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IT 1971
Originaltitel:Giù la testa... hombre
Alternativtitel:Adios Compañeros
aka. Ballad of Django
aka. Doppia taglia per Minnesota
aka. Stinky Fistful of Death
aka. Ich will deinen Kopf
aka. Strange Tale of Minnesota Stinky
Länge:82:46 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:Keine Jugendfreigabe
Regie:Demofilo Fidani (als Miles Deem)
Buch:Demofilo Fidani & Maria Rosa Valenza
Kamera:Aristide Massacessi (=Joe D'Amato)
Musik:Coriolano Gori (als Lallo Gori)
Darsteller:Jack Betts (als Hunt Powers), Klaus Kinski, Gordon Mitchell, Jeff Cameron, Giancarlo Prete (als Philip Garner), Benito Pacifico (als Dennis Colt), Luciano Conti (als Lucky McMurray), Grazzia Guivi, Enzo Pulcrano (als Paul Crain), Pino Polidori (als Giuseppe Polidori), Pietro Fuselli, Manlio Salvatori, Alessandro Perrella, Amerigo Leoni (als Custer Gail), Giglio Gigli, Renzo Arbore (als Lorenzo Arbore)
Vertrieb:Best Entertainment
Norm:PAL
Regionalcode:2



Inhalt
Butch Cassidy (Jack Betts) und seine Gang sind ohne Nahrung, Pferde und Munition zu Fuß in der Wüste unterwegs. Als sie den Weg der gut ausgerüsteten Carson-Gang kreuzen, schießen sie diese nieder und bemächtigen sich deren Ausrüstung und Verpflegung. Macho Callagan (Jeff Cameron) hat den Überfall überlebt und widmet nun sein Leben der Rache an Butch Cassidy und seiner Bande. Unterstützt von seinem Freund Buck O’Sullivan (Benito Pacifico) verkleidet sich Callagan als Outlaw und infiltriert Cassidys Gang.

Bild
Format1.33:1 (Vollbild)
NormPAL
 Der Gesamteindruck des Bildes liegt gerade mal auf durchschnittlichem VHS-Niveau und es ist durchaus anzunehmen, dass ein selbiges Band als "Master" verwendet wurde. Dementsprechend kann sowohl die gerade mal ausreichende Kantenschärfe als auch die mangelhafte Detail- und Tiefenschärfe in keiner Weise überzeugen. In Totalaufnahmen ist von Details und Einzelheiten kaum etwas vorhanden. Hinzu kommt das starke Blockrauschen, das teilweise mit deutlichen Kompressionsartefakten in schnelleren Bildabfolgen einhergeht, wodurch erhebliche Bewegungsunschärfen und Nachzieheffekte entstehen. Äußerst störend ist auch ein horizontales, weich gezeichnetes Raster, das über die gesamte Laufzeit das Bild überzieht. Mit Worten ist das schwer zu beschreiben, aber es sieht fast so aus wie feucht gewordenes, fein gewelltes Zeitungspapier. Und diese "Wellen" erzeugen bei genauer Betrachtung ein rot-grün-blaues Streifenmuster. Die Farbgebung an sich ist stark verwaschen und blass und beeinflusst den unzureichenden Kontrast, der hin und wieder mit Schwankungen zu kämpfen hat. Außerdem gibt es zahlreiche Defekte und Verschmutzungen, die den Filmgenuss gleichermaßen trüben. Das Vollbildformat sieht korrekt aus, zumindest sind keine fehlenden Bildelemente auffällig. Mit Hängen und Würgen und in Anbetracht, dass die Kollegen von Laser Paradise noch größere Verbrechen auf diesem leistungsfähigen Medium verübt haben, vergebe ich mal 2 Punkte.
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Ton
FormateDolby Digital 5.1 (Splitted)
SpracheDeutsch
Untertitel-
 Wie üblich bei den Billig-Labels wurde der Monoton einfach auf alle Boxen verteilt und somit wird uns wieder ein schlechter Upmix vorgegaukelt, der total überflüssig ist. Daher ist es empfehlenswert den Receiver auf Stereomodus umzuschalten, damit der Sound frontlastig bleibt. Dabei erhält man einen noch brauchbaren Ton, der in den deutschen Dialogen klar und schön deutlich verständlich ist. Die Geräuschkulissen und Soundeffekte wirken dagegen etwas leiser und ziemlich schwach und dumpf. Feinheiten gibt es hier kaum zu hören. Erfreulich ist jedoch, dass der Ton durch das Fehlen von störenden Defekten wie Knistern und Knacksen glänzt. Dafür macht sich, wie nicht anders zu erwarten, ein Rauschfaktor bemerkbar, der in leisen Momenten schon deutlich hörbar ist.
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Extras
Extras
  • Trailershow:
    • Wishmaster 4 (1:20 Min.)
    • The Fog - Nebel des Grauens (2:17 Min.)
    • Robin Cook's Invasion (1:35 Min.)
  • Bildergalerie (19 Bilder)
  • Klaus Kinski Biografie (4 Seiten)
  • Die Geschichte des Italo-Western (3 Seiten)
 Die Extras sind alle kaum der Rede wert. Es gibt eine Trailershow aus dem Best Entertainment-Sortiment mit den englischen Trailern zu Interner Link"Wishmaster 4" und einem SF-B-Film namens Interner Link"Robin Cook's Invasion". Eine kleine Rarität dürfte dazu der deutsche Kinotrailer von Interner Link"The Fog - Nebel des Grauens" sein, der aber in einer so beschissenen Qualität vorhanden ist (hiermit entschuldige ich mich für diesen Ausdruck, Anm. d. V.), dass man kaum etwas erkennen kann. Außerdem gibt es zwei überflüssige Texttafeln zu einer kurzen Biografie von Klaus Kinski und einer Minierklärung zum Italo-Western. Eine reine Frechheit ist jedoch die Bildergalerie, die keineswegs richtiges Fotomaterial beinhaltet, sondern selbst gemachte Screenshots zeigt, wie man anhand der identischen Qualität und den Nachzieheffekten gut erkennen kann.
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Fazit
Hiermit präsentiert uns Best Entertainment einen der großen Gurken des Italowestern, der sich Anfang der 70er Jahre seinem Ende näherte und nur noch billige C-Filme hervorbrachte. Regisseur Demofilo Fidani könnte man teilweise schon als Ed Wood des Spaghetti-Western bezeichnen, so trashig wirkt teilweise der vorliegende Film. In ziemlich trüben Landschaften, die sogar einen nicht abstreitbaren Hauch an dreckiger Atmosphäre versprühen, und mit teilweise billigen Häuserattrappen ausgestattet kämpfen sich so namhafte Akteure wie Gesichtbaracke und Stuntman Gordon Mitchell (u.a. in "Sartana - Töten war sein täglich Brot" und "Rückkehr der Wildgänse"), Jack Betts (neben einigen Western auch jüngst in Minirollen in Interner Link"Spider-Man" und Interner Link"Batman Forever" zu sehen) und Jeff Cameron (u.a. "Bekreuzige Dich, Fremder" und "Sartana - Im Schatten des Todes"), durch einen haarsträubenden Plot, der vor Logiklöchern nur so strotzt. Die legendären Wild-West-Figuren "Butch Cassidy" und "Sundance Kid" werden gar in idiotischem Maße portraitiert, dass es schon wieder Spaß macht. Einzig und allein unser Ausnahmeschauspieler Klaus Kinski weiß selbst in seiner kleinen Nebenrolle als Reverend zu überzeugen. Einfach herrlich, wie er sich mit Gottes Geboten trällernd in ein Handgemenge einmischt. Kurioserweise stand hier Aristide Massaccesi - besser bekannt als Joe d'Amato -, hinter der Kamera und fing mit fremdartiger TV-Optik das Geschehen ein. Die Schusswechsel bleiben zunächst im Hintergrund, werden jedoch dem Finale entgegen immer häufiger.
Der Titel "Adios Companeros" ist sehr irreführend, denn es handelt sich um den in Deutschland erschienen "Ich will deinen Kopf". Der eigentliche Interner Link"Adios Companeros" heißt im Original "Per una bara piena di dollari" und zeigt Kinski in einer Schurkenrolle. Doch dieser Fehler ist nicht allein Best Entertainment anzurechnen, so wurden die beiden Filme jeher verwechselt und mit falschen Titeln versehen. Denn mit "Adios Companeros" und "Ich will deinen Kopf" haben wir ein typisches Beispiel so genannter Back-to-back-Produktionen. Darunter versteht man zwei verschiedene Filme, die beispielsweise am gleichen Drehort und mit identischer Besetzung kurz hintereinander abgedreht wurden. Doch im Zeitalter des WWW hätte man diesen Fehler durchaus vermeiden können. Das Cover dieser DVD zeigt wiederum ein gutes Motiv, das allerdings nichts mit dem Film zu tun hat. Dieses Bild stammt nämlich aus dem Film "Ein Einsamer kehrt zurück" von Alfonso Balcázar. Das Cover suggeriert wieder einmal Kinski in einer Hauptrolle, was ja nicht stimmt. Aber diese Marktstrategie scheint die ahnungslosen Käufer zum Kauf zu verleiten.

Dank der sehr bescheidenen Qualität, der lachhaften Ausstattung und der lieblosen Aufmachung ist "Adios Companeros" nur für beinharte Italowestern-Freaks und Kinski-Komplettisten empfehlenswert. Die DVD ist in zwei Auflagen erschienen. Die erste Auflage reiht sich von der Aufmachung her noch in die bekannte Italo-Western Kollektion ein und ist mit einer FSK-16-Freigabe versehen. Die Neuauflage hat eine andere Covergestaltung und ist mit "Keine Jugendfreigabe" gekennzeichnet. Ich gehe aber davon aus, dass beide Versionen identisch sind, so wie das bei "Sartana - Töten war sein täglich Brot" auch der Fall ist. Allerdings hat die FSK-16 DVD zusätzlich die englische Sprachfassung zu bieten und dürfte damit etwas brauchbarer sein.



Bilder der DVD




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Ich will deinen Kopf
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