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USA 2001
Originaltitel:Maniacts
Alternativtitel:ManiaX
Länge:89:45 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 18 Jahre
Regie:Curt Cressler, C.W. Cressler
Buch:C.W. Cressler
Kamera:Lisa Leone
Musik:Jann Castor
SFX:Geoffrey C. Martin, James 'JR' Pollard
Darsteller:Jeff Fahey, Kellie Waymire, John Furlong, Mel Winkler, Leslie Easterbrook, Jeremiah Birkett, Vincent Guastaferro, Bob Bancroft, Simon Brooke, Bob Koherr, Christopher Maleki, Robyn Reede, Marion Ramsey, Anthony Dilio, John Patrick Patti
Vertrieb:CMV-Laservision
Norm:PAL
Regionalcode:0
DVD-Start:20.11.2009 (Verleih) / 20.11.2009 (Kauf)



Inhalt
In einer Klapsmühle für irre Kriminelle finden die beiden geisteskranken Serienmörder Joe und Beth zueinander, und trotz der eher ungewöhnlichen Umstände entwickelt sich zwischen den beiden Psychopathen ein überaus inniges Liebesverhältnis. Als sich eines Tages die Gelegenheit zur Flucht ergibt, zögern die beiden Turteltauben nicht lange und hinterlassen obendrein bei ihrem Abschied eine gnadenlose Blutspur. Wieder in der Gesellschaft angekommen, finden sie zunächst Unterschlupf bei einem Farmer, der jedoch ziemlich zeitnah der Obsession der beiden Gäste zum Opfer fällt. Kurz daraus kündigt sich ein Besuch der Mutter von Beth an, die keine Geringere als die Königin von England ist ...

Bild
Format1,33:1 (Vollbild)
NormPAL
 Das Vollbild sieht ein wenig nach TV-Produktion aus: sauber, aber insgesamt etwas verhalten. Beispielsweise die Farben dürften noch etwas mehr herausstechen. Details sind lediglich bei genauerem Hinsehen etwas unterentwickelt. Ansonsten offenbaren sich aber keine Probleme. Trotzdem: Etwas mehr Konturenkraft hätte die wacklige Bewertung von 4 Punkten sicherlich untermauert.
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Ton
FormateDolby Digital 2.0
SpracheDeutsch, Englisch
Untertitel-
 An die deutsche Synchro muss man sich erstmal gewöhnen. Mir ist das erst zum Ende hin gelungen, wenn die Nebencharaktere fast vollständig entfallen, denn die klingen immer wieder unpassend oder billig vertont. Besonders die Figuren in der Anstalt hätte man anders angehen müssen. Ansonsten sind beide Sprachen wegen der Stereoabmischung relativ einfach gestrickt. Die Dialoge stechen im Deutschen sogar etwas besser hervor. Action-Momente und damit einhergehende, aggressive Klangmomente halten sich stark in Grenzen.
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Extras
Extras
  • Originaltrailer (1:59 Min.)
  • Bildergalerie (1:57 Min.)
  • Trailer (3:41 Min.):
    • The Living End
    • Prayers For Bobby
VerpackungKeepCase mit FSK-Wendecover
 Vorsicht beim Bonusmaterial: Sowohl der Trailer als auch die Galerie nehmen ein paar Informationen vorweg. Die restlichen beiden Trailer bedienen ein etwas anderes Genre als der Hauptfilm.
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Fazit
- "Wir haben nicht alles falsch gemacht. Es ist schon ok, Menschen umzubringen. Andere Leute tun's auch - Ärzte tun es, Regierungen machen es ständig. Ich glaube, dass es eine Sorte Menschen gibt, die zu töten richtig ist." (Beth)

In welche Schublade kann man den seltsam betitelten "Maniacts" denn stecken? Vermutlich in gar keine, die Skurrilität dieser "Bonnie und Clyde"-Version im Irrenhaus sprengt nämlich sämtliche Genre-Konzepte. Dass ist es vielleicht auch, was "Maniacts" gleichzeitig spannend und auch schwer konsumierbar für den Mainstreamer macht. Aber das soll den aufgeschlossenen Filmfan eh nicht kümmern.
Inhaltlich wird der Fokus nach der Festnahme des "Blaublut-Mörders" auf genau zwei Figuren gelegt: Der etwas unbeholfen wirkende Joe Spinelli (eine Hommage an den Interner Link"Maniac"-Darsteller Joe Spinell), der wegen der Ermordung aller am Tod seiner Mutter Beteiligten in die Nervenklinik kommt, und die agile, aufgeweckte Beth Windsor, die ebenfalls schon mehrere Personen auf dem Gewissen hat. Durch Joes nonkonformes Verhalten, das ihn immer wieder in Schwierigkeiten bringt, lernt er Beth kernen und bald darauf lieben. Gemeinsam ist beiden, dass sie Ausmaße ihrer Taten aufgrund ihres einfachen Gemüts gar nicht begreifen: Fast kindlich erklären sie sich gegenseitig, dass böse Menschen, die ihnen böses wollen, eben dafür büßen müssen - notfalls mit dem Leben.
Bereits die etwa erste Hälfte des in mehrere Kapitel unterteilten Werks sorgt für seltsame Filmerfahrungen: Es werden leichte Komik mit seichter Romanze vermischt, es begeben sich ein paar fast zur Karikatur überzeichnete Nebenfiguren dazu und trotzdem verliert man durch das Pärchen nie den Bezug zur Realität. Der spätere Gefängnisausbruch, dem einige blutige Momente in der Besserungsanstalt vorangehen, markiert die zweite große Überraschung, denn der Film wagt genauso wie seine mittlerweile liebgewonnenen Hauptcharaktere einen Neuanfang. Auch hier werden wieder ein paar sonderliche Elemente geboten, die man nicht deuten muss.
Jeff Fahey und die bereits verstorbene Kellie Waymire sind ein ursympathisches Gespann, welches "Maniacts" richtig gut tut. Der Film hat an anderen Stellen nämlich ein wenig mit seiner Independent-Herkunft zu kämpfen, weil einiges sehr nach halbgarer TV-Verfilmung riecht. Insgesamt ist "Maniacts" aber so facettenreich und kurzweilig, dass er jenen empfohlen werden kann, die sich von der wenig zutreffenden Bezeichnung "Slasherkomödie" nicht beirren lassen. Es ist keine richtige Komödie, auch nicht wirklich ein Slasher und erst recht keine Charakterstudie eines Serienmörders. Letzteres funktioniert eh nicht, dafür sind die Protagonisten viel zu herzlich und sympathisch.



Bilder der DVD




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