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D 2009
Originaltitel:Gonger 2 - Das Böse kehrt zurück
Alternativtitel:Gonger 2
Länge:92:24 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 16 Jahre
Regie:Philipp Osthus
Buch:Erol Yesilkaya, Ben Bernschneider
Kamera:Peter Steuger
Musik:Ralf Wengemayr, Jaro Messerschmidt, Nik Reich
SFX:Sven Kühn
Darsteller:Sebastian Ströbel, Dario Stankewitz, Vijessna Ferkic, Christian Blümel, Teresa Weißbach, Hildegard Schroedter, Daniela Schulz, Alexander Merbeth, Marco Feeser
Vertrieb:Sony Music
Norm:PAL
Regionalcode:2
DVD-Start:29.01.2010 (Kauf)



Inhalt
Nach den furchtbaren Ereignissen in seinem Heimatdorf flüchtet Philipp Hansen nach Indien und sucht nach einer Lösung, wie man den Gonger besiegen kann. Doch Philipps Flucht wird zur Qual. Der Gonger zeigt ihm in seinen Träumen, was er treibt: Er übt weiter Rache und mordet auf grausame Weise. Als auch Philips Ex-Freundin Helma qualvoll ums Leben kommt, kehrt Philipp aus Indien zurück, um den Gonger endgültig auszulöschen. Zuhause angekommen, schlägt ihm der blanke Hass entgegen: Die Einwohner machen ihn für die grausamen Morde verantwortlich. Philipp geht in die Offensive: Mit einer Gruppe von Außenseitern versucht er, den Gonger aufzuhalten. Doch wie sollen sie etwas umbringen, das bereits tot ist? Gerade als sie denken, sie hätten eine Lösung, schlägt er wieder zu. Das grausame Sterben nimmt kein Ende ...

Bild
Format1,78:1 (anamorph)
NormPAL
 Das Bild geht in Ordnung, kann seinen TV-Charakter jedoch nicht ganz verleugnen, was sich bereits in der angenehmen Schärfe außert, die lediglich zu selten ein Tiefengefühl vermittelt. Dennoch darf man von einem detailfreudigen Bild sprechen, das besonders in Nahaufnahmen gute Werte liefert. In Totalen wäre etwas mehr Detailschärfe wünschenswert gewesen. Bildrauschen ist vorhanden, ist allerdings niemals so intensiv, als dass man es als störend empfinden würde. Der gut austarierte Kontrast kann mit einem satten Schwarzwert überzeugen und die Farbsättigung ist natürlich ausgefallen, wirkt aber wie schon im ersten Teil etwas kraftlos, was allerdings ein Stilmittel ist. Auch die Bildstabilität gibt keinen Anlass zur Kritik, denn selbst schwierige Szenen wie die grieseligen Rückblenden lassen kaum Blockrauschen zu. Insgesamt überzeugt die DVD für TV-Verhältnisse, kann aber nicht mit Kinofilmen verglichen werden.
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Ton
FormateDolby Digital 5.1
SpracheDeutsch
Untertitel-
 Wurde beim ersten Interner Link"Gonger"-Film nur eine Stereospur geboten, nahm man sich wohl der Kritik an und produzierte für die Fortsetzung eine solide 5.1-Spur. Trotz der besseren Abmischung wäre deutlich mehr möglich gewesen, denn richtige Surround-Effekte kommen nur selten vor. Stimmung wird vor allem durch den Score erzeugt, der kraftvoll und dynamisch zum Einsatz kommt und sich auf die hinteren Boxen verteilt. Die Dialoge sind gut zu verstehen und perfekt in den Mix integriert. Mit ein paar direktionalen Effekten und etwas mehr Raumklang wäre allerdings eine höhere Bewertung drin gewesen.
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Extras
Extras
  • Booklet
  • Making of der Küchenszene (11:30 Min.)
  • Perspektive Eric (5:12 Min.)
  • Deleted Scene "Philipp und Lili" (1:59 Min.)
  • Interview Darsteller (9:01 Min.)
  • Interview Produzent (5:57 Min.)
  • Mood-Clip Gonger 2 (2:22 Min.)
VerpackungKeepCase
 Als Extras gibt es ein in mehrere Bereiche unterteiltes Making of. Die Entstehung der Küchenszene, die einen genauen Ablauf dieser Szene analysiert, sticht darunter besonders hervor. Weiterhin wird erläutert, wie die Kameraansichten aus der Perpektive von Eric entstanden, eine unbedeutende, geschnittene Szene gezeigt sowie Interviews mit dem Produzenten und den Hauptdarstellern geführt. Grundsätzlich sind diese Interviews gelungen und die Erläuterung zu den sehr starken Unterschieden zwischen den beiden "Gonger"-Filmen auch interessant ausgefallen, doch wird zu sehr die Werbetrommel gerührt, was etwas nervt. Im KeepCase befindet sich noch ein Booklet mit Werbematerial.
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Fazit
Beim Fernsehen ist es wie auf der großen Kinoleinwand: Hat ein Film Erfolg, muss zügig eine Fortsetzung her. So geschehen beim Pro 7-Quotenhit Interner Link"Gonger - Das Böse vergisst nie", bei dem sehr schnell feststand, dass eine Fortsetzung produziert wird. Das Ende wurde offen gelassen und der Storytwist schuf Raum für genügend Interpretationen, doch leider kommt "Gonger 2" trotz dieser Vorlage zu keiner Zeit auch nur ansatzweise an seinen Vorgänger heran. Sowohl beim Drehbuch als auch beim Regisseur wurden Fehler gemacht, denn für Christian Theede übernahm Philipp Osthus im Regiestuhl platz. Die Änderung des Mysterie-Thrillers auf einen religiösen Horrorfilm mit kritischem Blick auf die Kirche wirkt etwas zusammengeschustert. Bereits die Eingangssequenz in Indien ist dermaßen lächerlich und völlig aus der Luft gegriffen, dass man sich die Frage stellt, ob das Team hinter "Gonger 2" wirklich wusste, was es da tat. Nichts ist von der mysteriösen und unheimlichen Stimmung des ersten Teils geblieben. Stattdessen wird eine Zitatesammlung amerikanischer und japanischer Horrorfilmen aufgefahren, die keine einzige eigene Idee mehr mitbringt. Von Interner Link"Final Destination" über Interner Link"A Nightmare on Elm Street" bis hin zu Interner Link"Die Fürsten der Dunkelheit" ist hier alles eingeflossen, was im Horrorgenre einen Namen hat. Das kann funktionieren, ist bei "Gonger 2" aber völlig in die Hose gegangen. Da hilft es auch nicht, wenn betont wird, dass es schließlich eine deutsche Produktion ist. Christian Theede hat es doch vorgemacht, wie bekannte Muster frisch umgesetzt werden können. Osthus hingegen scheitert an seiner Inszenierung und lässt "Gonger 2" zu einem einfallslosen Verschnitt aus diversen Horrorfilmen werden, die zu keinem Zeitpunkt Spannung bietet und an der Vorhersehbarkeit krankt.

Obwohl Dario Stankewitz im ersten Interner Link"Gonger" als namensgebender Geist eine tolle Figur abgab, wurde ihm im zweiten Aufguß viel zu wenig Leinwandpräsenz zuteil. Stattdessen muss man sich mit einer Horde Teenager zufrieden geben, die in bester Ghostbuster-Manier dem unheimlichen Kind auf den Leib rücken wollen, letztlich aber nach dem 10-kleine-Negerlein-Prinzip dem Gonger zum Opfer fallen. Das Budget für aufwendige Außenaufnahmen wurde gespart, weil die Teens bei ihrer Geisterjagd im Schloss bleiben. Zimmer gibt es dort zur Genüge, Schauwert bieten diese allerdings nicht. Dafür wurden die Tötungssequenzen etwas blutiger gestaltet, wenngleich diese auch nicht von der hanebüchenen Story ablenken können, die lediglich durch etwas wie Selbstironie aufgelockert hätte werden können. Doch weit gefehlt, denn "Gonger 2" nimmt sich sehr ernst und möchte auch so verstanden werden. Eine Ausnahme ist jene Szene, in der sich die Gruppe zum Titelsong von Interner Link"Ghostbusters" in Bewegung setzt, was allerdings zum Abschalten animiert, weil es ein sehr billiger Effekt ist. Zumindest darstellerisch wird solides Mittelmaß geboten. Neben schon erwähntem Dario Stankewitz ist auch wieder Sebastian Ströbel dabei, dessen Rolle allerdings verheizt wird. Positiv sticht zumindest die audiovisuelle Umsetzung hervor, denn diese ist auch der einzige Faktor, der sich mit dem Vorgänger messen kann und für etwas Stimmung sorgt.

"Gonger 2" bleibt leider weit hinter den Erwartungen zurück. Es ist zu hoffen, dass der angekündigte dritte Teil wieder von Christian Theede inszeniert und von einem fähigen Drehbuchschreiber erdacht wird. Technisch ist die DVD dafür eine Steigerung, denn sowohl Bild als auch Ton wissen zu überzeugen. Das Bonusmaterial ist mit einem sehr ausführlichen Making of ebenfalls zu empfehlen.



Bilder der DVD




Druckbare Version
News"Gonger 2" als DVD und Blu-ray angekündigt
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