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USA 2004
Originaltitel:Catwoman
Länge:99:58 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 12 Jahre
Regie:Pitof
Buch:Theresa Rebeck, John D. Brancato, Michael Ferris, John Roggers
Kamera:Thierry Arbogast
Musik:Klaus Badelt
SFX:Michael S.Vincent
Darsteller:Halle Berry, Benjamin Bratt, Sharon Stone, Lambert Wilson, Frances Conroy, Alex Borstein, Michael Massee, Byron Mann, Kim Smith, Christopher Heyerdahl, Peter Wingfield, Berend McKenzie, Chase Nelson-Murray, Manny Petruzzelli, Harley Reiner, Ona Grauer, Landy Cannon, Judith Maxie, Michael Daingerfield, Benita Ha, James Lloyd Reynolds, Jill Krop, Dagmar Midcap, Ryan Robbins, John Cassini, Patricia Mayen-Salazar, Diego Diablo Del Mar, Connor Crash Dunn, Michael P. Northey, Aaron Douglas, Peter Williams, Janet Varney, John Mann, Brooke Theiss, Michasha Armstrong, James Ashcroft, Herbert Duncanson, Larry Sullivan, Ashlea Earl, Lori Fung, Ursula Haczkiewicz, Alisoun Payne, Laurence Racine Choiniere
Vertrieb:Warner
Norm:PAL
Regionalcode:2



Inhalt
Die schüchterne, sensible Künstlerin Patience Philips arbeitet in einem undankbaren Job - als Grafikerin beim Kosmetik-Branchenriesen Hedare Beauty unter Leitung des despotischen George Hedare und seiner eiskalter Gattin, Supermodel Laurel, die sich Jugend und Schönheit um jeden Preis auf die Fahnen geschrieben haben. Zufällig erfährt sie ein brisantes Geheimnis: Hedares angeblich revolutionäres Anti-Aging-Wundermittel, das kurz vor der Markteinführung steht, hält in Wahrheit ganz und gar nicht das, was es verspricht. Patience wird ermordet, denn Hedare muss sein Geheimnis unter allen Umständen bewahren. Im Moment der Katastrophe wird Patience neu geboren: Sie erwacht... und ist nicht mehr nur Patience, sondern auch Catwoman - mit der Kraft, Schnelligkeit, Agilität und extremen Wahrnehmungsfähigkeit einer Katze.

Bild
Format2,40:1 (anamorph)
NormPAL
 "Catwoman" gehört zu der Sorte Filme, die mit einem immensen Einsatz von Bildverfremdungen aufwartet, um einen gewissen Look zu vermitteln. Nur leider geht das oftmals zu lasten des Bildes und so auch bei dieser DVD. Auch wenn man überwiegend mit dem Ergebnis zufrieden sein darf, kann die Schärfe leider nicht so richtig überzeugen. Das Bild wirkt sehr weich und selbst Nahaufnahmen der Gesichter offenbaren kein optimales Schärfeverhalten. Im Schnitt kann man aber mit der Detailschärfe noch zufrieden sein, da es immer wieder Szenen gibt, die recht detailliert wirken. Die Farben wurden stark verfremdet und so bekommen wir mal ein recht warmes und sehr farbintensives Bild zu sehen. Dann wiederum herrscht gerade in den Nachtszenen ein blaugrünlicher und kühl wirkender Ton. Der Kontrast ist zudem recht hart ausgefallen und alles andere als referenzverdächtig, bietet aber überwiegend noch gute Werte, neigt jedoch gerade in hellen Flächen zu Überstrahlungen und wartet mit einem gerade mal befriedigenden Schwarzwert auf, was vor allem in den vielen Nachtszenen deutlich auffällt, in denen einiges an Details verschluckt wird. Bildrauschen gibt es eigentlich bis auf geringe Ausnahmen gar nicht zu beklagen und lediglich die Kompressionen zeigen leichtes Blockrauschen im Hintergrund. Ein weiteres Problem sind kleine Nachzieheffekte, Defekte und Verschmutzungen gibt es aber dafür keine. Also insgesamt ein guter, aber Stil bedingt nicht perfekter Transfer.
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Ton
FormateDolby Digital 5.1
SpracheDeutsch, Englisch
UntertitelDeutsch, Englisch
 Der Sound Mix bei "Catwoman" ist wirklich gut ausgefallen und wirkt nicht nur sehr räumlich, sondern wartet auch mit einem durchweg kräftigen Bass auf. Neben einer guten, jedoch im Gegensatz zur restlichen Abmischung etwas zurückhaltenden Dialogewiedergabe, bekommen wir zudem einen sauberen Einsatz des Film-Scores geboten, der sehr dynamisch aus allen Kanälen hallt. Vor allem in den Anfang-Credits fällt dies schon deutlich auf und der Score schallt über alle Speaker, wirkt dabei sehr räumlich und atmosphärisch. Die Rearspeaker bekommen stets etwas zu tun; von dezenten Umgebungsgeräuschen bis hin zu brachialen direktionalen Effekten, welche gezielt in den Actionszenen zum Einsatz kommen.
Wir können also zufrieden sein, auch wenn hier das Tüpfelchen auf dem i fehlt. Der englische Track ist nahezu identisch mit der deutschen Spur.
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Extras
Extras
  • Dokumentationen: Die vielen Gesichter von CATWOMAN (29:45 Min.)
  • Hinter den Kulissen (13:03 Min.)
  • Zusätzliche Szenen (6:25 Min.)
  • Original Trailer (0:57 Min.)
  • DVD-Rom Part
 Das Bonusmaterial ist leider etwas mager ausgefallen, was daran liegen könnte, dass der Film ein kommerzieller Flop war und man diese Titel meist weniger Aufmerksamkeit schenkt. Aber zumindest gibt es etwas, und nicht nur den "Original Kinotrailer". Den Anfang macht die knapp 30-minütige Dokumentation "Die vielen Gesichter von Catwoman". Moderiert wird das ganze von Eartha Kitt, welche 1967 als erste farbige Catwoman-Darstellerin in die Geschichte einging. Hier werden alle Darstellerinen vorgestellt: Julie Newmar ("Batman"-TV-Serie von 1966), Lee Meriwether (Interner Link"Batman - The Movie" von 1966), Adrienne Barbeau ("Batman - The Animated Series", 1992), Michelle Pfeiffer (Interner Link"Batman Returns", 1992) und natürlich Halle Berry. Desweiteren kommen diverse Darsteller, Autoren und Comiczeichner zu Wort und lassen 45 Jahre Catwoman Revue passieren. Insgesamt sehr informativ, wenn man einmal mehr über Catwoman erfahren möchte. Als nächstes folgt ein gut 13-minütiges "Hinter den Kulissen"-Featurette, welches einmal mehr zu Werbezwecken gedacht war und eigentlich interessante Themen zu schnell abklappert. Zum Schluss gibt es dann noch "Zustäzliche Szenen", die es nicht in den Film geschafft haben, sowie ein alternatives Ende.
Schlussendlich bleibt ein fader Nachgeschmack, denn wirklich etwas über den Film erfahren wir nicht, außer eben in diesem kurzen "Werbe-Making of", aber das ist kaum der Rede wert.
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Fazit
"Lack & Leder-Pussy vs. Kosmetikindustrie"


Als die ersten Infos zu einer Verfilmung von "Catwoman" durchsickerten, war die Hoffnung groß, dass Michelle Pfeiffer wieder in ihr hautenges Suite schlüpfen würde. Um so enttäuschter war man, als Halle Berry für die Rolle gecastet wurde. Eine Farbige als Catwoman, das geht doch nicht! Doch das geht und ging schon 1967, als Eartha Kitt die Rolle der Catwoman übernahm. Aber es ist nichtmal die Tatsache das Catwoman farbig ist und das die Story komplett verändert wurde, sondern viel mehr das, was im Endeffekt daraus geworden ist. Man versucht einen komplett neuen Mythos einzubauen, was an sich gut gelungen ist und man sich hierfür der ägyptischen Mythologie bedient, in der Katzen als Götter verehrt werden. Über den Sinn und Unsinn, dass die neue Catwoman in einen zugegebenermaßen sexy, aber recht unpassenden Dress gesteckt wurde der ehr an eine Lack & Leder Party erinnert, lässt sich streiten, aber wieso lässt man sie gegen einen langweiligen Kosmetik-Konzern kämpfen? Jetzt aber mal ernsthaft: Die Bedrohung liegt in einer Creme, welche die Haut hart wie Marmor macht, den Konsumenten abhängig werden lässt und bei Absetzung den Körper zerfrisst. Hallo?! Wie langweilig...!
Hinzu kommt, dass die Action viel zu kurz gerät und nur als Beilage gedacht zu sein scheint und die Story nicht wirklich über eine Liebesgeschichte zwischen Halle Berry und Benjamin Bratt hinweg kommt. Zwar beweist Pitof wieder ein Händchen für das Visuelle, vergisst dabei aber die Handlung nach vorne zu bringen und lässt "Catwoman" schlussendlich einfach nur leer wirken. Sharon Stone als Gegenspielerin macht ihre Sache zwar gut, jedoch wird ihr kaum Platz gelassen, ihrem Charakter Tiefe zu verleihen und scheint maßlos unterfordert. Hier fehlt es einfach an Gegenspielern wie zu "Batman"-Zeiten. Hätten die Produzenten die "Original-Story" aufgegriffen, wäre der Film mit Sicherheit ein Erfolg geworden, dafür aber an einem großen Problem gescheitert: "Catwoman" würde es ohne "Batman" nicht geben und gehört maßgeblich in das DC-Universum und nicht nach New York, Los Angeles oder wo auch immer. Somit hätte man aber wieder altes aufkochen müssen, was ebenfalls keinen sein Sinn gemacht hätte. So ist "Catwoman" nichts anderes als ein netter Versuch, eine neue Powerfrau für die Leinwand zu adaptieren und dieser Versuch ging ziemlich daneben, dürfte aber nicht Comic-Fans und Allesgucker kurzweilig unterhalten.

Die DVD von Warner ist von Grund auf solide umgesetzt, der Ton wirklich gut und auch wenn das Bild durch den Einsatz von Stilmitteln nicht optimal erscheint, kann man auch damit zufrieden sein. Lediglich das Bonusmaterial ist sehr schwach für solch einen brandaktuellen Film. Flop hin oder her. Im übrigen erschien die Erstauflage in einer limitieren Schuber-Version.



Bilder der DVD




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