Wicked-Vision-Index

Login 18er Bereich

Registrieren

Startseite und Neuigkeiten Reviews
• Filmberichte
• DVD/HD-Reviews
• Bildvergleiche
• Literatur
• Hörspiele Weitere, medienbezogene Informationen
• Hidden Features
• Schnittvergleiche
• Videocover
USA, IE 2004
Originaltitel:King Arthur
Alternativtitel:Knights of the Roundtable
Länge:135:51 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 16 Jahre
Regie:Antoine Fuqua
Buch:David Franzoni
Kamera:Slawomir Idziak
Musik:Hans Zimmer, Trevor Morris
Darsteller:Clive Owen, Ioan Gruffudd, Mads Mikkelsen, Joel Edgerton, Hugh Dancy, Ray Winstone, Ray Stevenson, Keira Knightley, Stephen Dillane, Stellan Skarsgård, Til Schweiger, Sean Gilder, Pat Kinevane, Ivano Marescotti, Ken Stott, Lorenzo De Angelis, Stefania Orsola Garello, Alan Devine
Vertrieb:Buena Vista/Touchstone
Norm:PAL
Regionalcode:2



Inhalt
Im fünften Jahrhundert zerfällt das römische Reich im Zuge von Rebellionen und Völkerwanderung in seine einstweilen recht- und gesetzlosen Einzelteile. In Britannien erhält der bereits christianisierte Beuterömer und Elitesoldat Arthur den Befehl, mit seinen Rittern einen römischen Würdenträger aus der von anstürmenden Sachsen bedrohten Nordprovinz zu bergen. Die Reise gerät zur Bewährungsprobe für Mensch wie Material und weckt schließlich in schöner Frauengestalt Arthurs verschüttet geglaubte nationale Identität.

Bild
Format2.35:1 (anamorph)
NormPAL
 "King Arthur" hat eine etwas eigenwillige Optik verliehen bekommen und präsentiert sich auf DVD alles andere als Referenz verdächtig. Durch den Einsatz diverser Farbfilter offenbart sich nie eine natürliche Farbgebung und der Kontrast verschluckt in vielen der dunklen Szenen nötige Details. Dies lässt sich zwar als Stilmittel abtun, aber weder die schwache Schärfe noch der hohe Rauschanteil können hier akzeptiert werden. Letzteres ist gerade im Nebel oder bei Aufnahmen des Himmels sehr deutlich zu sehen, stört aber nicht so stark wie die mangelnde Detailschärfe. Durch den Einsatz von Rauschfiltern wirkt das gesamte Szenario einfach glattgebügelt und weich. Grüne Flächen z.B. sind nur noch ein Einheitsbrei und selbst Nahaufnahmen offenbaren meist nur ein befriedigendes Schärfeniveau. Die Kompressionen zeigen im Hintergrund dann und wann leichtes Blockrauschen, dafür aber keinerlei Defekte und Verschmutzungen. Insgesamt gesehen ein recht enttäuschender Transfer für einen brandneuen Film wie "King Arthur".
 ++++--

Ton
FormateDolby Digital 5.1, DTS 5.1
SpracheDeutsch, Englisch
UntertitelDeutsch, Englisch, Englisch für Hörgeschädigte, Französisch, Italienisch, Spanisch, Türkisch
 Auch der Ton will nicht so richtig überzeugen und lediglich der Score von Hans Zimmer und Greson-Williams sorgt für etwas Räumlichkeit im Geschehen. Die Dialoge sind stets gut zu verstehen, jedoch fehlt es hier deutlich an Druck und Dynamik, was gerade in den Kampfszenen zu bemängeln ist. Hier werden die Effektlautsprecher sehr zurückhaltend genutzt und Räumlichkeit wird lediglich durch den Score erzeugt. Dieser ist, wie man es schon nach kurzer Zeit feststellt, zu dominant ausgefallen und lässt einen einfach nicht so richtig in die Welt Arthurs versinken. Die gesamte Abmischung klingt für diese Produktion recht lieblos und lediglich einige direktionale Effekte können etwas Leben in die Bude bringen, sind aber durchweg mager ausgefallen und beschränken sich auf einige Peilschüsse, Schreie etc. Hier hätte man sich einfach einen kräftigeren Bass und eine weiträumigere Klangkulisse gewünscht, welche uns in den Schlachten die Wände wackeln lässt. Aber leider bleibt hier nichts anderes als ein solider Dolby Digital Track, von dem man mehr erwartet hätte. Der DTS-Track ist lediglich lauter, bietet aber sonst keinerlei Vorteile gegenüber der Dolby Digital-Spur.
 ++++--

Extras
Extras
  • Making Of "King Arthur"
  • Hinter den Kulissen Features
  • Alternatives Ende (optional mit Kommentar des Regisseurs)
  • Fotogalerie des Produzenten Jerry Bruckheimer
 Beim Erstellen des Bonusmaterials hat man sich wohl gedacht, dass eine handvoll Extras reichen und der Rest, welcher auf der US-DVD zu finden ist, niemanden in Deutschland interessieren wird. Oder man wird uns in ein bis zwei Jahren eine Special Edition um die Ohren hauen, was aber in Anbetracht der mageren Einspielergebnisse kaum realistisch scheint. So gibt es ein 17minütigen "Making of", welches nicht anderes darstellt als eines der typischen Hollywood PR-Dokus, welche einige Interviews und Einblicke hinter die Kulissen zu bieten hat. Tiefgründigkeit darf man hier nicht erwarten. Neben einer kleinen Bildergalerie gibt es noch ein "Alternatives Ende", welches man optional mit Regiekommentar inkl. deutscher Untertitel schauen kann.
 +-----

Fazit
Was Regisseur Antoine Fuqua hier versucht hat, ist rein von dem Mythos her völlig in die Hose gegangen. Hier wird versucht, die Legende um König Arthur bewusst realistisch darzustellen und mit historischen Zusammenhängen zu verbinden. Mal abgesehen davon, dass es hier von vorne bis hinten vor historischen Fehlern nur so strotzt (und dafür muss man sich nicht einmal gut mit Geschichte auskennen, um das zu merken), ist der Gipfel des Eisberges Guenevere, welche hier als Amazone abgestempelt wird und man es nicht einmal versucht, diese filmische Pseudorealität mit dem Legendentum zu verbinden. Guenevere bedeutet "Die weiße Frau" und da sie blond war, galt sie bei den Briten als etwas ganz besonderes. Zudem war sie eine Heilerin und Schamanin, welche Arthur verhalf, dem keltischen Matriarchat den Todesstoß zu verpassen und das Christentum einzuläuten. Die ganze Saga um König Arthur und die Ritter der Tafelrunde, welche als Allegorie zu verstehen ist und im Mittelalter von einem Mönch erschaffen wurde, welcher den Auftrag hatte, über die historischen Könige Britanniens bis 700 n.Chr. schreiben, verkommt hier zum oberflächlichen Actionspektakel, welches zwar zu unterhalten weiß, aber dennoch nicht mehr und nicht weniger als eine seelenlose Hollywood-Produktion ist, welche den gesamten phantastischen Touch der Geschichte wegließ und nur noch die Tafelrunde und die Erwähnung von Excalibur an die eigentliche Saga erinnern. Wie Arthur als Kind an sein Schwert kommt, sagen wir lieber nicht, denn da würden einige alles fallen lassen. "King Arthur" ist nichts anderes als liebloses Hollywood-Geplänkel, ohne Tiefe und ohne Gefühl. Die gesamten Darsteller von Clive Owen über Keira Knightley bis zu Til Schweiger sind nur leblose Karikaturen in einem auf "historisch getrimmten" Ritterfilm, der einem zwar kurzweilig unterhalten wird, aber fesseln und ergreifen wird er uns nicht. Dafür ist die Geschichte einfach nur dumm, die Action selbst im Director's Cut gerade zum Ende hin noch viel zu unspektakulär und die Darsteller agieren einfach zu hölzern. "King Arthur" ist Opium fürs Volk und Scheiße für die Masse. Nicht auszudenken, wer die Zerstörung des Mythos alles für bare Münze sehen wird.
Die DVD steht dem Film in nichts nach, weder Bild und Ton hauen einen um und selbst das Bonusmaterial ist nur noch eine Witz. Der Director's Cut bietet mehr Handlung und Actionszenen, welche den Film aber auch nicht interessanter machen.



Bilder der DVD




Druckbare Version
King Arthur
IMDb.com OFDb.de



Alle Bilder und Texte sind Eigentum des jeweiligen Rechteinhabers

Copyright by Wicked-Vision 2000-2013/Designed by Daniel Pereé 2000-2013.