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USA 2004
Originaltitel:Paycheck
Länge:113:54 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 12 Jahre
Regie:John Woo
Buch:Philip K. Dick (Kurzgeschichte), Dean Georgaris
Kamera:Paul Horn, James McKee Smith, John Powell u.a
Musik:Jeffrey L. Kimball, Gregory Lundsgaard
SFX:Craig Barnett
Darsteller:Ben Affleck, Uma Thurman, Aaron Eckhart, Michael C. Hall, Emily Holmes, Krista Allen, John Cassin, Fulvio Cecere, Joe Coyle, Richard Cummins, Aaron Douglas, Colm Feore, Peter Friedman, Paul Giamatti, Michelle Harrison, Chelah Horsdal, Craig March, Ivana Milicevic, Kathryn Morris, Joe Morton, Peter Shinkoda, Ryan Zwick
Vertrieb:Dreamworks/Universal
Norm:PAL
Regionalcode:2



Inhalt
Michael Jennings ist ein technischer Spezialist, um Innovationen der Konkurrenz zu analysieren und zu kopieren. Damit aber seine Arbeiten Top-Secret bleiben, wird nach jedem Job sein Gedächtnis gelöscht. So kann er immer wieder unbefangen seine nächsten Projekte ausführen. So auch sein letzter Auftrag: 3 Jahre soll er für ein neues Projekt arbeiten und dafür eine achtstellige Summe einstreichen. Doch nach Abschluss des Auftrages stellt er etliche Ungereimtheiten fest. Das Geld, welches er bekommen sollte, ist nicht da. Stattdessen bekommt er einen Umschlag mit 20 Gegenständen. Dann ist auch noch das FBI hinter ihm her. Mit Hilfe einiger Gegenstände aus dem Umschlag kann er entkommen. Nun beginnt ein Puzzle, in dem er feststellen muss, was in den drei Jahren passiert ist ...

Bild
Format2.35:1 (anamorph)
NormPAL
 Der anamorphe Widescreen-Transfer schlägt sich im Grunde recht wacker, hätte aber durchaus besser ausfallen dürfen. Ein großes Manko ist hier der Rauschfaktor, der sich zwar überwiegend zurückhält, in einigen Szenen aber sehr unangenehm auffällt. Für eine neue Produktion nicht gerade erfreulich. Dafür kann die Farbgebung aber durchweg überzeugen, und auch wenn der Regisseur hier mit einigen Farbelementen spielt, werden uns überwiegend satte und kräftige Farben geboten. Daran können auch die gelegentlich blassen Farbtöne nicht mehr rütteln. Der starke Kontrast kann sich ebenfalls sehen lassen, wirkt stellenweise jedoch etwas zu dunkel und neigt in hellen Flächen zu Überstrahlungen. Die Bildschärfe hingegen hätte ruhig besser ausfallen dürfen. Auch wenn das Schärfenverhalten in den Nahaufnahmen noch gut ist, wirkt das Bild oftmals unnatürlich weich und irgendwie glatt gebügelt. Die Kantenschärfe hätte ebenfalls etwas besser sein dürfen und offenbart deutliche Doppelkonturen. Dafür arbeiten die Kompressionen recht unauffällig im Hintergrund und Defekte oder sonstige Verunreinigungen waren auch nicht auszumachen.
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Ton
FormateDolby Digital 5.1
SpracheDeutsch, Englisch
UntertitelDeutsch, Englisch
 Tonal gibt es eigentlich nichts zu bemängeln. Die Dialoge sind gut zu verstehen und zudem wird uns eine durchweg gute Räumlichkeit geboten. Die gesamte Akustik klingt sehr fein und dynamisch und auch der Effektbereich bleibt kaum stumm. Die Musik wurde sauber und klar auch alle Kanäle verteilt und die gute Abmischung der Umgebungsgeräusche sorgen für einen sehr räumlichen Dolby Digital-Track. Dies ist aber noch längst nicht alles, denn in den passenden Momenten bekommen wir wirklich tolle Surroundeffekte geboten. Von normalen aber sehr effektiven direktionalen Effekten bis hin zu einem richtigen Surroundfeuerwerk ist alles vorhanden und der kräftige Bass sorgt für ordentlichen Druck. Insgesamt bietet man uns also einen sehr weiträumigen und abwechslungsreichen Dolby Digital-Track, der aber nicht ganz Referenzwerte erreicht, aber schon verdammt gut ist. Unterschiede zur englischen Sprachfassung finden sich lediglich in der Dialogwiedergabe, welche beim englischen Track natürlicher wirkt. Optional lassen sich selbstverständlich deutsche Untertitel hinzuschalten.
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Extras
Extras
  • Audiokommentar mit Regisseur John Woo
  • Audiokommentar mit Drehbuchautor Dean Georgaris
  • Paycheck - Die Abrechnung: Das Entwerfen der Zukunft (18:18 Min.)
  • Nervenkitzel: Die Stunts von Paycheck (16:50 Min.)
  • 6 Unveröffentlichte/erweiterte Szenen (10:00 Min.)
  • Alternatives Ende (1:59 Min.)
 Das Zusatzmaterial bleibt recht übersichtlich, bietet aber neben einem "alternativen Ende" und sechs "unveröffentlichten und erweiterten Szenen" noch das Featurette "Paycheck: Das Entwerfen der Zukunft", in dem uns 18 Minuten lang eine Mischung aus Filmauschnitten, Interviews und Behind-the-scenes-Aufnahmen im typischen Hollywood-Stil geboten wird, die aber dennoch sehenswert ist. Weiter geht es mit dem 17-minütigen Stunt-Featurette "Nervenkitzel: Die Stunts von Paycheck", welches uns einen guten Einblick in die Stunt-Arbeit gewährt. Des Weiteren gibt es zwei "Audiokommentare" mit dem Regisseur John Woo und dem Drehbuchautor Dean Georgaris. Beide Kommentare sind sehr interessant ausgefallen und wurden sogar Deutsch und Englisch untertitelt. Weshalb es allerdings keinen Trailer zum Film gibt, bleibt schleierhaft. Insgesamt keine Offenbarung, aber wenigstens sind die Audiokommentare gut.
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Fazit
Das Jahr 2004 war noch ziemlich jung, und doch hatte man hier bereits einen aussichtsreichen Kandidaten für den Titel "unerfreulichste Regieleistung". Zwar merkt man an vielen Stellen, dass es sich auch bei "Paycheck" um einen echten Woo handelt, es fehlt aber gleichzeitig eine Menge von dem, was einen guten Film des asiatischen Regisseurs ausmacht.
Duellartige Situationen, in denen sich zwei Gegner mit gezogenen Waffen direkt gegenüberstehen, rasante Verfolgungsjagden und die berühmten weißen Tauben zeugen vom einzigartigen Stil Woos. Zugleich ärgert man sich über eine schludrige Inszenierung, unfreiwillig komische Dialoge und die völlig vorhersehbare Handlung. Darauf, dass man dem ganzen Film ansieht, unter der Prämisse eines jugendfreien und Kommerz versprechenden "PG-13" Ratings produziert worden zu sein, möchte ich gar nicht eingehen. Meiner Meinung nach könnte auch ohne Brutalität ein guter Actionfilm entstehen - nur reiht sich die Blutleere hier in einen ganzen Kanon unerfreulicher Überraschungen ein. Die Voraussetzungen standen dabei gar nicht so schlecht: Grundlage der Handlung bildet eine Kurzgeschichte des bekannten Science-Fiction-Autors Philip K. Dick, der auch schon Pate für den Interner Link"Blade Runner" und Kubricks Interner Link"2001" stand. Eine interessante Idee bietet "Paycheck" also schon an.
Leider entspinnt sich hier eine vorsehbare Handlung getreu dem Motto: Niemand ist, wie er scheint ... (fast) jeder ist dein Feind. Schade nur, dass alles so durchsichtig und platt ist. Der Zuschauer ist dem armen Jennings immer einen Schritt voraus, so dass jede Überraschung und Spannung im Keim erstickt wird. Als ob das nicht schon schlimm genug wäre, kann "Paycheck" nicht mal durch die Besetzung überzeugen. Ben Affleck sieht nicht aus wie ein cleverer Techniker - viel mehr wirkt er, als könne er nicht eine simple Matheaufgabe lösen. Uma Thurman, als weibliche Heldin in Szene gesetzt, ist so unvorteilhaft geschminkt und gekleidet, dass man ihr zwar die toughe Kämpferin, nicht aber die naive Schöne abnimmt. Alle anderen Figuren, vom schwarzen Polizisten bis zum bösen Firmenchef, sind Schablonen ihrer Rollen. Ohne eigenes Potential oder tieferen Charakter. Und dann, wie schon erwähnt, rettet auch die Action den Film nicht. Zwar gibt es reichlich Explosionen und auch einige schöne Verfolgungsjagden - aber alles wie aus dem Baukasten für einen pubertären Actionfilm. Nichts Schmutziges oder Extremes, nichts wirklich Innovatives oder Herausragendes. Man geht aus dem Kino und hat das Meiste aus dem Film schon nach verlassen des Saals vergessen. Hängen bleiben nur die wirklichen Meisterwerke des Dialogschreibers. Ich sage nur: "Schnell, ich mache die Tür zu!" - "Aber bitte so, dass keiner mehr reinkommt!" Viel Spaß dabei ...

Die DVD bietet eine solide Bildqualität und einen wirklich guten Dolby Digital-Track. Das Bonusmaterial ist dank der beiden Audiokommentare auch sehenswert, aber wenn man ehrlich ist, hätte man hier mehr für sein Geld erwarten können. Im Nice-Price-Bereich auf jeden Fall empfehlenswert.



Bilder der DVD




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