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IT 1976
Originaltitel:Conto è chiuso, Il
Alternativtitel:Last Round, The
aka. Letzte Runde, Die
Länge:91:23 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ungeprüft
Regie:Stelvio Massi
Buch:Piero Regnoli
Kamera:Franco Delli Colli
Musik:Luis Enríquez Bacalov
Darsteller:Carlos Monzón, Luc Merenda, Mariangela Giordano, Gianni Dei, Giampiero Albertini, Mario Brega, Susana Giménez, Luisa Maneri, Leonora Fani, Claudio Zucchet
Vertrieb:Anolis
Norm:PAL
Regionalcode:0
DVD-Start:08.02.2010 (Kauf)



Inhalt
Er kommt aus dem Süden, um im reichen italienischen Norden Arbeit zu finden. Doch Marco Russo gerät direkt zwischen die Fronten zweier rivalisierender Gangsterbanden, angeführt vom schneidigen und waffenverliebten Rico Manzetti auf der einen und dem schmierigen und feisten Bobo Belmondo auf der anderen Seite. Sie haben die Macht in der Stadt an sich gerissen und aufgeteilt. Wer zwischen ihre Schusslinien gerät, der lebt nicht mehr lange. Unlängst hat sich die Polizei feige verkrochen und überambitionierte Staatsanwälte hauchen in der stechenden Mittagssonne auf offener Straße im Trommelfeuer entfesselter Maschinenpistolen ihr Leben aus. Vor diesem Hintergrund beginnt Marco Russo ein riskantes Unterfangen: Mit Geschick und Tücke will er beide Banden gegeneinander ausspielen. Doch welchen Plan verfolgt er wirklich? Was lässt einen aufrechten Sizilianer so tief in die Niederungen menschlichen Handelns hinabsteigen?

Bild
Format1,85:1 (anamorph)
NormPAL
 Man könnte sagen, dass das Bild der DVD typisch für den italienischen Genre-Film der 1970er Jahre ist: im Überblick sehr sauber, mit kräftigen, aber nicht wirklich satten Farben versehen, was sich am Teint der Personen abzeichnet, und insgesamt angenehm klar aufgelöst. Wenn man nicht allzu dicht vor dem Bildschirm sitzt bzw. dieser nicht so groß ist, dass man sonst jede Pore der Darsteller sieht, fallen die Alterserscheinungen auch kaum auf. An der Schärfe könnte beispielsweise allerdings noch etwas gemacht werden, denn einige Szenen sind etwas matt gezeichnet bzw. man wird nicht die erwartete Detailzeichnung vorfinden. Andererseits ist auch das Rauschen nicht auffällig. Dafür stechen zwei Szenen hervor: eine enthält großflächige Vorlagenfehler, die andere ist gelblich eingefärbt und mit harten Kontrast versehen. Das Alter hebt die Wertung dann aber noch auf 3,5 Punkte an.
 +++/--

Ton
FormateDolby Digital 2.0
SpracheDeutsch, Italienisch
Untertitel-
 Die deutsche Synchro macht keinen sonderlich guten Eindruck: Die Sprecher gefallen mir zwar, aber es scheint immer mal wieder so, als ob die Übersetzung etwas lieblos vonstatten ging. Der Klang ist etwas gedrückt, ein paar lautstarke Übersteuerungen sind auch dabei, aber insgesamt lässt sich das Geschehen gut nachempfinden. Die Mittenlastigkeit verschliert nämlich weder Dialoge noch Musik. Das italienische Original, das etwas älter, weil dumpfer klingt, ist auch auf der DVD vorhanden und kann deutsch untertitelt werden.
 ++/---

Extras
Extras
  • Trailer (3:33 Min.)
  • Fotogalerie (11 Bilder)
Verpackungkleine Hartbox
 Die Menus sehen diesmal alle etwas billig aus, wurden aber musikalisch untermalt. Zu sehen gibt es neben dem Hauptfilm noch den interessanten italienischen Trailer und eine Bildergalerie, bei der die Fotos allerdings etwas zu klein geraten sind.
 +-----

Fazit
Charles Bronson hat meines Wissens nie die Gelegenheit gehabt, in den heißen 70ern im ebenso heißen italienischen Gangsterkino mitmischen zu können. Die Hauptrolle in "In den Klauen der Mafia" hätte ihm allerdings gepasst wie angegossen, denn der Protagonist hier ist ein sonnengebräunter Geheimniskrämer, der sich schlagfertig in die Strukturen der Mafia einarbeitet, um diese von innen heraus zu sprengen. Klaro, dass der Fremde aus dem Süden noch eine ganze eigene Rechnung zu begleichen hat - die stets mit wehmütigem Blick gemusterte Spieldose trägt er schließlich nicht ohne Grund mit sich herum.
Stelvio Massi (Interner Link"Die Killer der Apocalypse", "Black Cobra"), dessen Filme zwar einfach gestrickt sind, aber gewöhnlich pures Testosteron schwitzen, hat zwar auch hier ein wenig Probleme, die Beweggründe und Gefühle seiner Charaktere darzulegen, was mitunter zu seltsamen Sprüngen in der Erzählung führt (Stichwort: die Vergewaltigung). Die genre- bzw. zielgruppengerichtete Ausgestaltung seiner Vendetta gelingt ihm allerdings umso besser: Es vergeht selten viel Zeit, bis die südländische Kämpfernatur Marco Russo (Carlos Monzón) mit seinen intriganten Ideen und fiesen Haken erneut die Mafiaposse aufmischt. Genügend Gelegenheit bietet ihm Luc Merenda (Interner Link"Auge um Auge", Interner Link"Torso"), der einen wahrlich eiskalten, unbarmherzigen Mafiaboss spielt. Was der an Grausamkeiten zutage bringt, macht dem Film alle Ehre - sowohl in Sachen Gewalt als auch Sex.
Komplett außen vor bleibt dabei die Polizei; "In den Klauen der Mafia" ist somit seinem Titel treu, denn was außerhalb der kriminellen Kreise passiert, interessiert nicht wirklich. Lediglich die etwas seltsam anmutende Freundschaft des Protagonisten mit einem einsiedlerischen Kauz und dessen adoptierter, blinder Tochter lenkt vom Ränkespielchen in der ausblutenden Stadt ab und bietet sowohl Zuschauer als auch Russo Zufluchtsort.

Nicht gerade überraschender, aber kurzweiliger Mafia-Thriller mit den besten Zutaten des Genres, die da wären: Rache, Gewalt und ein wenig nackte Haut. Schade nur, dass Carlos Monzón, ein preisgekrönter Boxer, später kaum noch im Genre zu sehen war. Der hätte es zu was bringen können!



Bilder der DVD




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