IT 1979
Originaltitel:Uno Sceriffo extraterrestre - poco extra e molto terrestre, Uno
Alternativtitel:Große mit dem außerirdischen Kleinen, Der
aka. Sheriff and the Satellite Kid, The
Länge:89:01 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 12 Jahre
Regie:Michele Lupo
Buch:Marcello Fondato, Francesco Scardamaglia
Kamera:Franco Di Giacomo
Musik:Guido De Angelis, Maurizio De Angelis
SFX:Giovanni Corridori
Darsteller:Bud Spencer, Cary Guffey, Raimund Harmstorf, Joe Bugner, Carlo Reali, Luigi Bonos, Harold E. Finch, Dino Emanuelli, Amedeo Leurini
Vertrieb:3L
Norm:PAL
Regionalcode:0
DVD-Start:22.10.2009 (Kauf)



Inhalt
Eine Provinzstadt in Aufruhr: Jeder glaubt, ein Ufo gesehen zu haben. Sheriff Craft (Bud Spencer) versteht die Aufregung nicht. Er glaubt nicht an Außerirdische - zumindest bis er dem kleinen H7-25 (Cary Guffey) begegnet. Der sieht zwar aus wie ein kleiner Junge, verfügt aber über äußerst ungewöhnliche und ganz und gar nicht irdische Fähigkeiten. Für den außergewöhnlichen Jungen interessiert sich auch schon bald die militärische Abwehr unter Führung von Captain Briggs (Raimund Harmstorf). Nun muss der Große wieder zu seinen schlagkräftigen Argumenten greifen, um seinen kleinen Freund vom anderen Stern zu schützen.

Bild
Format1,85:1 (anamorph)
NormPAL
 Schon die e-m-s-DVD sah gut, die 3L-Veröffentlichung macht aber noch eine etwas bessere Figur. Das abermals anamorphe Bild ist absolut sauber und hält seine Qualität durchgängig. Die hervorragende Plastizität und gute Detailschärfe überraschen für einen Film des Jahres 1979. Dass ein paar wenige Szenen das nicht ganz halten, sollte kaum stören. Die Farben sind nun etwas ausgeglichener als bei der Vorgängerauflage, weil weniger gelbstichig. Lediglich der Kontrast neigt dazu, vor allem Innenszenen etwas zu düster darzustellen. So stimmt zwar dort der Schwarzwert, die Farben verlieren aber ein wenig an Ausstrahlungskraft. Trotzdem eine sehr überrasche Leistung, die mit Altersbonus dicke 4 Punkte wert ist. Allerdings liegt der Film in 1,85:1 und nicht wie auf dem Cover angegeben in 2,35:1 vor.
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Ton
FormateDolby Digital 2.0
SpracheDeutsch
Untertitel-
 Der Ton ist sehr ernüchternd im Vergleich zum Bild. Die deutsche Sprache ist zwar gut zu verstehen, die Klangqualität ist aber schwächer als erwartet. Sämtliche Geräusche und Dialoge klingen zu dumpf und unsauber für das mitunter lautstarke Spektakel. Für mehr als für Bud Spencers brummigen Timbre ist es also kaum zu gebrauchen, auch wenn man die Musiken noch relativ gut erkennt. Leider fehlen wieder der italienische Originalton und deutsche Untertitel.
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Extras
Extras
  • Dt. Originaltrailer (3:21 Min.)
  • Slideshow (9 Bilder)
  • Filmografien und Biografien:
    • Bud Spencer (15 Seiten)
    • Raimund Harmstorf (7 Seiten)
VerpackungKeepCase mit FSK-Wendecover
 Die Sektion der Extras lässt sich schnell zusammenfassen: Der deutsche Trailer ist ebenso unspektakulär wie die vermutlich aus Aushangmaterial bestehende, selbstablaufende Galerie. Zusätzlich werden zwei der Hauptdarsteller, nämlich Bud Spencer und Raimund Harmstorf textlich vorgestellt. Genau das bekam man schon auf der e-m-s-DVD geboten.
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Fazit
"Der Große mit seinem außerirdischen Kleinen" war Michele Lupos erster Versuch Bud Spencer mit damals gängigen, erfolgreichen Motiven wie Außerirdische und böse Militärs zu kreuzen, ging aber wie der Nachfolger kritisch betrachtet böse daneben.

Ist Bud Spencers Auftritt als verunglückter Außerirdischer noch soweit geglückt, fängt die Ufomanie seiner Kleinstadt schon bald aberwitzige Züge anzunehmen. Es ist einfach kein wundervoll markiger und schlagkräftiger Spencer-Film, der hier zum Besten gegeben wird, sondern ein Science-Fiction-Abenteuer, schon fast im Disney-Stil. Auch wenn mit Schauspielern wie Raimund Harmstorf und ein einer Nebenrolle Joe Bugner namhafte Co-Darstellern vorzufinden sind, die im kurz davor gedrehten Interner Link"Sie nannten ihn Mücke", schon als exzellente Widersacher fungierten, bleibt hier nur ein kruder Alienmix über, der wohl direkt an das junge Publikum, das sich sicher gut mit dem kleinen Außerirdischen, mit dem Aussehen wie ein kleiner Junge, identifizieren konnte. Schlägereien und lustige Sprüche sind eher die Seltenheit, denn der Außerirdische kann mit seinem phantastischen Apparat allerlei Blödsinn anstellen, was das böse Militär auf ihn aufmerksam macht, um ihn schließlich zu fangen.

Was bleibt ist eine substanzlose Beziehung zwischen Bud Spencer und einem kleinen Jungen, die auch in den letzten Rizzo-Abenteuern ausgereizt wurde und kaum Faszination, da zu kitschig geraten, besitzt. Für Fans vielleicht noch erträglich, für andere nur ein nostalgischer Witz. Neben der Fortsetzung aber der einzige wirkliche Ausfall in Bud Spencers Karriere.






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