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UK 1962
Originaltitel:Captain Clegg
Alternativtitel:Fluch der Verdammten
aka. Night Creatures
aka. Verfluchten, Die
Länge:78:49 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 12 Jahre
Regie:Peter Graham Scott
Buch:Anthony Hinds, Barbara S. Harper, Russell Thorndike
Kamera:Arthur Grant
Musik:Don Banks
SFX:Les Bowie, Ian Scoones
Darsteller:Peter Cushing, Yvonne Romain, Patrick Allen, Oliver Reed, Michael Ripper, Martin Benson, David Lodge, Derek Francis, Daphne Anderson, Milton Reid, Jack MacGowran, Terry Scully, Sydney Bromley, Peter Halliday, Rupert Osborne, Gordon Rollings, Bob Head
Vertrieb:Koch Media / Universal
Norm:PAL
Regionalcode:2
DVD-Start:10.07.2009 (Kauf)



Inhalt
England im 18. Jahrhundert: Keiner vermag das Geheimnis des Moor-Phantoms im ansonsten friedlichen Küstendorf Dymchurch zu ergründen. Mithilfe des ehrenwerten Pfarrers Dr. Blyss (Peter Cushing) versucht Marine-Hauptmann Captain Collier (Pattrick Allen), den makabren Spaß ein Ende zu machen. Versteckt sich hinter dem Phantom die gerissene Schmugglerbande des Captain Clegg oder handelt es sich nur um phantastische Erzählungen der Anwohner?

Bild
Format2,00:1 (anamorph)
NormPAL
 Die ersten Filmminuten sind wegen des nächtlichen Szenarios und der anschließenen Hatz durch das Moor noch etwas verrauscht und stellenweise mit weißen Defekten gefüllt, aber bereits hier zeigt sich die Qualität der Aufarbeitung, die sich später durchsetzen wird. Überraschend ist die gute Nachtsicht, denn sämtliche Szenen im Dunkel bzw. Halbdunkel lassen trotz allem noch sehr gut Farben und Konturen erkennen. Bei Tage zahlt sich das prächtig herausgearbeitete Eastman Color aus, das dank satter Farben für Klassikerstimmung sorgt. Die Schärfe erreicht ebenfalls annehmliche Werte, die für einen Film des Jahres 1961 hervorragend sind, wenn sie auch heute nicht mehr konkurrenzfähig erscheinen. Das stört allerdings wenig, denn die Bildruhe, die saubere Bilddarstellung und die sonst makellose, technische Umsetzung des anamorphen Bildes dürften jeden Käufer überzeugen.
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Ton
FormateDolby Digital 2.0 Mono
SpracheDeutsch, Englisch
Untertitel-
 Die Klanggestaltung beschränkt sich bei Mono auf ein Mindestmaß, was aber nicht heißt, dass diese DVD schlecht sei. Die Alterserscheinungen in Form weniger Überspitzungen und etwas abgetragener Musiken sind problemos verschmerzbar. Zudem ist die deutsche Version noch etwas mehr fit im Hochtonbereich, was sich in einer klareren Klangkulisse auswirkt. Die seltsamen Loop-Effekte bei Gelächter kommen allerdings in beiden Sprachversionen vor. Der englische Ton bezieht die Räumlichkeiten bei der Dialogwiedergabe etwas besser sein: Der Hall in der Kirche verleiht ihm gegenüber der in dieser Hinsicht flacheren deutschen Fassung mehr Präsenz und Natürlichkeit. Allerdings hat Koch Media die deutschen Untertitel für diese DVD vergessen.
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Extras
Extras
  • 16seitiges Booklet
  • Dt. Trailer (2:19 Min.)
  • Engl. Trailer (2:12 Min.)
  • Bildergalerie (58 Bilder)
VerpackungKeepCase im Schuber
 Die DVD selbst mag zwar nur zwei Trailer und eine ausführliche Galerie mit Aushang- und Werbematerial besitzen, aber allein die Gestaltung der Menus und des wunderschönen Covers wird ein trifftiges Kaufargument darstellen. Außerdem ist neben dem Schuber ein 16seitiges Booklet enthalten, welches über die Entstehungsgeschichte des Filmes, die filmischen und literarischen Vorlagen und den Erfolg an der Kasse berichtet. Dank der Verpackungsfolie wird übrigens die Verpackung vor dem hässlichen FSK-Sticker geschützt.
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Fazit
Etwas untypisch für die Hammer Studios, außerhalb des handfesten Gruselhorrors zu hantieren. Doch unverkennbar ist auch hier ihre Handschrift, mit farbprächtiger Ausstattung, toller Atmosphäre und vielen bekannten Gesichtern. Dass Peter Cushing als Vikar und Pirat in einer facettenreichen Rolle agiert, ist einer von vielen unterhaltsamen Faktoren.

Vielerorts als Piratenfilm deklariert, spielen sich lediglich die ersten Minuten auf hoher See ab, als ein Mulatte von Captain Clegg (Cushing) auf eine einsame Insel verbannt wird, nachdem ihm die Zunge abgeschnitten wurde. Jahre später in einem kleinen englischen Küstenort, sind Soldaten der königlichen Marine auf Schmugglerjagd und ahnen noch nicht, dass der tot geglaubte Captain unter einem Deckmantel seine Geschäfte vorantreibt ...

Genretechnisch ist der Streifen kaum eindeutig einzuordnen. Er hat etwas vom Krimi, vom Abenteuerfilm, aber auch leichte Horrorelemente sind auszumachen, denn am Rande geht es noch um Moorleichen zu Pferde, die nach dem ersten Schauplatzwechsel einen alten Kauz ins Moor treiben. Die Atmosphäre greift von Beginn an: Nebel verhangene Landschaften, Moor, eine urige Dorfkneipe, eine alte Kirche und später einige Geheimgänge und dazwischen ein voll orchestrierter Score mit angenehm eingängigen Passagen.
Storytechnisch ist die Sache natürlich leicht durchschaubar und es wird schnell klar, wer sich da als Geistlicher tarnt und dass Mitglieder der Dorfgemeinde ihre Verstecke für den Alkoholschmuggel vorbereitet haben, als die Soldaten eintreffen und in Begleitung des Mulatten eine Spur verfolgen. Dazu gesellt sich eine kleine Liebesgeschichte mit Oliver Reed als Sohn des Polizeirates und Yvonne Romain, die als Imogene eine rassige Wirtin verkörpert und nicht weiß, was sie mit dem Vikar des Dorfes verbindet.
Zwar gerät die Sache zwischenzeitlich ein wenig geschwätzig und ein paar Randfiguren haben einige Differenzen auszuhandeln, doch grundlegend ist das Erzähltempo flott und am Ende kommt eine Menge Bewegung ins Spiel, wobei man sich wundert, wie agil Cushing seinerzeit war - er ist mit viel Herzblut und Spielfreude bei der Sache und weiß das Geschehen größtenteils auf sich zu lenken, während Mimen wie Michael Ripper und Patrick Allen zu alten Bekannten der Hammer Studios gehören und ebenfalls sehr lebendig mitmischen.

Moorgeister, Alkoholschmuggel und ein stummer Zeuge sind nur einige von charmanten Zutaten, die diesen Streifen recht sehenswert gestalten. Gruseltechnisch wirkt er zwar phasenweise ein wenig altbacken und die wenigen Effekte regen eher zum Schmunzeln an, doch das Gesamtpaket überzeugt durch eine dichte Atmosphäre, gute schauspielerische Leistungen und eine Geschichte, die sich zwar nicht übermäßig spannend gestaltet, jedoch mit viel Abwechslung und kleinen humorigen Einschüben vorgetragen wird.



Bilder der DVD




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