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USA 2007
Originaltitel:Black Devil Doll
Länge:72:50 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ungeprüft
Regie:Jonathan Lewis
Buch:Shawn Lewis, Mitch Mayes
Kamera:John Osteen
Musik:Giallos Flame
SFX:Ed Martinez, Mitch Mayes
Darsteller:Heather Murphy, Natasha Talonz, Christine Svendsen, Erika Branich, Precious Cox, Martin Boone, Gregory Solis
Vertrieb:8-films
Norm:NTSC
Regionalcode:0
DVD-Start:13.11.2009 (Kauf)



Inhalt
Das junge feuchtdrallige Babe Heather wird beim unschuldigen Spielen mit ihrem Witchboard in eine faszinierende Odyssee voller verbotener Sex und Gewalt hineingeschleudert. Aus dem harmlosen Spiel wird bald blutiger Terror und splitternackter Kampf ums Überleben! Welche dämonischen Kräfte hat das junge Biest aus dem Jenseits hervorgerufen? Vor allem: Was soll die geile Afro-Frisur? Welch unvorstellbare Grausamkeiten ist sie jetzt ausgeliefert? Und welchen Preis müssen die halbnackten Freundinnen, diese hammergeilen Bitches bezahlen?! Viel wichtiger, wie viel blondes Blut muss fließen, um "ihn" zu befriedigen ... dem Black Devil Doll?!

Bild
Format1,85:1 (anamorph)
NormNTSC
 Der Nostalgie-Look scheint wieder richtig "in" zu sein. So auch bei "Black Devil Doll", der trotz seiner DV-Optik auch gut aus den 70ern hätte stammen können. Dank der Filterung kann er von seinem geringen Budget ablenken, denn man fühlt sich wie auf eine Reise in die Vergangenheit, in der Sexploitation und Exploitation eben so aussahen. Die Schärfe schwankt kontinuierlich und sorgt für sowohl scharfe Momente, als auch sehr weich gezeichneten Szenen mit entsprechenden Detailverlusten. Die Farben wurden reduziert und sehen dementsprechend etwas unnatürlich aus, was auch an dem beabsichtigt steilen Kontrast liegt. Besonders in hellen Bereichen fällt eine Überstrahlung auf. Rauschen ist stetig zugegen, gewinnt in dunkleren Bildbereichen aber an Intensität, während die Kompression keine Fehler erkennen lässt. Dennoch gibt es ein Manko beim Transfer zu vermelden: Anders als auf dem Cover angegeben liegt "Black Devil Doll" nicht in PAL sondern in NTSC vor. Je nach verwendetem Abspielgerät kann es kleinere Schwierigkeiten mit z.B. Rucklern und Nachziehen geben. Die im Test verwendeten Abspielgeräte (Denon DVD-Player und Sony PS3) sorgen aber für keine Probleme bei der Filmwiedergabe. Daher gelangt das anamorphe Bild immer noch ins gute Mittelfeld unserer Bewertungsskala.
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Ton
FormateDolby Digital 5.1 (Dt.), Dolby Digital 2.0 (Engl.)
SpracheDeutsch, Englisch
UntertitelDeutsch
 Während der O-Ton nur in Stereo auf der DVD vorliegt, wurde für die deutsche Synchronisation ein 5.1-Mix erstellt. Ein Surround-Wunderwerk darf man allerdings nicht erwarten, weil die hinteren Effektboxen hauptsächlich dazu genutzt werden, den funkigen 70er Jahre-Soundtrack zu unterstützen, sich jedoch nicht zu großem Raumklang hinreißen lassen. So konzentriert sich fast alles auf die gut verständlichen Dialoge im frontalen Bereich, die sehr gut in den Mix integriert werden. Der O-Ton besitzt eine etwas natürlichere Klangkulisse, was aber auch schon der einzige Vorteil ist, da man der deutschen Fassung allein schon wegen der köstlichen Synchronisation den Vorzug geben sollte. Falls nicht, stehen auch deutsche Untertitel zur Verfügung.
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Extras
Extras
  • 4 Sammelkarten
  • Audiokommentar mit Black Devil Doll
  • Behind the Scenes (4:45 Min. / 57 Bilder)
  • Weltpremiere in L.A. (3:35 Min.)
  • Originaltrailer (4:07 Min.)
  • Fotogalerie (2:35 Min. / 31 Bilder)
VerpackungKeepCase im Schuber
 Die Extras fallen nicht ganz so umfangreich aus wie bei der US-Veröffentlichung, wurden aber zumindest ganz nett arrangiert: Man bekommt (wenn auch nicht auf dem Cover angegeben) einen Audiokommentar mit der Black Devil Doll geboten, der allerdings keine begleitenden Untertitel besitzt. Ist man der englischen Sprache mächtig, sollte man sich die Zeit nehmen und den grandiosen, weil politisch völlig unkorrekten Kommentaren dieser Teufelspuppe lauschen, die sogar etwas über die Entstehungsgeschichte berichtet. Ebenfalls lustig anzusehen sind die Impressionen von der "Weltpremiere in L.A.", bei der Regisseur Jonathan Lewis sein Publikum mit schwarzen Dildos bewirft. Eine nette Idee, die ganz in Tradition zum Film steht. Das Behind the Scenes-Feature besteht dagegen leider nur aus Fotos, die in einer Slideshow ablaufen und die Produktion dokumentieren sollen. Da es aber keine Ausführungen zu den Bildern gibt, darf man auch nichts erwarten. Einige der gezeigten Fotos findet man auch in der ebenfalls vorhandenen Fotogalerie wieder. Hier wissen besonders die gemalten Artworks zu gefallen. Außerdem gibt es noch den Originaltrailer, der zahlreiche Warnungen vor dem Film beinhaltet. Vier der kultigen Aushangfotos wurden in Postkartengröße als Gimmick ins KeepCase gesteckt.
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Fazit
"Suck my Puppet Dick, Bitch!"

Vergesst den Interner Link"Puppetmaster"! Vergesst Interner Link"Die Mörderpuppe! Hier kommt die "Black Devil Doll".

Nachdem Mubia Abul-Jama, ein radikaler Anhänger der Black Power-Bewegung, für zahlreiche Vergewaltigungen und Morde auf den elektrischen Stuhl wandert, nutzt er die ihm von der Hölle gegebenen Möglichkeiten, um wieder zurück auf die Erde zu kommen: Die dralle Heather, die mit einem Witchboard herumspielt, beschwört die Seele des afroamerikanischen Killers. Da gerade kein männlicher Wirtskörper zugegen ist, schlüpft Mubia in eine auf der Couch sitzende Bauchrednerpuppe, welche sich kurz darauf zur Black Devil Doll wandelt. Von nun an ist Heathers altes Leben, das aus sehr viel Langeweile bestand, vorbei. Zwischen ihr und der Puppe entwickelt sich eine heiße Liebesbeziehung, die jedoch nicht allzu lange hält, denn die Puppe ist die Geilheit in Person und möchte fortan mehr weiße Mädels, die sie liebevoll als weiße Schlampen tituliert. Da trifft es sich gerade recht, dass Wochenende ist und Heather ein paar Freundinnen eingeladen hat, um eine flotte Runde Twister mit ihnen zu spielen. Auch Heathers Ex-Freund spielt eine entscheidende Rolle, will er doch seine Freundin zurück - und garantiert nicht mit einer Puppe teilen. Natürlich hat die Puppe anderes im Sinn ...
Derweil entpuppen sich die Freundinnen als richtige Flittchen. Je mehr Kleidungstücke bei den Mädchen fallen, umso geiler wird das Püppchen. Doch welche Frau, außer Heather, hat schon Lust auf einen richtig dicken, schwarzen Holzdödel. So müssen die Mädchen erst einmal gefügig gemacht werden, damit die Black Devil Doll ihr Rohr verlegen kann. Dass dies nicht ohne Blutvergießen auskommt, darf natürlich selbstverständlich sein und so färbt das Schlampenblut den Boden des Hauses rot ...

Mit "Black Devil Doll" schuf Jonathan Lewis eine Hommage an das Blaxploitation-Kino, die zugleich als Satire angesehen werden darf. Nur gut, dass Lewis selbst "schwarz" ist, ansonsten würde die Masse sicherlich Sturm gegen seine politisch völlig inkorrekte Verfilmung laufen. Denn die eigentlich böse Puppe ist gleichzeitig der Held des Films, die wie die großen Vorbilder dieses ihre menschlichen Mitspieler terrorisiert. Der Action-Anteil wurde allerdings zugunsten von Sex, Gewalt und Fäkalhumor entfernt.
Am Anblick der weiblichen Darsteller hätte auch ein Russ Meyer seine wahre Freunde gehabt, denn die holde Weiblichkeit hat einige erschlagende Argumente zu bieten: dicke Möpse und einladende, pralle Ärsche. Ergänzt werden Nacktszene von einigen schön blutigen Momenten, was sich freilich etwas billig anhören mag (ist es budgetbedingt auch). Der Trash-Fan wird dieses Kleinod des schlechten Geschmacks allerdings zu würdigen wissen.

"Heather, wo ist dein Bad? Ich muss dringend mal ein Häufchen machen." (Candy)
"Das ist total widerlich, Mädchen sollten nicht in die Schüssel donnern." (Bamby)
"Die Schlampe kann ihr Ei auch direkt in meinen Mund legen!" (Black Devil Doll)

Im Grunde ist "Black Devil Doll" ein reiner Männerfilm, denn das weibliche Geschlecht kommt nicht allzu gut weg. Allein die dummen, fast schon debilen Sprüche, die dafür umso lustiger sind, sorgt für diesen Eindruck. Eigentlich sind die Schauspielerinnen nur dazu da, um ihre mächtigen Silikon-Titten geradewegs in die Kamera zu halten und natürlich der Black Devil Doll dienlich zu sein. Keine Intelligenz, jedoch ordentlich Holz vor der Hütte! So geht vieles der kurzen Laufzeit für halbnacktes Autoputzen oder minutenlanges Duschen drauf. Damit es auf Dauer nicht zu langweilig wird, gibt es immer wieder sarkastische Kommentaren des hölzernen Gigolos. Und wenn er erst einmal seinen Black Hammer herausgeholt hat, ist die pralle Weiblichkeit sowieso nicht mehr zu retten.

Passend zu den Aktionen auf dem Bildschirm wird ein mitreißender Soundtrack geboten, der ganz im Stil der alten Blaxploitation-Filme steht. Eine echte Story darf man dafür nicht erwarten; wäre aufgrund der kurzen Laufzeit von 72 Minuten auch fast unmöglich, ist der Film doch eh schon vollgestopft mit allerlei Unmöglichkeiten. Weiterhin wird auch der Gangster-Rapper ordentlich auf die Schippe genommen, denn mit Heathers Ex-Freund White T wird ein absolut depperter Vertreter dieser Gattung (natürlich weißer Hautfarbe!) präsentiert. Damit noch nicht genug von den aberwitzigen Ideen des Drehbuch-Duos Shawn Lewis und Mitch Mayes, denn beide schaffen es immer wieder, noch einen draufzusetzen: Beispielsweise löst die Puppe statt wie einst in Interner Link"Alien" mit Säureblut eine Tür nun mit säurehaltigen Dünnpfiff auf. Definitiv eine Partykanone für jeden Trash-Fan.



Bilder der DVD




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