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| Als Kind muss Roy Blood mit ansehen, wie sein Vater von einem Pistolero brutal niedergeschossen wird. Obwohl er erst zehn Jahre alt ist, tötet er den Killer mit einem Gewehr und nimmt dessen Markenzeichen an sich: einen silbernen Sattel. Jahre später ist Roy (Giuliano Gemma) als Revolverheld berüchtigt: Wo immer der "Silbersattel" auftaucht, pflastern Leichen seinen Weg. |
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| Format | 2,35:1 (anamorph) |
| Norm | PAL |
| Koch Media hat diesen Titel auch auf Blu-ray veröffentlicht - und das aus gutem Grund: das Bild der DVD macht den Eindruck, als ob die Vorlage auch für das hochauflösende Medium bestens geeignet wäre. Bereits die DVD erfreut mit einem sehr gut aufgelösten Bild, das keine bzw. kaum auffällige Einbußen verkraften muss. Die sehr feine und trotzdem natürliche Detaildarstellung wird weder von Rauschen, noch von Bewegungen beeinflusst. Das Bild bleibt beständig und wird in einem nicht übermäßig satten, aber doch kräftigen Farbmodus wiedergegeben. Auch dass man nahezu keinen Kratzer erblickt, ist überraschend. Nun mag man argumentieren, dass der Film im Vergleich zu vielen seiner Genre-Kollegen erst 1978 entstand und deswegen von Haus aus sehr gut aussehen müsste. Das ist bei vielen italienischen Produktionen allerdings ganz und gar nicht der Fall - hier schon. Demnach absolut überzeugend! | |
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| Formate | Dolby Digital 2.0 |
| Sprache | Deutsch, Italienisch, Englisch |
| Untertitel | Deutsch |
| Auch der Ton lässt eine Aufarbeitung heraushören, denn die Musikstücke wurden scheinbar von einem sehr viel besser erhaltenen Master neu aufgespielt, so dass man diesen einen wirklich satten Klang bescheinigen kann. Dies geschieht außerdem auf eine Weise, die keine Qualitätssprünge zwischen neuen und alten Aufnahmen heraushören lässt. Auch macht es den Eindruck, als ob die deutsche Synchro noch gar nicht so alt ist, denn sowohl stilistisch als auch klanglich vermittelt sie ein geringes Alter. Es ist allerdings nicht so, als ob die deutsche Version, die den italienischen Originalton und die englische Übersetzung klar aussticht, zu neu klingen würde, denn die Stimmen besitzen ein Western-typischen, erdigen bzw. etwas aufgerauten Sound. Dahinter kommt etwas das Alter des Films zum Vorschein, denn einige Nebengeräusche besitzen eine sehr verbrauchte oder nicht ganz passende Charakteristik. Mitnichten wird das den Filmfan beim Anschauen stören. Das könnte höchstens wegen dem quietschigen Synchronsprecher des kleinen Jungen passieren ... | |
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| Extras |
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| Verpackung | DigiPack |
| Koch Media, die das DigiPack dieser DVD ganz im Stil der restlichen "Western Collection" zweifarbig halten, haben nicht nur ein nettes Menu mit Übergangsanimationen geschaffen, sondern auch zwei Making Ofs produzieren lassen. In "Back In The Saddle" erzählt der redselige Komponist Fabio Frizzi über die Ideen zum Score und über die damaligen Gastmusiker, die mit aufgenommen haben. Dabei geht es allerdings nicht nur um die Musik, sondern auch um den Film und wie ihn Frizzi heute empfindet. Es ist nicht gerade leicht, dem flink sprechenden Italiener zu folgen, denn seine Gedanken springen von Thema zu Thema, was sich auch in den Untertiteln widerspiegelt. Die hätten etwas korrigiert werden müssen, um den Lesefluss zu verbessern. In der zweiten Dokumentation, die ebenfalls mit viel interessantem Bildmaterial ausgeschmückt wurde, beschreibt der Schitttechniker Bruno Micheli seinen Werdegang und seine Zusammenarbeit mit Lucio Fulci. Interessant wird es, wenn Micheli erklärt, wie damals Geräusche hergestellt wurden und unter welchem Einsatz das geschah. Im Anschluss an diese 40 Minuten Interviews folgt der qualitativ hochwertige Originaltrailer und ein Ausschnitt aus dem Beginn der deutschen Fassung, die deutsche Credits-Einblendungen bereithält. In der Bildergalerie befindet sich ein deutscher Aushangsatz sowie ein Ausblick auf das Comic und das deutsche Pressematerial. | |
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Relativ spät befasste sich der berühmt-berüchtige italienische Regisseur Lucio Fulci noch einmal mit dem Western-Genre, welches er zuvor bereits mit "Django - Sein Gesangbuch war der Colt" (1966) und "Verdammt zu leben - Verdammt zu sterben" (1975) beackert hatte. 1978, also kurz bevor er sich fast ausnahmslos dem Horror-Film verschrieb, setzte er den Genre erprobten Giuliano Gemma ("Die Rache bin ich", "Auch die Engel essen Bohnen") in den (silbernen) Sattel, um einen etwas ungewöhnlichen Spätwestern zu inszenieren.Ungewöhnlich, weil Fulci zwar verstanden hatte, welche Zutaten man für einen erfolgreichen Film dieser Sorte benötigt, diese aber längst nicht so gut zusammensetzen konnte wie seine Kollegen. An manchen Stellen möchte "Silbersattel" der rauen Stimmung des Spaghetti-Westerns nachempfunden sein, an anderer ist er wiederum ein zutiefst klischeehafter, auf der Stelle tretender Streifen geworden, der jedweder Kategorisierung widersteht. Die anfänglich klare Rachegeschichte eines kleinen Jungen, der im Affekt den Mörder seines Vaters zur Strecke bringt und damit selbst zum gefürchteten Revolverhelden wird, verkommt nämlich sehr schnell zum leichten, fast jugendverträglichen Stoff. Schuld daran ist maßgeblich die Präsenz eines engelsgleichen Jungen, dessen Entführung für Wirbel sorgt und das Leben des Pistoleros Roy Blood (Gemma) durcheinander bringt. Dass der Sproß in diesem Alter noch kein guter Schauspieler ist, ist zu verzeihen, allerdings nicht, dass derart viel der Geschichte auf seinen Schultern lastet. Fulci versucht, zwischen dem kleinen Barrett und dem harten Blood eine freundschaftliche Beziehung aufzubauen, die ein paar erheiternde Momente bieten soll, produziert damit aber das, was man von einem Western am wenigsten erwartet, nämlich leichte Unterhaltung. Dazu kommt eine bis zum Erbrechen vorgetragene Titelmusik, deren Thema später für beinah jede Szene verwendet wird, als ob es nur dieses eine Stück gäbe. Das allein macht die Anstrengungen, so etwas wie Spannung und Atmosphäre aufzubauen, zunichte - und wenn es noch so viele toll eingefangene Motive gibt wie die mit Sprengstoff "angereichete" Schießerei oder die vielen authentisch wirkenden Bauten gibt. Dabei passt der Grad an dargestellter Gewalt durchaus zu einem harten, eiskalten Western: Schusswunden werden gut sichtbar dargestellt, manchmal wird einem Gegner sogar ins Gesicht geballert und wie beispielsweise mit einigen Randfiguren umgegangen wird (Stichwort: Kloster), verdient zu Recht das FSK18-Siegel. Dann wiederum wird "Silbersattel" zu einem schnulzigen, für Fans harter Unterhaltung beinah unerträglicher Film, den man im Nachmittagsprogramm einordnen könnte. Gemma spielt toll und sehr sympathisch, keine Frage, aber ansonsten fehlt "Silbersattel" einfach die Ernsthaftigkeit, die man hier erwartet. Der schlechte, ständig wiederholte Score und die zentrale Rolle des Jungdarstellers rücken die handwerklich gute Verarbeitung (Kamera und Schnitt) etwas zu sehr in den Hintergrund, als dass man hier ein Empfehlung für Genre-Fans aussprechen könnte. Zumindest ist die Qualität und Ausstattung der DVD über alle Zweifel erhaben. |
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![]() | Druckbare Version |
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![]() | "Silbersattel" - Italowestern-Klassiker erstmals auf Blu-ray |
![]() | Silbersattel |
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