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USA 1982
Originaltitel:Last Horror Film, The
Alternativtitel:Fanatic
Frenetiques, Les
Fanatical Extreme
Länge:83:27 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:juristisch geprüft, strafrechtlich unbedenklich
Regie:David Winters
Buch:Judd Hamilton, Tom Klassen, David Winters
Kamera:Jesse Frederick, Jeff Koz
Musik:Thomas F. Denove
SFX:Peter McKenzie, Mike Jones, John Humphreys, Jean Scott
Darsteller:Joe Spinell, Caroline Munro, Judd Hamilton, Devin Goldenberg, David Winters, Susanne Benton, Filomena Spagnuolo, Glenn Jacobson, J'Len Winters, Sharon Hughes, Sean Casey, Don Talley
Vertrieb:CMV-Laservision
Norm:PAL
Regionalcode:0
DVD-Start:23.10.2009 (Kauf)



Inhalt
Der New Yorker Taxifahrer Vinny (Joe Spinell) ist ein verwöhntes Mamasöhnchen und hat eine Schwäche für Horrorfilme, insbesondere wenn seine Lieblingsdarstellerin Jana Bates (Caroline Munro) darin die Hauptrolle spielt. Sein größter Traum ist es, mit ihr seinen eigenen Horrorfilm zu drehen. Als die Filmfestspiele in Cannes anstehen, packt Vinny seine Filmausrüstung zusammen, sagt seiner Mama "Good bye" und macht sich auf den Weg nach Frankreich, denn sein Idol soll dort einen Preis als beste Darstellerin erhalten. Strahlend schön verlässt sie ihr Flugzeug, nicht ahnend, dass sie damit die Bühne für ein fürchterliches Horrorspektakel betritt, das jedoch dieses Mal keine Fiktion mehr sein wird, sondern blutige Realität ...

Bild
Format1,33:1 (Vollbild)
NormPAL
 Dem Film ist immer noch keine gute Qualität zuteil geworden, nachdem sich ja bereits Laser Paradise und Astro um eine DVD-Veröffentlichung bemühten. Um "Love To Kill" ordentlich aufzuarbeiten, müssen vor allem die Farbfilter und die vielen dunklen Szenen besser aussehen. Hier fehlt es vor allem an Kontrast, einem ordentlichen Schwarzwert und einer halbwegs natürlichen Farbgebung. Es sieht so aus, als ob die ganze Zeit Farbfilter auf dem Material liegen, was eine seltsam geänderte Bildästhetik generiert, die stellenweise an durch Neonreklame überleuchtete Straßenzüge erinnert. Ein deutliches Problem ist auch die gerade einmal durchschnittliche Schärfe, der es ganzheitlich an Feinheiten und deutlicher Konturenzeichnung fehlt. Damit sieht "Love To Kill" sogar noch 10 Jahre älter aus, als er tatsächlich ist. Andererseits mögen einige ja vielleicht genau diese kleine Macken, zu denen auch ein paar Kratzer, ein etwas verschlierendes Rauschen und manchmal auch ein unruhiger Bildstand gehören. Sehr sonderbar ist allerdings die in einigen Szenen auftauchende, sehr feine vertikale Schraffur. Andererseits existieren ein paar sehr gut aussehende Aufnahmen, vor allem bei heller Ausleuchtung.

50% Vergrößerung
Ein Szenenscreenshot in 50%iger Vergrößerung, auf dem man die oft auftretende Maserung des Bildes bereits erkennen kann.

100% Vergrößerung
Ein Ausschnitt des Screenshots in Originalgröße.

200% Vergrößerung
Der Ausschnitt in doppelter Vergrößerung.
 +++---

Ton
FormateDolby Digital 2.0
SpracheDeutsch, Englisch
UntertitelDeutsch für nicht synchronisierte Szenen
 Ein paar Filmszenen sind von der damaligen deutschen Synchronisation nicht berücksichtigt worden, weswegen man sie nun im Originalton mit englischen Untertiteln anschauen kann. Die deutsche Version klingt etwas zu dumpf, brummelt bei einigen Musikstücken und lässt manchmal im Hintergrund ein versumpfendes Rauschen heraushören. Das englische Original klingt etwas heller und auch etwas überspitzt, lässt aber ebenso heraushören, dass die Qualität nicht die allerbeste ist. Zumindest vor Knacksern und Störgeräuschen bleibt man in beiden Fassungen verschont, allerdings auch von durchgängigen Untertiteln.
 ++----

Extras
Extras
  • Trailer (0:55 Min.)
  • TV-Spots (1:13 Min.)
  • Bildergalerie (1:31 Min.)
  • Französischer Vor- und Abspann (4:50 Min.)
  • Trailer zu (3:30 Min.):
    • M.A.R.K. 13
    • Bloodnight
Verpackungkleine Hartbox
 Leider konnte das Bonusmaterial der US-DVD von Troma nicht für diese DVD herangezogen werden. Ganz leer geht man allerdings mit der CMV-Scheibe auch nicht aus, denn es gibt einen Trailer, 2 TV-Spots und eine Bildergalerie zu entdecken. Der französische Vor- und Abspann scheint sich nur bei den Texteinblendungen zu unterscheiden, man muss ihn also nicht gesehen haben.
 +/----

Fazit
Dass "Love To Kill" immer wieder zu "Maniac 2" umtituliert wird, also zur nie fertiggestellten Fortsetzung des Interner LinkHorror-Klassikers von 1980, hat ein wenig Berechtigung: Abermals gibt Joe Spinell hier eine fabelhafte Vorstellung eines bemitleidenswerten Triebtäters ab und wieder hat er es auf die hübsche Caroline Munro abgesehen.
Diesmal ist lediglich der Schauplatz ein anderer: Statt nur in New York treibt es den langsam wahnsinnig werdenden AlternativcoverFilm-Fan im Cannes zu den 1981er Filmfestspielen wild. Der New Yorker Taxifahrer Vinny ist nämlich dermaßen von dem Gedanken besessen, ein großer Regisseur zu werden, dass er alles daran setzt, sein fanatisch verehrtes Filmsternchen Jana Bates für sein Projekt zu gewinnen. Nur ist Vinny kein Realist, sondern ein gefährlicher Träumer, der immer mehr von seinen Obsessionen ergriffen wird. Spinell ist wieder mal der absolute Wahnsinn in Person, der sich selbst belügend unter der Angst vor einem Misserfolg leidet, gleichzeitig aber cholerische Ausbrüche und Wahrnehmungsverluste erlebt, die ihn später zu Verzweiflungstaten treiben. Spinell glänzt wortwörtlich als verschwitzter, mit sich selbst ringender Psychopath, dessen Phantasie ihm immer wieder durchgeht.
Regisseur David Winters macht sich die Kulisse des tatsächlichen Filmfestivals ohne Drehgenehmigung zunutze und präsentiert eine Welt voller Glanz und Glamour, die langsam zu blättern beginnt. Seine Figuren aus der Filmindustrie sind ausschließlich gewissenlose Unmenschen, denen ein gutes Geschäft immer über den künstlerischen Wert ihrer Produktion geht. Obwohl Cannes nicht unbedingt für Hollywood steht, weil es ein internationales Filmfestival ist, wird doch deutlich mit der Illusion des Traumstudios abgerechnet. Darüber hinaus präsentiert er das Horror-Genre an sich zwar als brutales Geschäft, verneint aber die Verallgemeinerung, dass Horror-Fans gleichzeitig Gewalttäter sind, wenn sich seine Hauptfigur nach dem Kinobesuch eines Schockers erstmal auf der Straße übergeben muss.
Obwohl "Love To Kill" sehr kurzweilig ist, sehr spannend ausfällt und auch mit Gore-Szenen nicht geizt, erreicht er nicht ganz die Kälte und menschenverachtende Tiefe des Interner Link"Maniac". An Spinell soll es nicht liegen, der wieder einmal alles gibt, an den Effekten und der düsteren Erzählweise eigentlich auch nicht. Davon abgesehen besteht "Love To Kill" aber auch so als mitreißendes Stück Horror-Geschichte, das die Film-im-Film-Thematik interessant aufgreift. Vor allem das doppelte Ende gefällt mir immer wieder.

"Love To Kill" ist als kleine Hartbox in zwei Cover-Varianten erschienen und wurde zusätzlich noch als "Retro Edition" veröffentlich, die inhaltlich baugleich ist, aber das Glasboxen-Design alter CMV-Titel nachempfindet. Diese DVD darf sich ebenfalls rühmen, eine Szene mehr als die bisherige dt. DVD und die US-Fassung zu bieten.



Bilder der DVD




Druckbare Version
Fanatic (Astromanic Edition)
Love To Kill
Love to Kill
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