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JP 2009
Originaltitel:Samurai purinsesu: Gedô-hime
Alternativtitel:Samurai Princess: Devil Princess
Länge:82:37 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ungeprüft
Regie:Kengo Kaji
Buch:Sôtarô Hayashi, Kengo Kaji
Kamera:Kazuaki Yoshizawa
Musik:Osamu Hata
SFX:Taiga Ishino, Kazuhide Shimohata
Darsteller:Aino Kishi, Dai Mizuno, Asuka Kataoka, Mao Shiina, Mitsuru Karahashi, Kentarô Shimazu, Mihiro, Yû Aiba, Takeshi Ayabe, Sarasa Tani
Vertrieb:8-Films
Norm:PAL
Regionalcode:0
DVD-Start:05.02.2010 (Kauf)



Inhalt
In einer fiktiven Welt, in der Samurai mit technischen Mitteln ausgestattet sind, erschafft ein Wissenschaftler aus diversen Menschenteilen neue Kampfmaschinen. Als zwei seiner Kreaturen eine Gruppe von Frauen töten, formt er aus deren Überresten die ultimative Waffe. Doch die in einem Körper vereinten elf Seelen wollen Rache und lassen die integrierten Waffen effektvoll zum Zuge kommen.

Bild
Format1,78:1 (anamorph)
NormPAL
 Das Bild liegt im anamorphen Originalformat vor und weist diverse Veränderungen auf, die dem Film eine comichafte Optik verleihen. Besonders die Farben werden sehr kräftig, gelegentlich sogar stark überzogen dargestellt. Der Kontrast wurde gut ausbalanciert, jedoch hätte der Schwarzwert intensiver ausfallen können. Gerade in dunklen Szenen neigt dieser ins Gräuliche, Farben und Konturen sind aber gut zu erkennen. Rauschen ist je nach Helligkeit des Bildes vorhanden, z.B. in sehr dunklen Szenen. Die Grundschärfe geht in Ordnung, lässt jedoch auch Szenen zu, die etwas weich geraten sind und die Detailzeichnung an Qualität verlieren lässt. Rückblenden werden mittels reduzierter Farbtöne und einem harten Kontrast kenntlich gemacht. Des Weiteren sind einige dezente Ghosting-Effekte vorhanden, die aber nicht dafür sorgen, dass es zu Beeinträchtigungen kommt. Zudem ist der Bildstand etwas unruhig ausgefallen, wohingegen keine Defekte das Bild trüben.
 +++/--

Ton
FormateDolby Digital 5.1 (Dt.), Dolby Digital 2.0 Surround (Dt., Jp.)
SpracheDeutsch, Japanisch
UntertitelDeutsch
 Die deutsche Tonspur besitzt eine gute Sprachwiedergabe und lässt weder auffälliges Rauschen, noch anderweitige Störungen heraushören. Dennoch vermag der 5.1-Mix wegen der frontlastigen Abmischun nur bedingt zu überzeugen. Die Klangkulisse kommt zwar sauber und weitestgehend natürlich aus den Frontkanälen, doch die hinteren Effektboxen werden kaum in das Geschehen einbezogen, obwohl die Szenerie das hergeben müsste. Der Grund dafür liegt vermutlich in der japanischen Stereo-Originalfassung, die darauf schließen lässt, dass der Musik- und Effekttrack ebenfalls nur in Stereo vorlag und für die deutsche Synchronfassung künstlich aufgewertet wurde. Dennoch geht das Ergebnis in Ordnung, da kein Übersprechen der Dialoge vorkommt und der Score die hinteren Boxen anspricht. Außerdem ist eine deutsche Stereospur und die passende Untertitelung zusätzlich dabei. Alle Versionen überraschen mit einer angenehmen Dynamik, die besonders in Kämpfen zur Geltung kommt. Wie üblich besitzt der O-Ton den natürlicheren Klang, aber keine der vorhandenen Tonspuren enttäuscht. Somit kommen Originalton-Liebhaber als auch Synchronschauer auf ihre Kosten.
 ++++--

Extras
Extras
  • 4 Sammelkarten
  • Making of (22:00 Min.)
  • Originaltrailer (2:01 Min.)
  • Bildergalerie (2:10 Min. / 26 Bilder)
  • Trailer: Inglorious Zombie Hunters (1:02 Min.)
VerpackungKeepCase im Schuber
 Das Making of fällt etwas oberflächlich aus, kann aber mittels B-Roll-Aufnahmen und Interviewsequenzen mit den Beteiligten einen kleinen Einblick in die Produktion geben. Den Effekten wird hingegen zu wenig Zeit gewidmet, obwohl sie doch der eigentliche Star des Films sind. Begleitet werden die Interviews von fest eingebrannten, englischsprachigen Untertiteln. Weiterhin gibt es eine Bildergalerie mit Pressefotos und Filmszenen, den Originaltrailer und eine Vorschau auf Interner Link"Inglorious Zombie Hunters". Im KeepCase befinden sich zusätzlich Sammelkarten mit Filmmotiven.
 +/----

Fazit
Kaum hat ein Film oder ein Genre großen Erfolg, werden schnell ähnliche Vertreter heruntergekurbelt, um noch etwas Kohle zu scheffeln. So geschehen auch bei "Samurai Princess", der an die Vorbilder Interner Link"Tokyo Gore Police" und Interner Link"Machine Girl" anknüpfen möchte, und für den sich einige kreative Köpfe der beiden Vorbilder zusammengefunden haben. Für diesen Film stand wesentlich weniger Geld zur Verfügung und auch das Drehbuch kann nicht mithalten. Grundsätzlich mag man sogar behaupten, dass lediglich eine Idee im Raum stand und das Drumherum improvisiert wurde. Denn eins ist sicher: Wegen der Geschichte wird sich "Samurai Princess" keiner ansehen ...

Handlungsorte sind wieder einmal diverse Wälder und lehr stehende Fabrikgebäude in irgendeiner fiktiven Zukunft. Von den meisten Menschen wird diese Gegend gemieden, da Mord und Totschlag an der Tages- bzw. Nachtordnung stehen. Dafür verantwortlich sind Androiden, die ein Wissenschaftler aus Leichen zusammenbaute. Als sich eine Gruppe junger Schulmädchen in den Wald begibt, dauert es nicht lange bis sie von einer Horde Menschmaschinen aufgemischt und niedergemetzelt werden. Eines der Mädchen kann schwer verletzt entkommen. Der verantwortliche Wissenschaftler, der zufällig in der Nähe ist, spürt Reue, flickt den Körper der Überlebenden aus Körperteilen ihrer Freundinnen wieder zusammen und setzt noch einige Gimmicks ein. Das einst unschuldige Mädchen wird zur Samurai-Prinzessin, in deren Innerem noch die Seelen der getöteten Freundinnen beherbergt sind, die natürlich auf Rache sinnen. Fortan streift das Mädchen durch die Wälder auf der Suche nach ihren Peinigern und ersäuft diese in ihrem eigenen Blut ...

Und so kommt es, dass sich die Samurai-Prinzessin hauptsächlich durch diverse Körper schlitzt und den Bildschirm rot färbt. An die genannten Vorbilder reicht Kengo Kajis Film allerding nicht heran, denn dafür fehlt es neben einer ausgereiften Geschichte auch an optischen Reizen. Besonders die Kulisse hat nur sehr wenig zu bieten, was damit entschuldbar ist, dass das Hauptaugenmerk des Films eindeutig auf seinem Splattergehalt liegt; Freunde der roten Soße werden hundertprozentig auf ihre Kosten kommen, denn das Blut spritzt hektoliterweise. Nebenbei werden fleißig die Körper zerteilt und Gehirne sowie Gedärm mit bloßer Hand offen gelegt. Damit noch nicht genug, besitzen die Androiden doch zahlreiche körperinterne Waffen und setzten diese auch kräftig ein. Hier beweisen die Macher wieder ihren Ideenreichtum, denn neben metallischen Prothesen kommen auch lustige Spielereien wie Tittenbomben zum Einsatz, die der hammerharten Gewalt eine ordentliche Portion Humor beisteuern. Der ist für westliche Gemüter nicht immer nachvollziehbar, doch wenn man dieser Art von Filmen nicht abgeneigt ist, gibt es eine Menge an abgedrehten Situationen zu bewundern, welche die Mundwinkel flugs nach oben wandern lassen.
Ohne die überdrehte Gewalt und den abgedrehten Humor würde der Film allerdings nur sehr wenig an Schauwert bieten, denn die Handlung hat nichts zu bieten und die Spezialeffekte entpuppen sich wegen des geringen Budgets manchmal zu schnell als Prothese oder Latexhaut. Wie schon weiter oben angesprochen kann auch die Kulisse nur wenig überzeugen, weil man Wälder und lehr stehende Gebäude einfach schon zu oft als Kulisse zu sehen bekam. Was bleiben sind die Splatterszenen, die alle Kritikpunkte ausgleichen können. Es scheint fast so, als ob das gesamte Budget nur für die Effekte genutzt wurde. Im Endeffekt spielt "Samurai Princess" in einer kleineren Liga als seine Vorbilder, bietet aber gerade für Gorehounds und Fans des Japloitation genug, um als blutiger Zwischendurch-Snack kurzweilig zu unterhalten - vorausgesetzt man erwartet keine wirkliche Handlung.

Vorsicht vor der deutschen Verleih- und Kauffassung: Diese wurde um gut 7 Minuten zensiert. Abhilfe gibt es bei den Nachbarn in Österreich, denn dort darf die "Samurai Princess" unzensiert zu Werke gehen.



Bilder der DVD




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