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USA 1981
Originaltitel:Just Before Dawn
Alternativtitel:Blutige Dämmerung
Länge:86:30 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:juristisch geprüft, strafrechtlich unbedenklich
Regie:Jeff Lieberman
Buch:Mark Arywitz, Jeff Lieberman, Jonas Middleton
Kamera:Dean King, Joel King
Musik:Brad Fiedel
SFX:John Morello, Danny Lester, Richard E. Johnson
Darsteller:George Kennedy, Mike Kellin, Chris Lemmon, Gregg Henry, Deborah Benson, Ralph Seymour, Katie Powell, John Hunsaker, Charles Bartlett, Jamie Rose
Vertrieb:CMV-Laservision
Norm:PAL
Regionalcode:0
DVD-Start:21.09.2009 (Kauf)



Inhalt
In einem abgelegenen, von dichtem Wald umgebenen Gebiet wütet ein grausamer Dämon. So berichtet es zumindest ein verstörter, alter Mann einer Gruppe von jungen Leuten, die in diesem Gebiet ihr Lager errichten, um einen gemütlichen Campingurlaub zu verbringen. Die zeigen sich davon jedoch unbeeindruckt, witzeln über die Phantasie der abergläubischen Bergbewohner und genießen überschwänglich die wunderbare Natur sowie die Tatsache, endlich unbeaufsichtigt zu sein.
Doch der Schein einer ruhigen und sorglosen Sommeridylle trügt. Bald fällt ein machetenschwingender Schlächter über die ahnungslose Gruppe her, und die Ferien der jungen Camper werden zu einem absoluten Horrortrip ...

Bild
Format1,85:1 (anamorph)
NormPAL
 Möglicherweise wurde das Bild etwas von Kratzern bereinigt und entrauscht, viel scheint aber nicht mehr möglich gewesen zu sein. Besonders zu Beginn sind Bewegungen leicht verschlierend und die Schärfe insgesamt schwach, weil die Details sich bereits im Vordergrund stark verlieren. Auch mit den Farben gibt es einige Probleme, denn die sehen etwas ausgewaschen, weil bräunlich aus. Der Kontrast ist dagegen sehr szenenabhängig, denn manche Aufnahmen zeigen deutliche Überstrahlungen durch Sonnenlicht, während andere relativ ausgewogen aussehen. Laut Angaben der OFDb ist diese Fassung aber immer noch sehr viel besser als die alte Lee/Leeroc-DVD, die unter starkem Schärfeverlust zu leiden hatte. Also durchaus anschaubar, die Aufarbeitung erbringt aber nicht das gewünschte Resultat für einen Film von 1981.
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Ton
FormateDolby Digital 2.0
SpracheDeutsch, Englisch
UntertitelDeutsch für nicht synchronisierte Szenen
 Der Film beginnt mit Übersteuerungen, die mir mit Standardlautstärke etwas zu sehr dröhnen. Nur einmal erlebt man das so noch mal später im Film, nämlich wenn die nächtliche Geräuschkulisse in einer Horror-Szene stark anschwillt. Ansonsten ist der deutsche Ton typisch für einen niedrig budgetierten Horror der Anfangs-Achtziger: Die Stimmen zischeln ein wenig und der Klang ist etwas dumpf, aber trotzdem noch gut verständlich. Auch der Originalton bekommt das nicht besser hin. Weil ein paar unbedeutende Szenen nie deutsch synchronisiert wurden, werden dort per Standard deutsche Untertitel angezeigt, die man aber auch ausblenden kann.
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Extras
Extras
  • Audiokommentar von Jeff Lieberman
  • Originaltrailer
  • Erweiterte Szenen (18:36 Min.)
  • Bildergalerie (6:53 Min.)
  • Trailer "Blue Sunshine" (2:19 Min.)
VerpackungKleine Hartbox
 Audiokommentare sind was feines! Auch wenn der von Regisseur Jeff Lieberman nicht gerade umhaut, wird er den interessierten Zuhörer doch in so einige Geheimnisse dieses Filmes und des Filmemachens allgemein einweihen. Es geht darum, wie es war in der Wildnis zu drehen, dass keine Dailies (also Voransichten des täglich Gedrehten) gemacht werden konnten - heutzutage ein absolutes Unding! -, und wie schwierig es sein kann, eine Nacktszene in der vermeintlichen Einöde zu drehen. Leider gibt es dafür wie auch für die erweiterten Szenen keine Untertitel. Letztere sind kurze Handlungsergänzungen, die, um sie nicht aus dem Kontext zu reißen, insgesamt 18 Minuten einnehmen. Viel davon gibt es aber auch in der normalen DVD-Fassung zu sehen. Die Qualität von Bild und Ton ist zwar schlecht, aber das Material ist anschaubar und verständlich. Unter "Originaltrailer" befinden sich gleich zwei Trailer und die Vorschau auf Jeff Liebermans 1976er Schocker "Blue Sunshine" ist ebenfalls auf der DVD. Die Bildergalerie enthält sowohl Fotos aus dem Film (keine Screenshots, sondern richtige Motive!) als auch Covermaterial. Lob gebührt CMV auch wegen der tollen Menu- und Covergestaltung. Wäre doch nur soviel Energie auch in eine Untertitelung der Extras geflossen.
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Fazit
Als Genre-Regisseur war Jeff Liebermann nie sonderlich aktiv, aber das, was er seit den 70ern immer wieder von sich hören ließ, z.B. Interner Link"Squirm - Invasion der Bestien" und Interner Link"Satan's Little Helper", fand immer seine Fans. "Vor Morgengrauen", sein einziger Horror-Beitrag der 80er Jahre, darf man mit den gleichen Ansprüchen an einen gelungenen Indie-Film genießen.
Inhaltlich erfüllt der original betitelte "Just Before Dawn" zwar alle Eckpunkte eines Slashers (ausgelassene Teens beim Campen, ignorierte Warnungen, Machetenmörder) und des Backwood-Horrors (abgelegener Schauplatz, grobe Hinterwäldler-Klötze mit schlechten Manieren), er reitet aber nicht offensichtlich auf der damals grasierenden Slasher-Welle mit, sondern versucht etwas Eigenes. Wie bereits bei Interner Link"Angst - Das Camp des Schreckens" ist die Natur stiller Hauptdarsteller, die mit ihrer Schönheit, aber auch Unheimlichkeit mitunter mehr Facetten auffahren kann als so mancher Hauptdarsteller. Aber auch die enttäuschen nicht, denn von der Fünfergruppe müssen lediglich zwei als Party-Völkchen herhalten, übertreiben es aber auch nicht und sind dem Zuschauer deswegen sehr viel sympathischer als mancher Genre-Kollege.
Nun benötigt es zwar auch wieder ein Weilchen, bis die Camper bemerken, dass sie bis zum Anschlag in der Bredouille sitzen, aber der Weg dorthin ist sehr gut gemacht: Man hat nie das Gefühl, Mordszenen wurden auf den Effekt hin konstruiert und inszeniert, sondern es stellt sich eine gewisse Natürlichkeit im Filmablauf ein. Dazu gehört auch, dass die Protagonisten rationelle Denkweisen an den Tag legen, sich organisieren und trotzdem nachvollziehbar verhalten. Die Figuren durchleben dabei sogar eine Entwicklung; man vergleiche dafür einfach mal die Rollenverteilung zu Beginn des Filmes im Bus und in der Schlussszene - mehr soll nicht verraten werden, als dass sich der Regisseur und Autor hier wirklich Gedanken gemacht hat, wie man die Geschichte interessant halten kann.

Für Fans des 08/15-Slashers, die auf ihren getakteten Bodycount bestehen, ist "Vor Morgengrauen" nichts. Aber von diesem Typus Film gibt es eh schon viel zu viel. "Vor Morgengrauen" wird zwar auch nicht sonderlich brutal, kann sich aber durchweg Spannung und damit das Interesse des Zuchauers bewahren. Besonders gefallen hat mir der Score von Brad Fiedel, der zwar selten zum Einsatz kommt, aber für schöne Gänsehautstimmung sorgt.



Bilder der DVD




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NewsCMV-Neuheiten im August / September '07
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