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IT 1982
Originaltitel:Occio del Male, L'
Alternativtitel:Amulett des Bösen, Das
aka. Evil Eye
aka. Eye of the Evil Dead
aka. Malocchio, Il
aka. The Possessed
Länge:85:13 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ungeprüft
Regie:Lucio Fulci
Buch:Elisa Briganti, Dardano Sacchetti
Kamera:Guglielmo Mancori
Musik:Fabio Frizzi
SFX:Maurizio Trani
Darsteller:Christopher Connelly, Martha Taylor, Brigitta Boccoli, Giovanni Frezza, Lucio Fulci, Cinzia De Ponti, Cosimo Cinieri, Laura Lenzi, Andrea Bosic, Carlo De Mejo, Enzo Bellanich, Mario Moretti, Tonino Pulci
Vertrieb:Laser Paradise / NSM
Norm:PAL
Regionalcode:0
DVD-Start:07.12.2009 (Kauf)



Inhalt
Der Archäologe George Hacker erforscht das geheimnisvolle, alte Grab des Pharao Habnubenor in Ägypten. Doch es kommt zu einem mysteriösen Zwischenfall, bei dem der Forscher durch blaue Strahlen geblendet wird. Seine Tochter Susie erhält außerdem ein magisches Amulett. Als die beiden zurück in New York sind, beginnt ein grausamer Alptraum. Susie scheint immer mehr eine Marionette dunkler Mächte zu werden. In ihr wird das Böse wiedergeboren und sorgt für Schrecken und Terror. Diese furchtbaren Kräfte scheinen direkt vom Amulett auszugehen.

Bild
Format2,35:1 (anamorph)
NormPAL
 Da es sich bei "Manhattan Baby" nur um eine Neuauflage handelt, sind keine Verbesserungen oder Verschlechterungen gegenüber der deutschen Vorzeigeausgabe von Astro bzw. Marketing vorhanden. Es wird ein ordentlicher, anamorpher Transfer geboten, dessen Bild durch eine kräftige Farbgebung überzeugt. Zwar sind die Farben in einigen Szenen etwas zu kräftig, dennoch wird die Natürlichkeit nicht beeinflusst. Der Kontrast hinterlässt einen guten Eindruck, lediglich in hellen Flächen kommt es manchmal zu leichten Überstrahlungen. Die Detaildarstellung darf als solide bezeichnet werden, lässt aber immer wieder Stellen im Film zu, die etwas weichgezeichnet sind. Gerade in Bewegungen kommt dies immer wieder mal vor. Sehr überzeugend fällt die Kompression aus, die abgesehen von gelegentlichem Blockrauschen kaum für Unruhen sorgt. Trotz des Alters halten sich Defekte und Bildfehler vornehmlich zurück.
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Ton
FormateDolby Digital 2.0 (Mono)
SpracheDeutsch, Englisch
Untertitel-
 Auch beim Ton ist mit der deutchen Synchronfassung, die von Mono auf beide Frontlautsprecher gelegt wurde, alles beim Alten geblieben. Die Dialoge sind perfekt zu verstehen und der Rauschfaktor fällt nur gering aus. Zwar hören sich die Stimmen ein wenig blechern an, aber für Mono wird ein gutes Klangbild geboten. Der Score überzeugt völlig und klingt sehr sauber ohne Verzerrungen. Was für die deutsche Sprachfassung gilt, kann auch auf die ebenfalls vorhandene englische Tonspur bezogen werden - mit dem Unterschied, dass die Dialoge mehr dumpfer erklingen, dafür aber ein wenig authentischer wirken. Auf Untertitel wurde hingegen verzichtet.
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Extras
Extras
  • Originaltrailer (3:02 Min.)
  • Interview mit Dardano Sacchetti (8:14 Min.)
Verpackungkleine Hartbox
 Der Bonusbereich fällt etwas mager aus, denn neben dem Originaltrailer befindet sich nur noch ein rund 8minütiges Interview mit Drehbuchautor Dardano Sacchetti auf der DVD. Für das in italienischer Sprache geführte Interview gibt es nur eingebrannte englische Untertitel, leider aber keine in deutscher Sprache. Das ist schade, da Sacchetti trotz der Kürze des Interviews einige wissenwerte Informationen zum Film und zu Lucio Fulci bereithält.
 +-----

Fazit
Nach der Gore-Eskapade Interner Link"New York Ripper" schlug Lucio Fulci etwas ruhigere Töne an und setzte mehr auf Atmosphäre als auf Brutalitäten. Herausgekommen ist eine Mischung aus Interner Link"Poltergeist", Interner Link"Der Exorzist" und ägyptischer Mythologie mit dem etwas merkwürdigen Titel "Manhattan Baby". Der alte deutsche Titel "Amulett des Bösen" gefällt mir da schon besser, da dieser den Nagel auf den Kopf trifft und die Handlung mit dem Titel wiedergibt. Es geht nämlich um besagtes Amulett, welches die kleine Tochter (das "Manhattan Baby" - wobei die Kleine mindestens schon 10 Jahre alt ist) eines Wissenschaftlers findet, der in Ägypten das Geheimnis eines uralten Grabmals enträtseln will. Bei genauen Untersuchungen in dem Grab wird er von einem mysteriösen blauen Strahl getroffen und geblendet. Zeitgleich bekommt seine Tochter Susie von einer blinden Frau ein Amulett in Form eines Auges geschenkt. Wieder in New York geschehen merkwürdige Dinge: Das Kinderzimmer gleicht gelegentlich einer Wüste, Personen verschwinden und tauchen wieder ermordet auf und Susie und ihr Bruder sprechen in Rätseln von geheimnisvollen Reisen. Erst als ein alter Antiquitätensammler auf das Amulett aufmerksam wird, scheint es eine Lösung für die Vorkomnisse zu geben. Doch es scheint keine Möglichkeit zu geben, den Kräften des Amuletts lebend zu entkommen ...
Fulcis Ausflug nach Ägypten mag für seine eingefleischten Fans, die auf ein weiteres Gorekaliber hofften, eine Enttäuschung sein, wenngleich es auch in "Manhattan Baby" immerhin noch einige ziemlich herbe Szenen gibt. Auf jeden Fall lässt Fulci eine geheimnisvolle Aura enstehen, die besonders zu Beginn für eine gelungene Atmosphäre sorgt. Leider kann er den Spannungsbogen nicht aufrecht erhalten, da mit dem Handlungswechsel nach New York auch ein Stimmungswechsel stattfindet. Einige Szenen sind dann etwas etwas wirr, weil aus dem Zusammenhang gerissen, was Fragen aufkommen lässt, die der Film nicht beantworten kann. Dahingehend sind Ähnlichkeiten zu Fulci Interner Link"Geisterstadt der Zombies" und Interner Link"Ein Zombie hing am Glockenseil" auszumachen, die manchmal ähnlich zerrissen erschienen, dabei aber durchgängig spannend blieben.
Trotzdem gelingt es Fulci, sein "Manhattan Baby" trotz des Einbruchs der Atmosphäre immer noch interessant zu gestalten. Auch das Ausbleiben von exzessiven Splattereffekte ist nicht weiter tragisch. Lediglich zum Schluss wird es einmal so richtig blutig, wenn Fulci seine Spinnenszene aus Interner Link"Geisterstadt der Zombies" variiert. Irgendwie wirkt diese Szene jedoch etwas aufgesetzt, weil die restlichen Effekte harmlos ausfallen. Da kommt der Verdacht auf, dass sich der gute Lucio bei seinen Fans für die Zurückhaltung im gesamten Film entschuldigen wollte, indem er noch schnell er die Erwartungshaltung erfüllt. Die Darsteller agieren solide, wobei in italienischen Horrorfilmen ohnehin keine oscarreife Leistung zu erwarten ist. Dafür gibt es ein Wiedersehen mit bekannten Gesichtern aus anderen Fulci-Werken, z.B. mit Giovanni Frezza, der den kleinen Bruder von Susie spielt und durch sein markantes Gesicht schon in Interner Link"Das Haus an der Friedhofmauer" auffiel. Lucio Fulci spielt ebenfalls eine kleine Rolle als Arzt. Sehr gelungen ist die atmosphärische, musikalische Untermalung. Einige Stücke klingen wie Neuinterpretationen aus anderen Fulci-Filmen, was daran liegen könnten, dass abermals Fabio Frizzi für die Vertonung zuständig war, der schon das Interner LinkGlockenseil leuten und die Interner LinkGeisterstadt besuchen durfte. Somit ist "Manhattan Baby" kein Meisterwerk des italienischen "Maestros" des Blutes geworden, doch schlecht ist sein Ausflug in seichtere Gefliede nun wirklich nicht. Wenn man so will, ist es eine solide Auftragsarbeit.

Die als "Red Edition Reloaded Nr. 07" veröffentlichte Fassung von "Manhattan Baby" ist eine Neuauflage der alten und längst vergriffenen Astro- bzw. Marketing-DVD. Warum auch nicht, schließlich war die qualitativ sehr ordentlich, denn als Master konnte die US-Ausgabe von Anchor Bay herhalten. Damit rechtfertigt sich auch die Aufnahme in die "Red Edition Reloaded"-Reihe, die dem Späteinsteiger bzw. Genre-Neuankömmling Zugriff auf einen Fulci der etwas anderen Art ermöglicht. Wer die Astro- oder Marketing-Veröffentlichung schon besitzt, muss allerdings nicht nochmals zuschlagen, außer man möchte die "Red Edition Reloaded"-Hartboxen komplett in seiner Sammlung haben.



Bilder der DVD




Druckbare Version
Amulett des Bösen
Manhattan Baby (Lucio Fulci Collection)
Manhattan Baby - 2. Auflage
News"Amulett des Bösen" als Hartbox von X-Rated
Amulett des Bösen
Amulett des Bösen
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