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D 2009
Originaltitel:Zombie Reanimation
Alternativtitel:Night of the Living Dead: The Beginning
Länge:83:33 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ungeprüft
Regie:Jochen Taubert, Thomas Kercmar
Buch:Jochen Taubert
Kamera:Jochen Taubert, Christian Schröer, Tim Lölfing, Jan Stroetmann
Musik:Tim Jakob
SFX:Carsten Schulte Braucks, Tanja Effenberger
Darsteller:Thomas Kercmar, Tasso Mintopolos, Erich Amerkamp, Tanja Weiden, Andreas Resing, Manoush, Silke Barenbrok, Sandra Schmidt, Martin Hentschel, Danny Niederhoff, Kai Lichtenberg, Patrick Stengel
Vertrieb:Laser Paradise / NSM
Norm:PAL
Regionalcode:0
DVD-Start:07.12.2009 (Kauf)



Inhalt
Es begann alles mit der ersten Zombie-Infektion im Jahr 1945.
Zwei fanatische Ärzte entdeckten durch Zufall einen Virus, der Leichen lebendig werden lässt. Doch schnell stellen sie fest, dass man die Untoten nicht kontrollieren kann. Ihr Verlangen nach Fleisch ist zu groß und lässt kein Denken zu. Viele Jahre später starten die beiden ein neues Experiment.
Ihr Tun hinterlässt eine lange blutige Spur ...

Bild
Format2,00:1 (Letterbox)
NormPAL
 Bei "Zombie Reanimation" handelt es sich um eine Low-Low-Budget-Produktion. In Anbetracht dessen kann man mit dem Bildergebnis zufrieden sein. Dennoch merkt man dem Film seinen Produktionsumstand recht deutlich an. Die Schärfe bewegt sich im Mittelmaß und lässt das Bild weitgehend weich und alles andere als detailliert erscheinen. Es gibt zwar auch deutlich besser aussehende Nahaufnahmen, die gehören aber der Seltenheit an. Zudem ist der Kontrast etwas zu steil und nicht natürlich genug ausgefallen, was Details in dunklen Szenen teilweise absaufen lässt. Schuld daran ist wohl auch die Ausleuchtung des Films, die alles andere als einen professionellen Eindruck macht. Dadurch werden Farbtöne verfälscht, was einige Passagen unnatürlich aussehen lässt. Zudem hätte die Farben satter sein können. Die Kompression sorgt für deutliche, vermeidbare Unruhen und es ist etwas Rauschen vorhanden. Für 3 Punkte reicht es aber allemal.
 +++---

Ton
FormatePCM Stereo 2.0
SpracheDeutsch
Untertitel-
 Beim unkomprimierte PCM-Stereoton handelt es sich um eine Mischung aus originalem Set-Ton und nachsynchronisierten Szenen. Die Dialoge sind meistens gut verständlich, es gibt aber auch ein paar unbedeutende Szenen, bei denen man etwas genauer hinhören muss. Positiv fällt die Dynamik der Tonspur auf, die während musikalischer Einsätze einen kräftigen Bass heraushören lässt. Für eine kleine Produktion kann man mit der Tonspur demnach zufrieden sein.
 +++/--

Extras
Extras
  • Making of (2:23 Min.)
  • Musikclip (3:55 Min.)
  • Trailer: Dornröschen (2:19 Min.)
  • Trailer: Pudelmützen Rambos (0:30 Min.)
  • Trailer: Tortura (2:36 Min.)
Verpackungkleine Hartbox
 Das Making of entpuppt sich leider nur als 2minütige Aussagen einiger Darsteller, die über ihre Rollen berichten und ein kleines Fazit zum Dreh mit Jochen Taubert abgeben. Auch der Musikclip kann nur bedingt überzeugen, weil er mit dem Film nichts zu tun hat, außer dass er ebenfalls von Taubert inszeniert wurde. Wer keine weiteren Taubert-Filme kennt, darf sich anhand von zwei Trailern einen kleinen Vorgeschmack holen. Der Trailer zu Interner Link"Tortura" startet vor dem Titelmenü.
 +-----

Fazit
Der Name Jochen Taubert ist Programm, wenn es um Filme mit schlechten Geschmack zu geht. Man darf ihn als Ed Wood des 21. Jahrhunderts bezeichnen, denn seine Regiewerke sind für die meisten Filmfans ein absolutes Tabuthema. Nicht, weil er Grenzen überschreitet, sondern weil seine Filme so schlecht sind, dass selbst die Bezeichnung "Trash" als Adlung anmutet. "Billigste Amateurfilme" wäre passender: Kaum Budget, schlechte Darsteller, kaum Handlung und eine miserable Technik zeichnen Tauberts Film aus, weswegen sich ein Großteil der Filminteressierten mit Schrecken abwendet. Allerdings ist es gerade diese unbeschwerte Belanglosigkeit, die eine kleine Fangemeinde so liebt. Taubert dreht seine Filme frei Schnauze, so wie er es will, und es scheint ihm egal zu sein, ob irgendjemand Interesse daran hat. So ist auch kaum eine Steigerung in seiner Filmografie auszumachen und irgedwie verhällt es sich wie mit einem Porno: Kennste einen, kennste alle! Sein neuester Output nennt sich "Zombie Reanimation" und stellt sein Version von Interner Link"Re-Animator" dar.

Erstmalig ist bei diesem Film sogar eine produktionstechnische Verbesserung auszumachen, denn die Geschichte ist kurzweilig erzählt und witzig anzusehen. Sicherlich sind die meisten der Darsteller alles andere als talentiert und auch die zahlreichen Effekte wirken eher billig, aber es wird eine kontinuierliche Geschichte geboten, was man von Werken wie "Maniac Killer", "Ich piss' auf deinen Kadaver" und "Pudelmützen Rambos" nicht behaupten kann.

Bei "Zombie Reanimation" geht es um ein Serum, welches - wie so oft (besonders im Amateurfilm) - die Toten wiederbelebt. Wie es eben kommen muss, geht etwas gehörig schief und die lebenden Toten infiltrieren die Welt - in diesem Fall Tauberts Heimatdorf Stadtlohn im münsterländischen Kreis Borken. Also wandeln die Toten durch Imbissbuden und Felder, und ziehen dabei eine blutige Spur der Verwüstung hinter sich her. Zu verdanken ist dies zwei Ärzten, die mit dem Serum während des zweiten Weltkrieges in Berührung kamen und seit dieser Zeit nicht mehr altern. Übrigens sind diese Filmrückblicke dank der zahlreichen Kostüme sehr gelungen. Entweder einer im Bekanntenkreis ist ein Sammler solcher Uniformen oder der Kostümfundus des gesamten Münsterlandes wurde von Taubert für diese Szenen in Beschlag genommen.
Der übliche Humor des Regisseurs, der eine kleine Rolle als debiler, von seiner Frau betrogener Arzt hat, kommt in der Gegenwart mit der Brechstange zum Vorschein. Irgendwie haben alle Charaktere einen kleinen Sockenschuss weg. Eine Ausnahme stellt lediglich der aus zahlreichen Timo Rose-Filmen und Bethmannschen Pornos bekannte Thomas Kercmar dar, der als verrückter Wissenschaftler eine gute Figur abgibt. Daneben spielen weitere bekannte Gesichter wie Erich Amerkamp (Interner Link"Insel der Dämonen") und in einer Gastrolle Manoush (Interner Link"Barricade"), die sich bislang im Independensektor einen kleinen Namen gemacht haben. Sie sorgen dafür, dass "Zombie Reanimation" zu Tauberts bestem Werk wird, auch wenn es immer noch ein Amateurfilm ist.

Wer eine Abneigung gegen Taubert oder Z-Movies im Allgemeinen hat, wird auch mit diesem Werk nicht zurecht kommen. Anhänger unbeschwerter Unterhaltung, die ohne echten Sinn und Verstand auskommt, sind hier allerdings richtig, denn Taubert ist mit "Zombie Reanimation" zumindest in die Trashliga aufgestiegen, jedoch weit davon entfernt ein ernster Regisseur zu werden.



Bilder der DVD




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