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USA 1955
Originaltitel:Day the World Ended
Länge:75:40 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 16 Jahre
Regie:Roger Corman
Buch:Lou Rusoff
Kamera:Jockey Arthur Feindel (als Jock Feindel)
Musik:Ronald Stein
SFX:Getrude Reade
Darsteller:Richard Denning, Lori Nelson, Adele Jergens, Mike Connors, Paul Birch, Raymond Hatton, Paul Dubov, Jonathan Haze, Paul Blaisdell
Vertrieb:Anolis
Norm:PAL
Regionalcode:2
DVD-Start:12.08.2010 (Kauf)



Inhalt
Nachdem ein Großteil der Erde durch einen Atomkrieg unbewohnbar ist, hat sich der Farmer Maddison mit seiner Tochter Louise in seinem Haus verschanzt. Wie durch ein Wunder ist das Tal, in dem die Maddisons leben, von der Radioaktivität verschont geblieben und nach und nach erreichen weitere Überlebende - darunter der Gangster Tony mit seiner Braut Ruby und der Geologe Rick – den Zufluchtsort. Doch schon bald kommt es zu Spannungen in der Gruppe, die das Zusammensein gefährden. Und als sei dies nicht genug, nähert sich über die Hügel eine schreckliche Mutantenkreatur, die eine schier unüberwindliche Bedrohung darstellt.

Bild
Format2,00:1 (anamorph)
NormPAL
 "Die letzten Sieben" hat schon ein paar Jährchen auf den Buckel und dies merkt man dem Film durchaus an. Die 1955 sehr günstig und in schwarzweiß inszenierte Produktion liegt jedoch anamorph kodiert und im originalen Bildformat vor. Neben einem starken Rauschfaktor und leichten Unruhen im Bild fallen Drop-Outs und Verschmutzungen anhand von immer wieder auftauchenden Defekten auf. Wirklich störend tut dies aber nicht, es hebt sogar den Nostalgiefaktor an. Die Schärfe geht für ein Film diesen Alters durchaus in Ordnung, wobei Totalen sehr weich und leicht unscharf aussehen. Nahaufnahmen hingegen werden ein wenig besser. Das Bild wirkt stellenweise jedoch sehr dunkel, wodurch hin und wieder Details verloren gehen. Für einen 55 Jahre alten Film geht aber sowohl der Kontrast als auch die Schärfe vollkommen in Ordnung. Die Kompression arbeitet weitgehend unauffällig und lediglich auf homogenen Flächen fallen Unruhen etwas deutlicher auf.
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Ton
FormateDolby Digital 2.0 Mono
SpracheDeutsch, Englisch
UntertitelDeutsch
 Beiden Tonspuren merkt man ihr Alter deutlich an. So klingt die deutsche Synchronfassung leicht blechern und im Hintergrund macht sich etwas Rauschen breit. Zudem sind altersbedingte Störungen wie z.B. Knackser wahrzunehmen. Dennoch bleiben die Dialoge gut zu verstehen. Damit hat gerade die englische Sprachfassung deutliche Probleme, denn diese klingt wesentlich blecherner und dumpfer als ihr deutsches Pendant. Zwar gibt es weniger Hintergrundrauschen, aber aufgrund der besseren Sprachverständlichkeit ist der deutsche Mono-Mix vorzuziehen. Deutsche Untertitel lassen sich natürlich hinzuschalten.
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Extras
Extras
  • 12seitiges Booklet
  • Audiokommentar von Christian Keßler und Robert Zion
  • Deutsche Kinofassung (72:07 Min.)
  • Englischer Trailer (1:37 Min.)
  • US-Werberatschlag (2:32 Min.)
  • Bildergalerie (30 Bilder)
  • Demnächst in der "Galerie des Grauens": "Die Augen des Satans" (1:44 Min.)
VerpackungKeepCase mit FSK-Wendecover
 Der Audiokommentar mit Christian Keßler und Robert Zion ist wieder Gold wert und macht nicht nur höllisch Spaß, sondern fällt - wie sollte es auch anderes sein - extrem informativ aus. Die beiden liefern nicht nur reichlich Hintergrundinfos zum Hauptfilm, sondern auch rund um die Produzenten und Darsteller. Desweiteren liegt "Die letzten Sieben" zusätzlich in der gekürzten Kinofassung in deutscher und englischer Sprache vor. Die Qualität ist identisch mit jener der ungekürzten Fassung des Films. Weiter geht es mit dem englischsprachigen Trailer, dem US-Werberatschlag und einer umfangreichen Bildergalerie mit Werbematerial und Aushangfotos. Desweiteren darf man sich noch über einen englischsprachigen Trailer zu Interner Link"Die Augen des Satans" freuen, der ebenfalls bei Anolis in der "Galerie des Grauens" erscheint.
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Fazit
"Die letzten Sieben" zählt zu einer der ersten Endzeitfilme und wurde sehr günstig als Kammerspiel produziert, was jedoch nicht die Qualität mindert. Der damals noch junge Roger Corman schafft es in knapp 75 Minuten eine angenehm postapokalyptische Grundstimmung zu erzeugen und setzt alles auf seine sieben Darsteller. Darunter befindet sich Richard Denning, Adele Jergens und Lori Nelson, die den gesamten Film tragen. Im Grunde spielt sich alles im Haus des Farmers Maddison und seiner Tochter ab, der sich bereits seit über 10 Jahren auf eine mögliche Atomkatastrophe vorbereitet hat. Der einzige Zufluchtspunkt also für einen Gauner und seiner Braut, sowie den smarten Geologen Rick und den Verstrahlten Radek.
Dass es zu Spannungen zwischen allen Beteiligten kommt, kann man sich bereits denken. Das Szenario erinnert auch deswegen sehr stark an später folgende Zombiefilme wie z.B. Romeros Interner Link"Night of the Living Dead". Dass es bei Cormans Endzeitfilm verhältnismäßig ruhig zugeht, sollte niemanden stören und auch wenn das Monster erst zum Ende des Filmes zu sehen ist, trübt den Spaß an "Die letzten Sieben" zu keinem Zeitpunkt. Das mutierte Wesen sieht allerdings eher belustigend als beängstigend aus und erweist sich als ziemlich unnützer Drehbucheinfall: Corman erschuf einen minimalistischen Endzeitfilm, dessen Grundgerüst allein so gut funktioniert, dass man auf derart billiges Monster gut hätte verzichten können. Vielmehr überzeugt das Verhalten der Charaktere, wie sie immer wieder aneinander geraten, sowie die Ängste, die sie gemeinsam ausstehen müssen.

"Die letzten Sieben" funktioniert perfekt - auch ohne Monster und Mutanten - und macht nach 55 Jahren immer noch eine Menge Spaß. Die Anolis-DVD stellt die Nummer 9 der "Galerie des Grauens" dar und wird wie gewohnt mit einem FSK-Wendecover ausgeliefert. Technisch abermals eine gute Umsetzung, sieht man der Produktion ihr Alter allerdings deutlich an. Stören sollte es niemand, schließlich haben wir es hier mit einer fast vergessenen Perle zu tun, die endlich ungekürzt auf DVD erschienen ist.



Bilder der DVD




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