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D 2004
Originaltitel:Ratten 2 - Sie kommen wieder!
Alternativtitel:Ratten 2 - Bis das Blut gefriert
Länge:98:06 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 12 Jahre
Regie:Jörg Lühdorff
Buch:Alexander M.Rümelin
Kamera:Bernhard Jasper
Musik:Oliver Biehler
SFX:Juan-Pablo Brockhaus
Darsteller:Ralph Herforth, Christian Kahrmann, Daniela Preuß, Janek Rieke, Anne Cathrin Buhtz, Miroslav Táborský, Peter Rühring
Vertrieb:Highlight/Constantin
Norm:PAL
Regionalcode:2



Inhalt
Frank Dabrock, seine alte Weggefährtin Stuffz Hubert und Honsa, sowie Franks Freundin Katrin reisen zur Hochzeit ihres alten Freundes Axel Werner in das kleine Städtchen Kornostheim, in dem Werner mittlerweile zum Bürgermeister gewählt wurde. Die Feier wird in einem malerischen Wasserschloss stattfinden, das Werners Verlobte zu einem noblen Hotel ausgebaut hat. Doch schon kurz nach Anreise der Truppe kommt es zu seltsamen Zwischenfällen: Werners Assistentin wurde - alle Anzeichen deuten daraufhin - von einem Schäferhund zerfleischt, und Dabrock rast nächtens auf der Landstraße in einen Teppich aus Ratten. Dabrock lernt beim Junggesellenausstand den Tierverhaltensforscher Prof. Jürgen Matthäi kennen. Es stellt sich heraus, dass Matthäi im Rahmen eines Forschungsauftrages der Stadt Frankfurt an einem Massenvernichtungsmittel für Ratten arbeitet. Dieses soll eine Rattenplage, wie sie im Sommer vor drei Jahren stattfand, künftig verhindern. Wenig später kommt es zu ersten Attacken auf Menschen in Häusern und Wohnungen. Als Matthäi verschwindet, ist für Dabrock klar, dass nur Matthäis Forschungen die Ursache für die Vorkommnisse sein können... Jetzt muss die alte Truppe versuchen, eine Katastrophe zu verhindern, deren wahre Ausmaße sie noch nicht einmal abschätzen können - und die Uhr tickt...

Bild
Format1.85:1 (anamorph)
NormPAL
 Zuerst überzeugt uns hier die durchweg natürliche Farbgebung, obgleich man hier einige Szenen einen kühlen Touch verpasst hat und die Farben stellenweise erdig oder etwas grünstichig wirken. Beides ist aber vom Regisseur so gewollt und als Stilmittel anzusehen. Der Kontrast kann ebenfalls überzeugen und bietet in den vielen Nachtaufnahmen eine gute bis sehr gute Detailwiedergabe. Lediglich der Schwarzwert ist nicht perfekt und tendiert ins Gräuliche, was aber ebenfalls so gewollt zu sein scheint. Bildrauschen hält sich vornehmlich zurück, aber dafür ist die Schärfe alles andere als perfekt und gibt sich sehr wechselhaft. In Nahaufnahmen detailliert, erscheint es im nächsten Moment sehr weich und unscharf. Da auch dies zum Stilmittel gehören dürfte, wollen wird das gar nicht mal so stark bemängeln, obgleich ein schärferes Bild durchaus wünschenswert gewesen wäre. Viel probelmatischer geben sich hier die Kompressionen, die immer wieder Artefaktebildung und Blockrauschen im Hintergrund offenbaren. Besonders stark ist dies in Szenen mit viel Nebel zu bemerken und trübt den Sehgenuss doch schon etwas. Defekte und Verschmutzungen lassen sich nicht ausmachen, dafür neigt die Kantenschärfe aber an leichte Doppelkonturen, was auf eine Nachschärfung schließen lässt. Insgesamt kann der Transfer aber noch als gut bezeichnet werden.
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Ton
FormateDolby Digital 5.1
SpracheDeutsch
Untertitel-
 Tonal kann die DVD schon mehr überzeugen und bietet eine zwar überwiegend frontlastige, aber dennoch sauber abgemischte Dolby Digital-Spur. Die Dialoge schallen klar und deutlich aus dem Center und die Rears werden vornehmlich für die Musik eingesetzt. In den Actionszenen bekommen wir dann auch einige Effekte geboten und auch der Subwoofer kommt teilweise ordentlich zum Einsatz. Einen brachialen Sound dürfen wir hier zwar nicht erwarten, aber dafür wird uns hier ein durchweg sauberer und recht räumlich wirkender Klang geboten.
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Extras
Extras
  • Audiokommentar mit Regisseur Jörg Lühdorff & Autor Alexander M.Rümelin
  • Audiokommentar mit den Darstellern Christian Kahrmann & Daniela Preuß
  • Gag Reel (6:55 Min.)
  • Interviews (21:44 Min.):
    • Ralph Herforth (4:14 Min.)
    • Christian Kahrmann (6.28 Min.)
    • Daniela Preuß (3:36 Min.)
    • Janek Rieke (3:55 Min.)
    • Anne Cathrin Buhtz (4:10 Min.)
  • Darstellerinfos (12 Textseiten)
  • Trailer "Ratten - Sie werden die kriegen" (43 Sek.)
  • Vorschau: Ratten 3 (02:50 Min.)
  • Bericht über Rattentraining (11:46 Min.)
  • Making of - Film (19:13 Min.)
  • Making of - Special Effects (11:28 Min.)
  • Making of - Musik (04:03 Min.)
  • Der besondere Filmtipp: "21 Gramm" (1:45 Min.)
  • Trailershow:
    • Die Klasse von 99 (02:00 Min.)
    • Lost in Translation (02:14 Min.)
    • Autobahnraser (02:32 Min.)
    • Standing in the Shadows of Motown (02:06 Min.)
    • Vergiss mein nicht (01:24 Min.)
 Die Extras gehören definitiv zum Besten, was es in der letzten Zeit aus Deutschland zu sehen gab. Neben zwei sehr informativen und guten Audiokommentaren mit Regisseur Jörg Lühdorff und Autor Alexander M. Rümelin, sowie mit den Darstellern Christian Kahrmann und Daniela Preuß, welche aber beide etwas oft ins Stottern geraten und nicht so recht warm werden, gibt es noch Interviews, Outtakes, diverse Darstellerinfos und einen knapp 12-minütigen Bericht über das "Rattentraining" von Focus-TV, welcher sehr interessant ausgefallen ist. Desweiteren gibt es neben einer obligatorischen Trailershow mit sechs Trailern, den Trailer zu Interner Link"Ratten" und eine Vorschau auf "Ratten 3". Bei letzterem handelt es sich vielmehr um ein "Könnte es Ratten 3 geben?"-Featurette, in dem die Darsteller und der Regisseur über eine mögliche Fortsetzung spekulieren, das aber nicht ganz ernst nehmen. Zum Schluss gibt es noch drei "Making ofs": Einmal zum Film mit einer Laufzeit von knapp 19 Minuten, sowie über die Special Effects (11 Min.) und die Musik (4 Min.). Insgesamt sind auch diese drei Featurettes recht informativ, bieten aber zudem reichlich Werbecharakter und hätten etwas tiefgehender ausfallen dürfen.
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Fazit
Technisch gesehen bietet man uns bei der DVD-Umsetzung dieses TV-Tierhorrors einen soliden Dolby Digital-Track und ein anamorphes Breitbild, was mit einigen Schwächen zu kämpfen hat, gerade was die Schärfe angeht. Dafür können die Extras aber durchweg überzeugen und allein die zwei Audiokommentare lassen uns schon knapp drei Stunden unter Ratten verbringen. Der Film selber ist zwar alles andere als ein Meisterwerk, aber für eine deutsche TV-Produktion wirklich gut. Hier hat man nicht nur in puncto Action-Inszenierung eine Menge gelernt, sondern selbst die CGI-Effekte sind im Vergleich zum ersten Teil wesentlich besser geworden und brauchen sich nicht hinter US-Produktionen verstecken. Teilweise sind diese noch besser als bei vielen Direct-to-video-Produktionen, die in den letzten Jahren auf den Markt geworfen wurden. Die Ratten wurden wirklich hervorragend animiert und man merkt teilweise keinen Unterschied zu den echten Ratten im Film. Auch hier gilt ein großes Lob an die "Rattentrainer", die im Bonusmaterial noch einmal separat gewürdigt werden. Die meisten Darsteller aus Teil 1 findet man auch in "Ratten 2" wieder, auch wenn es im Falle von Ralph Herforth nur eine Nebenrolle ist, der aufgrund dessen nicht lange im Film zu sehen ist. Dafür spielt diesmal Christian Kahrmann als 'Stuffz' die Hauptrolle, kann aber mit seinem Overacting nur bedingt überzeugen und darf nicht unbedingt als Sympathieträger des Films gesehen werden, obgleich er es eigentlich sein sollte. Dies ist aber mehr Geschmacksache und mit Sicherheit gewöhnt man sich an seine Art, den etwas arroganten und angeberischen Ex-Soldaten zu spielen. Aber im Mittelpunkt stehen nunmal die Ratten, die es hier auch wieder zu Tausenden auf den Bildschirm geschafft haben und den Protagonisten gehörig einheizen. Dabei schafft man eine durchweg gelungene Atmosphäre, geht aber dabei recht harmlos vor, damit der Film auch fernsehtauglich bleibt. Nebenbei werden natürlich wieder jegliche Klischees verheizt, die einfach ins das Genre gehören und im Vordergrund stehen einmal mehr Ratten, die durch Experimente aggressiv werden. Das ganze bleibt dann auf einem recht hohen Niveau und driftet nie in Trash-Gefilde ab, was dem Film zu gute kommt und ganz klar zeigt, dass die Deutschen auch Horrorfilme drehen können. Vielleicht nicht ganz so rotzig wie in Amerika, aber auf jedenfall empfehlenswert.



Bilder der DVD




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