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USA 1975
Originaltitel:Jaws
Länge:118:52 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 16 Jahre
Regie:Steven Spielberg
Buch:John Milius, Howard Sackler, Peter Benchley, Carl Gottlieb, Robert Shaw
Kamera:Bill Butler
Musik:John Williams
SFX:Robert A. Mattey
Darsteller:Carl Gottlieb, Richard Dreyfuss, Roy Scheider, Jeffrey Kramer, Ted Grossman, Robert Shaw, Lorraine Gary, Murray Hamilton, Susan Backlinie, Jonathan Filley, Chris Rebello, Jay Mello, Lee Fierro, Jeffrey Voorhees, Craig Kingsbury, Robert Nevin, Peter Benchley, Chris Anastasio, John Bahr, Allison Caine, Robert Carroll, Edward Chalmers Jr., Robert Chambers, Denise Cheshire, Fritzi Jane Courtney, Cyprian R. Dube, Paul Goulart, Mike Haydn, Duncan Inches, Belle McDonald
Vertrieb:Universal
Norm:PAL
Regionalcode:2
DVD-Start:05.09.2005 (Kauf)



Inhalt
An den Stränden eines kleinen Badeortes an der amerikanischen Ostküste taucht mitten in der Hauptsaison ein riesiger weißer Hai auf und verbreitet Angst und Schrecken. Nach ersten Todesopfern machen sich drei Männer auf die abenteuerliche Jagd nach dem menschenfressenden Ungeheuer, das sich als äußerst heimtückischer Gegner erweist ...

Bild
Format2,30:1 (anamorph)
NormPAL
 Ganz spurlos ging die Zeit nicht an "Der weiße Hai" vorbei, allerdings hat man zum 30jährigen Jubiläum eine gute Restauration geleistet. Die Schärfe befindet sich auf gutem Niveau. Besonders in Nahaufnahmen überzeugt der anamorph kodierte Transfer in 2,40:1 durch teilweise sehr gute Werte und zeigt viele Details. Dieses Niveau kann (vor allem in Totalen) nicht gänzlich gehalten werden und hin und wieder bekommt man das Gefühl, dass mit Rauschfiltern gearbeitet wurde. Auch wirkt das Bild etwas nachgeschärft, wie dezente Doppelkonturen zeigen. Der Kontrast balanciert helle und dunkle Bildbereiche sehr gut aus und nur selten könnte der Schwarzwert etwas kräftiger sein. Die Farbgebung ist typisch für einen Film aus den späten 1970er Jahren, wirkt aber niemals ausgeblasst, sondern weitgehend natürlich und stellenweise satt und kräftig. Auffällig sind das geringe Rauschen und kleinere Verschmutzungen in Form von weißen Blitzen, die immer wieder durchs Bild huschen. Zum Ende hin (110. Minute) gibt es einen kleinen Haarriss in der Mitte des Bildes zu sehen. Alles halb so schlimm, weil der Rest sehr sauber aussieht. Lediglich die Kompression zeigt hin und wieder Treppenmuster, doch auch dies trübt den Sehgenuss nicht im Geringsten.
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Ton
FormateDTS 5.1 (dt.), Dolby Digital 5.1 (dt., engl., pol.)
SpracheDeutsch, Englisch, Polnisch
UntertitelDeutsch, Englisch für Hörgeschädigte, Polnisch
 Universal entschied sich für die damalige Special Edition eine Neusynchronisation der deutschen Tonspur zu erstellen, damit man die Möglichkeit eines Mehrkanalton nutzen kann. Die Synchronisation ist durchaus professionell erstellt, doch leider ist die Sprecherwahl nicht sonderlich gut gelungen. Besonders die Wahl misfällt, den deutschen Sprecher von Eddie Murphy (Randolf Kronberg) für die Stimme von Scheider zu wählen. Insgesamt ist die Neusynchro aber durchweg gelungen. Nostalgie-Fans hätten sich dennoch die alte Synchronisation als Bonus gewünscht.
Der deutsche 5.1-Mix ist gut gelungen. Die Rears werden zwar nur spärlich genutzt, aber es wurden glücklicherweise keine neuen Effekte hinzugefügt. Dafür klingt die Front sehr natürlich und breit und der Subwoofer darf gerade zum Ende hin ordentlich mitmischen. Der legendäre Score von John Williams breitet sich sehr bedrohlich auf alleb Kanäle aus, wodurch eine gute Räumlichkeit entsteht. Insgesamt kann von einer sorgfältig erstellten Neuabmischung gesprochen werden, die gern schlecht geredet ist, doch bis auf die Synchronisation (wer den Film nicht kennt, wird sich nicht daran stören) toppt sie den alten Mono-Mix in allen Belangen. Die englische Tonspur ist nahezu identisch zum deutschen Pendant und bietet lediglich im Dialogbereich etwas mehr Natürlichkeit. Diverse Untertitel lassen sich hinzuschalten. Der deutsche DTS 5.1-Mix unterscheidet sich nicht sonderlich vom deutschen Dolby-Pendant und klingt nur unwesentlich lauter, aber nicht unbedingt detailierter.
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Extras
Extras
  • Music-CD mit Soundtrack Highlights
  • Ltd. Edition Senitype-Kunstdruck
  • 16seitiges Booklet
  • 8 Lobbykarten
  • 6 exklusive Publicity-Photos
  • US-Kinoposter (Gutschein)
Bonus-DVD:
  • Hinter den Kulissen von "Der weiße Hai":
    • mit Vorwort von Steven Spielberg (0:44 Min.)
    • Vom Roman zum Drehbuch (15:15 Min.)
    • Live-Hai-Szenen (6:20 Min.)
    • Besetzung (10:24 Min.)
    • Drehorte (2:52 Min.)
    • Produktionsnotizen (15:43 Min.)
    • Der Hai (10:24 Min.)
    • "Der Hai funktioniert nicht" (7:19 Min.)
    • Die Orca (3:20 Min.)
    • Das Filmen von "Der weiße Hai" (1:58 Min.)
    • Narben (2:58 Min.)
    • Höhepunkt (6:43 Min.)
    • Verna Fields: "Mutter des Schnitts" (1:33 Min.)
    • Die Fertigstellung des Films (3:22 Min.)
    • Musik von John Williams (7:32 Min.)
    • Vorschau (6:01 Min.)
    • Altersfreigabe (2:19 Min.)
    • Reaktionen (2:33 Min.)
    • Das Phänomen: "Der weiße Hai" (2:14 Min.)
    • Abspann (1:46 Min.)
  • Galerie:
    • Original Konzeptzeichnungen (21 Bilder)
    • Nicht verwendete Storyboards (44 Bilder)
    • Hinter den Kulissen (107 Bilder)
    • Produktionsfotos von Besetzunh und Team (98 Bilder)
    • Ben-Gardner-Szene (17 Bilder)
    • Der Orca (34 Bilder)
    • Bruce und der echte Hai (45 Bilder)
    • Presse-Fotos (59 Bilder)
    • Marketing und Merchandise (96 Bilder)
  • Hai-Fakten:
    • Allgemeine Informationen (2:03 Min.)
    • Körperbestandteile und Funktionen
    • Ortung der Beute (2:01 Min.)
    • Lebensräume (0:41 Min.)
    • Jagdverhalten (2:04 Min.)
  • Unveröffentlichte Szenen:
    • Brody mit Ellen (0:54 Min.)
    • Brody über Chrissie (1:10 Min.)
    • Chrissies Körper (1:11 Min.)
    • Stadtparade (0:23 Min.)
    • Autofähre (0:55 Min.)
    • Quints Auto (0:21 Min.)
    • Quint im örtlichen Laden (1:14 Min.)
    • Brody am Pier (1:01 Min.)
    • Hooper kommt in Amity an (0:55 Min.)
    • Die Jagd (1:30 Min.)
    • Seeotter-Diskussion (0:44 Min.)
    • Suche nach dem Tigerhai (1:08 Min.)
    • Quints Assistent (0:42 Min.)
  • Verpatzte Szenen (1:30 Min.)
  • Am Set - 1974 (8:58 Min.)
  • Storyboard- / Film-Vergleich:
    • Vorspann und Chrissies Tod (4:19 Min.)
    • Tod des Kitner-Jungen (4:27 Min.)
    • Hoopers neue Zukunft (2:13 Min.)
    • Der Höhepunkt (5:08 Min.)
VerpackungBuchbox
 Neben der 2-Disc "Special Edition" veröffentlichte Universal eine limitierte Collector's Edition in einer großen Buchbox. Dem Hauptfilm und der Bonus-DVD liegt eine Soundtrack-CD mit einer Auswahl der "besten" Melodien aus dem Film bei. Ein kompletter Soundtrack ist natürlich interessanter, war aber vermutlich aus rechtlichen Gründen nicht möglich. Desweiteren enthält die Box ein 16seitiges Booklet mit Original-Storyboardzeichnungen und Vergleichen zur fertigen Szenen mit Erläuterungen auf Deutsch. Es gibt noch acht Lobbykarten, sowie sechs Publicity-Photos und ein Senitype-Kunstdruck. Das US-Poster konnte man damals gegen 7 Euro Porto und Verpackung bestellen, ist aber mittlerweile vergriffen.

Das Bonusmaterial auf der Bonus-Disc ist sehr umfangreich. Die knapp 110 Minuten lange "Hinter den Kulissen"-Dokumentation wurde in 18 Segmenten unterteilt und beinhaltet zudem ein Vorwort von Steven Spielberg. In der Dokumentation werden sämtliche Aspekte der Produktion ausführlich abgehandelt u.a. die Effektarbeit mit dem mechanischen Hai. Man spricht über die ersten Drehbuchentwürfe, die Dreharbeiten und geht auf die Freigabe und die minimale und eigentlich lächerliche Kürzung durch die MPAA ein, damit der fertige Film ein PG-13 erlangen konnte. Nachfolgend beinhaltet die Disc noch 500 Fotos mit Storyboardzeichnungen, Cast & Crew-Bildern, Hinter den Kulissen-Fotos etc. Interessant sind auch die Hai-Fakten. "Am Set 1978" ist ein 8minütiger Einblick in die Entstehung des Films und lässt auch hier wieder Darsteller und Crew-Mitglieder zu Wort kommen. Zum Schluss gibt es noch kurze Outtakes, 13 Minuten an nicht verwendeten Szenen, sowie einige Storyboard-Vergleiche. Den Trailer zum Film vermisst man allerdings schmerzhaft und wie nicht anders zu erwarten gibt es keinen Audiokommentar. Die Extras wurden komplett deutsch untertitelt. Die Größe der Limitierung ist nicht bekannt, dürfte aber nicht sonderlich gering gewesen sein.
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Fazit
"Der weiße Hai" ist und bleibt wohl für immer der klassische Beitrag zum Thema "Monsterhorror" schlechthin. Dreißig Jahre hat der Film mittlerweile überstanden, ohne dass der Zahn der Zeit im etwas anhaben hätte können. Wer sich heute über Steven Spielbergs mangelnde Fähigkeiten aufregt, historische und ernste Themen gebührend auf die Leinwand zu bringen (sicher nicht immer zu Unrecht), der kann sich hier überzeugen, dass er zumindest ein Meister der Unterhaltung ist.

Ein Film, der zu allererst den Begriff "Blockbuster" prägte, muss natürlich seine Qualitäten haben, denn sonst wären die Leute in den 70ern nicht in Scharen in die Kinos gerannt. Spielbergs Können zeigt sich vor allem darin, von Anfang an eine derart bedrohliche Atmosphäre aufzubauen, dass man gar nicht mehr anders kann, als sich am Kino- bzw. Fernsehsessel festzukrallen. Dass man dazu weder ein großes Budget, noch Computereffekte benötig, demonstriert er ebenfalls eindrucksvoll, da man das gefürchtete Ungetüm erst nach einer guten Stunde zu Gesicht bekommt und dann auch immer nur kurz. Ansonsten schwimmt mal eine Flosse an der Wasseroberfläche oder die Kamera nähert sich von unten an Badegäste an. Kamera- und schnitttechnisch kann man das nur als perfekt bezeichnen, kombiniert mit John Williams' legendärem Score ergeben sich Spannungs- und Schockmomente für die Ewigkeit. Musterbeispiele hierfür wären gleich die berühmte Eingangssequenz, in der eine junge Frau in den frühen Morgenstunden Opfer des Hais wird, der Tauchgang eines Ozeanographen unter ein Boot, das der Hai vorher angegriffen hat, sowie das komplette Finale mit drei Männern auf einem Kutter, die es sich zur Aufgabe gemacht haben, das Biest zu erlegen.
Ansonsten ist das alles schön straff inszeniert, ganz ohne Subplots oder ähnlichem. Das führt einerseits zwar zu einer etwas eintönigen Gangart in Hälfte eins, ist andererseits aber nur spannungsfördernd, da man vom eigentlichen Thema nie abgelenkt wird. Großartig auch die Charakterzeichnung, so gehen vor allem die drei Hauptdarsteller regelrecht in ihren Rollen auf, ohne billige Abziehbilder oder Stereotypen zu sein, wie man das von den unzähligen Plagiaten und Ablegern des Films gewohnt ist.
Tatsächlich kenne ich keinen Menschen, der sich bei diesem ersten "großen" Spielberg im Nachhinein über zuviel Langeweile beschwert hat. Ein Schocker, der einer ganzen Generation das Blut in den Adern gefrieren ließ, ohne den uns allerdings Aberdutzende schwacher Plagiate der Marke "Shark Attack" erspart geblieben wären. Wer das Original gesehen hat, braucht danach eigentlich keinen Tiefsee-Monster-Horrorfilm mehr zu Gesicht bekommen, der Schrecken reicht auch so auf Lebenszeit!

Trotz des Alters von knapp 7 Jahren ist diese Veröffentlichung von "Der weiße Hai" immer noch als sehr gut zu bezeichnen. Universal spendierte dem Zuschauer eine gute Bild- und Tonqualität sowie sehenswerte Extras. Die stabile Buchbox mit Prägedruck ist ein Blickfang für jede Vitrine und die Beigaben in Form von einem Senitype-Kunstdruck, Lobbykarten und einer Soundtrack-CD stellt bei heutigen Editionen fast schon eine Seltenheit dar. Eine Blu-ray-Auflage ist bereits seit einem Jahr angekündigt, bisher gibt es aber noch nichts Konkretes. Wer die DVD-Special Edition bzw. diese Collector's Edition zu einem fairen Preis ergattern kann, sollte zuschlagen.



Bilder der DVD




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Weiße Hai, Der
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