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CN 2004
Originaltitel:Shi mian mai fu
Alternativtitel:Hero 2
aka. Lovers
aka. House of the Flying Daggers
Länge:119:10 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 12 Jahre
Regie:Zhang Yimou
Buch:Feng Li, Bin Wang, Yimou Zhang
Kamera:Xiaoding Zhao
Musik:Shigeru Umebayashi
Darsteller:Takeshi Kaneshiro, Andy Lau, Zhang Ziyi, Song Dandan
Vertrieb:Starmax
Norm:NTSC
Regionalcode:3



Inhalt
Im Jahr 859 steht die Tang-Dynastie fast vor ihrem Ende. Die Rebellen, die sich das "House of Flying Daggers" nennt, greifen die korrupte Regierung immer wieder an. Die Rebellen finden immer größere Unterstützung beim Volk und somit ist den ihnen nicht bei zu kommen. Die Regierung beauftragt zwei Polizisten damit, den Anführer fest zu nehmen. Die Polizisten Leo und Jin haben für diesen Auftrag nur 10 Tage Zeit und müssen sich etwas einfallen lassen, damit sie den Anführer überhaupt finden. Um mehr über die Rebellen zu erfahren, nehmen sie eine Verdächtige fest. Mei ist eine blinde Tänzerin in einem Bordell und ist vermutlich ein Mitglied vom "House of Flying Daggers". Nun soll aber Jin sie wieder befreien, um ihr Vertrauen zu gewinnen. So flüchten die beiden in die Wälder, doch der Weg ist lang und Jin und Mei entwickeln Gefühle für einander ...

Bild
Format2.35:1 (anamorph)
NormNTSC
 Obgleich wir wissen, dass Regisseur Zhang Yimou hier wieder mit den verschiedensten Stilmitteln hantierte, um den surrealen Look von "House of Flying Daggers" zu realisieren, können wir auch unter Berücksichtigung der optischen Verfremdungen mit dem Ergebnis dieses anamorphen Transfers nicht wirklich zufrieden sein. Die Farben wirken zwar kräftig und satt, geben sich dennoch Szenario bedingt oftmals recht wechselhaft. Mal wirkt das Ganze sehr kühl und blass, dann wieder warm und sehr farbintensiv, teilweise sogar übertrieben in seiner Darstellung, vor allem was die Farben Blau und Grün angeht. Der Kontrast ist überwiegend gut, kränkelt aber an seinem zu schwachen Schwarzwert, welcher unter leichten Blau- und Grüntöne zu leiden hat und in einigen Fällen von Schwarz ins Bräunliche tendiert. Dies kann ebenfalls so gewollt sein, genauso wie die Überstrahlung in hellen Flächen, welche das Bild etwas steil und gekünstelt wirken lassen. In den wenigen dunklen Szenen kann man mit dem Ergebnis zufrieden sein, aber wirklich optimal ist das Ganze nicht. Als nächstes kommen wir zur Schärfe, welche hier nur ein befriedigendes bzw. ausreichendes Level erreicht. Das Bild wirkt nie wirklich scharf, selbst in Nahaufnahmen lässt die Detailzeichnung zu wünschen übrig und auch wenn in einigen Szenen gewollt Weichzeichner benutzt worden sind, wirken einige Szenen einfach nur unscharf und vor allem in den Totalen fällt eine gewisse Unruhe auf und das Bild wirkt schwammig. Die Konturen lassen zudem auf Nachschärfung deuten und offenbaren harte Kanten und überstrahlen. Im Hintergrund lässt sich dann aber immer noch recht häufig leichtes Bildrauschen feststellen, welches vor allem auf hellen Flächen deutlich wird. Die Kompressionen arbeiten überwiegend sauber, zeigen aber leichtes Blockrauschen im Hintergrund und offenbaren in den Bewegungen teilweise unschöne Nachzieheffekte. Dafür ist das Bild durchweg frei von Defekten und Verschmutzungen.
Mehr als ein befriedigend kann man dem Bild schlussendlich also nicht zusprechen, dafür ist weder der Kontrast noch die Schärfe optimal. Die Treppenmuster an den Kanten stören genauso, wie das viel zu unruhig wirkende Bild. Hier wäre deutlich mehr drin gewesen.
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Ton
FormateDolby Digital 5.1, DTS 5.1
SpracheChinesisch
UntertitelEnglisch, Koreanisch, Chinesisch
 Zwar ist "House of Flying Daggers" ein Actionfilm, aber hier sollte man keinen bombastischen Score erwarten. Ganz im Gegenteil. Überwiegend wird hier die Front angesteuert und die Rears bleiben stumm. Selbst Umgebungsgeräusche sind rar gesät und man scheint kein Interesse dran gehabt zu haben, ein räumliches Klangbild zu erzeugen. Erst in den Musik- und Actionszenen kommt etwas Räumlichkeit auf und die Effektlautsprecher werden recht zurückhaltend angesteuert. Wenn es ans Kämpfen geht, hört man schon mal Schwerter aus den hinteren Kanälen hallen oder man bekommt die Messer um die Ohren geworfen. Dies hört sich dann auch ganz gut an und auch der Score kommt sauber rüber, aber hier fehlt es zum einen deutlich an Weiträumigkeit und Dynamik und auch Bass ist kaum vorhanden. Insgesamt also ein enttäuschendes Ergebnis, dabei hätte man hier sehr viel herausholen können. Die Dialoge sind zwar gut zu verstehen, verzerren aber leicht und insgesamt wirkt die Front viel zu dumpf. Wer es etwas klarer haben will, schaltet die DTS-Spur ein, hier ist das Geschehen dann etwas lauter, bietet aber nur die halbe Bitrate der HK-DVD und das ist schade. Optional lassen sich dann noch englische, chinesische und koreanische Untertitel hinzuschalten.
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Extras
Extras
Disc 1:
  • Trailer (1:42 Min.)
  • 16seitiges Bookelt mit Storyboard-Zeichnungen und Produktionsfotos
Disc 2:
  • Beauty and Pureness (5teiliges Making of - 180 Min.)
    • Story of Flower (39:09 Min.)
    • Story of Snow (31:58 Min.)
    • Episodes in Production (24:44 Min.)
    • Memory of Anita Mui (30:03 Min.)
    • About Scenario (49:49 Min.)
  • Miniposter
 Auch die Extras, welche bis auf den Trailer komplett auf eine Extra-DVD gepackt wurden, sorgen trotz ihrer Laufzeit von knapp 3 Stunden schnell für Ernüchterung. Klar, die 5 Features, welche sich um den kompletten Produktionsablauf drehen und ohne PR-Interviews daher kommen, sind schon toll und man könnte sogar sagen, uns wird hier das größte und längste Making of aller Zeiten geboten, aber optional lassen sich leider nur koreanische Untertitel hinzuschalten, was beim Verständnis des Gezeigten für Nicht-Koreaner ein echtes Problem darstellt.
Dies war es dann aber auch an Extras, lediglich das 16seitge Booklet und das Miniposter wären noch erwähnenswert. Aber wo ist der Rest? Wo sind, Cast & Crew-Biografien, Site Visit, Bildergalerien, Teaser, TV-Spots, das 'Lovers' Musikvideo, das Feature "Andy Lau in Dubbing Studio" etc.? Dies findet man nur in auf der EDKO-DVD, welche ebenfalls limitiert ist. Außerdem wäre ein Audiokommentar nicht schlecht gewesen.
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Fazit
Interner Link"Hero" war ein visueller Meilenstein, warum also sollten die Chinesen nicht in dieser Hinsicht noch viele beachtenswerte historische und durch beeindruckende Martial-Arts-Künste gekennzeichnete Werke auf die Festivals dieser Welt entsenden, um die Juries und die Zuschauer zu beeindrucken. Mit "House of the Flying Daggers" ist das vielerorten gelungen und ich muss konstatieren, das die visuelle Komponente dieses Historienwerks wiederum außergewöhnlich gelungen ist. Wobei der Terminus "historisch" hier allerdings mehr vorgeschützt wird, um einer Dreieckgeschichte zwischen zwei Männern und einer Frau einen agitativen Background zu geben.
Es sind zwei Inspektoren der kaiserlichen Dynastie, die hier bemüht sind, eine Rebellen- bzw. Widerstandsgruppe auszuheben, die den Namen des Films trägt. Der eine versucht sich undercover an einer geheimnisvollen blinden Tänzerin und Kämpferin, die im Verdacht steht, die Tochter des früheren Anführers zu sein, während der andere das Spiel aus dem Hinterhalt deckt. Doch die Flucht der beiden ist getürkt und es sind eine Menge Doppelbödigkeiten im Spiel, bis alle Karten aufgedeckt und alle Interessen offenbart sind. Wie gesagt, visuell ist es ein Rausch und die unwahrscheinlichen Tänze in den Lüften (hier zwischen turmhohen Bambuspflanzen) sind wunderbar in den Film integriert, besser noch als in den Referenzwerken, die auch in Europa einer breiteren Öffentlichkeit zugänglich wurden ("Hero", "Tiger and Dragon"). Wo es dem Film jedoch sichtlich gebricht, ist die restliche Story. Natürlich, Dreieckgeschichten können eine verdammt intensive Angelegenheit sein: Liebe, Zuneigung, Intrigen, Täuschung, Betrug, Trauer, Mitleid - ein Wirbelsturm der Gefühle. Dumm nur, dass hier auf jeden doppelten Boden, der den Zuschauer überrascht, mindestens drei lächerliche Kitschszenen von gefühlsmäßigen Ausbrüchen der o.a. Sorte kommen, deren humoristisches Potential sich vor allem im Dialog austobt, der an Banalitäten kaum noch zu übertreffen ist. Flachste Phrasen und endlose bedeutungsschwangere Pausen voller Gefühlspathos laden das Publikum geradezu zu hämischen Kommentaren ein und auch wenn die weibliche Hauptperson immerhin ihre Rolle verinnerlicht zu haben scheint, bleiben die männlichen Pendants simple Abziehbilder. Andererseits zolle ich gern Szenen wie dem Bambusgefecht oder dem martialischen Schlusskampf, währenddessen in einer fließenden Überblendung aus dem Herbst tiefster Winter wird, meinen Tribut, aber das reicht leider nicht aus, um den Film aus dem Durchschnitt hervorzuheben. Solche Ware kennt man aus anderen Genres zu oft schon aus Amerika: Optik 1A, aber der Rest ist leider nur blah. Wer das ertragen kann, richte sich aber bitte auf einen Trip ein.

Diese auf 3000 Stück limitierte Korea-Box ist optisch wirklich ein Augenschmaus. Die DVDs stecken in zwei normalen durchsichtigen Ammarys und enthalten auf beiden Seiten jeweils ein Covermotiv der Hauptdarsteller, so dass man selbst entscheiden kann, welches man präsentieren möchte. Umschlungen wird dies mit einem dicken Acrylschuber, der wiederum in einem edlen rot glänzenden Pappschuber steckt, der an beiden Seiten einen Blick auf die Cover gewährt. Ein wahrer Blickfang im Regal, welches die Bilder zu keinem Zeitpunkt verdeutlichen können. Leider kann man inhaltlich aber nicht ganz zufrieden sein mit dieser Veröffentlichung. Das Bild ist leider nur durchschnittlich und auch wenn hier viel mit Filtern gearbeitet wurde, hätte das Ergebnis gerade im Bereich Schärfe besser ausfallen dürfen. Der Ton nutzt die Möglichkeiten des 6-Kanaltons zu keiner Minute wirklich aus und der DTS-Track bietet zudem nur eine Half-Bitrate im Gegensatz zur Hongkong-DVD. Die 3 Stunden Making of sind wirklich genial, aber ohne englische Untertitel kaum sehenswert und für eine Edition wie diese hätten man sich noch Interviews, Artworks etc. gewünscht. Insgesamt also ein etwas ernüchterndes Ergebnis einer optisch tollen Edition.



Bilder der DVD




Druckbare Version
House of Flying Daggers (Premium Edition)
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