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UK 1996
Originaltitel:Leading Man, The
Alternativtitel:Leading Man
Länge:95:19 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 16 Jahre
Regie:John Duigan
Buch:Virginia Duigan
Kamera:Jean-François Robin
Musik:Edward Shearmur
Darsteller:Jon Bon Jovi, Anna Galiena, Lambert Wilson, Thandie Newton, Barry Humphries, Patricia Hodge, Diana Quick, David Warner, Laura Austin-Little, Trilby Beresford, Tam Dean Burn, Claire Cox
Vertrieb:WGF / Schröder Media / TMG
Norm:PAL
Regionalcode:0
DVD-Start:28.01.2010 (Kauf)



Inhalt
Der ebenso charismatische, wie durchtriebene Schauspieler Robin Grange, benutzt sein Gast-Engagement - an einem renommierten Londoner Theater - geschickt für seine eigenen Interessen. Als schillernder Star der Truppe, schleicht er sich in die, vor allem weiblichen, Herzen der Ensemblemitglieder. Es gelingt ihm, mit geradezu diabolischer Finesse, dem erfolgreichen Theaterautoren Felix Webb die attraktive Ehefrau auszuspannen und ihn zudem als Sprungbrett für eine internationale Karriere zu benutzen. Robins unschlagbare Waffen: Sex, Charme und Indiskretion.

Bild
Format1,56:1 (Letterbox)
NormPAL
 Die Bildvorlage lässt eine lediglich durchschnittliche Qualität zu und liegt im Letterbox-Format vor. Der Kontrast ist meistens gut ausbalanciert, lediglich in sehr dunklen Bereichen gehen Details verloren und dem Schwarzwert fehlt es etwas an Sättigung. Die Farbgebung wirkt natürlich, jedoch nicht allzu kräftig. Die Bildschärfe lässt ausreichend Details sichtbar werden und die Kompression arbeitet ordentlich im Hintergrund. Lediglich ein deutliches Rauschen sorgt für etwas Unruhe. Somit kann der Transfer zwar zufrieden stellen, für eine gerade mal knapp 15 Jahre alte Kinoproduktion wäre jedoch mehr zu erwarten gewesen.
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Ton
FormateDolby Digital 2.0 (Stereo)
SpracheDeutsch, Englisch
Untertitel-
 Die deutsche Synchronfassung in Stereo klingt durchaus akzeptabel. Die Stimmwiedergabe wirkt zwar etwas aufgesetzt, wurde ansonsten aber gut in den Mix integriert. Leider fehlt es an einer ordentlichen Dynamik, wodurch die deutsche Fassung etwas flach klingt. Besser gibt sich da das englischsprachige Original, das ebenfalls in Stereo auf der DVD vorhanden ist. Der Mix klingt harmonischer und das Zusammenspiel von Dialogen, Musik und Effekten differenzierter, was keine Überlagerungen zulässt. Deswegen ist der O-Ton natürlicher als die deutsche Synchro, doch reicht das Gebotene beider Tonspuren für den Film völlig aus. Leider stehen keine Untertitel als Alternative zur Verfügung.
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Extras
Extras
  • Trailershow:
    • Angus - Voll Cool (2:02 Min.)
    • Mask of the Ninja (1:19 Min.)
    • Nobel Son (2:21 Min.)
    • Alexander - Der Kreuzritter (1:52 Min.)
    • Earthsea (1:49 Min.)
VerpackungKeepCase mit FSK-Wendecover
 Als Bonus gibt es lediglich weitere Trailer des Anbieters.
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Fazit
Singende Schauspieler oder schauspielernde Sänger sind nicht unbedingt die beste Kombination, wie zahlreiche Produktionen beweisen. Besonders wenn es um Quereinsteiger aus dem Musikgeschäft ins Filmgeschäft geht, ist das Ergebnis eher ernüchternd. Eine positive Ausnahmen stellt Jon Bon Jovi dar, der zwar auch keine preisverdächtige Leistung darbietet, für ausgewählte Rollen jedoch eine gute Figur macht. So auch in "Die Stunde des Verführers", in der er einen Gigolo verkörpern darf und aufgrund seiner Ausstrahlung eine überzeugende Leistung abgibt. Dies ist auch extrem wichtig für den Film, da die Story von ihren Charakteren lebt.

Die Handlung dreht sich um eine englische Theatergruppe, die für ein neues Stück probt. Der aus Amerika engagierte Schauspieler Robin Grange (Jon Bon Jovi), der Augrund einiger sexueller Ausrutscher mit den Gattinnen seiner Arbeitgeber wieder einen Neustart vom Film zum Theater beginnen möchte, ist für besagtes Stück als männliche Hauptrolle erkoren worden. So ganz kann er sich jedoch nicht von seinem Laster lösen, weswegen er zügig mit hinterhältigem Charme die Herzen der weiblichen Mitglieder der Gruppe erobert. Anderweitige Probleme hat der Theaterautor Felix Webb, der das Stück geschrieben hat und eine Beziehung zur Hauptdarstellerin hat. Eigentlich kein Problem, wäre Webb nicht verheiratet. Zwar ahnt seine Frau von der Beziehung, doch freigeben möchte sie ihren Mann auch nicht. Da kommt Grange gerade richtig: Er soll Webbs Frau verführen, um den Weg für Webbs Neue freizumachen. Webb willigt ein ohne die wirklichen Pläne von Grange zu durchschauen, der es nicht nur auf Webbs Frau sondern auch auf dessen Geliebte abgesehen hat und noch weitere Intrigen spinnt ...

Was anfänglich wie ein Ehedrama klingt, entpuppt sich sehr zügig als gut durchdachtes Katz-und-Maus-Spiel zwischen Grange und Webb. Granges wahre Hintergründe bleiben bis zum Ende hin im Dunkeln, weil Regisseur John Duigan und Drehbuchautorin Virginia Duigan dem Zuschauer immer wieder etwas vorgaukeln. Jeder rote Hering verläuft meist sehr zügig im Sand und der Zuschauer muss seinen Standpunkt immer wieder neu setzen, was die Geschichte nie langweilig werden lässt. Jon Bon Jovi passt perfekt in die Rolle des geheimnisvollen Verführers und auch sein Gegenspieler Webb wird sehr gut von Lambert Wilson verkörpert. Anfangs sind beide scheinbar Freunde, dann entwickelt sich aber eine ungemeine Spannung zwischen den beiden grundverschiedenen Typen. Genau diese Gegensätze sind es, die spätestens in der zweiten Hälfte beim Aufeinandertreffen der beiden Kontrahenten die Luft knistern lassen. Sympathie für einen der beiden mag man nicht wirklich entwickeln, da beide ein unfaires Spiel betreiben. Dafür lässt sich leicht mit den weiblichen Hauptrollen sympathisieren, die zwischen die Fronten geraten.

Der Film versteht sich als Erotik-Thriller, doch fehlt es etwas an sexueller Energie wie es beispielsweise bei Interner Link"Basic Instinct" der Fall war. Zwar dürfte Jon Bon Jovi mit seiner Darstellung gerade weibliche Zuschauer ansprechen, der männliche Teil hingegen bekommt außer einer intelligenten Handlung keinen Schauwert geboten, obwohl die weiblichen Hauptrollen mit Anna Galiena und Thandie Newton optisch ansprechend besetzt wurden. Vieles wird lediglich angedeutet, aber nicht weiter ausgebaut - was allerdings für prickelnde Gedanken sorgt. So darf man behaupten, dass "Die Stunde des Verführers" ein guter Film für Zwischendurch geworden ist, der besonders Frauen ansprechen wird.



Bilder der DVD




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