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USA, RO 1994
Originaltitel:Dark Angel: The Ascent
Alternativtitel:Tochter des Satans - Dark Angel
Länge:80:33 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 18 Jahre
Regie:Linda Hassani
Buch:Matthew Bright
Kamera:Vivi Dragan Vasile
Musik:Fuzzbee Morse
SFX:Daniela Busoiu
Darsteller:Constantin Draganescu, Angela Featherstone, Cristina Stoica, Valentin Teodesiu, Nicholas Worth, Marius Stanescu, Constantin Cotimanis, Charlotte Stewart, Heros, Daniel Markel, Mihai Bisericanu, Florin Ionescu
Vertrieb:HDMV / Info Pictures
Norm:PAL
Regionalcode:0
DVD-Start:12.05.2011 (Kauf)



Inhalt
Unfallarzt Dr. Baris rettet täglich Menschenleben. Eines Tages auch das der jungen Veronica, die von einem Auto angefahren wurde. Die Heilung verläuft überraschend schnell und auch sonst gibt die schöne Patientin viele Rätsel auf. Dr. Baris verliebt sich in die geheimnisvolle junge Frau und nimmt sie bei sich auf, obwohl ihm ihr übersteigerter Gerechtigkeitssinn Angst macht. Als kurz darauf eine schreckliche Mordserie die Stadt erschüttert, blüht dem jungen Arzt ein furchtbarer Verdacht.

Bild
Format1,33:1 (Vollbild)
NormPAL
 Wie bei Filmen aus der Full Moon-Schmiede üblich, darf auch bei "Tochter des Satans - Dark Angel" keine perfekte Qualität erwartet werden. Dennoch fällt die Retrofilm-DVD solide aus, nicht zuletzt weil die Schärfe ein ordentliches Maß besitzt und Details sauber herausgearbeitet sind. Sicherlich wäre mehr möglich gewesen, doch unter Berücksichtigung der Produktionsumstände geht das Ergebnis völlig in Ordnung. Die Farbgebung überzeugt mit natürlichen Tönen, die jedoch in einigen Szenen wie z.B. in der Hölle durch Filter verändert wurden. Für B-Film-Verhältnisse wird ein solider Kontrast geliefert, der zwar in hellen als auch in dunklen Szenen mit leichten Defiziten zu kämpfen hat, am Ende jedoch keine wichtigen Bildbereiche beeinträchtigt. Defekte sind in analoger Form gelegentlich auszumachen und können ebenso wie die leichten Kompressionsprobleme einiger Szenen kaum stören. Wenn es denn doch etwas zu bemängeln gäbe, ist es das deutliche Rauschen, wenngleich es niemals gravierenden Einfluss auf das Bild nimmt.
 +++/--

Ton
FormateDolby Digital 2.0 Stereo
SpracheDeutsch, Englisch
UntertitelDeutsch
 Die deutsche Synchronisation ist etwas dumpf, dennoch sind die Dialoge durchgehend gut zu verstehen. Das englische Original besitzt klarere und deswegen natürlichere Dialoge, was den Mix homogener klingen lässt. Im Deutschen stechen die Dialoge etwas hervor und machen sich Musik und Hintergrundeffekte untertan. Ansonsten besitzen beide Tonspuren kaum nennenswerte Höhepunkte und bieten solide Abmischungen. Deutsche Untertitel sind vorhanden, falls man den Film lieber im Original sehen möchte.
 +++---

Extras
Extras
  • Deutscher Trailer (2:24 Min.)
  • Videozone (6:14 Min.)
  • Trailershow:
    • Subspecies-Reihe (7:08 Min.)
    • Black Zombies from Sugar Hill (1:42 Min.)
    • Zoltan (3:10 Min.)
    • Vampire Journals (2:28 Min.)
    • Sore Losers (2:00 Min.)
    • Boogey Man 2 (1:00 Min.)
    • Boogey Man 3 (0:24 Min.)
    • Meister des Grauens (2:26 Min.)
Verpackungkleine Hartbox, große Hartbox
 Bonus gibt es in Form der beliebten "Full Moon Videozone". Zwar ist diese mit knapp 6 Minuten relativ kurz ausgefallen, aber zumindest gibt es einen Einblick in die Produktion von "Dark Angel" und die üblichen Werbeinterviews, die den Film dem Publikum schmackhaft machen sollen. Positiv ist auf jeden Fall, dass Retrofilm einen deutschen Sprecher für die Übersetzung engagierte. Weiterhin sind noch ein paar Trailer Bestandteil dieser Sektion, darunter auch der zum Film.
 +-----

Fazit
Billigfilmer Charles Band und seine Full Moon-Schmiede besitzt zweifelsfrei einen gewissen Kultfaktor. Dennoch muss man bei den Veröffentlichungen zwischen Kult und Murks unterscheiden, denn neben echten Klassikern wie Interner Link"Puppetmaster" und Interner Link"Subspecies" gibt es auch eine Menge an Filmen, für die man besser nichts von seiner kostbaren Lebenszeit opfern sollte. "Tochter des Satans - Dark Angel", der von Linda Hassani inszeniert wurde, gehört definitiv zur ersten Kategorie und wohl zu den besten Filmen der Firma. Dies gilt nicht unbedingt für den Inszenierungsstil, denn der ist wie bei fast allen Full Moon-Filmen gleich, sondern für das überzeugende Drehbuch, denn die originelle Story ist von der ersten Minute an überzeugend. Man mag es kaum für möglich halten, dass Full Moon dafür verantwortlich ist, denn statt sich auf bekannten Muster auszuruhen wird ein völlig neues Konzept erarbeitet.
Die ersten Minuten sind etwas ungewöhnlich, denn die höllischen Heerscharen werden, von ihrem Aussehen einmal abgesehen, als normale Menschen dargestellt, die nach einem harten Folterarbeitstag zu ihren Familien heimkehren und ein "normales" Leben führen. Einzig der dunkle Engel Veronica fühlt sich in ihrem Umfeld wenig wohl, stellt sie sich wie alle Teenager gegen ihre Eltern, möchte dem behüteten Nest entfliehen und die Welt erkunden. Alles wäre halb so schlimm, wenn sie sich nicht unbedingt die Oberwelt (soll heißen: unsere menschliche Welt) für ihren Trip auserkoren hätte. Ihre Eltern sind nicht gerade erfreut, also geht es heimlich nach "oben".
Schade nur, dass sich der Film nicht mehr Zeit in der Unterwelt nimmt, denn gern hätte man Cover der großen Hartboxmehr von den Problemen in der dunklen Gesellschaft erfahren. Aber sei es drum, denn "Dark Angel" bleibt trotz des Weltenwechsels weiterhin spannend, was u.a. daran liegt, dass Veronica etwas völlig anderes erwartet hatte, als sie schließlich vorfindet. Eigentlich wollte sie der Hölle mitsamt Folter und Schmerz entfliehen, um an anderer Stelle etwas Friedvolleres zu finden. Die Realität ist das Gegenteil, und so beginnt ihr persönlicher Feldzug gegen Kriminalität, Korruption und allem, was nicht in ihren Gerechtigkeitssinn passt. Verbrecher werden ihres Lebens nicht mehr froh, denn Veronica schickt sie unverzüglich eine Etage tiefer, wo sie Höllenqualen erfahren, was vom Himmelsreich, aus dem Veronicas persönlicher Engel berichtet, durchaus geduldet wird. In diesen Racheszenen durften sich die Spezialeffekte-Crew richtig austoben und einige sehr blutige Szenen kreieren. Allerdings liegt der Fokus von "Dark Angel" gar nicht so sehr auf blutigen Szenen, denn das ist ein nur Aufhänger für eine sehr ungewöhnliche Liebesgeschichte zweier ungleicher Personen, einem Handlungselement, das nicht mal deplatziert wirkt. Man könnte sich zwar darüber auslassen, dass Veronicas Liebhaber erst zum Ende hin bemerkt, dass etwas mit ihr nicht stimmt, doch daran sollte man sich auch nicht stören. Stattdessen fällt die gute Schauspielleistung der beiden auf, die deutlich über dem Full Moon-Standard liegt. Da ist es schon verwunderlich, dass sowohl Angela Featherstone als auch Daniel Markel diesen Film nicht als Sprungbrett für eine Karriere im B-Movie-Bereich nutzen konnten und sich stattdessen mit kleinen Rollen in TV-Serien über Wasser halten. Die weiteren Nebenrollen sind ebenfalls weitestgehend gut besetzt, wenn auch keiner der Darsteller heraussticht.
Technisch ist "Dark Angel" ebenfalls größtenteils überzeugend. Besonders der Einblick in die Hölle ist visuell gelungen. Der restliche Film auf der Oberwelt kann zwar nicht mithalten, besitzt zumindest ebenfalls einige sehr atmosphärische Bilder. Die weiter oben schon angesprochenen Effekte sind effektvoll und explizit umgesetzt worden. Ein paar kleine Logikschwächen muss man allerdings verkraften: Z.B. gibt es eine Szene, in der Veronica ein Kreuz in Händen hält und ihre Hand damit verbrennt - logisch, schließlich kommen Dämonen nicht gern mit den Mächten des Himmels in Verbindung. Da aber jede gläubige Höllenfamilie ein Kreuz in der Wohnstube hängen hat ist diese Szenen eigentlich überflüssig, wäre nicht der tolle Effekt und die inhaltliche Wirkung, die Veronicas Gedanken in Bildform bringen. Ebenso unpassend sind einige Kulissen, denn wie viele "Full Moon"-Filme entstand auch "Dark Angel" im kostengünstigen Rumänien, das schwerlich amerikanisches Ambiente aufkommen lässt. Sei es drum, denn der Handlung selbst schadet es nicht. Grundsätzlich hat Regisseurin Linda Hassani also einen guten Film abgeliefert, der sich deutlich von der Standardware aus dem Hause Full Moon abhebt.

Retrofilm veröffentlichte "Dark Angel" bereits als ordentlich produzierte DVD, die es in zwei Hartboxvarianten gibt: Zum einen als unlimitierte kleine Hartbox, zum anderen in großer Ausführung auf 111 Stück limitiert. Die vorliegende Kaufhausfassung von HDMV und Info Pictures stellt ein Re-Pack im KeepCase und einem deutlich schlechteren, FSK-Wendeocover dar. Sämtliche Veröffentlichungen sind ungekürzt.



Bilder der DVD




Druckbare Version
NewsFull Moon-Titel von MIG / Movie Power
IMDb.com OFDb.de



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