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USA 1958
Originaltitel:Return of Dracula, The
Alternativtitel:Bacio dello spettro, Il
aka. Curse of Dracula, The
aka. Fantastic Disappearing Man, The
Länge:73:49 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 16 Jahre
Regie:Paul Landres
Buch:Pat Fielder
Kamera:Jack MacKenzie
Musik:Gerald Fried
Darsteller:Francis Lederer, Norma Eberhardt, Ray Stricklyn, Virginia Vincent, John Wengraf, Gage Clarke, Jimmy Baird, Greta Granstedt, Enid Yousen, William Fawcett, John McNamara
Vertrieb:Mr. Banker Films
Norm:PAL
Regionalcode:0
DVD-Start:03.04.2009 (Kauf)



Inhalt
Graf Dracula tötet auf einer Zugfahrt von Transsilvanien einen Mitreisenden und nimmt dessen Identität an. Er landet in einem kleinen Ort in Kalifornien und nistet sich bei den Mayberrys ein, die ihn für ihren Cousin aus Europa halten. Seine seltsame Angewohnheit, den ganzen Tag zu schlafen und nur Nachts rauszugehen, verwundert die junge Rachel Mayberry. Doch erst als ein Polizist aus Europa anreist, um den Tod ihrer besten Freundin zu untersuchen, die mit Bisswunden am Hals tot aufgefunden wurde, wird sie misstrauisch. Doch der Graf plant schon, Rachel den Kuss des ewigen Lebens zu geben ...

Bild
Format1,85:1 (anamorph)
NormPAL
 Etwas Flimmern, bedingt durch das Rauschen des lediglich im Hintergrund feinkörnigen Bildes, macht auf das Alter des Filmes aufmerksam. Ansonsten ist die Qualität des anamorphen Bildes sehr gut. Die s/w-Aufnahmen werden nur von wenigen Störungen beeinflusst, die allerdings so klein sind, dass sie sich selten mehr als nur als leichtes Zittern bemerkbar machen. Die Schärfe ist überraschend gut für einen 50 Jahre alten Film. Die Muster an der Tapete beispielsweise verwischen auch während der schnellen Schwenks nicht. Das Bild bleibt sogar überraschend konstant. Der Kontrast wird immer wieder mal adaptiert, wenn es die Ausleuchtung benötigt, macht aber ebenso einen tollen Eindruck. Vor allem dunkle Szenen kommen gut zur Geltung.
 ++++/-

Ton
FormateDolby Digital 2.0 Mono
SpracheDeutsch, Englisch
Untertitel-
 Es klingt ein wenig so, als ob die deutsche Synchro etwas jünger als der Film selbst ist. Grund für diese Annahme sind die Sprecher selbst, die sehr sauber klingen und bei manchen Stimmen auch moderner als aus den 50ern erklingen. Die deutsche Variante des Films hat insgeheim die Nase vorn, weil die Musik etwas mehr Klangfülle besitzt und unverfälschter ist. Rauschen dringt sobald die Geräuschkulisse abnimmt in beiden Fassungen sehr gut hörbar durch. Es wertet den Klang allerdings nicht wirklich ab. Beide Synchros überraschen mit charismatischen Sprechern für die Protagonisten, nur wären Untertitel angebracht gewesen.
 ++----

Extras
Extras-
VerpackungKeepCase mit FSK-Wendecover
 Diese DVD enthält kein Bonusmaterial.
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Fazit
Ein bisschen trashig sieht das Cover schon aus. Es hätte auch bedeuten können, dass man es mit einem ziemlichen Schnarcher zu tun bekommt, dessen Plakatmotiv das einzig Reizvolle am gesamten Film ist.

Fehlanzeige, denn der trotz seinem geringen Blutgehalt etwas martialisch betitelte "Draculas Blutnacht" ist ein mehr als solider Grusler, dem man seine frühe Entstehung zugute halten darf. Er gehört zu den ersten modernen Dracula-Verfilmungen, die kurze Zeit später mit den Arbeiten der Hammer Studios für eine Renaissance dieses Klassikers sorgten. Modern ist zumindest die Idee, Dracula diesmal weder in seiner transsylvanischen Umgebung, noch im nächtlichen London in Szene zu setzen, sondern ihn als ewig Reisenden zu beschreiben, der auf der Flucht vor seinen Feinden allerlei Tricks anwenden muss, um (ewig) zu überleben. Kein van Helsing macht sich auf die Jagd nach ihm, sondern eine US-amerikanische Behörde ist sich der Existenz des Blutsaugers bewusst und macht sich daran, ihn mit Kreuz und Pflock zu vernichten.
Damit Dracula sich ins kulturelle Umfeld des Amerika der 1950er Jahre integrieren kannt, nimmt er auf der Reise dorthin die Identität eines exzentrischen Künstlers an. Dem nimmt es seine Gastfamilie nicht übel, wenn er sein untotes Dasein hinter allerlei Phlegmatismen versteckt. Frances Lederer ist allerdings auch ein hervorragend charismatischer und zuweilen Angst einflösender Fürst der Finsternis, der herausgerissen aus dem romantischen Kontext der Buchvorlage eine tolle Figur macht. Allein sein markanten Gesichtszüge prädestinieren den Star der frühen Filmäre, der 100 Jahre alt wurde, für diese Rolle.
Der einfach gestrickte Film, dem nicht viel mehr Zeit bleibt als die Bloßstellung und Vernichtung des eingenisteten Untoten zu beschreiben, besitzt nicht nur ein sicheres Händchen für soliden Spannungsaufbau, sondern auch eine schöne Ausstattung. "Draculas Blutnacht" ist also mitnichten ein billig heruntergekurbeltes Filmchen, sondern ein ernsthafter Versuch, den Mythos zu aktualisieren, ohne ihn zu schaden. Dass es dabei nicht ganz so düster wie im Originalstoff zugeht und der Titelteil "Blut" nur mit einer einzigen (in Farbe gedrehten) Szene gewürdigt wird, sollte Fans klassischer Horrorkost nicht davon abhalten, hier mal reinzuschalten.

Mittlerweile gibt es den Film als hier vorgestellte Einzel-DVD und als Box mit drei weiteren Genre-Verwandten auf zwei DVDs.



Bilder der DVD




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