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USA 2008
Originaltitel:Strangers, The
Länge:83:56 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 18 Jahre
Regie:Bryan Bertino
Buch:Bryan Bertino
Kamera:Peter Sova
Musik:tomandandy
SFX:Pacific Title and Art Studio
Darsteller:Liv Tyler, Scott Speedman, Glenn Howerton, Gemma Ward, Kip Weeks, Laura Margolis, Alex Fisher, Peter Clayton-Luce
Vertrieb:Kinowelt
Norm:PAL
Regionalcode:2
DVD-Start:03.04.2009 (Verleih) / 08.05.2009 (Kauf)



Inhalt
Nach der Hochzeit eines Freundes fahren Kristen (Liv Tyler) und James (Scott Speedman) in ihr abgelegenes Sommerhaus. Schon kurz nach ihrer Ankunft stellen sie fest, dass sie nicht allein sind: Zuerst klopft es an der Tür, dann erscheinen maskierte Gestalten im Wald. Aus Unruhe wird blanke Angst, als sich Kristen und James einer tödlichen Bedrohung gegenüber sehen, die sich nicht erklären will.

Bild
Format2,35:1 (anamorph)
NormPAL
 Viele Szenen von "The Strangers" spielen sich im Halbschatten ab. Gesichter und Konturen lassen sich problemlos erkennen und die gedämpfte Farbstimmung erreicht den Zuschauer ebenfalls ohne Abschwächung - natürlich relativ gesehen zu den rötlichen und goldenen Tönungen, die gezielt eingesetzt werden. Das düstere Szenario schwächt die Qualität des Bildes ein wenig ab, aber nicht so sehr, dass es negativ auffallen würde. Lediglich Rauschen und eine Schärfe, die insgesamt besser sein könnte, also auch in hellen Szenen zu Beginn und Ende des Filmes, ziehen die Wertung auf 4 Punkte runter. Ansonsten sieht das Bild aber sehr sauber aus.
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Ton
FormateDolby Digital 5.1, Dolby Digital 2.0 Headphone Surround
SpracheDeutsch, Englisch
UntertitelDeutsch
 Die Aufregund des Filmes entsteht natürlich auch oder sogar vor allem über die Tonspur. Filmmusik wird dezent eingesetzt; meistens sind es atmosphärische Klänge, die mit viel Dynamik Schreckmomente verstärken können. Der Bass setzt dann auch ein, geht aber nicht übermäßig kräftig zuwerke, weil es in Zwischenmomenten außer einem kurzen Schlag von ihm nichts zu hören gibt. Die Herausarbeitung der Umgebungsgeräusche, die auf die Richtungen, aus denen sie stammen, angepasst worden, gefällt mir aber sehr gut. Auch der Dialogklang ist professionell, sowohl im Englischen als im Deutschen. Nicht getestet habe ich die Dolby Headphone-Tonspuren, die einen realistischen 5.1-Klang mit einem herkömmlichen Stereokopfhörer durch Emulation der Surround-Signale ermöglichen sollen. Es ist aber auch nicht gerade üblich, Filme mit einem Kopfhörer anzuschauen.
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Extras
Extras
  • Trailer dt. (1:24 Min.)
  • Trailer engl. (1:54 Min.)
  • The Elements Of Terror (9:11 Min.)
  • Deleted Scenes:
    • James vor dem Antrag (2:36 Min.)
    • James und Kristen im Badezimmer (2:07 Min.)
  • TV-Spots (3:10 Min.)
  • Fotogalerie (36 Bilder)
  • Interviews:
    • Liv Tyler (3:58 Min.)
    • Scott Speedman (1:52 Min.)
    • Bryan Bertino (4:19 Min.)
  • Weitere Highlights:
    • Jumper (2:30 Min.)
    • Saw (1:56 Min.)
    • Die Stadt der Blinden (1:25 Min.)
    • Rambo Edition (2:09 Min.)
    • Fight Club (2:22 Min.)
    • Léon - Der Profi (1:40 Min.)
    • Mr. und Mrs. Smith (2:20 Min.)
    • Bank Job (2:17 Min.)
    • Repo! (1:59 Min.)
    • P2 - Schreie im Parkhaus! (0:42 Min.)
VerpackungKeepCase mit FSK-Wendecover
 Das Bonusmaterial ist mit den Trailern, den insgesamt 9 TV-Spots (einer davon in deutscher Sprache) und der Fotogalerie erst mal Standardware. Dazu kommen kurze, ungezwungene Interviews mit den beiden Hauptdarstellern und dem Regisseur, zwei gekürzte Szenen, die die Vorgänge zu Beginn des Filmes etwas näher erläutern und ein kurzes Making Of. Das enthält zwar viele Themen, z.B. Studioaufbauten, Stuntarbeit, Effekte und Musik, viel mehr als 2 Minuten bleiben aber selten pro Thema. Sämtliche Extras lassen sich deutsch untertiteln.
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Fazit
Die Meinungen zu "The Strangers" gehen sehr weit auseinander. Es lässt sich nicht bestreiten, dass es ihm hervorragend gelingt, Ängste beim Zuschauer zu schüren, ihm eine ordentliche Gänsehaut zu verpassen und im Kinosessel vor Aufregung aufspringen zu lassen. Das Schema ist dabei kein Neues, schließlich hat man sich eine Menge Tricks bei Interner Link"Halloween" abgeschaut (damit sind keine Masken gemeint!), aber durch die Vereinfachung der Prämisse, wird man den Eindruck haben, es sei doch etwas Neuartiges, was man hier zu sehen bekommt. Anstatt aber ins Abstrakte zu gehen, vereinfacht Regisseur und Autor Bryan Bertino seine Schockaneinanderreihung und nimmt ihr fast sämtliche Hintergrundelemente.
Zumindest seine Einleitung überzeugt, mit der er die zwei Protagonisten und ihr gemeinsames Problem beschreibt, um sie dem Publikum näher zu bringen. Denn statt auf Worte setzt Bertino auf Gesten und den Ausdruck von Liv Tyler und Scott Speedman, auch wenn diese schauspielerisch dem Film kaum gewachsen sind.
Nach etwa einer halben Stunde beginnt die Bedrohung an Fahrt zu gewinnen, die ihren Anfang bei einem verwirrten Mädchen vor der Tür nimmt: Das Pärchen wird bedroht und terrorisiert von mehreren Maskierten, die ihren Spaß daran haben, das Nervenkostüm ihrer Opfer zu zerfleddern, bevor es ans Eingemachte geht. Mit eher geringem Einsatz von Kunstblut (relativ gesehen zu den doch blutigen Taten), aber einer brutalen Grundstimmung, wie man sie im modernen Terror-Kino leider etwas selten antrifft, wird der Zuschauer immer wieder aufs Neue mit kurzen Attacken bei Laune gehalten.
Leider begeht Bertino in der kurzen Spielzeit einen gewaltigen Fehler: Seine Gruselmomente sind zwar effektiv, kommen aber sozusagen von der Stange. Außerdem fügt er dem mit einer Spielzeit von etwa 75 Minuten sehr kurzen Spaß ein sehr enttäuschendes Ende an, das sämtliche Erklärungen außen vor lässt. Gewalt um der Gewalt willen? Definitiv! Das ist umso ärgerlicher, weil seine Geschichte sich erst als "auf einer wahren Geschichte" beruhend anpreist, sich damit aufbäumt zu einem bedeutenden Ereignis, das es gar nicht ist. Außerdem sind Tyler und Speedman wie so oft im Genre ein sehr defensives Gespann, dass sich ohne Bedingungen der Bedrohung ergibt und deswegen an Sympathie verliert. Man ist zwar gewisserweise gefesselt in jenem Moment, als sie endlich ihren Peinigern gegenüberstehen, aber der Weg dorthin ist etwas zu plump. Der sehr ähnlich gelagerte, aber sehr viel subtilere, französische Interner Link"Them" war in der Hinsicht ein weitaus größerer Erfolg. Nichtsdestotrotz ist "The Strangers" ein teilweise mitreißender, mit sehr viel spannenden Szenen gefüllter Minimal-Horror, der ein gewisses Gespür für eine überzeugende Optik und auch das nötige Verständnis für die Mechanismen des Genres mitbringt.

Ich hoffe nur, dass sich aus diesem Versuch keine neue Welle von Horrorfilmen mit gesichtslosen Brutalos entwickelt - Horror bietet der Film zwar sehr viel, ein Film sollte Emotionen aber immer in einen Kontext einpassen, woran "The Strangers" scheitert. Wer sich deswegen zwar gut gegruselt, aber irgendwie für dumm verkauft fühlt, der hat sich nichts zuschulden kommen lassen - das war lediglich der Film. Das muss aber nicht zwangsläufig passieren!

Die Kinowelt-DVD wirbt mit dem Unrated-Aufdruck, also einer in zwei Szenen erweiterten Fassung, die aber im Vergleich zur R-Rated-Version weder inhaltlich noch effekttechnisch wesentliche Änderungen mit sich bringt.



Bilder der DVD




Druckbare Version
Strangers, The
Strangers, The (Unrated)
NewsLiv Tyler in "The Strangers" - Infos, Bilder & Videos (Update)
Alle Infos zum 22. Fantasy Filmfest (Update)
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