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USA 2008
Originaltitel:Way of War, The
Alternativtitel:-
Länge:86:50 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 16 Jahre
Regie:John Carter
Buch:John Carter, Scott Schafer
Kamera:Kevin Sarnoff
Musik:James Melvin
SFX:Identity Studios
Darsteller:Cuba Gooding Jr., J.K. Simmons, Mark Joy, Jaclyn DeSantis, Edrick Browne, Vince Canlas, Brad C. Carter, Patrick Michael Carney, J. Omar Castro, Marc Gill, Sarah Ann Schultz, Jayson Warner Smith
Vertrieb:Splendid
Norm:PAL
Regionalcode:2
DVD-Start:26.06.2009 (Verleih) / 28.08.2009 (Kauf)



Inhalt
US-Soldat David Wolfe (Cuba Gooding Jr.) wird als Elitekämpfer in den Mittleren Osten gesandt, um zusammen mit seinen Kameraden den Anführer einer Terrororganisation zu vernichten. Doch während dieses Auftrags kommen sie vor Ort einer bedeutenden und ungeheuerlichen Verschwörung auf die Spur, die unter anderem die höchsten Ränge der US-Regierung involviert. Als Totgeglaubter kehrt er in die USA zurück und sieht sich nur einem einzigen Ziel gegenüber: Die Wahrheit ans Licht zu bringen bevor es zu spät ist! Ein packendes Katz-und-Maus-Spiel beginnt.

Bild
Format2,35:1 (anamorph)
NormPAL
 Gut sieht "Way Of War" auf DVD aus. Die szenenweise angepassten Farbfilter lassen immer wieder ein natürliches Bild durch, das ein sehr feines, aber nicht weiter störendes Rauschen im Hintergrund besitzt, aber mit einer angenehmen Schärfe auskommt. Die reicht aus, um selbst in dunklen Szenen überzeugende Werte abzuliefern, sowohl bei der Darstellung von Konturen als auch bei der Feinzeichnung im Hintergrund. Etwas wird sie allerdings doch gehindert vom düsteren Szenario, das diesen Film so bestimmt: Der Kontrast ist etwas ungewöhnlich, weil er Objekte schnell in die Dunkelheit aufsaugt. Das sonderbare daran ist allerdings nicht die tiefe Schwärze, sondern gerade der schwache Schwarzwert, der in einigen Szenen zum Vorschein kommt. Es sieht fast so aus, als ob man das Bild ganzheitlich etwas aufhellen musste, um dunkle Szenen ersichtlicher zu gestatlten. Die Kompression ist im Hintergrund mit geringem Rauschen beschäftigt und es kommen auch ein paar weiße Kratzer vor - wenn auch selten. In der 33. Minute ruckelt mal kurz das Taxi für ein paar Sekunden durchs Bild, weil sämtliche Bilder verdoppelt wurden, aber das könnte so gewollt sein. Insgesamt ordentlich gemacht, aber keine Hollywood-Qualität.
 ++++--

Ton
FormateDolby Digital 5.1
SpracheDeutsch, Englisch
UntertitelDeutsch
 Ich hätte mehr Action im Film und demnach mehr Aktivität des Surround-Systems erwartet. Tatsächlich ist das Geschehen kaum surround-technisch verwertbar, weil lediglich die Musik mit einem dezenten Bass und etwas Dynamik für Aufsehen sorgt. Diese Balance ist nötig, weil viele Szenen dialogreich ausfallen ohne Hintergrundgeräusche herauszuarbeiten, was gewissermaßen frontlastig wird. Mit ein paar aufregenderen Momenten macht sich der Klang aus den hinteren Boxen aber immer wieder mal bemerkbar, auch wenn das nicht reicht für diese Art Film. Die deutsche Synchro ist ebenso wie der Originalton erstklassig und deutsch untertitelbar.
 +++/--

Extras
Extras
  • Making Of (17:51 Min.)
  • Interviews (11:25 Min.)
  • Trailer
    • Divine Weapon (1:41 Min.)
    • Swing Vote (2:19 Min.)
    • Far Cry (1:35 Min.)
    • The Gene Generation (1:48 Min.)
    • Das Lazarus Projekt (2:17 Min.)
    • Mutant Chronicles (1:57 Min.)
    • Fire & Ice (1:31 Min.)
    • Schwerter des Königs (1:49 Min.)
VerpackungKeepCase mit FSK-Wendecover
 Die DVD enthält ein solide gemachtes, deutsch untertitelbares Making Of, das thematisch unterteilt ist. Es ist empfehlenswert, sich dieses genauso wie die Interviews, die teilweise ins Making Of eingeflossen sind, erst nach dem Film anzuschauen, man wird nämlich eine Menge Filmszenen sehen, die den Inhalt vorwegnehmen. Bei der Trailershow hat sich Splendid was einfallen lassen: Die Titel sind wie an einem Drehkreuz befestigt und laufen im Kreis am Zuschauer vorbei, der nur im richtigen Moment klicken muss, um den Trailer anzuschauen. Mit den Java-Funktionen einer Blu-ray lässt sich das vermutlich noch etwas komfortabler gestalten.
 ++----

Fazit
In "Way Of War" lässt sich der Oscar-prämierte Darsteller Cuba Gooding jr. ein weiteres Mal als patriotischer Held verheizen - eine Rolle, die er zwar mittlerweile im Schlaf spielen kann. Allerdings hat mich dieser Filmtypus bei ihm immer ein wenig genervt hat, weil er darin selten mehr als den niedergeschlagenen Auf- bzw. Aussteiger spielt. "Way Of War" sieht sich als Mischung aus Antikriegsdrama und Politthriller, bäckt allerdings mit kleineren Brötchen als beispielsweise der inhaltlich wie namentlich ähnliche Interner Link"The Art Of War", in dem ebenfalls ein ehemaliger Staatsbediensteter (hier: Elitesoldat, dort: hochrangiger Sicherheitsbeauftragter) für Tumult sorgt.
Hier soll es vor allem darum gehen, wie der auf ein Himmelfahrtskommando geschickte Soldat Wolfe dann doch zurück in die Staaten kommt. Dort muss er nicht nur mit den Erinnerungen an seinen fürchterlich gescheiterten Auftrag fertig werden, sondern auch mit der Regierung, die insgeheim versucht, den Mitwisser zum Schweigen zu bringen, bevor der die krummen Geschäfte der Regierung ausplaudert.
Das klingt eigentlich interessant, ist aber sehr langweilig, weil die wenigen Action-Szenen des Films sehr schlecht inszeniert bzw. unterbrochen sind und damit kein Spannungsaufbau möglich ist. Stattdessen rennt Wolfe zurück in Washington seinem Geld für den Einsatz nach, merkt aber schnell, dass er gelinkt worden ist. Die Art, wie er diverse Stationen abklappert, z.B. eine alte Bar, ein Hotel, das Haus seiner Geliebten, ist leider so träge aneinandergereiht, dass man vorzeitig abschalten möchte. Trotz dem die Geschichte eigentlich zum Schluss hin eine klare Aussage gegen den wirtschaftlich bzw. politisch falsch motivierten Krieg in Afghanistan trifft, wirft "Way Of War" zuvor viel zu oft mit hohlen Phrasen rund um Krieg, Ehre und Tapferkeit um sich. Stattdessen wäre es nötig gewesen, ein paar der Nebenrollen genauer unter die Lupe zu nehmen und diese nachzubessern. Das Plappermaul im Taxi hat vermutlich nur die Funktion, mit seinem halbphilosophischen Geschwafel den Auslöser für Rückblenden zu spielen; ist in Ordnung, wenn man sich vor Augen hält, welche Verrückten in amerikanischen Filmen bereits Taxi gefahren sind. Der Ladenbesitzer mitsamt seinem aufgesetzt tragischen Hintergrund nimmt man seine Motivation, dem für ihn unbekannten Protagonisten zu helfen, allerdings überhaupt nicht ab. Bedenkt man allerdings, wieviel Zeit diese nebensächlich klingenden, fehlgeleiteten Stränge einnehmen, bleibt kaum Zeit übrig, aus dem Rest wenigstens noch einen halbwegs empfehlenswerten Film zu machen.

Wen der Film interessiert, der bekommt eine solide technische Umsetzung. Für März 2010 ist übrigens ein Steelbook angekündigt.



Bilder der DVD




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