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USA 1983
Originaltitel:Private School
Alternativtitel:Superanmacher, Die
Länge:84:51 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 16 Jahre
Regie:Noel Black
Buch:Dan Greenburg, Suzanne O'Malley
Kamera:Walter Lassally
Musik:Diverse
Darsteller:Phoebe Cates, Betsy Russell, Matthew Modine, Michael Zorek, Fran Ryan, Kathleen Wilhoite, Ray Walston, Sylvia Kristel, Jonathan Prince, Kari Lizer, Richard Stahl Julie Payne
Vertrieb:MIG / EuroVideo
Norm:PAL
Regionalcode:2
DVD-Start:17.09.2009 (Kauf)



Inhalt
Es geht nicht um Mathe, Geschichte oder Englisch, das wirklich Wichtige für Teenager in der Schule ist die erste große Liebe. Und die vergisst man nie!
Chris (Phoebe Cates) ist bildhübsch und besucht die "Cherryvale Academy for Girls". Ihr Traumprinz ist der Schwarm aller Mädchen, Jim (Mattew Modine), der auf eine andere Schule geht. Wenn da nicht auch noch die sexy Jordan (Betsy Russell) wäre. Sie ist es gewohnt, dass sie alles bekommt, was sie will. Und sie will Jim! Ihr ist jedes noch so unfaire Mittel recht, um ans Ziel zu kommen, doch sie hat die Rechnung ohne die wahre Liebe gemacht ...

Bild
Format1,85:1 (anamoprh)
NormPAL
 Bei "Private School" konnte MIG durch den Deal mit Universal auf ein ordentliches Master zurückgreifen, das schon für die amerikanische Ausgabe des Films herhalten durfte. Die natürliche Farbgebung mit ihren kräftigen Tönen verliert nur in wenigen Szenen etwas an Intensität. Der Kontrast ist ebenfalls sehr ordentlich ausgefallen und bietet eine gute Balance zwischen hellen und dunklen Bildbereichen. Die Kantenschärfe liefert ebenfalls gute Werte ab und die Schärfe hinterlässt vor allem in Nahaufnahmen einen ordentlichen Eindruck. In Totalen kann das nicht ganz aufrecht erhalten werden, denn einige Szenen geraten etwas weich und lassen Details vermissen. Grundsätzlich wird aber ein gutes Niveau geboten. Im Hintergrund lässt sich ein leichtes Bildrauschen ausmachen, was die abnehmende Schärfe in Totalen erklärt, und gelegentlich sind kleinere Defekte vorhanden. Dafür arbeitet die Kompression bis auf minimale Unruhen sauber. Zwar kein perfektes Bild, aber alles in allem ein gelungener Transfer.
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Ton
FormateDolby Digital 2.0
SpracheDeutsch, Englisch
UntertitelDeutsch
 Dem deutschen Ton merkt man trotz überzeugender Leistung sein Alter etwas an. Zwar sind die Dialoge gut zu verstehen, im direkten Vergleich zum englischsprachigen Original ist die deutsche Synchronisation jedoch deutlich dumpfer. Zudem übertönen die Dialoge sämtliche Hintergundgeräusche, wodurch kein Gleichgewicht in der Abmischung entsteht. Im Original ist es genau anders herum: Die Dialoge wurden etwas leiser als die Nebengeräusche aufgenommen. Dennoch klingt gerade das natürlicher und ist trotzdem gut zu verstehen. Ein leichtes Hintergrundrauschen ist in beiden Sprachfassungen vorhanden, jedoch nicht störend. Optional stehen auch noch deutsche Untertitel zur Verfügung, falls eine Stelle doch mal nicht ganz verständlich ist.
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Extras
Extras
  • Bildergalerie (18 Bilder / 1:30 Min.)
  • Trailershow:
    • Delta Farce (2:03 Min.)
    • Street Racers (2:08 Min.)
    • Die Winkinger - Angriff der Nordmänner (2:16 Min.)
    • Die Kreuzritter 5: Mit Feuer und Schwert (1:22 Min.)
    • 1612 - Angriff der Kreuzritter (1:56 Min.)
    • Dark Floors (2:13 Min.)
    • Der Tank (2:39 Min.)
    • Bigfoot und die Hendersons (0:57 Min.)
    • Pakt der Bestien (1:39 Min.)
    • Wolfsmilch (2:10 Min.)
    • Beer for my Horses (1:48 Min.)
    • Die Historien-Reihe (4:09 Min.)
    • Oxford Blues (2:07 Min.)
    • Summer Scars (2:13 Min.)
    • Kabinett des Schreckens (1:24 Min.)
    • Steel Dawn (1:15 Min.)
VerpackungKeepCase mit FSK-Wendecover
 An Extras wird lediglich eine Bildergalerie mit Pressefotos und dem Kinoaushangmaterial geboten. Ferner befindet sich noch eine Trailershow mit weiteren Tipps auf der Scheibe.
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Fazit
Schon die Inhaltsangabe zu "Private School" lässt wenig Feinsinniges erahnen, aber die Kombination "High-School-Komödie aus den 80ern", Phoebe Cates und (immerhin) "FSK 16" ist natürlich ein Angebot, das man nur schwer ablehnen kann. Mit solcherlei Schnellschüssen ließ sich Anfang der Achtziger problemlos Kohle verdienen, wir kennen das aus jüngerer Vergangenheit von sämtlichen Interner Link"American-Pie"-Ablegern.

Serien-Regisseur Noel Black wusste damals, auf was das junge Publikum abfährt und verfilmte sozusagen ein Best-of der zotigen und unkomplizierten Szenen von "Animal House", "Porky's" und "Fast Times at Ridgemont High". Leider vergaß er, dass die guten Teeniekomödien vor allem von Identifikationsfiguren und lebensnahen Charakteren leben, wovon hier keine Rede sein kann. "Private School" hangelt sich von einer zotigen Episode zur nächsten, die uns zudem nur allzu bekannt vorkommen. Um zwei Beispiele zu nennen: Als es zwei Lehrkörper auf dem Rücksitz eines Autos treiben, und dies über ein Mikrofon für alle anwesenden Partygäste zu hören ist, ist dies lediglich eine minimal variierte Szene aus dem Satire-Klassiker "MASH". Ein andermal schleicht sich jemand in ein dunkles Zimmer, wo die vermeintliche Freundin im Bett wartet; in Wahrheit schläft dort eine betrunkene Lehrerin - ähnlich geschehen in jedem bis dahin erschienenem Teil der "Eis am Stiel"-Reihe. Die Gags haben also entweder einen furchtbar langen Bart oder zünden nicht, was unter anderem an der typisch-amerikanischen Prüderie liegt. Der Film gibt vor, mordsmäßig auf die Pauke zu hauen, wenn es um nackte Haut und Ferkelwitze geht, doch in Wahrheit ist das Treiben vor allem für heutige Verhältnisse verdammt züchtig. Da wird tatsächlich ein Fass aufgemacht, wenn die Lehrerin im Sexualkundeunterricht die primären Geschlechtsorgane anspricht. Frei nach dem Motto: "Hihihihi, sie hat 'Penis' gesagt." Einen geordneten Storyaufbau gibt es gar nicht, vielmehr hakt der Film eine Episode nach der anderen ab, ohne Interesse für die Figuren wecken zu können. Wenn man so will, ist das Beziehungs-Hickhack zwischen Christine und Jim der einzig erkennbare rote Faden im Film.

Einigermaßen gelungen ist die dagegen die Musik-Untermalung, welche dem Film dieses typische 80er-Flair verleiht. Für Fans der damaligen Popkultur wird es zumindest nie richtig langweilig, nicht einmal in einer ca. dreiminütige Lückenfüller-Szene, in der einige Schönheiten Jane Fonda kopieren und Aerobic auf dem Schulsportplatz veranstalten. Die Jungschauspieler machen ihre Sache ganz ordentlich, darunter Matthew Modine (Interner Link"Full Metal Jacket"), Phoebe Cates (süß wie immer, leider mit etwas wenig Screentime) und Betsy Russell, von der man jahrelang überhaupt nichts hörte, ehe ihr ausgerechnet in den unsäglichen Interner Link"Saw"-Fortsetzungen ein Mini-Comeback glückte. Und sogar Softerotik-Queen Sylvia Kristel schaut mal kurz vorbei. Das Niveau können natürlich auch die Darsteller nicht mehr in geordnete Bahnen lenken, zu sehr waren die Macher auf schnelle, billige Gags aus. Obwohl "Private School" qualitativ meilenweit von sämtlichen John Hughes-Filmen entfernt ist, dürften zumindest hartnäckige Genre-Fans kurzweilige eineinhalb Stunden mit dieser in Deutschland etwas unbekannteren Highschool-Komödie haben. Niveautechnisch näher an "Porky's" als an "Fast Times in Ridgemont High".



Bilder der DVD




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