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USA 1977
Originaltitel:Day of the Animals
Alternativtitel:Panik in der Sierra Nova
aka. Something is out there
Länge:93:57 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 16 Jahre
Regie:William Girdler
Buch:William W. Norton, Eleanor E. Norton, Edward L. Montoro
Kamera:Robert Sorrentino
Musik:Lalo Schifrin
SFX:Sam Burney
Darsteller:Christopher George, Leslie Nielsen, Michael Ansara, Lynda Day George, Richard Jaeckel, Ruth Roman, Jon Cedar, Andrew Stevens, Paul Mantee, Walter Barnes, Susan Backlinie, Kathleen Bracken
Vertrieb:Voulez Vous Film / Intergroove
Norm:PAL
Regionalcode:0
DVD-Start:27.08.2010 (Kauf)



Inhalt
Steve Buckner leitet eine Gruppe bei einem 14-tägigen Wildnistrip durch die Berge. Ohne Waffen oder Funkgerät werden sie von Hubschraubern entfernt von jeglicher Zivilisation abgesetzt. Schnell merken Steve und der Indianer Daniel Santee, dass mit den Tieren etwas nicht stimmt. Nachts wird die Gruppe von einem Wolf angegriffen, Mandy wird verletzt, doch das Tier kann in die Flucht geschlagen werden. Am nächsten Morgen trennen sich Mandy und ihr Mann Frank von der Gruppe, um sich zu einer Station mit Funkgerät durchzuschlagen, doch bei der Wanderung wird Mandy von Adlern und Geiern angegriffen und getötet. Im Radio hört die Gruppe, dass durch veränderte Ozonwerte alle Tiere oberhalb von 1500 Metern aggressiv werden. In der Gruppe gibt es immer mehr Spannungen, so dass sich diese nochmals teilt. Steve leitet eine Gruppe auf den kürzesten Weg in die Stadt, Paul Jenson will mit den anderen zur Funkstation. Doch beide Gruppen werden von Tieren angegriffen und ...

Bild
Format1,85:1 (anamorph)
NormPAL
 Vom Film befinden sich zwei Fassungen auf der DVD, von denen eine im Bonusmaterial zu finden ist und nicht als Grundlage für die Bildbewertung dient. Während die Hauptfassung auf dem TV-Master beruht und ein Bildformat von 1,85:1 vorweist, liegt die Bonusfassung im Originalkinoformat von 2,20:1 vor. Zwar ist das anamorphe TV-Master dementsprechend nicht so breit, besitzt aber eine fürs Alter akzeptable Qualität, auch wenn sie schon bessere Zeiten gesehen hat. Gerade die Schärfe gibt sich sehr wechselhaft: Es gibt Szenen, die einige Details offenbaren, während andere wiederum sehr weich und etwas matschig wirken. Auch die Farbgebung zeigt sich szenenabhängig in wechselnder Intensität und reicht von einem natürlichen Spektrum zu verfälschten Farben. Das ist teilweise dem Kontrast anzulasten, der keinen besonders dynamischen Eindruck hinterlässt, sondern viel zu steil ausfällt. In dunklen Szenen wird man sehr deutlich milchige Effekte bemerken, die dem Schwarzwert zusetzen. Weiterhin fällt starkes Bildrauschen auf. Zumindest kann die Kompression, von kleineren Unruhen abgesehen, überzeugen. So schafft es der Film mit Altersbonus und unter Berücksichtigung der sauberen, fehlerfreien Vorlege noch auf knapp 3 Punkte.
 +++---

Ton
FormateDolby Digital 2.0
SpracheDeutsch, Englisch
Untertitel-
 Der deutschen Synchronfassung merkt man das Alter nur zu deutlich an, denn es fällt in einigen Szenen schwer, dem Gesprochenen zu folgen. Die Monospur wurde auf die beiden Frontboxen aufgeteilt, doch klingt es des Öfteren übersteuert und in den Höhen verzerrt. Je nach Handlungsort werden also Dialoge undeutlich wiedergegeben und besonders wenn die Lautstärke nicht besonders hoch eingestellt ist, geht die Verständlichkeit verloren. Im Großen und Ganzen ist die Verständlichkeit aber gegeben. Der englische Originalton fällt klangtechnisch weitaus besser aus und liegt ebenfalls in Mono vor. Dialoge sind durchgehend gut verständlich und besitzen ein natürliches Klangbild. Zudem funktioniert das Zusammenspiel zwischen Musik, Effekten und Dialogen perfekt und gibt ein homogenes Klangbild ab. Auch klingt es voluminöser und hinterlässt somit einen dynamischeren Eindruck. Leider besitzt die DVD keine deutschen Untertitel, weswegen sich Filmfreunde ohne ausreichende Englischkenntnisse mit der schlechteren deutschen Fassung arrangieren müssen.
 +/----

Extras
Extras
  • Kinofassung (94:23 Min.)
  • Interviews (20:50 Min.)
  • US Trailer (0:52 Min.)
  • Bildergalerie (0:51 Min.)
VerpackungKeepCase mit FSK-Wendecover
 Wie schon bei der Bildbewertung angesprochen befindet sich im Bonusmaterial noch eine zweite Fassung des Films, die inhaltlich identisch ist, auch wenn sie ein paar Sekunden länger läuft. Neben dem breiteren Bildformat von 2,20:1 ist die Bonusfassung etwas schärfer und detailreicher, zeigt aber auch ein paar analoge Defekte mehr. Würde man sie bewerten, würde sie ebenfalls 3 Punkte einheimsen. Akustisch gibt es hingegen keine Unterschiede. Laut Cover-Rückseite müsste es das schon mit Extras gewesen sein. Allerdings gibt es zur Hauptfassung des Films noch einen sehr interessanten Audiokommentar mit den Darstellern Jon Cedar und Lynda Day George, der von Scott Spiegel (Interner Link"Evil Dead") perfekt moderiert wird. Man erfährt viel über die Arbeiten mit den Tieren und den wunderbaren Drehorten in den Naturschutzgebieten. Die beiden Darsteller genießen das Vortragen ihres Erfahrungsberichtes und der Zuschauer genießt hoffentlich mit ihnen die Zeitreise zurück ans Set. Nicht minder interessant gestaltet sich das rund 20minütige Feature "Something Was Out There: Day of the Animals 30 Years Later", das im Menü schlicht Interviews genannt wird. Auch hier ist Jon Cedar an den Interviews, die von Filmausschnitten begleitet werden, beteiligt. Hinzu gesellen sich seine damaligen Schauspielkollegen Paul Mantee und Susan Backlinie. Letztere war zeitgleich als Tiertrainerin vor Ort. Sehr offen berichten die drei über die Dreharbeiten, wie sie in den Film involviert wurden, mit den Tieren zurechtkamen und wie sich die ökologische Filmbotschaft in die heutige Zeit übertragen lässt. Es gibt zwar ein paar Überschneidungen mit den Infos aus dem Audiokommentar, das ist aber nicht weiter schlimm. Abschließend werden zwei US-Trailer und eine Bildergalerie mit Szenenfotos und diversen Artworks geboten.
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Fazit
Nach Interner Link"Grizzly" (auch als Interner Link"Killer Grizzly" vermarktet) nutzte William Girdler nochmals die Möglichkeit, sich dem Tierhorror anzunehmen. War es zuvor nur ein wild gewordener Grizzly, ist es nun die ganze Tierwelt eines Nationalparks, die aufgrund erhöhter Ozonwerte durchdreht und zum Angriff übergeht. Der vom alten deutschen Titel "Panik in der Sierra Nova" in "Tierterror in der Sierra Nova" umtitulierte Ökothriller mit der "Was-wäre-wenn"-Prämisse ist trotz seines Alters inhaltlich immer noch aktuell. Girdler will zwar auch keinen weiten Ausblick auf das Katastrophenszenario und seine Ursachen geben, versucht die Zuschauer mit seinem Film aber zumindest für das Thema "Nachhaltigkeit" zu interessieren.
30 Jahre später hat sich nichts geändert, man darf also nur hoffen, dass die Tierwelt niemals so zurückschlagen wird, wie es in diesem Film passiert, der allerdings mehr unterhalten, denn mahnen möchte. Die Handlung lebt wie so oft bei solchen Beiträgen von ihren Charakteren und den sich daraus bildenden Gruppen - siehe Spielbergs Interner Link"Der weiße Hai". Während eine Gruppe die Gefahr erkennt, belächelt die andere die Situation nur und begibt sich nach anfänglichen Auseinandersetzungen in größte Gefahr, was genregemäß mit dem Tode endet. Was bei Interner Link"Grizzly" wunderbar funktionierte, klappt bei Girdlers zweitem Ausflug in die Welt des Tierhorrors nur bedingt. Zu stereotypisch geht der Regisseur mit seinen Protagonisten um. Überraschende Wendungen sind genauso fehl am Platz wie sympathische Charaktere. Einzig Leslie Nielsen (Interner Link"Die nackte Kanone"), dem man eigentlich keine ernsten Rollen zutrauen würde, glänzt als schmieriger Fiesling. Also hofft man durchweg darauf, die Tierwelt möge möglichst bald den nächsten Vergeltungsschlag auf unsere illustre Gruppe starten, denn die Wildnis ist mangels besser charakterisierter Alternativen der Bezugspunkt für den Zuschauer. Die Übergriffe sind zwar überschaubar und teilweise einfach in Szene gesetzt, verfehlen ihre Wirkung aber zu keiner Zeit. Besonders jene Szene mit der Horde Schäferhunde im Blockhüttencamp sticht hervor. Wer möchte, kann während der Tierangriffe mal auf den Hintergrund achten, wo man immer wieder Tiertrainer erblicken wird, die versuchen, sich schnellstmöglich aus dem Bild zu entfernen - Absicht oder einfach nur Schlampigkeit des Regisseurs?
Entschädigt wird man mit wunderschönen Landschaftsaufnahmen und deren Tierwelt, wovon "Tierterror in der Sierra Nova" hauptsächlich lebt. Enttäuschend ist hingegen das völlig an den Haaren herbeigezogene Ende, denn irgendwie kommt der Verdacht auf, dass Girdler nicht den richtigen Weg fand, um die Geschichte plausibel abzuschließen. Da musste dann mal wieder ein typisches Hollywood-Happy-End zu Rate gezogen. So bleibt ein netter kleiner Horrorfilm in einer grandiosen Kulisse, der sich aber nicht wie sein Vorgänger Interner Link"Grizzly" von der Masse ähnlicher Vertreter abzuheben vermag.



Bilder der DVD




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