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BE 2005
Originaltitel:Matroesjka's
Alternativtitel:Matrioshki
Länge:446:34 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 18 Jahre
Regie:Guy Goossens, Mark Punt
Buch:Guy Goossens, Mark Punt
Kamera:Michel van Laer
Musik:David Julyan, Hans Mullens
Darsteller:Peter Van den Begin, Mark Van Eeghem, Zemyna Asmontaite, Wim Opbrouck, Luk Wijns, Indre Jaraite, Axel Daeseleire, Frank Aendenboom, Tom Van Dyck, Stany Crets, Hilde Heijnen, Ailika Kremer, Lucas van den Eijnde, Veerle De Jonghe, Manou Kersting, Evgeniya Khirivskaya, Lyubov Tolkalina, Natalya Reva, Sveta Abolenkina, Zorina Tanasova, Saar Vandendriessche, Peter Thyssen
Vertrieb:edel motion
Norm:PAL
Regionalcode:2
DVD-Start:11.06.2010 (Kauf)



Inhalt
Jedes Jahr werden hunderte Frauen unter Vortäuschung falscher Tatsachen von ihrem Zuhause weggelockt oder entführt. Sie werden zu einem Leben gezwungen, in dem sie zu willenlosen Marionetten degradiert werden: einem Alltag bestehend aus Prostitution und sexueller Sklaverei! Die Serie verfolgt die Schicksale von zehn jungen Frauen aus Litauen und Russland, die mit falschen Versprechungen nach Europa gelockt werden. Hier soll sie angeblich ein lukrativer Job als Tänzerinnen erwarten. Aufgrund der Aussicht auf ein sorgenfreies Leben erliegen sie schnell dem Reiz des verlockenden Angebots. Aber sie werden von Beginn an getäuscht: eine Schlepperbande will sie als Prostituierte missbrauchen. Ein langer, brutaler und schrecklicher Leidensweg erwartet sie.

DVD 1:

Episode 1: Straße der Illusionen
In der belgischen Unterwelt regiert das Schwerverbrechen: Schlepperbanden beliefern die Sex-Industrie mit wehrlosen Frauen aus Osteuropa. Wenn diese sich gegen ihre Peiniger wehren, bezahlen sie nicht selten dafür mit dem Tod. Die schockierenden Bilder der zehnteiligen Serie werden von Amnesty International in Osteuropa als Mittel zur Aufklärung eingesetzt.

Episode 2: Böses Erwachen
In Zypern erhalten die aus Litauen angeheuerten Frauen Tanzunterricht. Schon hier zerplatzen ihre Träume, denn sie werden von Van Mechelen gezwungen, in einem Strip-Lokal aufzutreten. Olga und Deborah gelingt die Flucht. Mike Simons, der ehemalige Gehilfe von Van Mechelen, hat sich an die Polizei gewandt und ist bereit gegen die Mädchenhändler auszusagen.

Episode 3: Gefangen im Paradies
Die Polizei beendet auffällig schnell die Ermittlungen im Mordfall von Mike Simons. Laura verdächtigt Inspektor Clem De Donder, ein Informant von Van Mechelen zu sein. Der macht den jungen Frauen aus Osteuropa unterdessen unmissverständlich klar, was er von ihnen erwartet. Schon in der ersten Nacht geraten die Dinge außer Kontrolle, als Deborah einen der Kunden attackiert.

Episode 4: Gegen jede Regel
Die Schlepperbande greift die Russin Inga in einer Bar in Limburg auf und bringt sie in das Studio 69 zurück. Daria überredet den Journalisten Nico Maes, einen Brief aus dem Club zu schmuggeln. Bei dem Versuch wird er erwischt. Unterdessen wird Deborah weiter im Keller gefangen gehalten. Der Pate John Dockx erfährt, dass Jan Verplancke eines seiner Mädchen für sich arbeiten lässt und erteilt ihm eine Lektion.

DVD 2:

Episode 5: Ausgeflogen
Die Schlepperbande will sechs der jungen Frauen an einen Clubbesitzer aus Holland verkaufen. Eine Razzia der Polizei im Studio 69 führt zu keinem Erfolg. Offenbar hatte jemand die Mädchenhändler gewarnt. Inspektor Clem De Donder ist unterdessen nicht mehr länger tragbar, selbst seine direkten Kollegen vertrauen ihm nicht mehr. Esther muss sich in Acht nehmen. Jan Verplancke plant Rache, weil sie ihn verlassen hat.

Episode 6: Falsches Spiel
Irina versteckt sich in dem Haus von Peter Jones, einem Handwerker aus dem Club. Dessen Frau kontaktiert die Polizei. Inspektor Clem De Donder wird vom Dienst suspendiert. Der Journalist Nico Maes schreibt einen weiteren Artikel über die Mädchenhändler. Die Bande wird langsam nervös und setzt Esther auf den Journalisten an.

Episode 7: Unter Beobachtung
Die Polizei beobachtet das Treiben im Club 69 mit gesteigertem Interesse. Da die Beamten jeden Kunden überprüfen, laufen die Geschäfte der Mädchenhändler zunehmend schlechter. Van Mechelen beauftragt Jan Verplancke, einen Escortservice zu eröffnen, um die Verluste aufzufangen. Einer der Kunden verliebt sich in Eva und will sie aus ihrem Vertrag freikaufen.

Episode 8: Machtkämpfe
Darias Ersparnisse sind verschwunden. Die Mädchen verdächtigen Deborah. Wim Wilson hat Eva freigekauft und stellt sie seinen Eltern vor, die wenig begeistert sind. Ray und Vincent geraten immer öfter aneinander. Als Vincent gegenüber Kalinka gewalttätig wird, bricht der Konflikt zwischen ihm und Ray offen aus.

DVD 3:

Episode 9: Nichts geht mehr
Drei Monate sind vergangen: Der Journalist Nico Maes kann Eva zu einer Aussage bei der Polizei überreden. Doch im letzten Moment zieht sie ihre Zusage zurück. Nach einer weiteren Razzia werden mehrere der osteuropäischen Frauen verhaftet, weil es Probleme mit ihrer Aufenthaltserlaubnis gibt. Eddy und Ray werden wegen Menschenhandels, schwerer Körperverletzung und Betriebs eines Prostituiertenrings verhaftet.

Episode 10: Wer erntet den Sturm?
Nach der Beerdigung von John Docks führen Vincent und Ray eine heikle Unterhaltung, in der Ray Vincent einen sehr überraschenden Vorschlag macht. Auch Eddys Situation wird immer brenzliger, während Verplancke in seiner Rolle als eiskalter Intrigant immer mehr aufgeht. Unterdessen schmeißt Ray Kalinka raus. Die sinnt auf Rache. Und in der Tat weiß sie genau über die Praktiken des Gangsters Bescheid.

Bild
Format1,78:1
NormPAL
 Die Bildqualität hinterlässt einen guten Eindruck, weil alle Episoden realistisch aussehen. Lediglich ein leichtes Rauschen und kleinere kompressionsbedingte Unruhen sorgen für eine Abwertung. Dies liegt vor allem daran, dass die Schärfe bedingt durch das Rauschen beeinträchtigt wird. Besonders im Detail kommt es vor, dass der anamorphe Transfer gelegentlich etwas weich aussieht. Sehr gelungen gestaltet sich der Kontrast, der durchgehend ausgewogene Werte bietet. Die Farben wirken meist kräftig und bieten eine natürliche Tönung, es kommt jedoch auch vor, dass die Intensität ein wenig nachlässt, was an der Anpassung der jeweiligen Umgebung bzw. Lichteinflüsse liegt. Allgemein darf man aber mit dem Transfer sehr zufrieden sein und der vermittelte Eindruck passt ungemein zur gesamten Serie. Anzumerken ist, dass das deutsche Bildmaster genutzt wurden und eingebrannte Untertitel vorhanden sind. Diese wurden aber perfekt ins Bild gesetzt, so dass es keine Beeinträchtigungen gibt und alles gut leserlich bleibt.
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Ton
FormateDolby Digital 2.0
SpracheDeutsch
UntertitelDeutsch für nicht synchronisierte Szenen
 Lediglich eine deutsche Synchronisation ist vorhanden. Ein Großteil der Dialoge besteht allerdings aus englischsprachigen Passagen bzw. osteuropäischen Dialogen, um die Handlung realistischer werden zu lassen. Einzig die ehemals in flämisch geführten Dialoge wurden eingedeutscht, wobei auch die englischsprachigen Passagen von den deutschen Synchronsprechern neu eingesprochen wurden, um unterschiedliche Stimmen zu vermeiden. Die englischen als auch osteuropäischen Dialoge werden von festen deutschen Untertiteln begleitet. Technisch bietet die Tonspur eine Abmischung in Stereo. Auf Räumlichkeit muss man zwar verzichten, zumindest wird aber ein überzeugender und homogener Klang geboten.
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Extras
Extras
  • Booklet
  • Trailer (4:26 Min.)
  • Werbung für RTL Crime (2:03 Min.)
VerpackungAlphaCase
 Bonusmaterial zur Serie gibt es in Form eines 4seitigen Booklets mit den Inhaltsangaben der einzelnen Folgen. Lediglich auf der 3. DVD befinden sich ein paar Trailer zu weiteren Krimi-Serien des Anbieters und ein Spot für den Pay-TV-Sender RTL Crime.
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Fazit
Wer hat nicht die Schnauze voll von ewig gleich wirkenden Hochglanzkrimiserien wie Interner Link"C.S.I."? Die sich immerzu wiederholenden Handlungsstränge und unrealistische Vorgehensweise der Ermittler mögen zwar für Unterhaltung sorgen, an Abwechslung zwischen den Folgen fehlt es aber. Wer demnach auf der Suche nach mehr Realismus und Abwechslung ist, für den gibt es die im Ausland sehr erfolgreiche Serie "Matrioshki – Mädchenhändler" auf DVD.
Die 10teilige, aus Belgien stammende Mini-Serie verdankt ihrem Erfolg einerseits der fortwährend aktuellen Problematik um Schlepperbanden und Prostitution, andererseits ihrem realen Bezug, denn die beiden Drehbuchautoren Marc Punt und Guy Goossens, die auch gleich das Regiezepter in die Hand nahmen, sorgen dafür, dass die Geschichte sehr realistisch erscheint. Glaubt man den beiden Autoren, soll sich die Serie an realen Fällen orientieren. Erzählt wird die Geschichte aus Sicht der Mädchenhändler. Polizeiliche Ermittlungen sind eher Beiwerk, was zur Folge hat, dass mit den Mädchen mitgefiebert wird und sich beim Zuschauer ein wirklich bestürzendes Gefühl einschleicht. Der Blick in die Unterwelt und der damit verbundenen Sexindustrie geht förmlich unter die Haut. Unter Ausschluss von inszenatorischer Beschönigung, die man von amerikanischen Vertretern gewöhnt ist, werden die Schicksale mehrerer junger Frauen aus Osteuropa dargestellt. Mit falschen Versprechen werden sie nach Westeuropa gelockt. Doch statt lukrativen Jobs warten Rotlichtkneipen auf sie, in denen sie sich als Prostituierte verdienen müssen. Einen Ausweg gibt es für die Frauen nicht, denn selbst die Polizei ist wegen Korruption keinen Deut besser als die eigentlichen Verbrecher. Der Fokus der Serie liegt während der ersten Episode auf den Mädchen und ihrem Weg ins Verderben, was unter die Haut geht. Das Regieduo zeigt die ungeschminkte Wahrheit mit allen ihren dunklen Facetten bestehend aus Mord, Erpressung, Menschenraub und Vergewaltigung. Leider gelingt es Marc Punt und Guy Goossens nicht, die fesselnde Schilderung über die gesamten 10 Folgen aufrecht zu erhalten. Ab der Hälfte der Serie wird zugunsten der Unterhaltung mehr auf die Gangster und ihr Milieu eingegangen, während die Zwangsprostituierten sich etwas mit ihrer Lage anfreunden und damit in den Hintergrund rücken. Durch diese Umstrukturierung werden die Persönlichkeiten und kriminellen Handlungen der Gangster etwas abgeschwächt und sorgen sogar für Sympathie beim Zuschauer. Man kommt mit dieser Umstellung aber ziemlich schnell zurecht, weil gezeigt wird, dass die Verbrecher ebenfalls nur Menschen sind.
Sehr viel zu verdanken hat "Matrioshki" seinen exzellenten Darstellern, die aus 120 Ländern gecastet wurden, was den realen Hintergrund noch weiter unterstreicht. So reift "Matrioshki" zu einer sehr hochwertigen Serie heran, die fast keine Schwächen besitzt. Letztendlich schafft es die Fernsehserie zwar nicht zu einem aufklärenden Sozialdrama zu werden, doch der Eindruck, den man von diesem Milieu bekommt, sollte den Zuschauer zumindest aufrütteln und sein Interesse im positiven Sinne wecken.

Aus technischer Sicht kann die Veröffentlichung von edel überzeugen. Leider gibt es zu dieser tollen Serie kein Bousmaterial und auch das Fehlen eines Wendecovers fällt etwas negativ auf. So muss man sich mit dem hässlichen FSK-Flatschen irgendwie arrangieren. Abgesehen davon bekommt man eine Mini-Serie geboten, die ein echter Geheimtipp ist.



Bilder der DVD




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