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HU, USA 2008
Originaltitel:Immigrants (L.A. Dolce Vita)
Alternativtitel:Immigrants
aka. Immigrants - Jóska menni Amerika
Länge:73:37 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 12 Jahre
Regie:Gabor Csupo
Buch:Billiam Coronel, Josh Lieb
Musik:Gabor Csupo, Gregory Hinde, Drew Neumann
Darsteller:(Stimmen) Hank Azaria, Tom Kenny, Carl Lumbly, Laraine Newman, Christina Pickles, Freddy Rodríguez, Will Shin
Vertrieb:Savoy / Sunfilm
Norm:PAL
Regionalcode:0
DVD-Start:20.08.2009 (Verleih) / 30.09.2009 (Kauf)



Inhalt
Willkommen in Amerika! Wollen Sie Snoop Dogg treffen oder einmmal Pamela Anderson näher kommen? Vielleicht, aber der wahre Grund ist der amerikanische Traum, den auch Vlad aus Russland und sein bester Kumpel Joska aus Ungarn träumen. Sie leben in Los Angeles in dem etwas heruntergekommenen Appartmenthaus Vista del Mar mit einer bunten Schar aus Nachbar, darunter Falco aus Mexiko, Herrn Chea dem China-Imbiss-Besitzer, Nazim dem pakistanischen Atomwissenschaftler, der jetzt Busfahrer ist, und Mr. Spit, einem alten Zuhälter. Vlad und Joska wollen viel Geld verdienen und schöne Frauen treffen. Nicht ganz einfach ohne gültige Aufenthaltsgenehmigung. Aber davon lassen sich die beiden liebenswerten Chaoten nicht aufhalten. Im Land der unbegrenzten Möglichkeiten kommen die beiden auf die haarsträubendsten Ideen, um ihr Ziel zu erreichen und schlittern von einer Katastrophe in die nächste.

Bild
Format1,85:1 (anamorph)
NormPAL
 Dieser Animationsfilm wird im anamorphen Format auf das digitale Medium gebannt und ist freilich ein farbenfrohes Spektakel - wie es sich für dieses Genre gehört. Mit den messerscharfen Bildern einer Pixar-Renderorgie kann es "Immigrants" zwar nicht aufnehmen, die Kantenschärfe befindet sich aber trotzdem auf angenehm hohen Niveau. Ein wenig sieht es nach Stil aus, also einer Verbindung von modernen Animationstechniken mit handgezeichneten Bildern, die den Film und damit die DVD prägen. Besonders gelungen ist die ruhige Kompression. Die wenigen Säume um Kanten sind so gering, dass sie nicht auffallen und schnelle Bewegungen bereiten ihr ebenfalls keine Probleme. Der Hintergrund bleibt erfreulich ruhig, sieht aber auch nicht eingefroren aus, sprich: zähes Blockrauschen enthält die DVD glücklicherweise nicht.
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Ton
FormateDolby Digital 5.1 (Deu), Dolby Digital 2.0 (En)
SpracheDeutsch, Englisch
UntertitelDeutsch
 Klarer Fall von verhunztem Ton in beiden Sprachen: Die deutsche Version bekommt zwar einen 5.1-Modus, Effekte bekommt man dafür trotzdem nicht aus den hinteren Lautsprechern zu hören. Dafür einen hörbaren, weil deutlich verzögerten Nachhall aus den Frontlautsprechern, der in einigen Szenen nervige Formen annimmt. Ansonsten sind sowohl die deutsche Synchro als auch die Klangqualität der Geräusche und Musiken sehr in Ordnung. Auch wenn man den Bass nur unterschwellig wahrnimmt, weil er nicht zur Effektheischerei missbraucht, ist es doch schön, dass er einige Passagen frisch und lebendig gestaltet. Die englische Fassung, die bei den Sprechern einen gleichartigen, osteuropäische Akzent feststellen lässt, ist sehr viel lauter als die deutsche Version. Dies lässt auch die Schwächen des Stereomodus hervorstechen: zu laute und damit übersteuernde Stimmen und Musikeinspielungen, die einer DVD eines aktuellen Films einfach ungebührlich sind.
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Extras
Extras
  • Musikvideo (3:06 Min.)
  • Bildergalerie (6:20 Min.)
VerpackungKeepCase im Pappschuber
 Im Bonusbereich herrscht Langeweile: Das im Hauptmenu ausschnittsweise gespielte Lied gibt es als Musikvideo. Zwar ist die Verbindung zwischen Comic und Realpersonen nicht schlecht, aber warum muss man das in einem winzigen Fensterchen angucken, das nichtmal ein Fünftel des Bildschirms bedeckt? Die Galerie hab ich nur mit viel Mühe zum Starten bekommen und sie enthält bis auf ein Plakat zum Schluss nur Screenshots aus dem Film.
Das FSK-Logo befindet sich übrigens nur auf dem Schuber, nicht auf dem Einleger der Amaray.
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Fazit
Der amerikanische Traum soll für zwei Freunde, einen Russen und einen Ungarn, wahr werden. Allerdings nicht der Weg zum großen Geld, sondern die Selbtverwirklichung schweben den illegalen Einwanderern Joska und Vladi vor. Dass den beiden illustren Figuren mit starken Akzent anfangs ein paar Stolpersteine in den Weg gelegt werden, versteht sich von selbst: Die ersten Jobs sind mies und schlecht bezahlt, das Ansehen und der Glaube an den Durchbruch sinkt. Zwar gelangen die beiden immer wieder durch ihre unverwechselbare, etwas naive Art an Jobs (z.B. Türsteher, Preissäufer, Supermarktverkäufer), das liebe Geld (bzw. der Weg dorthin) treibt aber immer wieder einen Keil zwischen die Freundschaft, so dass die beiden letztlich immer wieder abspringen müssen.
Besonders zwei gegensätzliche Motive treibt "Immigrants" voran: auf der einen Seite der greifbare nahe Reichtum, mit all seinen Vorzügen wie Luxus, Berühmtheit und Begehrtheit, auf der anderen Seite die Wurzeln der Figuren, zu den die beiden Protagonisten stets wieder zurückfinden müssen, um ihre Identität nicht zu verlieren. Inszeniert ist das von Interner Link"Brücke nach Terabithia"-Regisseur Gabor Csupo allerdings als sehr leichte Unterhaltung, die sämtliche Tabus der Reihe nach oberflächlich bzw. amüsant abhakt und nebenbei mit in Comicform gepressten Stars und Reminiszensen an Hollywood punkten will. So sinnfrei, wie sich das anhört, ist es allerdings auch: Die stellenweise aufblitzende Satire wird mal mehr, mal weniger stark vom proamerikanischen Klischee aufgefressen und die Anarcho-Momente des Duos verlieren damit stark an Kraft und Witz. Stellenweise fühlt man sich an, auch des Zeichenstils wegen, an einen Animationsfilm für Kinder erinnert, dem man allerdings sämtliche niedlichen Momente entrissen hat, um sie zaghaft mit Erwachsenenthemen zu ersetzen.
Laut losprusten wird man also nicht, langweilig ist die episodenhafte Erzählung, die natürlich einen versöhnlichen Ausgang findet, aber auch nicht. Und das, obwohl "Immigrants" eigentlich keine durchgängige Geschichte mit dramatischen Wendungen und Höhepunkten bieten, sondern sich von Begebenheit zu Begebenheit hangelt. Sehr interessant ist dafür das Geschehen im Hintergrund: Auf Details haben die Macher geachtet - und das sollte der Zuschauer ebenfalls!



Bilder der DVD




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