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USA, UK 1959
Originaltitel:Behemoth the Sea Monster
Alternativtitel:Behemoth
aka. Behemoth, The
aka. Giant Behemoth, The
Länge:76:31 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 16 Jahre
Regie:Douglas Hickox, Eugène Lourié
Buch:Robert Abel, Alan J. Adler, Eugène Lourié, Daniel James
Kamera:Desmond Davis, Ken Hodges
Musik:Edwin Astley
SFX:Willis H. O'Brien, Irving Block, Louis DeWitt, Pete Peterson, Jack Rabin
Darsteller:Gene Evans, André Morell, John Turner, Leigh Madison, Jack MacGowran, Maurice Kaufmann, Henri Vidon, Leonard Sachs
Vertrieb:Anolis
Norm:PAL
Regionalcode:2
DVD-Start:31.03.2010 (Kauf)



Inhalt
Als an der britischen Küste seltsame Vorgänge passieren, scheint der amerikanische Wissenschaftler Steve Karnes mit seiner Theorie Recht zu bekommen, die radioaktive Verseuchung der Weltmeere könnte ungeahnte Folgen haben. Schon bald zeigt sich, dass seine kühnsten Prognosen noch übertroffen werden, als ein radioaktives urzeitliches Ungetüm aus den Fluten steigt und ganz England in Panik versetzt. Wie soll man ein Wesen aufhalten, dessen Nähe für jede Person den Tod bedeuten kann? Unaufhaltsam nähert sich das Monstrum der Metropole London und eine nie dagewesene Katastrophe bahnt sich an.

Bild
Format1,78:1 (anamorph)
NormPAL
 Die erste DVD enthält die US-Schnittfassung des Filmes, die von allen drei Fassungen die beste Qualität bietet. Die Vorlage dieser DVD ist in einem ausgezeichneten Zustand, denn nicht mal kleine Verschmutzungen befinden sich auf dem Bild. Nur in den Effektszenen werden geringe Unreinheiten bemerkbar, die aber gemessen an der Gesamtspielzeit keinen großen Einfluss haben. Dafür bleibt das Rauschen stets auf einem Mindestmaß, trotz dem die Schärfe ausgezeichnete Werte behält. Wohlgemerkt, dieses s/w-Spektakel ist nun über 60 Jahre alt, da ist die Detailfreude und saubere Konturierung doch erfreulich. Typische Makel wie kontrastschwache Randbereiche, Helligkeitsflackern und verziehende Bewegungen treten ebenso wenig auf wie Qualitätsminderungen in Auf- und Abblenden, die bekanntlich schwer zu restaurieren sind. Insgesamt eine reife Leistung, nur eben gespeichert im Format 1,78:1, was mir für einen Film dieser Zeit etwas seltsam vorkommt.
 ++++/-

Ton
FormateDolby Digital 2.0 Mono
SpracheDeutsch, Englisch
UntertitelDeutsch, Englisch
 Auch beim Ton muss man keine Kompromisse eingehen, denn die kernige, allerdings gut verständliche Synchro kämpft nicht gegen Musik und Effekte an, sondern passt dazu. Sowohl die deutsche Fassung als auch das englische Original vertreten genau jene Erwartung, die man an Filme dieses Jahrgangs stellt - wenn auch jeder auf seine eigene Weise. Beide übersteuern zwar, aber nicht so, dass man die Lautstärke runterdrehen müsste. Der O-Ton gerät etwas mittenlastiger als die deutsche Fassung und ist durchgängig aktiviert - schließlich handelt es sich auch um eine US-Fassung. Der deutschen Synchronisation fehlt zumindest ein Kapitel, in dem sich der O-Ton und deutsche Untertitel hinzuschalten. Weil diese Veröffentlichung auch potenziell für das nichtdeutschsprachige Ausland ist, gibt es neben kompletten deutschen Untertiteln noch welche in Englisch.
 ++/---

Extras
Extras
  • 12seitiges Booklet
DVD 1:
  • 2 Audiokommentare
  • Das letzte Ungeheuer von Willis O'Brien (5:30 Min.)
  • Trailer dt. (1:49 Min.)
  • Trailer engl. (1:57 Min.)
  • Der Katholische Filmdienst (1:08 Min.)
  • Der Evangelische Filmbeobachter (1:38 Min.)
  • Super 8-Fassung England (15:45 Min.)
  • Super 8-Fassung USA (7:13 Min.)
  • Filmografie Willis O'Brien (30 Seiten)
  • Bildergalerie (60 Bilder)
  • Werberatschlag (0:29 Min.)
  • Die Auferstehung des Monsters - Über die deutsche Fassung (14:32 Min.)
  • Demnächst in der Galerie des Grauens: "Frankensteins Tochter" (1:24 Min.)
  • Credits (1 Seite)
  • Hidden Features
DVD 2:
  • Englische Fassung (78:30 Min.)
  • Deutsche Fassung (72:03 Min.)
VerpackungKeepCase
 Nicht nur der schöne Menuaufbau und das ansprechende, weil klassische Design des Covers sind mittlerweile zur netten Regelmäßigkeit der "Galerie des Grauens" geworden, auch auf Audiokommentare kann man wieder zurückgreifen. Der Kommentar der beiden Buio Omeganer Christian Keßler und Ingo Strecker ist abermals eine Wucht! Diesmal haben die beiden weder Kosten, noch Mühen gespart und sprechen den Audiokommentar direkt am schottischen Loch Ness ein - stilgerecht mit einem Glas Whiskey in der Hand. Die begeisterten Cineasten, die eine tolle Mischung aus Unterhaltung und Hintergrundwissen bereithalten, haben sich während der Aufnahme übrigens nicht nur in ein filmisches Abenteuer gestürzt, sondern entdecken einige unglaubliche Dinge - Reinhören ist Pflicht! Kommentar Nummer 2 mit Rolf Giesen, der den Genrefilm zu seinem Fachgebiet zählt, klingt etwas künstlich, weil scheinbar in mehreren Teilstücken aufgenommen wurde. Auch sein Vorlesen aus Publikationen macht den Vortrag etwas trocken. Allerdings wird hier Hintergrundmaterial "en masse" dargeboten, was mit persönlichen Eindrücken und Erinnerungen aufgewertet wird. Schließlich pflegt Dr. Giesen eine Menge persönliche Kontakte zur Filmszene, über die er von Beginn an berichtet. Wer besonders viel Wert auf die zeitgeschichtliche Einordnung und Bewertung des Filmes legt, kommt hier auf seine Kosten.
Ingo Strecker aka. "Ingojira" hat nicht nur den 12seitige Booklet-Text mit Infos über die Produktionsgeschichte verfasst, sondern präsentiert auf DVD 1 noch einige selbst produzierte Beiträge. Dazu gehört die Video-Biografie des Effektkünstlers Willis O'Brien, die sehr schnell auf "Das Ungeheuer von Loch Ness" zu sprechen kommt und ihn im Splitscreen-Verfahren mit seinem Vorbild "Panik in New York" vergleicht. Sehr amüsant sind auch seine Lesungen aus zwei religiös verwurzelten Filmkritiken. Von den beiden Super 8-Fassungen, die verständlicherweise in einer schlechten Qualität vorliegen, ist vor allem die 7minütige Fassung aus den USA sehr kurios: Sie limitiert den Film auf wenige, aber sehr actionreiche Szenen und kann deswegen als überlanger Stummfilmtrailer gehalten werden. Die eigentlichen Trailer zu diesem Film sind allerdings auch auf der DVD enthalten. In der mit Fotos und Bildunterschriften liebevoll aufgearbeiteten Filmografie zu Willis O'Brien gibt es neben Trailern noch zwei prähistorische Trickkomödien und einen geheimnisvollen Abenteuerfilm mit vergessen geglaubten Protagonisten zu entdecken, was allein in diesem Bereich eine Gesamtspielzeit von fast 50 Minuten bedeutet. Am Ende der Bildergalerie wird noch auf Ingo Streckers Buch zu O'Briens Schaffen hingewiesen. Die "Auferstehung des Monsters" befasst sich mit der Aufarbeitung der deutschen Fassung, die aufwendig restauriert werden musste. Neben den Tricks, den die Restauratoren bei brüchigen Bildmaterial und fehlenden Ton anwandten, bekommt man außerdem Bericht erstattet über die Unterschiede der deutschen Fassung. Den Abschluss der ersten DVD machen eine Vorschau auf den schön trashig aussehenden "Frankensteins Tochter" und die Credits, die alle Mitwirkenden dieser DVD auflistet.
DVD zwei enthält die deutsche Fassung und die englische. Beide reichen bei der Bildqualität nicht an die US-Fassung der ersten DVD heran, sehen aber noch sehr ordentlich aus. Außerdem besitzen sie beide komplette Menus, englische und deutsche Sprache und Untertitel, wie der Film auf DVD 1 auch.
 ++++/-

Fazit
Mit einem Seemonster von Loch Ness konnten die deutschen Zuschauer vermutlich mehr anfangen als mit dem biblischen (Land-)Monster, also wurde die US-amerikanische Produktion fix vom Behemoth auf das schottische Nessie umgetauft. Zur Freude von Fans trashiger Katastrophenfilme sieht das Ungetüm, das durch eine Atombombenexplosion aus seinem jahrhunderte währenden Schlaf geweckt wird und nun zurück durch London zum Friedhof seiner Ahnen zieht, herrlich billig aus. Daran ändern auch die an Hondas Interner Link"Godzilla"-Original bzw. an Eugene Louries "Panik in New York" erinnernden Sequenzen beim Zerstören der Stadt nichts: Das Budget für das Monster schien nicht allzu hoch gewesen zu sein, was das Knopfaugenungetüm etwas starr aussehen lässt, dem Filmspaß aber keinen Abbruch tut.
Im Vordergrund der Handlung stehen zwei Wissenschaftler, die eindringlich vor der Wirkung von atomarer Strahlung durch Bombenversuche warnen - und alsbald ihre praktischen Beweis im Ungeheuer finden. Zu Beginn geht's zum Ursprung allen Übels, einem Fischerdorf, in dem tausende tote Fische und so mancher toter Fischer an Land gespült wird. Danach wird es mir etwas zu "trocken", bevor sich das Geschehen nach London verlagert, wo die Katastrophe ihren Lauf nehmen soll. Dort warten bereits Militär, Wissenschaft und Politik auf das Eintreffen des riesigen Urzeitmonstrums, das nach seiner Ankunft erstmal Anwohner durch die Straßen scheucht und Bauwerke randalieren darf. Die tollen Effekte der radioaktiven Auswirkung und die ordentliche Zerstörungswut lassen "Das Ungeheuer von Loch Ness" leider fast zu schnell enden. Denn zum Schluss, wenn die Wissenschaft die tumbe Laune der Natur besiegt, ist es fast zu schön, um es enden zu lassen.

Wer sich für den Film noch nicht erwärmen kann, der sollte an die reichhaltig ausgestattete, superbe DVD-Veröffentlichung denken. Denn mindestens nach den Audiokommentaren wird man sich sehr für diesen frühen Monsterfilm interessieren, der technisch einwandfrei aufgearbeitet wurde.



Bilder der DVD




Druckbare Version
Ungeheuer von Loch Ness, Das (Galerie des Grauens #07)
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