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D, FR, IT 1972
Originaltitel:Ragione per vivere e una per morire, Una
Alternativtitel:Sie verkaufen den Tod
aka. Massacre at Fort Holman
aka. Razón para vivir y una para morir, Una
aka. Reason to Live, a Reason to Die, A
aka. Une raison pour vivre, une raison pour mourir
Länge:79:21 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 12 Jahre
Regie:Tonino Valerii
Buch:Rafael Azcona, Ernesto Gastaldi, Tonino Valerii
Kamera:Alejandro Ulloa
Musik:Riz Ortolani
Darsteller:James Coburn, Telly Savalas, Bud Spencer, Reinhard Kolldehoff, José Suárez, Ugo Fangareggi, Guy Mairesse, Benito Stefanelli, Adolfo Lastretti, Turam Quibo, Fabrizio Moresco, Francisco Sanz, Carla Mancini, Rudolf G. Boevini, Georges Géret
Vertrieb:3L
Norm:PAL
Regionalcode:0
DVD-Start:19.11.2009 (Kauf)



Inhalt
Mitten im amerikanischen Bürgerkrieg: Den dicken Eli (Bud Spencer) plagt wieder der Hunger. Auf der Suche nach Essbarem gerät er jedoch, da alle Nahrungsmittel streng rationiert sind, schnell mit dem Gesetz in Konflikt. Die Schlinge bereits um den Hals, bleibt dem Dicken nur die Wahl, sich unter dem Kommando von Colonel Pembroke (James Coburn) zu einem Himmelfahrtskommando zu melden. Zusammen mit sieben weiteren Halunken soll das als uneinnehmbar geltende Fort Holman erstürmt werden. Doch der Dicke wäre nicht der Dicke, würde er es nicht schaffen, mit schlagenden Argumenten den kommandierenden Major "Warzenschwein" Ward (Telly Savalas) zu stürzen und die Gulaschkanone zu erobern.

Bild
Format2,35:1 (anamorph)
NormPAL
 Auch bei diesem Film ist die Bezeichnung "New Digital Remastered" unzutreffend und vermutlich nur ein Vorwand, den Film abermals zu veröffentlichen, ohne wirklich Arbeit reinzustecken. Ein Anzeichen für das Fehlen der Nachbearbeitung sind die vielfältigen Bildfehler wie kleine Kratzer, Spinnenfäden und partielle Beschädigungen. Dazu gesellt sich ein etwas nervöses Hintergrundflackern, ein zu dicker Kontrast, der das Bild etwas zu dunkel zeichnet und typisch kräftige, aber ebenso verfälschte Farben. Letzteres sorgt für einen halbwegs ordentlichen Eindruck, den das angegriffene Master allerdings wegen der nur durchschnittlichen Schärfe wieder aufs Spiel setzt. Eine restaurierte Fassung ist es also nicht. Würde das nicht auf der Hülle stehen, könnte man mit der DVD auch ganz gut leben, Western-Fans sind in der Regel eh nicht auf höchste Qualitätstandards erpicht.
 +++---

Ton
FormateDolby Digital 2.0
SpracheDeutsch
Untertitel-
 Der schroffe Ton im Deutschen, der vermutlich noch Mono ist, reißt ein wenig bei einigen Lauten, ist sonst aber ganz in Ordnung. Ein wenig Rauschen und manchmal auch dezentes Knistern dringen durch, was man bei Filmen dieser Gattung und dieses Alters aber fast als Authentizitätsbeweis werten kann. Allerdings hätte die Musik noch etwas kraftvoller und sauberer sein können. Außerdem fehlt mal wieder ein Originalon und eine Untertitelung.
 ++/---

Extras
Extras
  • Dt. Original-Kinotrailer (3:02 Min.)
  • Slideshow (8 Bilder)
  • Filmo- und Biografien:
    • Bud Spencer (15 Seiten)
    • James Coburn (9 Seiten)
    • Telly Savalas (8 Seiten)
VerpackungKeepCase mit FSK-Wendecover
 Welche Szenen man in der deutschen Fassung verpasst, die gegenüber der Originalfassung gestutzt wurde, darf man sich im Trailer probeweise anschauen. Der enthält nämlich noch eine Menge Szenen der eigentlichen Fassung. Dazu gibt es Textinformationen zu drei der Hauptdarsteller.
 +-----

Fazit
Nach dem Erfolg des Spencer/Hill-Westerns Interner Link"Die rechte und die linke Hand des Teufels" und dessen Fortsetzung Interner Link"Vier Fäuste für ein Halleluja" wandelte Bud Spencer mit "Der Dicke und das Warzenschwein" auf Solopfaden. Allerdings ist der hier noch kein reines Spencer-Vehikel wie die spätere "Plattfuß"-Reihe, sondern ein typischer Western, der den dicken Brummbär in eine der drei Hauptrollen steckt. Ursprünglch hieß dieser Film nämlich "Sie verkaufen den Tod", war ein harter Western und wurde erst mit später mit neuer Synchro, neuer Schnittfassung und einer etwas veränderten Marketing-Strategie als Spencer-Film angepriesen.
Das Cover täuscht dennoch, denn der sonst schlagkräftige Akteur darf in diesem Film nur einen einzigen Hieb in die Magengrube verteilen, muss also auf sein beliebtes Markenzeichen verzichten. Dank der auf Klamauk getrimmten Neusynchro wird allerdings der Comedy-Aspekt gegenüber der Originalfassung, in der James Coburn und Telly Savalas eine gewichtigere Rolle spielen, gestärkt. Hier wie dort geht ein in Ungnade gefallener Colonel (Action-Routinier Coburn) zu Zeiten des amerikanischen Bürgerkriegs in einer verdeckten Aktion gegen seinen Erzfeind (gespielt von Savalas) vor und stellt dessen Festung ziemlich auf den Kopf. Dazu schart er eine handvoll Galgenvögel um sich, u.a. Bud Spencers Eli, um das uneinnehmbare geltende Fort von innen heraus zu überfallen.
Durch die Kürze von gerade mal 80 Minuten, einigen saloppen Sprüchen - im Gegensatz zum missglückten Interner Link"Joe, der Galgenvogel" amüsant genug - und ein paar actionreichen Momenten, deren Höhepunkt der Angriff im Hof der Festung mit Dynamit und Maschinengewehren ist, bleibt der Western sehr unterhaltsam. Allerdings gehen die 30 Minuten Handlungskürzungen nicht spurlos am Filmflair vorbei, denn einige Übergänge sind doch sehr abrupt bzw. lassen Fragen offen, z.B. die Ermordung in der Scheune. Als Entschädigung hält die auffallend hübsch ins Bild gerückte Festung her, die als stiller Darsteller eine Hauptrolle übernimmt, und Spencers Geplänkel. Enttäuschend ist dafür das Filmende, bei dem man sich fragen wird, ob das den gesamten Trubel wert war.

3L hat neben dieser Fassung die originale Western-Version unter dem Titel "Sie verkaufen den Tod" veröffentlicht. Wer mehr Comedy mag, ist hier genau richtig, wer mehr spröde Western-Atmosphäre mit entsprechend harten Momenten liebt, der sollte zum Original greifen. Allerdings muss man seine alte e-m-s-Scheibe nicht wegwerfen, denn eine Überarbeitung scheint nicht stattgefunden zu haben oder ist zumindest nicht bemerkbar.



Bilder der DVD




Druckbare Version
Dicke und das Warzenschwein, Der
News3L- und Wicked-Vision-Gewinnspiel zum Spencer/Hill-Comeback!
Sie verkaufen den Tod
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