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USA 2008
Originaltitel:Splinter
Länge:78:59 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 16 Jahre
Regie:Toby Wilkins
Buch:Kai Barry, Ian Shorr, Toby Wilkins
Kamera:Nelson Cragg
Musik:Elia Cmiral
SFX:Quantum Creation FX
Darsteller:Shea Whigham, Paulo Costanzo, Jill Wagner, Rachel Kerbs, Charles Baker, Laurel Whitsett
Vertrieb:Ascot Elite
Norm:PAL
Regionalcode:2
DVD-Start:23.04.2009 (Verleih) / 20.05.2009 (Kauf)



Inhalt
Tief in den Wäldern ist es entstanden. Jahrhunderte lang blieb es verborgen. Zum Leben braucht es Fleisch und Blut - viel Blut. Jetzt ist es dort angekommen, wo auch die Menschen sind. Der alptraumhafte Überlebenskampf gegen eine unfassbare Kreatur beginnt! Nicht nur, dass sie aus ihren Opfern eine stachelige Masse aus aufgerissenem Fleisch und zerfetzten Eingeweiden macht, sie unterwirft die Toten wie ferngesteuerte Zombies ihrem Willen. Selbst abgetrennt Körperteile legen eine schaurige Beweglichkeit und Mordlust an den Tag. Die Ausgeburt der Hölle scheint unverletztlich und unbesiegbar zu sein.

Bild
Format2,35:1 (anamorph)
NormPAL
 Der Einsatz von Farbfiltern, die den Film erst etwas gelblich, später etwas blass aussehen lassen, ist nicht zu übersehen. Grundlegend ist das in Ordnung, nur sieht das bei Hauttönen nicht schön aus. Beispielsweise gibt es in einigen Szenen kaum einen Unterschied zwischen einem vom Entzug gezeichneten Junkie und einem lediglich aufgebrachten Protagonisten zu erkennen, weil beide eine ähnlich bleichen Teint besitzen. Der zweite Kritikpunkt, der maßgeblich für die relativ niedrige Wertung von nur 3,5 Punkten verantwortlich ist, ist der etwas unterentwickelte Detailgrad. Auch hier sind Gesichter das erste Anzeichen von einem Mangel an Feinheiten, aber auch Bildhintergründe könnten gern etwas plastischer sein. Dennoch ist das anamorphe Format nicht schlecht, denn die Reinheit und grundlegend saubere Zeichnung der Bilder geht ebenso in Ordnung wie die Kompression. Rauschen befindet sich nur sehr gering im Bild, sollte bei den schnellen Bildwechseln aber auch nicht stören.
 +++/--

Ton
FormateDolby Digital 5.1 (Deu, En), DTS 5.1 (Deu)
SpracheDeutsch, Englisch
UntertitelDeutsch
 Egal, ob man die englische Tonspur, die deutsche in Dolby Digital oder in DTS nutzt, die Aggressivität der Vertonung ist in vielen Fällen kinoreif. In den ruhigen Anfangsszenen lässt sich damit eine sehr schöne, weil raumfüllende und dynamische Atmosphäre gewinnen, während später die spannenden Momente mit einem heftigen Einsatz des Scores intensiviert werden. Die sonstige Geräuschkulisse kann damit zwar nicht ganz mithalten, aber auch hier werden einige glasklare Momente geboten, die die Stille bzw. die wenigen Dialoge durchbrechen und sehr gut ortbar sind.
 ++++/-

Extras
Extras
  • 2 Audiokommentare
  • Die Splinter-Kreatur (4:07 Min.)
  • Die Konstruktion der Tankstelle (1:55 Min.)
  • Wie macht man einen Splinter-Kürbis? (2:20 Min.)
  • Der Zaubermeister (1:10 Min.)
  • Digitaler Dreh (2:25 Min.)
  • Das Wetter in Oklahoma (1:57 Min.)
  • Toby Wilkins über "Splinter" (4:37 Min.)
  • Die Entwürfe der Kreatur (12 Bilder)
  • Originaltrailer (1:38 Min.)
  • Trailershow:
    • Rache (2:01 Min.)
    • In deiner Haut (2:03 Min.)
    • Die Erpresser (1:29 Min.)
    • The Good Night (2:30 Min.)
    • Timber Falls (2:09 Min.)
VerpackungKeepCase mit FSK-Wendecover
 Dass die beiden Audiokommentare der DVD nicht auf der Hülle neben all den anderen Extras vermerkt sind, mag folgenden Hintergrund haben: Deutsche Untertitel existieren nicht dafür. Das ist sehr schade, denn beide lohnen das Zuhören. Im ersten haben sich Regisseur Toby Wilkins, Cutter David Michael Maurer und Kameramann Nelson Cragg versammelt, die insbesondere die technischen Aspekte ihres Werks erörtern, also z.B. wie etwas gefilmt wurde und warum es so im Drehbuch stand. Bei Kommentar Nummer zwei hat sich der Regisseur drei seiner Darsteller dazugeholt, nämlich Jill Wagner, den Spaßvogel Paulo Costanzo und den etwas zurückhaltenden Shea Whigham. Klarerweise kommen hier mehr Darstellereindrücke zu Wort, also was am Drehort geschah und wie der fertige Film auf sie wirkt - inklusive einer Menge Gelächter.
Das weitere Material ist deutsch untertitelbar und in kleine Clips unterteilt, die evtl. bereits zu Werbezwecken ausgestrahlt worden. "Die Splinter-Kreatur" beleuchtet die aufwendige Arbeit in der Maske und die Entwicklung des eigentümlichen Bewegungsstils, den ein Athlet ausprobiert und verfeinert hat. Der Aufbau der vor Drehbeginn nur aus einem Betongerüst bestehenden Tankstelle und deren Inneneinrichtung wird im nachfolgenden Extra gezeigt. In "Wie macht man einen Splinter-Kürbis?" wird auf amüsante Weise von Hauptdarstellerin Jill Wagner gezeigt, wie ein Halloween-Kürbis im "Splinter"-Design entsteht - zum Anbeißen! Im folgenden Kurzvideo kann man den Pyrotechnikern bei ihrer Arbeit über die Schulter schauen. Warum digital gedreht wurde, soll zwar im gleichnamigen Video erklärt werden, das geht aber leider in der Übersetzung der Untertitel verloren: schlichtweg, weil bei einer digitalen Aufnahme kein teures Filmmaterial verschwendet wird. Ein weiteres Special befasst sich mit den teilweise miserablen Wetterbedingungen rund um den Drehort in Oklahoma und das letzte Making Of ist tatsächlich jenes, welches als werbeträchtigstes durchgeht, da viel über die Handlung und die Figuren erzählt wird. Andererseits kann man darin noch die Erklärung über die Herkunft der Kreatur herausfinden, die im Film nur angedeutet wurde. Neben handschriftlichen und Computer-Designs lässt sich noch ein Trailer zu diesem und weiteren Filmen auf der DVD abrufen.
Insgesamt ist es sehr schade, dass neben den interessanten, wenn auch kurzen Mini-Berichten nicht auch die Audiokommentare untertitelt wurden. Außerdem nervt der dämliche Kopierschutz der Scheibe meinen Player und mich die Tatsache, dass man die nicht unbeträchtliche Anzahl von Trailern vor DVD-Start nicht abbrechen kann.
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Fazit
Mit einer neuen Monsterkreatur wartet der erste Langfilm von Interner Link"The Grudge 3"-Regisseur Toby Wilkins auf, der sich gar nicht erst darum schert, eine Erklärung für diese seltsame Schöpfung mit auf den Weg zu geben. Im Vordergrund steht das Virus-ähnliche Ding selbst, welches, insbesondere für einen FSK16-Film, ein paar herbe Effekte zu bieten hat: Menschen und Tiere werden gleichermaßen von dieser stacheligen Kreatur angegriffen und als Wirtskörper missbraucht, mithilfe der "Splinter" (ein Name wird im Film nicht genannt) sich bewegen und weitere Opfer ausfindig machen kann. Das wirklich Beängstigende an der Kreatur ist aber weniger die Tatsache, dass es ohne eine wirkliche Intelligenz, sondern mit der erschreckenden Sturheit eines Fremdkörpers auf Nahrungssuche geht, sondern dass es seine Stacheln nutzt, um den Wirtskörper völlig zu deformieren. Erst zermalmt es das Knochengerüst und bildet später durch die Stacheln ein neues, um den völlig entstellten Körper wieder bewegen zu können. So kommt es später im Film dazu, dass einige Opfer kaum noch als Menschen zu erkennen sind, weil ihnen der Kopf schon von der Schulter hängt und Arme und Beine aussehen wie die eines Unfalltoten. Auch können sich die abgefetzten Finger einer Hand vollständig vom Körper trennen und im Alleingang auf Beutesuche gehen, was herrlich eklig aussieht.
Mittelpunkt der Entdeckung der seltsamen Spezies ist ein Pärchen, das auf ihrer Reise ins Grüne von einem Verbrecher-Pärchen gekidnappt wird, das auf der Flucht vor der Polizei ist. Schon auf den Weg zur mexikanischen Grenze trifft man auf das stachelige Ungetüm, welches ein Waldtier befallen hat und den Reifen des Jeeps zersticht, indem das Tier sich überfahren lässt. Zum Haupthandlungsort wird aber eine Tankstelle auserkoren, in der sich die vier später verbarrikadieren müssen.
Der enge, von Neonlich durchflutete Raum passt durchaus zum kargen, eingeschränkten Konzept des Filmes, der außer dem Splinter selbst keine Neuerungen bieten möchte, dafür aber über etwa 70 Minuten hinweg eine konzentrierte Dosis Spannung und Blut bereithält. Mehr als vier Protagonisten, zwei kurzen Nebendarstellerauftritten und die Tankstelle ist dafür nicht nötig. Auch inhaltlich wird kaum Zeit mit Erklärungen verschwendet, denn es geht primär um die Bewältigung der außergewöhnlichen Situation, dem Versteckspielchen vor dem scheinbar unsterblichen Organismus - und ein wenig um die Rivalitäten zwischen den Kidnappern und den Campern.
Kritik muss sich "Splinter" für Fans von gut gemachtem Effektkino kaum gefallen lassen. Es wäre zwar noch schön gewesen, wenn ein paar genretypische Situationen ausgelassen worden wären (z.B. das Ableben der Polizistin), aber ohne geht es vermutlich nicht. Zum Ende hin sollte man allerdings Epilepsie-resistent sein, denn die sehr schnell geschnittenen, wackligen Szenenabläufe verlangen doch etwas viel vom Zuschauer ab.

"Splinter" ist allein wegen des Monsters eine tolle Idee, auch wenn es sonst "nur" ein typischer Horrorfilm mit überdurchschnittlich guten Effekten ist.



Bilder der DVD




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