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USA 1959
Originaltitel:Atomic Submarine, The
Alternativtitel:Auf der U 17 ist die Hölle los
Länge:68:56 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 16 Jahre
Regie:Spencer Gordon Bennet
Buch:Orville H. Hampton, Irving Block, Jack Rabin
Kamera:Gilbert Warrenton
Musik:Alexander Laszlo
SFX:Irving Block, Louis DeWitt, Jack Rabin
Darsteller:Arthur Franz, Dick Foran, Brett Halsey, Tom Conway, Paul Dubov, Bob Steele, Victor Varconi, Joi Lansing, Selmer Jackson, Jack Mulhall, Jean Moorhead, Richard Tyler, Kenneth Becker, Sid Melton, Frank Watkins
Vertrieb:Anolis
Norm:PAL
Regionalcode:2
DVD-Start:21.09.2009 (Kauf)



Inhalt
Als es in der Nähe des Polarkreises zu einer Häufung mysteriöser Schiffsunglücke kommt, wird das amerikanische Atom-U-Boot Tiger Shark entsandt, um die Vorkommnisse zu untersuchen. Schon bald muss die Besatzung feststellen, dass sie es mit einem Feind zu tun hat, der unbesiegbar scheint.
Denn unter dem Eis des Polarmeers hält sich ein außerirdisches Raumschiff versteckt. Zwar ist der Feind erkannt, aber der Eindringling ist schwer dingfest zu machen. So beginnt eine Jagd unter Wasser, deren Ausgang auch über das Schicksal der Erde entscheidet. Welches Wesen mag das fremde Schiff steuern und wie kann man es aufhalten, bevor es das Signal zur Invasion an seinen Heimatplaneten sendet?

Bild
Format1,33:1 (Vollbild, s/w)
NormPAL
 Für einen Film dieses Kalibers ist die Bildqualität sehr ordentlich. Die eigentlichen Filmsequenzen enthalten verschmerzbar geringes Hintergrundrauschen und nur wenig Schmutz. In den wenigen, vermutlich aus Archivaufnahmen bestehenden Zerstörungsszenen wird das Rauschen etwas stärker und sieht dann aus wie ein Regeneffekt aus starker Entfernung. Diese Szenen unterscheiden sich trotzdem nicht sonderlich vom Hauptmaterial, was einen sehr guten Eindruck macht. Die Schärfe fällt angenehm aus, auch wenn die Darstellung von feingliedrigen Objekten nicht Teil des Filmes zu sein scheint. Der Kontrast des s/w-Bildes im originalen Vollbildformat hält den düsteren Tiefen des Meeres stand und verdeckt auch in den gut ausgeleuchteten Bord-Sequenzen nichts. Insgesamt also eine ordentliche Leistung.
 +++/--

Ton
FormateDolby Digital 2.0 Mono
SpracheDeutsch, Englisch
UntertitelDeutsch
 Der raue, kernige Monoton, wie man ihn von einem Film der 1950er Jahre erwartet, kommt ohne zu deutliches Hintergrundrauschen aus. Die Sprachqualität im Deutschen ist sogar noch etwas sauberer als im englischen Original. Ein wenig ist das der Auslassung von Musik und einigen Hintergrundgeräuschen zu verdanken. Glücklicherweise klingt das nicht steril. Wer das Original anschauen möchte, der kann deutsche Untertitel anschalten, die die Originaldialoge übersetzen. Im Englischen wird stellenweise nämlich etwas mehr gesprochen als im Deutschen.
 ++----

Extras
Extras
  • 12seitiges Booklet
  • Audiokommentar
  • Trailer dt. (2:23 Min.)
  • Trailer engl. (0:57 Min.)
  • Super 8-Fassung (13:57 Min.)
  • Werberatschlag (1:41 Min.)
  • Bildergalerie (39 Bilder)
  • Demnächst in der Galerie des Grauens: "Die Nacht der unheimlichen Bestien" (2:03 Min.)
  • Credits (1 Seite)
VerpackungKeepCase mit FSK-Wendecover
 Bislang hab ich Dr. Rolf Giesen einmal in einem Audiokommentar erleben dürfen - und es war keine wirkliche Freude. Hier gelingt es dem Gelehrten aber, seinen Monolog mit den eindringlichen Kunstpausen spannend und interessant zu gestalten. Er mengt viele filmhistorische Aspekte unter seine Erzählung, beschreibt das damalige Studiosystem, den Durchbruch der B-Movie-Double Features und die Eigenheiten von "Auf U-17 ist die Hölle los". Dass selten auf einzelne Szenen eingegangen wird, stört nicht mal, denn dafür bekommt man eine Menge anderes Hintergrundwissen, z.B. Pressezitaten der damaligen Zeit, aufbereitet vorgetragen. Sehr filmspezifisch geht es dafür im mit Aushangfotos illustrierten Booklet zu, welches neben Daten zur Technik, zum Stab und zur Kapiteleinteilung einen ausführlichen, fundierten Text von Ingo Strecker enthält. Sehr interessant ist auch die Super 8-Fassung des Filmes; interessant allein deswegen, weil es verblüfft, wie 69 Filmminuten auf gerade mal 14 zusammengeschnitten wurden, obwohl noch einige Texttafeln eingeblendet werden müssen, weil diese Version keine Tonspur besitzt. Das Rattern und Quietschen des Projektors macht diese Version zudem zu einer besonders nostalgischen Erfahrung. Neben Trailern in Original- und deutscher Sprache hat man Zugriff auf das Werbeheftchen in einer selbstablaufenden Galerie, bei der die Kamera nah genug an den Text heranzoomt, um ihn auch lesen zu können. Die vertonte, teilweise kolorierte Bildergalerie enthält diverses Material, von Aushangfotos über Produktionsshots bis hin zu Artworks neuerer Medien wie VHS. Die Vorschau auf den nächsten Teil der "Galerie des Grauens" gibt den Blick frei auf den deutschen Trailer zum Tierhorror-Trash Interner Link"Die Nacht der unheimlichen Bestien". Vor allem dürfte den Käufer der DVD wieder die Gesamtgestaltung, sei es im Menu oder im Booklet, erfreuen.
 +++/--

Fazit
Wenn auf U-17 die Hölle los ist, was eine gewaltige Steigerung gegenüber dem Originaltitel "The Atomic Submarine" darstellt, dann kann es nur durch ein Bedrohung einer außerirdischen Macht verursacht sein. Diese, die erst durch das Atom-Uboot und seine Besatzung gefunden und erforscht werden will, lässt schon seit längerer Zeit Schiffe rund um den Nordpol zerschellen, explodieren oder verschwinden. Aber die Marine hat schließlich ihre tollkühnsten Männer und ein paar Wissenschaftler angeheuert, um dem Meeresmythos wortwörtlich auf den Grund zu gehen.
"Auf U-17 ist die Hölle los" ist ein typischer Reißer seiner Zeit aus der zweiten Riege. Es wird auf fast patriotische Weise die Reise der Einheit an und rund um den Nordpol geschildert, welche im Angesicht ihrer düstersten Stunde trotzdem zu Heldentaten in der Lage ist und die Bedrohung letztlich abwehren kann. Bei einer Gesamtspielzeit von nur etwas über einer Stunde dauert es trotzdem etwas lang, bis die von SciFi durchtränkte, apokalyptische Atmosphäre richtig anschlägt, denn ein großer Teil des Filmes ist leider sehr statisch. Da werden viele Gespräche im Maschinenraum und auf der Kommandobrücke geführt, ein kleiner Streit zwischen dem jungen, pazifistischen Forscher und dem überzeugt Militär ausgetragen, und doch bleibt die Thematik etwas trocken. Erst in den letzten 15 Minuten kommt Spannung auf, wenn das U-Boot auf seinen Feind trifft, sogar in dessen Innerstes vordringt, um ihn zu erkunden und dort einige böse Entdeckungen machen muss. Die Tricksequenzen sind spätestens hier angemessen gruselig für die damalige Zeit (weil: nicht mal sonderlich trashig) und an dramatischen Todesszenen wird auch nicht gespart. Genau das fehlt mir aber an diesem Film: ein wenig Trash-Appeal hätte der Unterwasser-Exploitation mehr Würze verpasst, denn so gruselig oder spektakulär wie der Titel ist der Film keineswegs.

Ingo Strecker formuliert es in seinem Booklet-Text vortrefflich, wenn er sagt, dass man mit "Atomic Submarine" einen "vorzüglichen Filmnachmittag zuzüglich Kaffee und Gebäck verbringen" kann. Die Aufarbeitung dieses klassischen U-Boot-Spektakels ist allerdings nicht nur wegen der guten Bild- und Tonwerte, sondern vor allem durch die tollen Extras und die Gesamtgestaltung sehr gelungen.



Bilder der DVD




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