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USA 2008
Originaltitel:Basement Jack
Länge:93:00 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 18 Jahre
Regie:Michael Shelton
Buch:Brian Patrick O'Toole
Kamera:Mathew Rudenberg
Musik:Alan Howarth
SFX:Jason Collins, Elvis Jones
Darsteller:Eric Peter-Kaiser, Michele Morrow, Sam Skoryna, Lynn Lowry, Noel Gugliemi, Tiffany Shepis, Nic Nac, Nathan Bexton, M. Steven Felty, Joel Brooks, Ben Tolpin, Kyle Sanders
Vertrieb:I-On New Media / Splendid
Norm:PAL
Regionalcode:0
DVD-Start:23.10.2009 (Verleih) / 30.10.2009 (Kauf)



Inhalt
Vor 11 Jahren tötete Serienmörder Jack Riley 15 Menschen, einschließlich seiner eigenen Mutter, in einer stürmischen Gewitternacht. Die junge Karen Cook verliert nicht nur ihre Familie durch die Hand des Wahnsinnigen, sondern auch ihren Lebenswillen. Nur eine Sache treibt sie noch an: Rache an "Basement Jack", wie Riley von den Medien getauft wurde. Als Jack nach über einem Jahrzehnt aus einer geschlossenen Anstalt entlassen wird, schlägt die Stunde von Karen. Denn Jack ist keineswegs geheilt und wartet nur auf den nächsten Gewittersturm, um sein mörderisches Werk fortzusetzen. Doch Karen wartet schon auf den brutalen Killer ...

Bild
Format1,78:1 (anamorph)
NormPAL
 Obwohl der Film anteilig viele düstere Szenen besitzt, leidet die Bildqualität nicht darunter. Lediglich ein paar Dinge sind nicht ganz optimal, z.B. das gelegentlich auszumachende, feine Rauschen und der Kontrast, der ruhig noch etwas kräftiger hätte ausfallen dürfen. Das alles fällt aber wenig ins Gewicht, weil "Basement Jack" in die Kategorie Horror passt, die ein etwas schmuddliges Aussehen mit nicht perfekt ausgeleuchteten Sets anstreben. Die Schärfe ist, von kleineren Bewegungsunschärfen abgesehen, ganz gut gelungen. Etwas mehr Plastizität wäre zwar toll, da aber keine Details verwischen, geht das Ergebnis völlig in Ordnung. Die Farbgebung überzeugt durch satte und natürliche Töne, denen lediglich etwas Intensität in dunklen Szenen fehlt. Die Kompression arbeitet zum Großteil zufriedenstellend, kleinere Unruhen lassen sich aber nicht verbergen. Wegen der Schärfe und den leichten Kompressionsunruhen mit kleiner Abwertung, aber immer noch gute 4 Punkte wert.
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Ton
FormateDolby Digital 5.1
SpracheDeutsch, Englisch
Untertitel
 Anders als bei weiteren Veröffentlichungen aus dem Hause I-On wurden filmbegleitende Untertitel diesmal komplett eingespart, was jene stören dürfte, die gern die Originalfassungen hören. Ansonsten werden zwei solide Dolby Digital 5.1-Spuren geboten, die sich bis auf die Sprache kaum voneinander unterscheiden. Beide besitzen gut verständliche Dialoge, im Original klingt es jedoch etwas natürlicher. Der Rest ist eher unspektakulär, da sich nie viel Durchsetzungsvermögen auf den hinteren Lautsprechern wiederfindet. Einen guten Eindruck hinterlässt dafür die Musik, die den Tonspuren Atmosphäre einhaucht. Bleibt nur noch zu erwähnen, dass die Synchro wirklich gelungen ist.
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Extras
Extras
  • Originaltrailer (1:40 Min.)
  • Behind the Scenes (25:06 Min.)
  • Teaser (0:41 Min.)
  • Fangoria Trailer (1:57 Min.)
  • Trailershow:
    • Plague Town (2:21 Min.)
    • Body (1:42 Min.)
    • Gnaw (1:45 Min.)
    • Guard Post (2:15 Min.)
    • Invitation Only (2:25 Min.)
    • Laid to Rest (1:29 Min.)
    • Place of Darkness (1:51 Min.)
    • Romero's Staunton Hill (1:29 Min.)
    • Southern Gothic (1:23 Min.)
    • Toxic (2:14 Min.)
VerpackungKeepCase
 Statt wie auf dem Cover angegeben nur mit Originaltrailer, Teaser und einer Trailershow ausgestattet, gibt es noch ein Behind-the-Scenes-Feature zu entdecken. Dieses offenbart einen ausführlichen Blick hinter die Kulissen von "Basement Jack" inklusive zahlreichen Interviewfragmenten mit den Beteiligten. Leider wurden deutsche Untertitel eingespart, weswegen gute Englischkentnisse nötig sind.
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Fazit
Das Cover von "Basement Jack" lässt den Verdacht aufkommen, man bekäme abermals einen Slasher nach Schema F serviert. Doch dem ist nicht so, denn anders als beim herkömmlichen Teenie-Slasher wartet der von Michael Shelton inszenierte Film mit einem sehr atmosphärischen Handlungsverlauf auf. Der Killer mag wie viele seiner Kollegen im Genre zwar nicht gerade innovativ sein, die Geschichte selbst ist es jedoch, was u.a. den zahlreichen Flashbacks zurück in die Jugend des titelgebenden Basement Jack zu verdanken ist. Immer wieder wird gezeigt, wie der kleine Jack von seiner Mutter - gespielt von 70er Jahre-Kultikone Lynn Lowry (Interner Link"Crazies", Interner Link"Die Tollwütigen") - misshandelt wird: sei es mit Stromstößen oder indem er ihr beim Sex zusehen muss. Die Gründe für den später aufkeimenden Mordtrieb werden also klar dargelegt, was Jack eine menschliche Seite gibt. Das rechtfertigt seine Taten zwar nicht, lässt sie den Zuschauer aber mit anderen Augen sehen, denn statt einer seelenlosen Killermaschine bekommt man ein Geschöpf präsentiert, das durch das Martyrium in seiner Kindheit zu einem Unmenschen geworden ist.
Jacks aufgestaute Wut entlädt sich auf brutalste Weise an seinen Mitmenschen, wie man in den ersten Filmminuten erfährt. Nach dem ersten Massaker nimmt sich der Film jedoch erst einmal eine kleine Auszeit, um Jacks Gegenspielerin Karen, die Überlebende des Massakers, einzuführen. Sie hat es sich zur Aufgabe gemacht, den Mord an ihrer Familie zu rächen. So folgt sie wie einst Dr. Loomis in Interner Link"Halloween" den blutigen Hinterlassenschaften, was die Handlung kontinuierlich spannender gestaltet und eine sehr düstere Atmosphäre verbreitet. Jack wird von Eric Peter-Kaiser sehr gut dargestellt, auch wenn er als typischer Genre-Mörder kein Wort über seine Lippen kommen lässt. Seine bedrohliche Darstellung ist es, die den erwachsenen Jack Riley zu einer sehr unangenehmen Person werden lässt. Besonders seine kalten, vom Hass gezeichneten Augen werden immer wieder von der Kamera eingefangen und jagen den Zuschauer einen gehörigen Schauer ein. "Basement Jack" besitzt aber auch kleine, negative Aspekte, weil die Drehbuchautoren nicht gerade allzu viel Logik in die Story einbauten. Gerade die Vorgehensweise der Polizisten lässt eindeutig zu wünschen übrig, wenn auch ihr Verhalten nicht anders ist als in den meisten Produktionen dieses Genres. Sie werden einfach zu dämlich dargestellt, wobei von "obercool" bis "totale Niete" alles vertreten ist. Aber mal ehrlich, wer interessiert sich bei einem Slasher wirklich für Logik, stattdessen wird doch Wert darauf gelegt, was die Spezialeffekt-Crew alles so anstellt. Und die durfte sich mal wieder richtig austoben und eine Mischung aus CGI und handgemachten Effekten erstellen, was besonders in der zweiten Hälfte des Films gut zur Geltung kommt.
Trotz der durchgehend spannenden Unterhaltung gibt es einen echten Kritikpunkt: Das Ende möchte nämlich so gar nicht in den ansonsten tollen Beitrag passen. Wie so oft im Horrorfilm wird eine Möglichkeit offen gelassen, dem Film noch eine Fortsetzung hinterherzuschieben. Es darf jedoch gehofft werden, dass dem nicht so ist, weil Jack Riley zwar eine kleine Besonderheit im Slasher-Film darstellt, aber bitte nicht als Massenware enden sollte.

"Basement Jack" hebt sich wohlwollend vom üblichen Teenie-Slasher dank gelungenem Spannungsbogen und guter Charakterisierung ab.



Bilder der DVD




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