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USA 2003
Originaltitel:Timeline
Länge:110:43 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 12 Jahre
Regie:Richard Donner
Buch:Michael Crichton (LV), George Nolfi, Jeff Maguire
Kamera:Caleb Deschanel, Annie McEveety
Musik:Brian Tyler, Jerry Goldsmith (uncreditd)
SFX:Industrial Light & Magic
Darsteller:Paul Walker, Frances O'Connor, Gerard Butler, Billy Connolly, Ethan Embry, Anna Friel, Marton Csokas, Michael Sheen, Lambert Wilson, Matt Craven, David La Haye, Rossif Sutherland, David Thewlis, Richard Zeman, Mike Chute, Neal McDonough, Stéfanie Buxton, Marie-Josée D'Amours, Howard Harris, Christian Paul, Patrick Sabongui, Amy Sloan, Martin Stone, Ron Weeks
Vertrieb:Concorde
Norm:PAL
Regionalcode:2



Inhalt
Im Herzen der französischen Dordogne arbeitet ein Archäologen-Team unter der Leitung von Professor Johnston daran, die Festung La Roque aus dem 14. Jahrhundert freizulegen. An dieser Stelle bei Castlegard lieferten sich die Franzosen 1357 die berühmte Schlacht gegen die Briten. Ohne Erklärung macht sich der Professor nach New Mexico auf, um Probleme mit den Sponsoren der Ausgrabung zu klären. Doch statt wieder zurückzukehren, findet sich seine Brille in einer unterirdischen Kammer wieder, die 600 Jahre versiegelt war. Verwirrt fliegen Chris und das Archäologen-Team ebenfalls nach New Mexico, um eine Erklärung notfalls zu erzwingen. Doch Doniger, der Leiter der International Technology Corporation (ITC), wartet mit unfassbaren Neuigkeiten auf. So ist es ITC bei Forschungen gelungen, eine Maschine zu entwickeln, die mit Hilfe der Quantentechnologie dreidimensionale Objekte in Sekundenschnelle an jeden Ort der Erde transportieren kann - sogar Zeitreisen sind möglich. Und Johnston ist nicht der erste, der in die Vergangenheit gereist und nicht zurückgekehrt ist.
Da sich außer ihnen niemand so gut mit den Gepflogenheiten des Mittelalters auskennt, tritt das Archäologen-Team die Rettungsmission an. Die Risiken könnten nicht größer sein: Niemand weiß, was sie auf der anderen Seite erwartet, die Zeitreise kann nur maximal sechs Stunden dauern. Nicht einmal Waffen dürfen mitgeführt werden - dafür gehören der ehemalige US-Marine Gordon sowie zwei seiner Kollegen zum Team. Aber nur Minuten nach der Ankunft im Frankreich des Jahres 1357 gerät alles außer Kontrolle, die Reisenden werden in Castlegard gefangen genommen. Einer von Gordons Leuten gerät in Panik, reist alleine zurück ins 21. Jahrhundert und zerstört versehentlich die Zeitmaschine. Und während die Uhr tickt ist es mehr als zweifelhaft, ob Chris, Marek oder Kate jemals wieder in die Gegenwart zurückkommen können.

Bild
Format2,35:1 (anamorph)
NormPAL
 So ganz warm möchte man mit diesem Transfer nicht werden, denn für einen aktuellen Film bleibt das Ergebnis weit hinter den Erwartungen zurück. Die Farbgebung hinterlässt uns zwar einen überwiegend natürlichen und satten Eindruck, wirkt aber teilwese etwas zu blass, was aber auch ein Stilmittel des Regisseurs sein kann. Der Kontrast wartet mit einem hohen Schwarzwert auf und kann durchweg als gut, obgleich nicht perfekt bezeichnet werden; dazu hätte er etwas kräftiger ausfallen müssen, aber dafür offenbart er in dunklen Szenen noch jegliche Details. Rauschen gibt es den ganzen Film über nicht zu bemängeln, was auf einen Rauschfilter zurück zu führen ist. Dies hat wiederum zu folge, dass die Schärfe gerade mal befriedigend ist. Zwar zeigen sich viele Szenen sehr detailliert und Scharf, gehen in dem recht weichen Gesamtbild jedoch unter. Vor allem in den Totalen erscheint das Bild sehr matschig. Zudem wurde versucht durch Nachschärfung Plastizität zu gewinnen, was aber deutliches Edge Enhancement mit sich führt. Die Kompressionen arbeiten dafür sehr unauffällig und machen nur geringfügig durch Artefaktebildung im Hintergrund auf sich aufmerksam. Zudem neigen einige Szenen zu leichten Nachziehern, was das Schärfeverhalten noch einmal trübt. Insgesamt also ein nocht guter Transfer, der vor allem dadurch eine Menge Potenzial verschenkt, dass hier eine Kinokopie als Master herhalten musste. Dies sieht man deutlich an den deutschen Texteinblendungen im Film, sowie einige wenige, aber dafür deutlich sichtbare Kratzer.
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Ton
FormateDolby Digital 5.1, DTS 5.1
SpracheDeutsch, Englisch
UntertitelDeutsch, Deutsch für Hörgeschädigte
 "Timeline" gehört zu den Filmen, bei denen wir uns deutlich mehr vom Ton erhofft hätten, gerade zum Ende hin wäre ein brachialer Soundtrack von Nöten gewesen, um das Kampfgeschehen akustisch zu untermauern. So bietet man uns zwar einen durchweg räumlichen Dolby Digital-Track mit einer guten Sprachwiedergabe, dafür bekommen wir aber verhältnismäßig wenige Surroundeffekte geboten. Diese beschränken sich dann hauptsächlich auf die Musik, welche sehr dynamisch und sauber daher kommt. Richtige Umgebungsgeräusche finden wir erst in der Vergangenheit, bleiben aber auch da recht zurückhaltend und erst zum Ende hin, bekommen die Rears z.B. durch Pfeilhagel, Schwertkämpfe etc. etwas mehr zu tun. Aber wie oben schon angesprochen, fehlt es hier einfach an dem nötigen Druck und der Dynamik und wirkt viel zu betagt. Auf gut Deutsch: Dem Dolby Digital-Track fehlt es an Eier und das kann selbst der DTS-Ton nicht ändern.
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Extras
Extras
  • 8seitiges Booklet mit Produktionsnotizen
  • Deutscher Trailer
  • Deutscher Teaser
  • Cast&Crew-Infos mit Interviews von Richard Donner und Michael Crichton
  • Fotogalerie
  • Featurette: "The Textures Of Timeline"
  • Concorde Web Link (DVD-ROM Part)
  • Trailershow:
    • Das Phantom der Oper
    • Underworld
    • The Italian Job - Jagd auf Millionen
 Auch das Bonusmaterial kann mich kaum überzeugen. Zum einen, da man nicht auf das Zusatzmaterial der US-DVD von Paramount zugreifen durfte und zum einen, weil das Gebotene insgesamt recht mager ausgefallen ist. So gibt es obligatorische Trailer, eine Bildergalerie und ein 13-seitiges Booklet mit Hintergrundinfos. Dazu kommen noch Texttafeln mit Cast & Crew-Infos, in denen zumindest zwei kurze Interviews mit Richard Donner und Autor Michael Crichton zu finden sind. Das längste, das man neben einer Concorde Trailershow findet, ist hier das gut 18-minütige Featurette "The Texture of Timeline". Ein sehr werbelastiges Making of, welches ein wenig über die Bekleidung im Mittelalter, den Special Effects und die Kulissen im Film Preis gibt; alles recht dürftig und es wird nur wenig Informationsgehalt geboten.
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Fazit
Für eine Cine Collection ist diese Concorde-DVD recht mager ausgefallen. Kaum Zusatzmaterial sowie eine für diese aktuelle Produktion recht schwache Bild- und Tonqualität lassen uns nicht unbedingt Freudensprünge veranstalten. Wenn wenigstens der Film was taugen würde, aber selbst in diesem Punkt werden wir nicht zufrieden gestellt. Dabei hätte "Timeline" etwas ganz Großes werden könne, jedoch verschenkt Dick Donner jegliches Potenzial und kreierte einen schwachen B-Movie im Gewand eines Blockbusters. Heraus geschmissenes Geld kann man dazu nur zu sagen, denn was uns hier geboten wird, ist nichts anderes als eine überlange Interner Link"Sliders"-Folge ohne Tiefgang und mit vielen Löchern im Plot (Lady Claire spricht mittendrin fließend Englisch, versteht aber zu Beginn kein Wort), Klischees bis zum Abwinken und dünne Dialoge. Die ganze Zeitreise-Story ist an den Haaren herbeigezogen und kurz gesagt für'n Arsch. Es interessiert hierbei niemanden, ob man die Geschichte beeinflussen darf oder nicht. Aber es ist mittlerweile nichts Neues mehr, denn bis her war jeder Film, in dem es sich um das Thema Zeitreise drehte, undurchdacht und schier paradox. Der Eingriff auf das Raum-Zeit-Gefüge hätte Konsequenzen für die Zukunft, Dinge wären nie passiert. Ergo, sie wären auch nicht verhindert worden. Ich liebe so etwas, undurchdacht von vorne bis hinten, charakterlose Rollen, unmotivierte Darsteller und ein müdes Finale, ganz untypisch für einen Richard Donner-Film. War die Romanvorlage von Michael Crichton schon ziemlich zäh, so entfernt man sich hier immer mehr vom Thema Quantephysik, welches im Buch so ausführlich abgehandelt wird. In "Timeline" reduziert sich alles auf ein Minimum und Zeitreisen werden gar mit Fax-Sendungen verglichen. Jede Interner Link"Star Trek"-Folge ist durchdachter und zudem nimmt sich Donners Film auch noch sehr ernst, wirkt dadurch teilweise aber unfreiwillig komisch. Da können selbst die guten Kulissen nicht mehr über die Tatsache hinweg trösten, dass man uns Scheiße als Gold verkaufen möchte. So bleibt "Timeline" ein missglückter Versuch Donners, nach fünf Jahren Leinwandabstinenz wieder etwas großes zu machen und wir müssen leider mit ansehen, wie der "Superman"- und "Lethal Weapon"-Regisseur nur noch ein Schatten seiner selbst ist. Wer dennoch einen Blick riskieren möchte, soll dies tun, das Gehirn abschalten und absolut nichts erwarten, dann wird man vielleicht noch gut unterhalten.



Bilder der DVD




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