk zu tun hat. Die Anschlüsse möchten nämlich nicht so recht passen. Die Hauptteile der Handlung stammen von einem nicht vollendeten asiatischen Jugend-Drama, in dem auf klischeebehaftete Weise Themen wie Kriminalität, Mädchen, Schlägereien und Eifersüchteleien zum Vorschein kommen. Da machen die eingefügten Ninja-Szenen schon ein wenig konfus. Besonders die finale Schlacht am Ende zwischen dem guten Ninja und dem bösen roten Ninja ist überraschend, denn die Kontrahenten liefern sich eine Auseinandersetzung auf Motorrädern. Leider ist diese Szene sehr hektisch und nach ein paar Wurfsterneinsätzen zügig vorbei. Harrison spricht noch fix "Ich bin der Großmeister der Ninja" und, schwupps, war's das schon. Zum Großmeister wird er mit diesem Film sicherlich nicht, aber Godfrey Ho und Joseph Lai beweisen wieder einmal, wie billig gute Unterhaltung sein kann, wenn man sich genau auf derartiges einzulassen gewillt ist.

Eightyfour Entertainment veröffentlicht "Ninja - The Story" erstmals ungekürzt in einer rund 7 Minuten längeren Fassung für den deutschen Heimkinomarkt. Zur Auswahl stehen mehrere Covermotive in großer oder kleiner Hartbox. Technisch hinterlässt die DVD dieses Low Budget-Trashs einen soliden Eindruck, inhaltlich sollte man nicht allzu große Erwartungen hegen, dann kommt der Spaß auch nicht zu kurz.



Bilder der DVD




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