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USA 2007
Originaltitel:Dead Heist
Länge:72:22 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 18 Jahre
Regie:Bo Webb
Buch:Anghus Houvouras, Eric Tomosunas, Bo Webb
Kamera:Patrick Borowiak, Matt Malloy
Musik:Jim McKeever
SFX:Cape Fear Effects
Darsteller:Big Daddy Kane, Brandon Hardin, D.J. Naylor, Dominic L. Santana, E-40, Traci Dinwiddie, Michael Braxton, Chris Bailey, Bone Crusher, Zach Hanner, Jon Stafford, Bill Ladd, Cullen Moss, Charlie Lucas, Joi Heggins, Jerrelle Anderson, General Fermon Judd Jr.
Vertrieb:Sunfilm
Norm:PAL
Regionalcode:0
DVD-Start:17.04.2009 (Verleih) / 08.05.2009 (Kauf)



Inhalt
Ski und seine Kumpels wollen das große Ding machen: Eine Bank in einer abgelegenen Kleinstadt soll um eine große Menge Geld erleichtert werden. Vom Gangsterboss Hustle bekommen sie für ihr Unternehmen nicht nur Waffen, sondern mit dem Ex-Soldaten Jackson auch einen Aufpasser an die Seite gestellt, der sicherstellen soll, dass die Jungs nicht ohne eine gewisse Umsatzbeteiligung für ihn das Weite suchen. Der Überfall geht mächtig schief und die Bank wird von der Polizei umstellt. Doch dies soll nicht das größte Problem für die Bankräuber sein: Wie aus dem Nichts tauchen nach Einbruch der Dunkelheit plötzlich Horden von aggressiven Infizierten auf und töten die Polizisten sowie jeden weiteren Passanten außerhalb der Bank. Für die Kriminellen und ihre Geiseln gibt es nur eine Chance: Zusammenhalten und bis zum Morgengrauen ums nackte Überleben kämpfen ...

Bild
Format1,85:1 (anamorph)
NormPAL
 Das Bild wird anamorph wiedergegeben und ist wie erwartet absolut sauber. "Dead Heist" ist sicherlich nicht so detailreich, dass er es mit Big Budget-Produktionen aufnehmen könnte, aber es ist erstaunlich, dass dem Film zu keiner Zeit die Puste in Sachen Schärfedarstellung ausgeht. Selbst die düsteren Szenen lassen den feinen Bildaufbau zumindest erahnen. Als Stilmittel darf man den hauptsächlich sepiafarbenen Anstrich des Filmes ansehen, dem aber die Sättigung entzogen wurde, so dass das Geschehen etwas trist aussieht. Vermutlich wurde das in der Nachproduktion erreicht, denn es gibt keine Szene, die aus diesem Schema ausbricht. Einzig etwas mehr Kontrast hätte dem Film nicht geschadet, denn der lässt den niedrigen Produktionsstandard erkennen, weil entweder die Ausleuchtung nicht stimmt oder die Abzeichnung von dunklen und hellen Bildelementen noch verbesserungswürdig ist. Wie bei Sunfilm üblich wurde dem Film durchgängig eine hohe Datenrate zugesichert, so dass die Kompression keinerlei Probleme bekommt.
 ++++--

Ton
FormateDolby Digital 5.1
SpracheDeutsch, Englisch
UntertitelUntertitel
 Der einzige Grund, der die Wertung auf 3,5 Punkte anhebt, ist der immer wieder mit voller Wucht einsetzende Score, der aus instrumentalen HipHop-Stücken besteht, die gut zum Film passen. Hier bekommt der Subwoofer ordentlich Arbeit und das Boxensystem gibt messerscharfe, klare Klänge von sich. Abgesehen davon hört sich "Dead Heist" an wie ein Dialogfilm, denn selbst die Schüsse und Zombie-Schreie wandern nicht in die Rears bzw. sind dort so leise, dass man im Höchstfall von einem schlechten Dolby Surround-Modus ausgehen kann. Mit Effekten ist es also nichts. Dafür, dass die stark von Umgangssprache geprägten Originaldialoge nicht leicht zu übersetzen sind, hat es die deutsche Synchro ganz gut hinbekommen. Es klingt zwar ein klein wenig dämlich, dass jeder zweite Satz mit "Mann" beendet wird, aber es gibt Schlimmeres. Die englische Tonspur ist klanglich als auch bei den Effekten der deutschen Version absolut ebenbürtig. Deutsche Untertitel gibt es dazu, auch wenn die an ein paar Stellen Fehler aufweisen (falsches Timing, nicht übersetzter Satzfetzen).
 +++/--

Extras
Extras
  • Deleted Scenes (4:06 Min.)
  • Behind The Scenes (7:42 Min.)
  • Gag Reel (8:10 Min.)
  • Trailer (1:49 Min.)
  • Weitere DVDs:
    • Brain Dead (1:26 Min.)
    • Deadly Game (1:57 Min.)
    • Evil Inside (1:02 Min.)
    • Run For Blood (1:56 Min.)
    • Someone Behind You (2:08 Min.)
VerpackungKeepCase mit FSK-Wendecover
 Wem der Film nicht ganz so zusagt, das Bonusmaterial macht auf jeden Fall Spaß. Für die Deleted Scenes, die im Wesentlichen zwei Szenenabfolgen etwas erweitern, gilt das zwar erstmal nicht, definitiv aber für den Blick hinter die Kulissen, in welchem kurz geschnittene, meist witzige Szenen vom Dreh aneinandergereiht wurden. Das "Gag Reel" zeigt gesammelte Versprecher und Spaß zwischen den Takes. Leider ist nichts davon untertitelt, auch nicht der Trailer.
 ++----

Fazit
Interner LinkAction Jackson würde sich im Grabe rumdrehen, wüsste er, was heutzutage als Blaxploitation betitelt wird. Im Falle von "Dead Heist", einer offensichtlichen Low bzw. Mid Budget-Produktion, wurde die Geschichte von Interner Link"From Dusk Till Dawn" aufgewärmt, um mit Hilfe jeder Menge cooler Afroamerikaner einen Zielgruppenfilm daraus zu machen, bei dem statt einer Bar nun eine Bank von Zombies belagert wird. Die erste Skepsis stellt sich bei mir allerdings nicht erst mit den Darstellern ein (Rapper sollten nicht schauspielern!), sondern bereits beim Vorspann: Man stelle sich die dümmsten Klischees von Rap-Musikvideos vor und fasse das in Spielfilmform, schon hat man "Dead Heist" raus. Ich kann mir einfach nicht vorstellen, dass die Personen, die mit Dollarnoten herumwedelnd irgendwelchen krummen Geschäften nachgehen, falls sie nicht grad im Hinterzimmer Waffen dealen oder Pornos drehen, irgendwie mit der Realität in Einklang zu bringen sind. Das ist fast schon ein Fall rassistischer Selbstgeißelung.
Das beschämende Niveau legt sich glücklicherweise etwas, wenn die vier Heißsporne, die von Tuten und Blasen keinen Schimmer haben, aber eine Bank überfallen wollen, endlich am Zielort angelangt sind und die Sache gehörig gegen die Wand fahren, weil die Polizei beim "Heist" dazwischenfunkt, das Vorgehen schlecht geplant ist und schließlich der Fluchtwagen abhaut. Irgendwann legt sich die Nacht über die (viel zu) ruhige Kleinstadt und die Untoten kommen aus ihren Löchern gekrochen bzw. gerannt - was sie auch nur einmal im Monat tun, um sich die Bäuche vollzuschlagen, wie der schräge Typ aus dem Waffenladen zu berichten weiß. Für einen Moment kommt im sehr kurzen Werk Zombie-Atmosphäre auf. Lange hält die nicht an, weil die Sparmaßnahmen offenbar den Effektkünstlern den Saft abgedreht haben. Anders ist es nicht zu erklären, dass zwar geschätzte Hundertschaften von Zombies im Endkampf über den Haufen geballert und gestochen werden, aber der Schnitt die ohnehin nicht gut sichtbaren Effekte ausblendet, bevor sie passieren könnten. Besonders die letzten 5 Minuten hätten als Höhepunkt, dem man als Zombie-Fan entgegenfiebert, mehr Beachtung durch Ausstaffierung verdient.

Sicherlich, nüchtern betrachtet, ist "Dead Heist" eine kurzweilige, wenn auch nicht zufriedenstellende Zombie-Belagerung mit jeder Menge Shootouts, die sehr schnell ihr Ende findet und deswegen auch kaum Zeit für Kritik lässt. Insgesamt erfüllt der mit allerlei Ghetto-Mentalität angereicherte Film aber nicht die Erwartungen an ein halbwegs spritziges Untoten-Abenteuer. Dafür wird bei der Wiederverwendung von Genre-Zitaten zu wenig Eigenständiges bzw. Spektakuläres geboten.



Bilder der DVD




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